Wie kann ich mich von ihm abgrenzen?

  • hallo gismo,

    willkommen hier.

    um es mal ganz hart zu sagen: vergiss es. so wie du es derzeit machst, wird sich nichts ändern. du meinst, es stört ihn, wenn du im kinderzimmer schläft? glaub ich nicht, er hat doch freundin nummer zwei (den alk), und der scheint mir ihm allemal wichtiger zu sein, wenn ihr kaum mehr eine gemeinsame freie minute ohne alkohol miteinander habt. na, und die wäsche? meinst du, dass schmutzige wäsche ein druckmittel ist? das glaub ich auch nicht.

    wenn dein freund nicht von selbst aufhören will zu trinken, wird er das auch nicht tun. du siehst ja: weder schlechte leberwerte noch massives übergewicht bringen ihn dazu auch nur drüber nachzudenken, dass da was massiv schief läuft.

    magst du dein leben so? willst du dir was wirklich noch weitere jahre so ansehen? wenn ja, dann kannst du so weitermachen wie bisher. wenn nein, musst du schon härtere geschütze auffahren. trennung ist immer erst der letzte schritt, aber oft eben auch der einzige, den ein alkoholiker versteht.

    mein gruppenleiter hat mir mal ganz deutlich gesagt "er muss erst richtig leiden, es muss ihm richtig weh tun, sonst wird sich nie etwas ändern." und das wird bei deinem freund nicht anders sein.

    gruß

    lavendel

  • Hallo Gismo
    erst einmal Hallo,und Willkommen hier im Forum,und unserer SHG.

    Du schreibst:
    Ich vermisse irgendwie die Eigeninitiative. Ich meine, wenn mich soetwas betrifft suche ich überall nach Informationen und Möglichkeiten und nehme die Sache in die Hand. Oder erwarte ich vielleicht doch zuviel? Oder brauch er dann doch den Schubs? Eigentlich ist es mit lieber, wenn er sich von selbst drum kümmert.

    Ob da ein Schubs von deiner Seite auss reichen würde,wage ich zu bezweifeln!
    wenn er nicht wirklich etwas ändern will,dann wird sich die momentane Lage auch nicht ändern!Ich musste erst meinen persönlichen Tiefpunkt erreichen,um meinen Leben,wieder einen Sinn zu geben!Alles andere war ein tägliches danach jagen,wie ich den nächsten Stoff besorge!Erst wenn dein Freund zu der Erkentniss kommt,daß er Alkoholiker ist,besteht eine reelle Chance,daß eure Beziehung,wieder eine Chance bekommt!Du mußt dich jetzt schützen,und ihn vor die Wahl stellen,entweder Du,oder der Alkohol!Dieses bedarf notfalls auch eine räumliche Trennung,sollte diese für dich gegeben sein,kannst Du Ihn vor vollendete Tatsachen stellen,wobei konsequentes handeln erforderlich ist!

    Liebe Grüße,Andi

  • hallo gismo

    außer mit ihm zu reden gibt es von uns angehörigen keine weiteren möglichkeiten zu helfen. du kannst ihm einen zeitpunkt nennen bis wann er sich professionelle hilfe suchen soll und falls er das dann bis dahin nicht getan hat, das du ihn dann verläßt. aber wenn sich dann nix an der situation ändert, musst du das dann auch durchziehn. auch wenn ihr noch eure schönen momente hat, wenn er so weitermacht, werdet ihr die irgendwann auch nicht mehr haben.

    er muss selber hilfe suchen, denn er hat auch mit dem alkohol angefangen oder hast du ihm etwa die flasche an den mund gesetzt? wohl kaum...

    kann sein dass er nicht alltagstauglich ist, aber das kann dir wohl am ehesten nur ein trockener alkoholiker beantworten, der dieselben erfahrungen gemacht hat. ich weiß es nicht.

    liebe grüße

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