• Hallo Lizzy,

    willkommen hier im Forum.

    So wie Dir jetzt, ging es mir auch. Depris --> Alk --> Entzugserscheinungen = noch stärkere Depris --> noch mehr Alk...

    Bis ich es auch nicht mehr ausgehalten habe und mich zur stationären Entgiftung in die Entzugsstation einer psychiatrischen Landesklinik einweisen lies.
    Dort fühlte ich mich gleich sehr geborgen und nach ein paar Tagen ging es steil bergauf (seit damals habe ich KEINE Depressionen mehr!!).

    Ich kann Dir nur ganz warm ans Herz legen: Geh zur Entgiftung! Du wirst mir später recht geben.

    Liebe Grüße

    pauly

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • Hallo Lizzy,

    mir ging es genauso wie dir gerade und ich denke den meissten hier.

    Bis vor 1Woche konnt ich mich auch nicht mehr anschauen, ich hasste mich für mich selbst, weil ich nichts mehr auf die Reihe bekam. Ich bin betrunken gefahren und auch Gott sei Dank erwischt wurden. Ich hätte fast meine Arbeit dadurch verloren und und und. Ich war auch kurz davor mich aufzugeben. Aber Dank diesem Forum mit all seinen netten erfahrenen Leuten habe ich den ersten wichtigen Schritt geschafft.

    Ich bin heute aus der Entgiftung entlassen wurden und kann endlich wieder in den Spiegel schauen und bin stolz auf mich. Du wirst es selbst erleben wenn du dich stationär behandeln lässt. Nur das ist der erste und wichtigste Schritt.

    Mir hatt pauly kurz vor der Entgiftung alles gute gewünscht.
    Und er hatte recht.

    Gib dich nicht auf,lass dir helfen.

    Alles wird gut wenn du es willst.

    Liebe Grüsse Alex

    ....ich lebe lieber ungewöhnlich...

    "Das letzte Mal Alkohol getrunken am 12.02.2007"

  • Liebe Lizzy,

    warte bitte nicht bis Montag. Ich habe einen kalten Entzug hinter mir und bereue es heute sehr das ich das gemacht habe. Wir sind deine Freunde denn
    wir haben alle hier die gleiche Krankheit. Es ist wirklich sehr gefährlich gerade wenn man alleine ist. Ich habe mich am Montag vom Notarzt holen lassen. Und glaube mir, jeder Arzt weis über die Krankheit bescheid,es gibt sogar sehr viele Ärzte die die gleiche Krankheit wie wir haben.

    Liebe Grüsse,Alex

    ....ich lebe lieber ungewöhnlich...

    "Das letzte Mal Alkohol getrunken am 12.02.2007"

  • Hallo Lizzy,

    klar mach ich mir Sorgen um dich,ich kenne deinen Zustand ja von mir selbst.

    Ich kenn dich zwr nicht persönlich, aber vermissen würde ich dich schon.

    Schliesslich hast du ja dein Problem erkannt und willst deine jetzige Stuation verändern. Darauf bin ich stolz auf dich und du kannst auch schon stolz auf dich sein.

    Denn es gibt sehr viele die sich nicht ändern möchten und nicht wissen das sie mit Alkohol Probleme haben.

    Du kannst ruhig schreiben was du möchtest,denn ich weis das es sehr ilft sich etwas von der Seele zu reden.

    Liebe Grüsse,Alex

    ....ich lebe lieber ungewöhnlich...

    "Das letzte Mal Alkohol getrunken am 12.02.2007"

  • Hallo Lizzy,

    herzlich Willkommen noch von mir hier im Forum.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung wie Du Dich fühlst und ich bin froh das Du Dich für das Leben entschieden hast.
    Der Alkohol macht auch psychisch ein Wrack aus Dir und deswegen hast Du auch diese dunkelen Gedanken.
    Aber das wird wieder besser wenn Du entgiftet hast.
    Es ist schön morgens aus dem Fenster zu schauen und sich zu freuen das die Sonne scheint. So habe ich das damals empfunden als ich in der Entgiftung nach ca. 1 Woche aus dem Fenster geschaut habe. Und da habe ich gewusst es geht wieder aufwärts. Plötzlich schmeckte das Brötchen wieder, ich konnte milde über einen Scherz lächeln und habe mich vor die Tür getraut......
    Wir haben nur ein Leben und sollten auch weiterkämpfen wenn es uns sehr schlecht geht. Weil es tatsächlich irgendwann wieder aufwärts geht und uns hinterher alles wie ein böser Traum vorkommt.

    Ich hoffe Du hast die Kraft diesen bösen Traum bald zu beenden.

    Je eher Du Dich in ein Krankenhaus begibst umso eher geht es wieder aufwärts. So wie es Dir geht würde ich das dringend empfehlen .

    Und ich würde nicht bis morgen warten.....Du hast Dich lange genug in Deinen vier Wänden rumgequält.

    viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Lizzy,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    So, wie Du Dich fühlst, ging es mir auch mal, ich konnte mein Spiegelbild nicht mehr ertragen, ich war fett und aufgequollen vom Alkohol, meine Gedanken drehten sich nur noch ums Saufen, alles andere war mir egal. Ich hätte auch in Kauf genommen, mich totzusaufen, wer wird mich schon vermissen, wer will schon so eine versoffene, alkoholabhängige Frau ?

    Dann kam ich mit dem Notarztwagen ins KH, ging alles ganz schnell, Intensivstation etc. , ich hätte einen kalten Entzug, wie Du ihn da gerade praktizierst, mit Sicherheit NICHT überlebt. Die Ärzte haben mit mir zusammen um mein bisschen Leben gekämpft und ich habe die Chance bekommen, nochmal ein Neues zu beginnen.
    Wenn ich heute daran denke, schäme ich mich dafür, das ich mal nicht mehr leben wollte, aber ich weiß immer noch, das es diese Gedanken gab.

    Jeder hat die Chance, trocken zu werden, aber dazu muss man Hilfe annehmen, darf nicht mehr zu stolz dazu sein oder sich schämen. Wir haben eine Suchterkrankung, die ungestoppt tödlich verläuft, nicht mehr und nicht weniger. Und sie ist unheilbar, wir tragen sie nun für immer in uns. Und trotzdem können wir ein wunderbar schönes Leben damit führen, WENN WIR WIR ES WOLLEN !

    Eine professionelle Entgiftung steht dabei an erster Stelle, datt Gift muss aus dem Körper. Ein kalter Entzug ist zu gefährlich und kann ganz einfach tödlich enden, warum tust Du Dir das an ?
    Ist die Scham so groß, zum Arzt zu gehen ?

    Sorry, aber unsere Scham, Alk unter peinlichsten Situationen zu kaufen, war nicht so groß, da haben wir uns nicht geschämt (naja, in Wirklichkeit schon,aber die Sucht war doch viel stärker)
    Du wirst wissen, wovon ich rede... Und Scham bei peinlichen Situationen im besoffenen Kopp war auch nicht vorhanden. Die Scham kam doch immer erst am nächsten Morgen, gell?
    Und der Ekel vor sich selbst.
    Und nun schämt man sich, den Drama ein Ende zu machen und sich Hilfe zu holen ? Iss doch blöd, oder ?

    Jeder Arzt kennt unsere Krankheit und er wird uns helfen, wenn er sich gut mit unserer Sucht auskennt. Jeder Arzt hat Alkies in seiner Praxis, nix neues für die. Es gibt so viele Alkoholabhängige, Du würdest staunen.

    Du kannst Dich einfach in die Notaufnahme gegeben, die holen Dich auch ab. Dort wird Dir erstmal geholfen, den Entzug zu lindern, vielleicht kannst Du auch gleich dort bleiben und entgiften. Davor brauchst Du gar keine Angst zu haben, Du bekommst Medis gegen die Entzugssymtome und bist unter ärztlicher Aufsicht. Es wird auch niemand weggesperrt oder so, das gibt es heutzutage nicht mehr, solange man nicht andere gefährdet oder sich selbst.

    Mach besser Nägel mit Köpfen, rumgeeiert haben wir doch viele Jahre. Und die Entzugssymtome können ganz plötzlich und heftig kommen, Du kannst Dir dann evtl. nicht mehr selber helfen, nicht mal mehr den Notruf anrufen. Lass das bitte sein, das ist zu gefährlich.
    Du kannst auch heut zur Notaufnahme und evtl. dann morgen früh zu Deinem Arzt, bis dahin wärst Du dann aber wenigstens in guten Händen. Ich möchte Dich wirklich bitten, nimm Hilfe an.

    Und ICH würde Dich vermissen !

    LG an Dich
    Lilly

  • Guten Morgen liebe Lizzy,

    wie geht es dir heute? Du sagst du hast nicht viel zu verlieren,da muss ich dir
    wiedersprechen. Du kannst dein Leben verlieren und das ist sehr viel.

    Du bist gerade an einem Tiefpunkt angekommen wo dir klar geworden ist das
    du so nicht weiterleben kannst und willst.Ich denke viele von uns hier hatten so einen Tiefpunkt wo man sich sagt bis hier her und nicht weiter.
    Wie schon erwähnt war mein Leben bis vor einer Woche auch kein Leben mehr.Aber was dir ja hier jeder bestätigen kann,beginnt ein neues Leben nachdem der Teufel Alkohol aus dem Körper ist.Man sieht die Welt wieder mit anderen Augen.Wen ich heute an diesem wundeschönen Tag aus dem Fenster schaue,erfreue ich mich an jeder kleinen Blume die gerade blüht und jedem Vogel der fröhlich zwitschert.Man erfreut sich endlich wieder auch an den kleinen wichtigen Dingen die die Welt uns bietet.

    Du schreibst du hast noch eine Woche Urlaub,also hast du auch noch eine Arbeit wenn ich das richtig sehe!?
    Das ist doch schon mal gut,auch wenn sie dir zur Zeit vieleicht keinen Spass macht. So ging es mir zumindest bis letzte Woche.Aber heute freue ich mich schon auf die nächste Woche Arbeit,den ich kann dann wieder erhobenen Hauptes meine Arbeit verrichten weil ich stolz auf mich bin.

    Auch du wirst stolz auf dich sein nach der Entgiftung,das wirst du sehen.

    Denke bitte nicht das du jetzt nach dem 4Tag alles überstanden hast,es ist immernoch gefährlich.

    Geh bitte heute noch ins Krankenhaus und sag das du gerade auf Alkoholentzug bist.Keiner wird dich dafür blöde anschauen.Jeder wird dich dort verstehen.Du bist dort sicher und wirst auch gründlich durchgecheckt.
    Du brauchst auch keine Angst haben das du dann für 3Monate zur Langzeittherapie musst. Da ich auch Arbeit habe,habe ich mich für die Ambulante Therapie entschieden.Das macht man dann halt neben der Arbeit einmal die Woche.Aber auch dazu wird dich keiner zwingen können.
    Das kannst du alles frei entscheiden.

    Wenn du heute gehst bist du bis Freitag wieder zu Hause.
    Und dann kannst du wieder stolz in den Spiegel schauen.

    Jeder Stunde zählt, dein Hausarzt wird dich auch nur ins Krankenhaus überweisen.Er wird dir auch nichts verschreiben können.

    Bitte tue es dir und uns zuliebe.

    Liebe Grüsse,Alex

    ....ich lebe lieber ungewöhnlich...

    "Das letzte Mal Alkohol getrunken am 12.02.2007"

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