Bin ich süchtig? Brauche eine Einschätzung von Betroffenen!

  • hallo sunshine

    erst einmal herzlich willkommen hier im forum.

    die frage ob du abhängig bist kannst du dir letztendlich nur selbst beantworten. aber du kannst dir mal einige fragen stellen,
    wenn ich kein problem habe warum will ich dann was kontrollieren?
    wie oft denkst du an alk?
    wirst du unruhig wenn kein alk im haus ist?
    dann könntest du mal den test hier im forum machen. ich denke allein der punkt das du hier bist zeigt das was nicht stimmt.

    denk mal darüber nach.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo SunshineD,

    da erkenne ich doch eine Person wieder....

    .... mich!!

    2005 habe ich fast das gleiche Posting hier im Forum abgegeben. Bin ich, bin ich nicht??

    Ich kann Dir nur sagen, keiner wird Dir hier sagen können ob Du alkoholabhägig bist.
    Ich habe auch diesen Test gemacht und das gleiche Ergebnis wie Du erhalten. Ich für mich weiss es heute, aber meine Frage an Dich 'Warst Du in allem tatsächlich grundehrlich?' Ich war es nicht!

    Ich habe genau wie Du nur manchmal getrunken. Musste aber auch wie Du feststellen, dass ich wenn ich einmal angefangen habe nicht wieder aufhöre. 1-2 Gläschen Wein geht bei mir nicht. Ganz oder gar nicht. Da ist gar nicht schon die bessere Lösung.

    Ich habe mich in Deinem Stadium dazu entschlossen eine Klinik aufzusuchen und hatte einen 3wöchigen Aufenthalt. Es war ein 'Kulturschock' für mich, da ich mit schwerst alkoholkranken Menschen aufeinander getroffen bin. Dies hatte aber zur Folge zu erkennen 'So möchte ich niemals werden'. Ich habe ebenfalls einen guten Job! Lohnt es sich wegen des Alkohols diesen zu verlieren? - Sicherlich nicht.

    Für mich hat die Therapie ergeben, nicht der Alkohol ist mein Problem, sondern ein Synthom mit dem ich meine Probleme überdecke. Heute trinke ich hin und wieder Alkohol (ca. alle 3 Monate und dann nur in Begleitung ) aber ich weiß ganz genau, ein bißchen, gibt es bei mir nicht. Entweder ganz oder gar nicht.

    Ich entschließe mich meistens für gar nicht. Es ist ein gutes Gefühl nach einer Feier sich nicht am nächsten Tag fragen zu müssen 'war da was?' oder 'muss ich ein schlechtes Gewissen haben?' das schlechte Gewissen ist sowieso da, da man sich ja nicht erinnern kann ob da was war.

    Ich bin früher öffter morgens aufgewacht und habe auf die Wahlwiederholung am Telefon gedrückt in der Hoffnung ich hätte niemanden angerufen. Meist hatte ich eine Bekannt angerufen und dann wieder die Frage 'Was habe ich gesagt?' weil erinnern konnte ich mich nicht.

    Liebe SunshineD,
    ich schreibe dies alles um Dir zu zeigen es gibt weitere Menschen wie Dich. Die zweifeln 'bin ich, bin ich nicht'. Im Zweifelsfall sage ich heute 'Du bist'. Ich sage dies damit Du dir Gedanken um Hilfe machst.

    Gehe zu Deinem Arzt und sprich ehrlich mit ihm/ihr (ich habe übrigens zu dieser Zeit meinen Arzt gewechselt und bin zu einer Ärztin gegangen, da es mir leichter fiel mit einer Frau zu sprechen). Lass Dich beraten.

    LG von Astrid

  • Liebe SunshineD,

    wenn Du mal halbschwanger gewesen bist, lass es mich bitte wissen. Das wäre dann vergleichbar mit Deiner Anfrage.

    Um es auf den Punkt zu bringen: gesund ist das, was Du da beschreibst, auf keinen Fall. Die Frage ist nun, ob Du es auch zu dem Punkt bringen willst, wo Du Dir eingestehen musst, "ja, ich bin Alkoholiker". Oder ob Du jetzt für Dich die "Reißleine" ziehst und sagst, "ich will es gar nicht wissen, ich lebe lieber ab sofort abstinent".

    Es liegt an Dir und niemand anderem, ob und wie Du weiterlebst.

    Ich wünsch Dir die Kraft und den Mut, Deinen Weg zu gehen.

    LG
    Spedi

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