Was bin ich? Zu gut, naiv, bescheiden, sehr anpassungsfähig?

  • Hallo Ayki,

    wirklich schön. ich fühle mich nicht mehr schuldig. und ich nehme vieles nicht mehr so ernst, genau wie du schreibst, man geht gelassener um.
    vieles um Leben wird einfach leichter, fröhlicher...
    irgendwie war ich nur noch mit einem offenen auge durch die welt gelaufen und durch das auge sah ich nichts als leid, sorgen. um mich herum, war nichts, was mich wirklich erfreute.
    und jetzt ist das zweite auge offen und damit sehe ich stärker, ich erfeue mich jetzt an so vielen dingen. selbst, dass heute die sonne scheint, fällt mir auf....wo ich doch sonst nur dicke gewitterwolken um mich gesehen habe. auch mein kind kann mich so sehr zum lachen bringen.
    das positive überiegt bei mir. :)

    möchte hier nochmal ein zitat von marjel anbringen:

    Zitat

    Aber die Fragestellung finde ich falsch: Zu gut, naiv.... Das klingt schon wieder nach Verantwortung für die ganze eskalierte Situation übernehmen, den Fehler bzw. die Schuld bei sich selber suchen.

    Ich glaube mit uns ist nichts falsch. Wir müssen einfach lernen, uns so lieb zu haben, wie wir sind und lernen den Schmerz zu beenden

    ich verstehe jetzt was du meinst :) zumindest liebe ich die veränderungen an mir. ich habe aufgehört mich in gewissen punkten zu verbiegen.


    Zitat

    Sie kann zum Beispiel seit der Trennung unsere Wohnung nicht mehr betreten, weil es ihr ja soooo schwer fällt. Und so lange ihr Sohn nicht mehr hier wohnt, wird sie das auch nicht können. Ja, das hat sie gesagt, das muss sich mal einer vorstellen... wie bekloppt die reagiert hat. Naja, ist mir nur Recht, dann wird sie auch nicht zum Kindergeburtstag eingeladen

    ...wie die kinder und noch schlimmer ;)

    mein kleiner hat ja auch bald geburtstag. da mach ich mir auch schon gedanken (und das zieht mich wieder in eine gewisse ernsthaftigkeit rein), wie der tag ablaufen soll.
    ich sage mir -es ist sein tag - alle türen stehen offen.

    Zitat

    Wir entwickeln uns weiter, Apfel, ist das nicht einfach fabelhaft

    ja, das ist es. :)

    Gruß Apfel

  • Hallo Apfel,
    zu allererst einmal,finde ich deine Entwicklung die ich bei Dir so verfogt habe,sehr lobenswert,und das sage ich Dir als betroffener :!:
    Auch ich habe immer wieder miterlebt,wie meine Mutter bei meinen Ex Freundinnen anrief,und sagte,Du kannst Ihn doch nicht einfach vor die Tür setzen,und einfach so rausschmeißen :!: Doch konnten Sie :!: Und sie haben genau das richtige gemacht,sie haben nicht mein Problem zu ihren machen wollen.Früher sah ich das anders,ich zerfloss in Selbstmitleid,ich armer,daß können die mit mir doch nicht so einfach machen!

    Heute sehe ich das aus einer ganz anderen Sichtweise,sie haben das einzig richtige für sich getan,um sich vor mir zu schützen.All meine immer wiederkehrenden Versprechungen halfen nicht's,sie blieben hart,ich konnte keine Überzeugung mehr bei Ihnen erreichen,hatte ich sie doch so sehr entäuscht :!:

    Was ich Dir damit eigentlich sagen möchte,ist folgendes:
    Du bist nicht dafür verantwortlich für das Trinkverhalten deines Ex :!:
    Du mußt dich,und das Kind schützen :!:
    Du mußt dein Leben leben,denn es gehört Dir :!:

    Diese Worte stammen von mir,einem Abhängigen :!:

    Liebe Grüße,Andi

  • Hallo Marga,

    ich selbst freue mich ja riesig über meine veränderungen, aber auch ich selbst brauche noch viel zeit. die letzten jahre haben mich sehr geprägt.
    ich würde mich im moment als nichtbeziehungsfähig bezeichnen, weil ich mich keinem mann öffnen und annähern könnte. es wären vorurteile da. davon abgesehen, hab ich das ja auch momentan nicht vor. männerfeindlich bin ich aber nicht geworden. ;)

    ich hatte hier im forum mal von meiner freundin geschrieben, eine geschichte, die mich unter anderem für meinen entschluß zur trennung sehr bewegt hat.

    ihr vater war alk und sie hatte sich als teen gewünscht, endlich 18 jahre zu werden um dann von zu hause abzuhauen.
    (ihr vater war dann verstorben, als sie 17 war. )

    irgendwie wurde mir da klar, was ich nicht wollte: mein kind verlieren, weil mein partner trinkt.


    ...deine geschichte mit dem haus und dem ausziehen...

    ich habe mich oft in einer ausweglosen situation gesehen. die möglichkeiten, die ich gesehen habe, habe ich nicht genutzt, weil sie zu viel überwindung gekostet hätten oder weil ich sie als irrsinnig angesehen habe.

    über was ich noch nachdenke und vor allem kurz nach der trennung nachgedacht habe.
    es fällt mir irgendwie schwer zu sagen, in meinem leben ist etwas gescheitert. weißt du, da habe ich großeltern, die sind 60 jahre miteinander verheiratet, in meinem verwandtenkreis ist niemand geschieden.

    und dann bin ich da, alleinerziehend. das ist irgend so ein schubladendenken von mir:

    normal = partnerschaft und kinder

    mittlerweile stehe ich da aber auch etwas drüber, ich bin ja nicht unnormal. :)


    übrigens klingt das von deiner schwiegermutter noch ein zacken schärfer.
    ;)
    gruß apfel

  • Hallo Blue,

    Zitat

    Du bist nicht dafür verantwortlich für das Trinkverhalten deines Ex

    was mir sehr hilft mich nicht schuldig zu fühlen ist die tatsache, dass seine krankheit vor mir schon bestand. es ging vor mir los.

    Zitat

    Und sie haben genau das richtige gemacht,sie haben nicht mein Problem zu ihren machen wollen.Früher sah ich das anders,ich zerfloss in Selbstmitleid,ich armer,daß können die mit mir doch nicht so einfach machen!

    Heute sehe ich das aus einer ganz anderen Sichtweise,sie haben das einzig richtige für sich getan,um sich vor mir zu schützen.

    das fällt mir schwer zu glauben. *grins*

    es ist trotzdem toll, dass du zu diesem sinneswandel gekommen bist :)


    Gruß Apfel

  • Hi Apfel,

    Zitat

    weißt du, da habe ich großeltern, die sind 60 jahre miteinander verheiratet, in meinem verwandtenkreis ist niemand geschieden.


    Weißt du, du kannst nirgens hinter die Fassade gucken. Was meinst du, in wie vielen Ehen es kriselt - das sieht nur kein Mensch! Überall tauchen Probleme auf, und meistens auch nicht gerade wenige, das habe ich in den letzten Jahren ganz oft feststellen müssen!
    Deine Großeltern zB. sind auch eine völlig andere Generation... da konnte man sich doch nicht scheiden lassen - wie sähe das denn aus...

    Zitat

    und dann bin ich da, alleinerziehend. das ist irgend so ein schubladendenken von mir:

    normal = partnerschaft und kinder

    mittlerweile stehe ich da aber auch etwas drüber, ich bin ja nicht unnormal.


    OK, sehe ich normalerweise auch so! Aber besser glücklich geschieden als unglücklich verheiratet... oder nicht?? Ich steh da mittlerweile auch drüber. Bei der Arbeit hab ich nichts erzählt, weil ich denke, das gehört da nicht unbedingt hin. Werden die noch früh genug rauskriegen - dann wird die Gerüchteküche losgehen... die sind da einfach so... Hab nicht gerade das beste Verhältnis zu meinen Kollegen und Kolleginnen, denn die sind ziemlich oberflächlich. Das kann ich total nicht leiden! Meine Freunde, Familie + der Bekanntenkreis wissen es. Und ich bin irgendwie auch ein bißchen stolz auf mich selbst, dass ich das alles mit zwei Kindern - obwohl ich alleine bin - so gut auf die Reihe kriege ;)

  • Zitat

    Weißt du, du kannst nirgens hinter die Fassade gucken. Was meinst du, in wie vielen Ehen es kriselt - das sieht nur kein Mensch! Überall tauchen Probleme auf, und meistens auch nicht gerade wenige, das habe ich in den letzten Jahren ganz oft feststellen müssen!
    Deine Großeltern zB. sind auch eine völlig andere Generation... da konnte man sich doch nicht scheiden lassen - wie sähe das denn aus...

    ..nun gut, ich bin auch nicht verheiratet ;)

    das waren nur so gedankengänge, wie ich es vorgeblebt bekommen habe.

    gruß apfel

  • Zitat

    ..nun gut, ich bin auch nicht verheiratet


    :lol:


    Sei froh, dann hast du ja auch noch deinen eigenen Namen (OK, kann man auch noch haben, wenn man verheiratet ist - aber ist ja auch eher "untypisch". Wenn man Kinder haben möchte finde ich es immer schöner, wenn alle den gleichen Namen haben), und euer Kind heißt auch so wie du, oder? Das ist nämlich eine Sache, die mich wirklich sehr ärgert im Nachhinein - aber da machste nix ;)

    Schlaf gut!!!

  • Hallo Ayki,

    nein, mein kind heißt nicht, wie ich. sieht aber sehr nach mir aus.


    Zitat

    Deine Großeltern zB. sind auch eine völlig andere Generation... da konnte man sich doch nicht scheiden lassen - wie sähe das denn aus...

    ...der neue trend in den medien ist die patchwork-familie ;)

    Zitat

    Und ich bin irgendwie auch ein bißchen stolz auf mich selbst, dass ich das alles mit zwei Kindern - obwohl ich alleine bin - so gut auf die Reihe kriege

    das darfst du auch sein. :D


    gruß apfel

  • Hallo zusammen,

    Zitat

    Und wenn die Beziehung nun auch enden sollte, versagt habe ich nicht, im Gegenteil, denke ich.
    Ist nur ein weiter Weg, zu dieser Einsicht zu kommen.
    Marga

    ja, ist es.

    ich habe viel zu lange an etwas festgehalten, was ich eigentlich nicht haben wollte.

    ...tja, wie gehts mit der co-abhängigkeit weiter....
    lebt man allein, kann man doch nicht abhängig sein, oder?
    ..obwohl man müßte wahrscheinlich allein im urwald leben, kontaktlos sein, um nicht (co-)abhängig zu sein.
    ....und selbst dann hätte man gewisse verhaltensmuster an sich...will man aus dem dschungel ausbrechen, bleibt man am ende an ort und stelle sitzen und findet sich mit den gegebenheit ab.

    also co wird man auch nach der trennung noch sein. man muß lernen damit umzugehen.

    es ist jedoch schwer einzuschätzen bis wann man etwas tut, weil es getan werden muß oder ab wann man sich etwas antut.

    wenn ich mittlerweile lerne, die schönen dinge im leben wahrzunehmen und mir selbst etwas gutes zu tun, werde ich hoffentlich auch besser erkennen, was nicht gut für mich ist ?

    gruß apfel

  • Zitat von Elki


    Genau das ist meiner MEinung nach der Weg. Wenn dir die angenehmen Dinge im Leben immer wichtiger werden, wird das Bedürfnis Anderen ständig Dinge abzunehmen, für die sie selber zu sorgen haben, kleiner.
    LG
    Elke

    Das, liebe Elke, ist ohne Worte! Einfach nur gut und sehr richtig!

  • Hallo zusammen,

    die letzte woche war ziemlich stressig. abends war ich einfach nur noch müde.
    ich habe aber auch viel gelacht und hier und da ein paar scherze gerissen.
    :lol:
    und dann die andere seite: dinge, die mich wütend machen.

    seit der trennung fehlen mir 2 persönliche gegenstände. er sagt: er kann nix finden, er hats verloren, er schaut noch mal blabla.....das macht mich echt zornig.

    ich fühle mich da absolut nicht ernst genommen.

    jetzt noch ein satz von meiner arbeit: "warum fühlst du dich denn so angegriffen?" von einer frau, die nicht alk ist, aber ständig ihre eigene blödheit anderen zuschiebt, anderen die schuld für ihre fehler gibt und sich nix eingestehen kann. das hasse ich. ich weiss, ich kanns nicht ändern, diskussion zwecklos.

    mein verhalten auf die uneinsichtigkeit: ich wurde erst laut, und es ist sicher auch mein recht laut zu werden und dann legte ich den Telefonhörer auf, um mich wieder zu beruhigen...


    "warum fühlst du dich denn so angegriffen?"

    so ein satz sitzt trotzdem und trifft mich als co an meiner weichen stelle, nämlich an mir zu zweifeln. :roll:


    ich denke, es ist völlig normal laut zu werden, wenn man auf die palme gebracht wird!

    aber:

    ist mein co verhalten nach außen hin "sichtbar"?
    fühle ich mich als co, in vielen dingen stärker angegriffen?

    tja, im endeffekt wurde ich wieder an seinem wunden punkt getroffen. man fängt an, bei sich zu suchen.

    letztendlich fühlte ich mich angegriffen, weil ich angegriffen wurde.

    es ist immer noch schwer für mich mit solchen äußerungen umzugehen.


    Gruß Apfel

  • Hi Apfel!

    Zitat

    fühle ich mich als co, in vielen dingen stärker angegriffen?


    Ich denke, du bist einfach gestresst, denn die ganze Situation ist ja auch nicht gerade einfach für dich! Ich weiß, wie anstrengend das alles ist, und das zehrt auch an den Nerven. Und die Wut, die hatte ich auch. Nach Wochen und Monaten kann ich jetzt wirklich sagen, dass ich über diesen ganzen Dingen stehen kann, aber als meine Trennung noch frisch war, da konnte ich das auch nicht. Mit der Zeit wirst du alles gelassener sehen können, glaub mir ;) Versuch dich nicht so über andere aufzuregen und dich einfach wohl zu fühlen!!! Die anderen (auch die Arbeitskollegin) kannst du nicht ändern, aber dich selbst, das weißt du doch :) Kopf hoch! Das wird schon wieder!

  • hallo ayki,

    Zitat

    Nach Wochen und Monaten kann ich jetzt wirklich sagen, dass ich über diesen ganzen Dingen stehen kann, aber als meine Trennung noch frisch war, da konnte ich das auch nicht. Mit der Zeit wirst du alles gelassener sehen können, glaub mir

    ....bin ja jetzt auch schon 2,5 monate getrennt. und da ist kein trennungsschmerz mehr da. ich trauere nix nach, höchstens meinen pers. gegenständen.
    ;)
    mein kleiner hat sich auch der neuen situation gut angepasst.

    Zitat

    versuch dich nicht so über andere aufzuregen

    ...es muß raus, wenn ich auf die palme gebracht werde. :)


    zu hause hat man sich seine ruhe vor solchen attacken geschaffen.
    aber da draußen wird es sie immer wieder geben, diese ins gewissen redenden personen.

    ok, ich mag diese kollegin nicht, und möchte auch nicht von ihr gemocht werden. das ist auch gut so.


    Gruß Apfel

  • hm, also ich werde auch (schnell) laut, wenn ich sauer bin....ich sehe das aber nicht als Co Syndrom, sondern eher als eine Art Jähzorn und Impulsivität, die manchmal nicht wirklich angebracht ist.....ich versuche mittlerweile erstmal tief durchzuatmen und dann loszulegen - meistens muss ich oft tief durchatmen, weil ich echt schnell auf 180 sein kann :oops:
    Der Satz " Warum fühlst du dich so angegriffen?" gehört auch zu meinen roten Tüchern, vor allem, weil ich manchmal den Eindruck habe, es sei so selbstgefällig. Da lässt man Dampf ab und es kommt der dumme Spruch -super! Nach dem Motto " ich weiß nun gar nicht, warum du so sauer bist?! + große Kulleraugen - das lässt mich genauso rasend werden wie im Streitgespräch den Raum zu verlassen. Kennste?

    Ich denke nicht, dass es mit Co Abhängigkeit zu tun hat, sondern es ist eher der berühmte Tropfen, wenn der ganze Tag schon bescheiden verlief :wink:
    Zweifel nicht an dir, wer dich kennt, der kann mit deinen "Ausrastern" umgehen und wenn nicht, so ist dir zumindest wohler!

    Grüße
    Heike

  • Hallo Heike,

    danke für den beitrag.
    es hilft mir weiter.

    zweifeln, ist vielleicht auch falsche ausdruck. ich bin eher auf ursachenforschung: warum bin ich so, wie ich bin? wie sehr ist mein verhalten co geprägt?

    jetzt, wo mir manche dinge aus meiner kindheit ins bewußtsein rücken, weiß ich auch, was mich geprägt hat.

    habt ihr schon mal eure eltern schon mal auf eure co-abhängigkeit angesprochen? endete das in schuldzuweisungen den eltern gegenüber?

    jetzt, wo mir so vieles ins bewußtsein rückt, sehe ich meine eltern mit anderen augen.

    Gruß Apfel

  • Hallo Apfel,

    hm, die Eltern......

    Ich gebe zu, für mich sind meine Eltern fremde Personen. Ich bin bis zum 6 Lj bei meiner Oma groß geworden und von einem Tag auf den nächsten haben meine Eltern mich zu sich geholt. Ich kam dort überhaupt niht klar und wenn ich mal bei meiner Oma übernachten wollte, musste ich stundenlange Verhöre über mich ergehen lassen, warum denn, denn ich wüsste ja, wie sie ist....zu mir war sie lieb und vor allem immer da!

    Meine Eltern sind beide beruftstätig und so kam es, das ich mit 4 Jahren 2000 ltr Heizöl annehmen muste und furchtbar Angst hatte. Als ich 12 war haben sie sich getrennt, dann wieder 1 Jahr Oma, sie starb dann und dann 1 Jahr bei meiner Mutter und die restlichen 3 Jahre bei meinem Vater. Mit 18 bin ich zuhause ausgezogen und habe endlich mal aufgeatmet. Ich bin nie wiede r zurück egal wie mies es mir ging.
    Meine Eltern wissen auch nicht viel von mir, ich habe immer mal wieder versucht Kontakt aufzunehmen, aber sobald versucht wurde, sich lautstark in mein Leben einzumischen, meine Autorität vor meinen Kindern zu untergraben, habe ich mich zurückgezogen..... Im Endeffekt denken meine Eltern, ICH muss mich melden und dann würden sie auch den Kindern mal zum Geb gratulieren und/oder zu Weihnachten. Ziemlich arm, denke ich.
    Meine Älteste hat dieses Jahr Konfirmation und will beide dabei haben - sie werden beide eingeladen, sollten sie kommen, gibt es vor der Kirche von mir Verhaltensregeln und ich werde nicht hinnehmen, dass die beiden ALten meiner Tochter ihre Konfirmation versauen, weil sie sich nicht wie Erwachsene benehmen können - passt es ihnen nicht, wissen sie wo die Tür ist.....
    Die Frage ob wir reden erübrigt sich, denn meine Eltern haben selbstverständlich nie Fehler gemacht :?

  • Hallo Pott,

    ich bewundere deine ehrlichkeit und ich kann mir vorstellen, wie sehr dich deine kindheit geprägt hat.

    hatte zu beginn meines treads ja mal geschrieben, dass ich als kind immer so sein sollte, wie mein bruder.

    ...irgendwie, je länger ich drüber nachdenke, bin ich das schwarzes schaf der familie. naja nix ist richtig.
    und ich glaube, das setzt sich auch bei meinem kind und dem kind meines bruders fort. ....mein kind, ist dort schlecht und dort nervig und das andere enkel ist einfach süß und toll und so intelligent.
    ...werde meine eltern seit weihnachten mal wieder besuchen und jetzt wo ich viele dinge einfach mit anderen augen sehe, werde ich sicher auch mit ihren kommentaren anders umgehen.

    "Warum fühlst du dich denn so angegriffen?"....die dame war heute übrigens besonders freundlich 8)

    gruß apfel

  • Hallo zusammen,

    bin ja letztes wochenende seit langem wieder bei meinen eltern zu besuch gewesen und ich muß sagen, dass es mir gut ging.
    :)
    freilich hat mich meine vergangenheit geprägt, aber es nützt nix vorwürfe zu machen. schließlich ist man erwachsen und seines eigen glückes schmied. und ich als mutter werde sicher auch nicht alles richtig machen.
    ich merke jedenfalls, wie ich mich ändere, wie ich durch neue sichtweisen anders handle, wie ich auch neue grenzen setze.

    ich bin weiterhin sehr mit mir beschäftigt.
    die phase nach dem krampfhaft suchen, was an mir alles falsch ist, habe ich ersteinmal überwunden. ich weiß, da wird es rückfälle geben und einsicht ist ja auch der weg zur besserung.

    zur zeit denke ich viel darüber nach, was ich will, was ich mag, was ich nicht so mag...
    und dann überlege ich, was mir in meiner alten beziehung so alles fehlte. oder was ich mich so bei meinem ex anzog.

    gruß apfel

  • Hallo Marga,

    mir geht es so weit ganz gut. lebe weiterhin allein mit meinem sohn und habe wenig kontakt zu meinem ex, meist nur wegen angelegenheiten ums kind.


    ich habe - denke ich - mit der zeit hier im forum begriffen, dass ich manche sachen nicht ändern kann und so verschwende ich weniger energie damit vom gegenteil zu überzeugen.

    es gibt aber immer noch situationen, wo ich neue wege gehen muß, weil kein partner mehr da ist. aus den großen sorgen (alkohol) werden kleine (zb. handwerken).

    gruß apfel

  • Hallo Marga,

    Zitat

    Du scheinst so langsam Abstand von den Problemen zu bekommen. Das finde ich gut. Macht den Kopf frei. Klar, dass sich nun andere Probleme ergeben, aber ich denke, nichts, womit Frau nicht klar kommt.

    naja zumindest mache ich mir keine gedanken mehr, was mich erwartet, wenn ich nach hause kehre und die wohnungstüre öffne. diese angst ist weg.
    trotzdem komisch, auf alles allein gestellt zu sein. in manchen situationen komme ich mir irgendwie doof vor, weil ich vor problemen stehe, vor denen ich noch nicht gestanden habe.

    Zitat

    Wäre es leichter allein?

    es war nicht einfach zu sagen:schluß, aus jetzt reichts!
    zwar gehört der alk jetzt nicht mehr zu meinem problem aber nach der trennung fing ich bei null an.


    ich denke, dein mann hat vielleicht noch im allerletzten moment die notbremse gezogen und sich helfen lassen. und wahrscheinlich hätte ich es auch nochmal mit meinem partner versucht, hätte es sich sofort nach seinem rückfall helfen lassen.

    ich denke auch, dass man - solange mit einen alk zusammenlebt - immer mit dieser ungewissheit leben muß, dass er rückfällig wird. man wird leider nie eine garantie haben.

    auch ich bin ein gebranntes kind und gehe sehr sensibel mit dem thema alk um. ich trage den gedanken bei mir, mir könnte das gleiche noch einmal passieren. ich mag keine gespräche übers saufen und habe auch keinen schluck alk im haus.

    gruß apfel

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