Hallo,
um es gleich sagen: es geht mir gut. Ich bin seit über sieben Monaten zufrieden tocken und habe mein Leben seit dem 24. Juni 2006 umgekrempelt. Alte "Freunde" aus meiner Saufzeit gibt es nicht mehr. Zugegeben - ich bin vielleicht etwas einsamer als früher, aber ich bin lieber zufrieden einsam, als besoffen und unzufrieden in Gesellschaft.
Letzte Woche hatte ich Vorstellungsgespräche in Norwegen und eines war sehr erfolgreich. Nach diesem Gespräch konnte ich mein Glück gar nicht fassen - alles, was ich reingebuttert habe in mein neues Leben, trug Früchte, und nun auch noch das. Ab März eine neue, gut bezahlte Arbeit - endlich.
Und dann kamen automatisch die Gedanken an Alkohol. Ich war wie gelähmt, so übermächtig wurde der Wunsch, diesen Erfolg mit Sekt zu begiessen. Fast zwei Tage lang ging das so. Ich habe nicht nachgegeben, denn letztendlich ist alles, was ich zur Zeit erreiche, das Ergebnis der Arbeit an meiner Trockenheit. Trotzdem hat mich das sehr angefasst: der Wunsch zu trinken, weil etwas richtig gut läuft. Das kannte ich so deutlich noch nicht. Und ich habe erschreckt festgestellt, dass ich da noch sehr schwach bin.
Hoffentlich bin ich nun etwas mehr vorbereitet. Der Teufel Alkohol wird es wohl immer wieder mal versuchen.
Er wird es nicht schaffen. ![]()
Lieben Gruss
Peter