Enttäuschung!!!!!!

  • Hallo Lepascha,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Es sieht so aus, als hätte Dein Verlobter ein ziemliches Alkoholproblem.
    Sein Verhalten spricht ja ziemlich dafür. :(

    Wenn er ein Alkoholiker ist, wird er IMMER den Alkohol Dir vorziehen, leider. Alkoholismus ist ja eine Krankheit und vielleicht ist er längst abhängig ? Dann muss er trinken, hat leider keine andere Wahl mehr.

    Du wirst ihm da wenig helfen können, nur mit ihm reden und ihn deutlich auf sein Problem aufmerksam machen. Meist will man das aber selbst nicht wahrhaben, das man alkoholabhängig ist, verdrängt es immer weiter.

    Wenn er trocken werden möchte, muss dieser Wunsch ganz allein von ihm kommen, sonst wird er das nicht schaffen. Leider denke ich, das er die Vereinbarung mit den 2 Tagen nichts trinken, nicht einhalten wird. Könnte auch sein, das er versucht, heimlich zu trinken. Ich hätte es jedenfalls gemacht.

    Denke auch bitte einmal darüber nach, was das für Dein Kind bedeutet, einen alkoholkranken Vater zu haben. Es wird darunter sehr leiden, denn sein Problem wird sich mit Sicherheit verschärfen. Nicht schön für ein Kind, sich das mit ansehen zu müssen. Im schlimmsten Fall zerstört er die gesamte Kindheit Deiner Tochter, kannst dazu mal gern im CO-Bereich unter "Kinder von Alkoholikern" mal reinlesen, dann bekommst Du in etwa eine Vorstellung, was da auf sie zukommt.

    Und im anderen CO-Bereich kannst Du nachlesen, was evtl. auf Dich zukommt.

    Mein persönlicher Rat wäre, nochmal, wenn er nüchtern ist, ein Gespräch mit ihm zu suchen und ihm klarzumachen, das er so nicht weitermachen kann, ansonsten würde ich mich an Deiner Stelle schnellstens vom Acker machen.

    LG an Dich
    Lilly

  • dein verlobter (?) ist krank, das ist das erste was du einsehen solltest. daher auch die entscheidung für den alkohol und somit gegen dich und dein kind. du hast ihn vor die wahl gestellt, er hat sich bereits entschieden, also geh. nur dann kann er konsequenzen ziehen (d. h. sich helfen lassen), wenn du da auch knallhart bist. wenn man immer nur droht und droht, aber nix macht, gehn ihm deine sprüche am a... vorbei, da er weiß, dass sich eh nix ändern wird. er wird erst merken, das von seiner seite was falsch gelaufen ist, wenn du weg bist und selbst da kann es sein, dass er sich nicht helfen lassen wird. aber solange du bei ihm bleibst, wird sich definitiv nix ändern.

    also trenne dich, für dich und dein kind, es wird nicht besser mit ihm werden, sondern nur schlimmer. und um so länger du bleibst um so schwerer wird es für dich werden von ihm loszukommen. tu dir und deinem kind das nicht an, es ist nicht zu beschreiben, was man als angehöriger alles durchmachen muss. verhindere das dein kind das durchmachen muss, ich weiß wovon ich spreche. und dein kind leiden zu sehn, wird dich noch mehr leiden lassen, aber du willst ihm doch als mutter eine schöne kindheit bieten. und das wird nicht der fall sein, wenn du bei ihm bleibst, auch wenn du ihn liebst.

    ich wünsche dir viel kraft und hoffe du findest den richtigen weg

    liebe grüße

    - dani -

  • Hallo Lepascha,

    ich kann mir denken, wie du dich fühlst, der Zwiespalt, der Drang WAS ZU TUN und das Nichtkapieren, dass ER nicht merkt, dass er was tun muss!!

    Auch mein Freund, Noch-Freund? (du siehst, so richtig getrennt fühle ich mich auch nicht, obwohl ich ein Ultimatum stellte) hat eine schwere Kindheit, traumatische Erlebnisse im Auslandseinsatz und und und....

    Er klammert sich an mich und meine Liebe zu ihm als wär es neben dem Alk das einzige, dabei fragt er aber nicht, ob ich glücklich bin und wenn nicht, wie er mich glücklich machen könnte....ich frage oder fragte mich das TÄGLICH - Wie kannst du ihn so glücklich machen, dass er aufhört zu trinken?

    ...er trank immer mehr, je glücklicher ich ihn machte!!!

    Schwer zu verstehen, schwer einzusehen und am schwersten wie mit der Erkenntnis nun reagieren?

    Ich wünsche dir viel Kraft und lese sicher weiter bei dir...

    Liebe Grüße
    Leominda

  • Hallo Lepascha, Hallo finchen

    Noch mal von mir an dieser Stelle:

    DIE SUCHT IST STÄRKER ALS LIEBE !

    Wir tun alles dafür, um trinken zu können. Wir lügen dafür, versprechen tausend Dinge, nur um in Ruhe saufen zu können. Wir nehmen dabei beinah alles in Kauf, auch am Ende das Verlassenwerden durch den Partner oder sogar der eigenen Kinder.

    SO STARK IST DIE SUCHT !

    Aber es gibt für jeden Wege aus der Sucht, der Weg ist beschwerlich und nicht einfach, aber zu schaffen, mit Hilfe und einem festen Willen. Hilfe brauchen wir zur Festigung unseres Willens und eine Entgiftung, um überhaupt erstmal das Gift aus dem Körper zu bekommen.
    Auch hilft eine stationäre Entgiftung ungemein, seine Krankheit anzunehmen, ich bin im KH, weil ich krank bin, ich bekomme hier Hilfe. So wird es auch später einfacher, Hilfe anzunehmen.

    Leider könnt Ihr Angehörigen gar nichts tun, nur noch einmal in einem klaren Gespräch Konsequenzen fordern. Dann hängt es von Abhängigen ab, ob er bereit ist, seine Krankheit zu sehen und was dagegen tun zu wollen.
    Alles andere funktioniert NICHT.

    @Lepascha: Ich rate Dir, hier noch ein bischen mitzulesen im CO-und auch im Alkie-Bereich, um zu verstehen, wie es mit unserer Erkrankung ist. Mach Dir doch einfach ein paar Stichpunkte mit stichhaltigen Argumenten, das Du bei einem folgendem Gespräch gut vorbereitet bist. Liefere Deinem Verlobten Fakten und sage ihm, das ganz viele von unserer Krankheit betroffen sind, denn das ist es, eine KRANKHEIT, keine Willensschwäche.
    Er darf auch keinen kalten Entzug machen, d.h. allein zuhause mit dem Trinken aufhören, das kann tödlich enden. Er kann Krampfanfälle bekommen und in ein Delier fallen. Er braucht professionelle Hilfe.
    Wenn er bereit dazu ist, kannst Du ihn noch zum Arzt begleiten, aber sprechen muß er allein mit ihm und Schritte in die Wege leiten.
    Dann ist aber Dein Tun bereits erschöpft, falls es überhaupt so weit kommt.
    Aber Du kannst ihn auf seinem weiteren Weg gut untetsützen, der muß aber in Angriff genommen werden, und zwar VON IHM.

    Vielleicht magst Du ihm mal sagen, wo wir sind ?
    Wir sind ganz normale Menschen aus allen Gesellschafts-und Berufsschichten, Alkies sind nicht nur die Penner auf der Parkbank, die sind nur die Spitze des Eisberges, die wir sehen, wir sind aber überall.

    LG an Dich
    Lilly

  • selbsthilfegruppe: super idee, aber um dir helfen zu lassen nicht ihm

    räumliche trennung: sch... idee, mach gleich nägel mit köpfen, keine halben sachen, damit er merkt, was er davon hat. auch wenn ihr noch zam seit, aber nicht mehr zam wohnt, wirst du nicht mehr soviel mitkriegen, er kann dich leichter belügen, du glaubst vielleicht irgendwann es ist besser geworden und hast neue hoffnung, was aber nur ein trugschluß ist.

    erst kommt bei ihm der alkohol und dann (mit großem abstand) du und deine tochter. möchtest du so eine beziehung, auch wenn sie toll ist solange er nüchtern ist? das bezweifle ich, also zieh den schlußstrich, wie du schon sagtest eine trennung ist für deine tochter jetzt leichter wie später, außerdem muss sie dann den ganzen horror nicht mitmachen

    grüßle

    - dani -

    p.s. lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende.
    der spruch ist nicht von ungefähr und passt auf deine situation super

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