Wie kann ich nur helfen?

  • hallo bessy,

    willkommen hier im forum.

    ja, ein bisschen mehr musst du schon schreiben, damit wir dir helfen können. was möchtest du genau von uns wissen? ich weiss nicht so recht, was ich dir schreiben soll...

    hat deine mutter deinen vater denn jetzt ins krankhaus bringen lassen? an unterzuckerung kann man sterben, das weisst du sicher. das wäre mal das erste, vorausgesetzt, er wehrt sich nicht. sie könnte auch einen rettungswagen holen, die werden dann beurteilen, ob dein vater nicht vielleicht im krankenhaus besser aufgehoben wäre.

    ja, es ist besonders bitter, wenn ein elternteil schon mal trocken war und dann doch wieder anfängt zu trinken, ich kenne das auch. gerade als kind - egal ob man noch zuhause wohnt oder nicht mehr - ist man da völlig hilflos. diejenige, die jetzt etwas tun müsste/könnte, ist deine mutter, gerade wenn dein kleiner bruder (wie alt ist er denn?) noch zuhause wohnt. für sich selbst und für ihren sohn müsste sie verantwortung übernehmen. sie könnte zum beispiel mal zu ner suchtberatung gehen. oder auch mit deinem vater reden, wenn er nüchtern ist, dass sie so nicht mit ihm leben will.

    aber aufhören wollen muss dein vater selbst, sonst wird das nichts. zwingen kann man einen alkoholiker nicht, aber das weisst du sicher selbst. aber vielleicht hilft es DIR ja, wenn du dir deinen kummer hier von der seele schreibst, hier sind viele, die dich verstehen werden und dir auch erzählen können, wie sie mit der situation umgegangen sind.

    lieben gruß

    lavendel

  • hi bessy

    auch ein herzliches willkommen von mir.

    wäre schön wenn du mehr schreiben würdest, ich denke das würde dir auch gut tun, zumindest bei mir war das so.

    bin ungefähr in deinem alter (ich schließe jetzt aus deinem mitgliedsnamen das du auch 83'er baujahr bist) und hab auch nen rückfall bei meiner mutter mitgemacht, das tat verdammt weh und ich fragte mich nur noch "warum". aber glaub mir, darüber reden (freunden, therapeut), lesen und schreiben hilft ungemein, ich habe dadurch auch einiges verstehen gelernt, was ich vorher überhaupt nicht kapiert habe. das macht es mir leichter.

    liebe grüße

  • hallo bessy

    ja jeder will was tun, machts aber nicht. das ist dein eindruck und meiner war es auch bzw. in manchen dingen ist er es auch noch. aber im endeffekt ist es so, dass niemand etwas tun kann außer dein vater selber. deine ganze familie kann nur versuchen mit deinem vater zu reden, sollten aber hauptsächlich für euch als stütze da sein. den ihr könnt ja nichts machen gegen die ganze vertrackte situation. und schuld hat auch keiner, weder du noch deine mutter, er hat sich dafür entschieden, dass er trinkt oder habt ihr ihm etwa die flasche an den mund gesetzt?

    ich würde dir empfehlen aus dem haus rauszukommen. ich wohne schon lang nicht mehr daheim, bin zwar jeden tag bei meiner familie, aber wenn ich es nicht mehr sehen konnte, ging ich zu mir heim und konnte mich zurückziehen. glaub mir das tut gut!

    vielleicht könntest du ja mal mit deiner mutter reden. sie fragen warum sie noch bei ihm bleibt. könntest ihr ja auch dieses forum hier empfehlen. sag ihr das du zu ihr hälst, das du nicht findest, dass sie schuld ist und dass du gerne mit ihr ausziehen würdest.

  • Hallo Bessy,

    da er das alles schon einmal hatte kennt er auch die Wege aus der Sucht. Besser als Du und Eure Familie. Was auch immer Ihn da geritten hat die Trockenheit wegzuwerfen spielt eigentlich jetzt keine so grosse Rolle mehr. Das weiss er selbst am besten.

    Da sich auch nach einem Sprung von der Schippe und dem Hilfsangebot im betreuten Wohnen nichts getan hat, er wohl noch zu grossen Stolz hat sich helfen zu lassen....wenn er das überhaupt will.....
    solltest Du Dich aus der Sache zurückziehen.

    Du kannst Ihn nicht zwingen mit den Trinken aufzuhören. Deine Mutter sollte sich überlegen ob Sie sich evtl. lieber um sich selbst kümmert und Konsequenzen zieht.

    Sein Fass ist eindeutig noch nicht leer.

    Wenn er sich so eine Sache auf Leben und Tod nochmal erlaubt, würde ich von akkuter Eigengefährdung sprechen.
    Damit bewegt er sich sowiso auf dünnem Eis in Richtung richterliche Verfügung.

    Dann wird Deiner Mutter die Verantwortung abgenommen ( die Sie eigentlich sowiso nicht hat) und er wird nicht mehr gefragt.

    Die Antwort wird Dir nicht gefallen, aber evtl. schreibst Du mal Deine konkreten Möglichkeiten auf die Du siehst ohne das Du oder die Familie sich total aufreiben.

    Ich wünsche Dir viel Kraft das richtige zu tun

    Gruss

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • hi nofun

    klar kann man versuchen beiden eltern zu helfen, aber wenn der vater nicht will ist es aussichtslos. dann ist es besser sich zurückzuziehen und sich um sich selbst zu kümmern. wenn man weiterhin da bleibt und sich mitansehen muss, wie sich der vater kaputt säuft, zerbricht man irgendwann daran, also lieber schaun, dass man rauskommt aus dieser hölle.

    es kann sein, dass dadurch dem vater klar wird, was er durch die sucht alkohol verloren hat und das er sich dann hilfe sucht. auch das ist ein hintergrundgedanke dabei, an dem man sich aber nicht unbedingt klammern sollte. schön wäre es natürlich, wenn es ihn dann zur einsicht bringt.

  • hallo Bessy,

    kannst Du uns schreiben was Du nun vorhast??

    Wie sieht Deine Hilfe aus?

    Vieleicht können wir Dich vor Sackgassen bewahren die viel Zeit und Energie brauchen.

    Der Entschluss den Du gefasst hast ist selbstverständlich o.k. und hört sich auch vernünftig an weil Du auf Deine Kräfte achten willst.

    Aber Du musst das ja nicht alleine machen.
    Es hilft bestimmt auch weiterhin Deine Gedanken aufzuschreiben.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Servus Bessy,

    das "warum" dieser Gruppenauflösung wäre wichtig - es kann viel darüber aussagen, wie eine eventuelle "Privatgruppe" agieren wird/kann, oder ob es zum "Kaffekränzchen" mutierte...

    Sonst finde ich die Idee als solches nicht schlecht, vorausgesetzt, Dein Vater will für sich wieder trocken werden.

    LG
    Spedi

  • hi bessy

    oje ich kann mir vorstellen wie's dir geht, meine mutter hatte bis vor kurzem drei monate durchgehalten, es dafür dann aber wieder krachen lassen :(

    und wenn ich ehrlich bin, er fährt nach überredung hin, möchte dann nur mit einer person sprechen, hört sich irgendwie für mich nach hinhaltetaktik an. der erste ansprechpartner sollte in seinem fall der hausarzt sein.

    wie geht es dir denn etz? wütend, verzweifelt, resigniert? hast du jemanden zum reden?

    liebe grüße & laß den kopf net hängen

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