Wie bringe ich einen Alkoholiker dazu es einzusehen?

  • Hallo und willkommen,

    das sind zwei Paar Schuhe.
    Die Vormundschaft entmündigt ihn.
    Sollte er keine Maßnahmen zu seiner Alkoholkrankheit durchführen und weiter trinken, seine Entscheidung, wird es sicherlich tödlich verlaufen.

    Sorry, liebe Grüße ...
    Freund.

  • Hallo,

    ob es so einen Beitrag in unserem Bestand von 67.000 Stck. gibt, kann ich dir nicht sagen. Er hätte auf jeden Fall Seltenheitswert. Wieso ?

    Sicherlich kann man einen entmündigten Menschen in eine Klinik „stecken“, aber letztendlich fruchten eine Therapie oder andere Maßnahmen nur, wenn der Mensch mit dem Alkohol kapituliert hat und auch nach seinem Klinikaufenthalt im normalen Alltagsleben weiterhin über Jahre, sein Leben lang, wertschöpfend an seinem Ziel der Trockenheit arbeitet.

    Gruß, Freund.

  • hallo didi,

    willkommen hier.

    wie freund schon schreibt: ein alkoholiker kann nur trocken werden, wenn er es selbst WILL. klar kann man ihn wahrscheinlich (weiss ich aber nicht) zwangsweise in eine therapie stecken, aber ich glaube nicht, dass das was hilft, ich kenne einige geschichten, wo leute die therapie nicht für sich, sondern nur auf druck gemacht haben, und sind dann direkt von der klinik zur tanke gefahren.

    wenn dein vater also nicht will, wird er sich über kurz oder lang tottrinken, und niemand kann etwas dagegen machen. das hörts ich brutal an, aber das ist die realität, damit muss man als "kind" leben. ich musste das auch.

    wenn er allerdings geistig durch den wind ist (und bleibt?) und sich selbst massiv gefährdet (nicht "nur" durch trinken), kann man ihn vielleicht schon in eine klinik stecken, aber das wird dir die sozialschwester sicher sagen können.

    du hast keine möglichkeit, ihn zu "retten". das ist leider so.

    gruß

    lavendel

  • das mit dem vormund wird heißen, dass jemand anderes über seinen gesundheitlichen fortgang entscheiden soll. er selber hat dann nix mehr zu sagen.

    aber bringt eine kur etwas wenn er selbst nicht will. es soll zwar leute geben, denen das trotzdem gelungen ist, aber die sind die ausnahme. grundsätzlich bringt eine kur nur was, wenn der betroffene selber will und selbst da werden noch viele rückfällig.

    es gibt kein rezept jemanden dazu zu überreden sich helfen zu lassen. leider!!!
    du kannst versuchen mit ihm zu reden, ihm klipp und klar sagen, dass es so nicht weitergeht, das er bald tot oder ein pflegefall sein wird, wenn er so weitermacht und du das nicht willst. kannst ihm deine gefühle offenbaren, sag ihm dass du ihn nicht verlieren möchtest, auch wenn ihr euch jetzt aufgrund der entfernung nicht seht. ob es sinn macht? dass kommt drauf an, an welchem punkt dein vater ist.

    dein vater muss sich helfen lassen, weil er es für sich will und nicht weil er andere damit glücklich machen will. ansonsten wird die trockene zeit nicht lange anhalten.

    die antworten hier sind leider nicht leicht für dich, aber leider auch die wahrheit. er hat beschlossen zu trinken, er muss auch entscheiden, da wieder raus zu wollen.

    pass auf, dass DU dabei nicht auf der strecke bleibst. das ist das wichtigste.

    du hast gar nix davon geschrieben, wie es dir selber bei der ganzen sache geht. das würde mich auch mal interessieren. wäre schön, wenn du dich da etwas öffnen würdest, es geht dir doch bestimmt nicht gut.

    liebe grüße & viel kraft

    - dani -

  • das mit der gleichgültigkeit kenne ich, die habe ich auch. sorgen macht man sich halt trotzdem. aber bis dahin wirst du auch schon ziemlich viel durchgemacht haben, um an diesen punkt zu gelangen.

    finde ich toll, dass du dich auf deine familie konzentrierst, damit hast du dich für den richtigen weg entschieden. und deinen vater erst zu unterstützen wenn er soweit ist, ist die beste entscheidung für dich. finde ich toll.

    das du das geerbt hast, würde ich nicht sagen. die gefährlichkeit ist größer, das man zum alkoholiker wird, wenn ein elternteil getrunken hat, wundere mich eigentlich warum, da man ja weiß, wie man selber darunter gelitten hat. vielleicht weil man dieses suchtmittel kennt? ich hab keine ahnung, würde mich interessieren, ob da jemand mehr weiß drüber oder sich deswegen schon gedanken gmacht hat.

    liebe grüße und viel glück mit der familienplanung!

  • Ich könnte mir eher vorstllen, dass eine gewisse Sensibilität, eine Labilität an sich vererbt wird. Aber die Abhängigkeit an sich eher nicht. Man sollte ja eher abgeschreckt sein, wenn man damit aufwächst. Aber diese Labilität eines Menschen führt wohl eher dazu nicht Nein sagen zu können, sich nciht im Griff zu haben , sich nciht kontrollieren zu können. soclh eine Verhalten wird einem vielelciht auch noch dazu anerzogen, von den Eltern abgeguckt usw. Andere werden wiederum gerade stark aus dem Verhalten der Eltern.

  • also auf dem angehörigenseminar bei meiner mom wurde gesagt, dass die wahrscheinlichkeit größer ist, dass kinder von alkoholikern selber zum alkohol greifen. warum wurde leider nicht erklärt. aber vererbbar ist es nicht, das wurde auch gesagt.

    da gibts doch eigentlich ganz tolle filme dazu.

    28 tage mit sandra bullock, da merkt man den krassen unterschied, wie sich die zwei schwestern entwickelt haben extrem. die eine trinkt und nimmt drogen, will ein lockeres leben mit viel spaß (wie die frau mama eben), die andere hält davon totalen abstand, ist ordentlich, heiratet, will familie etc.

    gibts noch nen anderen super film, aber der ist auch total traurig, weiß etz nicht wie er heißt. weiß nur noch das der junge max geheißen hat. er ist dann ausgezogen und hat geschaut, dass er sein leben in den griff kriegt, die tochter war am schluß total in der co. abhängigkeit und hat selber mitgetrunken. total heftig der film, aber man erkennt sich in manchen dingen wieder, die ausreden, das lügen, das verstecken, die angst anderen zu vertrauen....

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