megaleistungfähig trotz heimlichem...

  • hallo und herzlich willkommen hier.

    du schreibst eigentlich ziemlich wenig.

    inwiefern meinst du er hat sein trinkverhalten geändert? wie war es vorher? was heißt bei dir er trinkt in deiner gegenwart selten? merkst du ihm an, dass er trinkt?

    wäre schön, wenn du noch mehr schreiben würdest, so im moment weiß ich jetzt nicht, was ich dir antworten soll, sorry.

    liebe grüße

  • ne freundin von mir wurde mit 9 jahren mal auf nem fest von nem bekannten gefragt ob sie sich nicht auf seinen schoß setzen will. sie hat ja gesagt. dann hat er halt angefangen sie zu betatschen usw. sie ist dann weggerannt, hat aber an diesem erlebnis immer noch zu knabbern und ist jetzt 24. ne therapeutin hat zu ihr gmeint, du bist doch selbst schuld, du hast ja gesagt.

    nur so als beispiel um zu zeigen, dass es ausnahmen unter den therapeuten gibt, die einfach keine ahnung haben.

    klar schmeißt man wegen ner delle kein auto weg, aber ein alkoholproblem ist keine delle. eher so wie wenn du ein 500 € wertvolles auto fährst und dann nen motorschaden hast? es gibt manche die sich nen neuen motor kaufen, aber die meisten werden sich wohl für ein neues auto entscheiden. ich würde es zumindest.

    nun ich denke du hast jetzt schon mal klar dargestellt, dass dein mann ein alkoholproblem hat. aber du kannst ihn nicht daran hindern, er ist es der zur flasche greift. wenn er nicht mit sich reden läßt (was er nicht tut), würde ich dir empfehlen daraus die konsequenzen zu ziehen und ihn zu verlassen. das ist schwer und von mir jetzt auch leicht daher gesagt, aber du bist nicht glücklich und wirst es auch nicht werden, solange er trinkt.

    wenn du gehst kannst du dafür sorgen, dass es dir besser geht und vielleicht (aber nur vielleicht) merkt dein mann dann, was er mit seiner trinkerei kaputt macht und läßt sich helfen. wenn er es dann wirklich durchzieht, könnt ihr immer noch über eine gemeinsame zukunft nachdenken. aber erst muss er sich helfen lassen, du kannst nicht viel machen, außer mit ihm reden. so ist das leider als angehöriger.

    liebe grüße

  • was ich ganz vergessen habe

    das trinkverhalten deines mannes deutet darauf hin, dass er ein sogenannter spiegeltrinker sein könnte d.h. mit einfachen worten er funktioniert nur, sobald er einen bestimmten pegel erreicht hat. oft merkt man gar nicht das die leute etwas getrunken haben, man merkt nur das was nicht stimmt, wenn die leute nüchtern sind, zittern, konzentrationslosigkeit etc.

    aber wissen tu ich es auch nicht, is halt nur so ein verdacht der mir gekommen ist.

  • du bist ja auch diejenige, die ihn am meisten sieht, wo auch am meisten von seinem alkoholkonsum mitbekommt. die anderen kriegen nix davon mit, ob und wieviel er daheim trinkt, sie haben wenn dann maximal nen verdacht.

    hast du eigentlich schon mal daran gedacht deinen mann zu verlassen? und wenn ja, was hindert dich daran?

    grüßle

  • hi michaela

    na dann wünsche ich dir viel glück beim nachdenken.

    falls du noch fragen hast oder einfach nur deine gedanken niederschreiben willst, tu das, dafür ist dieses forum da...

  • Liebe alleshatseineZeit,

    eigentlich sind es ja keine Tricks, weil der Partner es nicht weiß und unbewusst macht, verdrängt, nicht annimmt, genauso wie wir lange Zeit unbewusst Co. sind und den ganzen Sch.. noch unterstützen, ist beides unverständlich.

    Wir kochten täglich gegen 18h, fürstliche Menüs, Speichelfluss. Da kam das erste Glas. Sie gegen 20h topfit an den PC und gearbeitet, sogar bis 2h nachts, topfit. Passte doch toll, ich ins Büro, sie ihre Arbeit getan und ich konnte sie gleich morgens mitnehmen. Ausrede: ich bin Nachtmensch, annehmbar. Morgens bis 10h-11h geschlafen, verständlich, bis12h im Bett gelesen, das sind meine schönsten Stunden, verständlich, um 13h fit, auch noch klar. 17-18h, sehnsüchtig auf das Kochen gewartet und wenn ich später kam, gab es Ärger, auch klar, Unpünktlichkeit ist nicht akzeptable, bis auf das großzügig eingeräumte akademische Viertel, da kann man ja schon mal loslegen. Dass da ein Muster drin war, habe ich erst hier gemerkt, für mich war das 2 Jahre alles verständlich, auch wenn mein Tagesablauf ein anderer war.

    Der Begriff Spiegeltrinker, wurde mir ganz ausführlich von ihr erklärt, ebenso wie gesund es ist und dieses und jenes und das und dieses. Heute weiß ich, dass sie mir die Sch.. so gut gequirlt hat, dass ich mit großen Genuss rein gebissen habe, alles verständlich.

    Wenn es mal kochte, dann haben wir diskutiert, meist nach 22h oder später, selten am Morgen oder mittags, wenn die geliebte Normale Frau da war. Da war sie unzugänglich und wenn einmal, dann habe ich Abends kopfschüttelnd mit offenem Mund da gestanden, wie alles vergessen? Ein ungleiches Diskutieren, ein geistiger Übermensch gegen eine kleine kölsche Kochwurst. Zum Schluss war es so: an jedem Wort, an jeder Geste, an jeder Bewegung, lies sich der Pegelstand ablesen und die Zeit bis zum Abwinken. Das volle Abwinken kam dann im April letzten Jahres, Infarkt, Maschine überdreht, mit 43, nach dem ich 2 Jahre dachte: überstanden, geht doch.

    Lieben Gruß kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Alleshatseinezeit!
    Passender Name :wink: , auch die Zeit Deines Mannes wird noch kommen.
    Mein Mann war auch Spiegeltrinker zum Schluß, lange Jahre, auch den berühmten Wodka, den man nicht riecht.

    Den riecht man so lange nicht, wie die Organe mitmachen.
    Die letzten Monate hab ichs dann öfters gerochen, vor allem versucht der Körper dann wohl, über die Haut zu entgiften, sprich, er roch zeitweise wie ein Penner :? .

    Und ja, auch er funtionierte arbeitsmäßig bis zum letzten Tag, als die Leber schon längst den Dienst anfing, zu "Quittieren" und die Arbeit an die Nieren weitergab, bis die dann auch fast versagten :( , er ist dann sogar noch selbst ins Krankenhaus gefahren und nach knapp einer Woche Entgiftung ins Leberkoma gefallen.

    Er sagt heute, "Gott sei Dank haben die Nieren nicht mehr mitgemacht, wer weiß, wann ich sonst gegangen wäre?"
    Er hats erstmal überlebt entgegen der Prognosen der Ärzte, was in ein paar Jahren sein wird, keine Ahnung.

    Ich weiß nicht, viel Hoffnung kann ich Dir nicht zusprechen und einen Rat kann ich Dir auch nicht geben...kann Dir nur von uns erzählen.

    Vielleicht gehst Du nochmal zu einer kompetenten Suchtberatung und versuchst, wenigstens für Dich etwas zu tun?

    Wünsch Dir viel Kraft die nächste Zeit!

    Liebe Grüße von
    Elfriede
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    Wir können die Uhr nicht zurückdrehen, aber wir können sie neu aufziehen!

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