• hallo martha

    willkommen bei uns.

    gibst du dir etwa die schuld am tot deines ersten mannes, warum, hast du ihm den alkohol eingeflößt, doch wohl eher nicht.

    du bist im angehörigenbereich gut aufgehoben, schreib dir dort mal alles von der seele, das hilft.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Zitat

    Mein erster Mann war wirklich ein waschechter Alkoholiker. Er war sogar auf Entzug, was aber auch nichts brachte. Nach Jahren des Leidens verlies ich ihn dann. Er starb mit 39 Jahren. Merkt euch das, das ist nämlich meine große Schuld, die alles andere möglich macht.

    Liebe Martha,

    WIE BITTE ????

    Das merk ich mir aber auf keinem Fall !!!

    Dein Mann hat gesoffen, nicht DU. Du bist daran NICHT SCHULD ! Soweit kommts ja grad noch. Hat Du ihn gezwungen, zu trinken ?? Wohl nicht, oder?

    Das einzige, was ihn hätte zwingen können, zu trinken, war die Alkoholsucht, aber dagegen hätte er was tun können. Er hätte sich aus der Sucht befreien können, das wäre mögllich gewesen. Er hat sich wohl aber FÜR die Sucht entschieden, das war dann aber seine Entscheidung.
    Daran hättest Du auch wenig ändern können. Alkoholismus ist eine Krankheit, aber man kann sie stoppen. Dein Mann war also krank und hat nichts dagegen getan. Das ist die "Schuld", die aber nur ihn trifft, nicht Dich.

    Versuche mit allen Mitteln, Dich von solchen Schuldgefühlen zu lösen, sonst wirst Du ja nie wieder glücklich, menno. :(

    Und Du wirst auch nicht von einer höheren Macht bestraft, das gibt es nicht. Du bestrafst Dich schon selber, indem Du Dir solche Schuldgefühle einredest. Hör besser auf damit, Dich selber zu bestrafen, Du wirst daran psychischen Schaden nehmen.

    LG an Dich
    Lilly

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (18. Januar 2007 um 12:23)

  • hallo martha

    schön das du dich wieder meldest.

    mach dich um himmels willen von schuldgedanken frei, ein beliebtes spiel von nassen alkis anderen jegliche schuld zuzuschieben, dann braucht man nämlich nicht nachdenken und sein verhalten ändern.

    schuld ist im zusammenhang mit meiner krankheit sowieso ein unpassendes wort. ich habe getrunken weil ich trinken mußte, aber ich hatte auch die möglichkeit mir hilfe zu suchen um diesen teufelskreis zu durchbrechen. viele schämen sich weil die krankheit so negativ behaftet ist und scheuen sich die schritte zu machen. wirklich saufen wollen tun die wenigsten. wenn aber die scham größer ist als der wille zur abstinenz kannst du als frau absolut überhaupt nichts machen, du bist geangen und das war richtig, anderenfalls hättest du sein sterben hautnah miterleben dürfen, das ist sicher.

    also mach dich von diesen gedanken frei, sie hindern dich zu leben, wenn du es nicht allein schaffst such dir einen psychologen mit dem du gut klar kommst und arbeite das mit dem auf. auch da braucht man sich nicht zu schämen, am ende steht ein lebenswertes leben in freiheit.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • hallo martha!
    lass mal los von den gedanken das du schuld bist am tod deines mannes. die anderen haben dir schon vor augen gehalten das du ihn den alkohol nicht eingeflösst hast. alkohlismus ist eine familienkrankheit. der eine säuft ihn und der andere hat in im kopf. das ganze leben dreht sich doch nur um den betroffenen. man versucht mit allen mitteln den trinkenden vom trinken abzuhalten. man droht ihn, man bettelt, man schützt ihn, usw. so ging es auch jahrelang zwischen meiner frau und mir. nur es passierte nichts,denn meine frau blieb trotz aller drohungen bei mir. ich wäre doch blöd gewesen wenn ich aufgehört hätte zu saufen. sie umsorgte mich weiter und streit war immer wieder vorprogmmiert so dass immer gründe da waren um weiter zu saufen. heute kann ich sagen,das sich zwei hilflose gegenüberstanden, die beide in der sucht gefangen waren. erst als meine frau hilfe für sich holte und mir grenzen setzte änderte sich was zwischen uns. meine frau machte dinge die sie schon immer gerne machen wollte und liess mich in ruhe mit vorwürfen.
    da ich mich nun ausgeschlossen fühlte vom falilienleben wurde ich immer unzufriedener und machte endlich etwas für mich. durch das umsorgen hatte sich unsere leidenszeit nur verlängert. meine frau wurde mal in der gruppe gefragt was sie machen würde wenn ich wieder anfangen würde zu saufen. sie sagte,das si mich dann verlassen würde,denn das möcht sie nicht nochmal mitmachen. ich kann sie voll und ganz verstehen.
    liebe martha, lass also los dich schuldig zu fühlen und höre nicht auf das geschwätz anderer, denn als du sie gebraucht hast waren sie nicht da.
    ich würde dir dringend raten einen phsychologen aufzusuchen, denn bei mir kommt es so rüber als wenn du depressionen hast,da du noch nicht deine vergangenheit aufgearbeitet hast.

    ganz herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • hallo martha

    was du hast ist kein märthyrersyndrom sondern nennt sich co-abhängigkeit und ist ebenso eine krankheit wie alkoholismuß. da kommt man nicht mal eben so raus. da muß man drann arbeiten.

    hast du denn schon im co bereich gelesen?? ich bin sicher da wirst du viele beiträge finden in denen du dich und deine tollen "freunde" wiedererkennst.

    du brauchst dich nicht zu schämen, wie dir geht es sehr vielen weil das thema in der gesellschaft immer noch tabu ist. schreib dir deinen frust hier von der seele, das allein hilft schon und du wirst sicher viele antworten bekommen die dir zeigen das du nicht allein bist, das hilft noch mehr.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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