• Hallo Gerrit,

    du hast meiner Meinung nach sicht typisch "entwickelndes" Alkoholproblem. Dein Umgang mit dem Alkohol ist gefährlich, wenngleich die negativen Auswirkungen bei dir aufgrund deines jungen Alters natürlich noch nicht sehr ausgeprägt sind.

    Du fragst, ob du ein Alkoholproblem hast? Das kann man aus der ferne natürlich schwer beurteilen. ABER: Alleine, dass du dir tiefer gehende Gedanken zu dem Thema machst, dir im Internet dieses Forum gesucht hast usw., deutet darauf hin, dass dir dein Unterbewusstsein irgendwo sagt "Junge, pass auf, da stimmt was nicht!".

    Ich kann dir ein kleines Experiment empfehlen: Versuche einfach mal 4 Wochen nichts zu trinken wenn du mit deinen Freunden ausgehst oder Karten spielst. Beobachte dich, wie du dich dabei fühlst. Wenn es dir dabei schlecht gehen sollte, wenn du ohne Alk in diesen Situationen keinen Spass empfinden kannst usw., dann beherrscht der Alkohol schon sehr deutlich dein Gefühlsleben. Dann sollte schon die eine oder andere Alarmglocke schrillen.

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

  • hallo gerrit

    also du hast freunde die nüchtern nicht zu ertragen sind und wenn ihr auf tour geht dann von einem schnapsladen zum anderen. geiles leben. und das ist ja dann in paar jahren vorbei, weil mit job und familie kann man ja nicht saufen, schade.

    hab dazu mal ne frage, wie bitte willst du in paar jahren aufhören zu saufen wenn du es jetzt schon nicht ohne weiteres hinkriegst mal paar tage nüchtern zu beiben. und was glaubst du wo du job und so herkriegst wenn du säufst. sorry gerrit, bei so viel arbeitslosen wartet niemand auf nen säufer.

    ich fürchte du siehst das ganze hier noch irgendwie als witziges spiel an, wann möchtest du den ernst der sache verstehen, wenn du schon morgens trinken mußt, wenn du unter der brücke schläfst, oder lieber doch erst wenn sie dir den deckel über der nase zuschrauben.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Gerrit,

    hast Du eigentlich vor, aufzuhoeren, oder nicht? Was sind Deine Plaene. Bzw. warum schreibst Du hier? Suchst Du Bestaetigung fuer Dein Verhalten? Ich fuerchte das wirst Du hier nicht finden. Wir wissen hier fast alle, wie es (immer und ohne Ausnahme) endet. Wir brauchen uns auch nicht in der Illusion auftun, in ein "paar Jahren" kann man schon aufhoeren, weil es dann ja nicht mehr passt. Nene... also sorry. Falls Du wirklich aufhoeren willst, ist Dir klar, dass Du Dir Deine sog. "Kollegen" bzw. "Freunde" abschreiben kannst. Wenn Du dazu nicht bereit bist kannste auch gleich weitersaufen.

    Gruesse,
    Michael

  • Hallo Gerrit86,

    wo liegt Dein Problem?
    Möchtest du hier die "Bestätigung" bekommen das Trinken mit 21 Jahren völlig ok ist? Die Menge spielt nicht so die Rolle, mehr die Regelmäßigkeit des Konsums.
    Auch ich war mal 21.
    Von meinem damaligen (mit denen ich weiterhin Kontakt habe/hatte) Freunden: 2 bereits Tod. Von einem weiß ich definitiv das er am Alkohol zugrund gegangen ist.
    Einer ist Invalide, durch Alkohol also Arbeitsunfähig.
    3 trinken vor sich hin und haben alles im "Griff" meinen sie. Mit ihnen habe ich auch seit Jahren kein Kontakt mehr. Weiß also nicht wie es ihnen geht.
    3 sind seit Jahren trocken und sie sind mir unter anderem Hilfe auf meinem Weg.
    Aber letztendlich liegt die Entscheidung nur bei mir und die kann mir keiner abnehmen und ich kann sie auch nicht deligieren.

    Deine "Freunde"; sprich Saufkumpane; gehen Dir nüchtern gehörig auf den Geist? Mußt Du sie Dir angenehm trinken?
    Um Deine Gesundheit machst Du Dir die wenigsten Sorgen?
    Weil Du nur noch ein paar Jahre hast bis der Ernst des Lebens anfängt? Glaube eher das Du wenn Du so weitermachst in ein paar Jahren eine Menge Probleme hast.

    Selber habe ich mich von einer einigen von sogenannten Freunden getrennt welche letztendlich nur Saufkumpane waren. Welche gemeinsamen Interessen hat man mit diesen Leuten noch wenn das Trinken nicht mehr mein Lebeninhalt ist und sie weiterhin trinken. Nämlich keine!
    Überlege einfach was Dir wichtig ist im Leben.

    Gruß
    Mannberlin

  • Hallo Gerrit,

    Du schreibst, Du hast geschrieben, weil Du Hilfe bekommen willst? Die Hilfe kann wohl kaum darin bestehen Dich bei Deinem destruktiven Lebensstil zu unterstuetzen und Dir auch noch Rueckhalt dafuer zu geben, was? Die Phasen, die Du hier durchmachst, haben wir fast alle schon hinter uns.

    Zitat


    Deshalb auch der 2-Wöchige komplette verzicht auf Alkohol. Danach werde ich mich hüten es wieder zur gewohnheit werden zu lassen jedes Wochenende voll zu sein.

    Genau deswegen wissen wir auch, dass das sinnlos ist. Wenn Du mit der Einstellung etwas aendern willst rate ich Dir, Dich nicht zu quaelen und gleich weiterzusaufen, da es sowieso nichts bringt.

    Viele muessen zum erlangen der richtigen Einstellung ihren persoenlichen Tiefpunkt erreichen -- und davon scheinst Du ja noch weit entfernt zu sein. Schade nur dass es immer erst soweit kommen muss, weil Menschen nicht von den Erfahrungen anderer profitieren wollen und es um jeden Preis besser wissen wollen bzw. es am eigenen Leib erfahren wollen. Dann wuensche ich Dir mal viel "Spass" dabei, auch bei Deinem wunderbaren Leben mit Deinen ganzen "Freunden".

    Falls Du wirklich etwas aendern willst, weisst Du ja, wo Du uns findest.

    Gruesse,
    Michael

  • Hallo Gerrit86,

    es ist nicht meine Absicht gewesen Dich mit meinem Beitrag in irgendeiner Form anzumachen.
    Offensichtlich hast Du den Ernst deiner Lage noch nicht voll erfasst.
    Du hast geschrieben das Du ab 16 Jahren angefangen hast regelmäßig zu trinken. Jetzt bist Du 21 Jahre. Du hast also über zwei Drittel Deines Lebens keinen Alkohol gebraucht um Spass zu haben.
    Hat es Dir geschadet? Glaube nicht.
    Außerdem ist nicht nur meiner Auffassung nach Alkohol genauso eine Droge wie andere Rauschmittel und genauso Gefährlich weil er eine starke psychische Abhängigkeit und im Verlauf seines Konsums auch eine körperliche Abhängigkeit erzeugt.

    Setze Dir erstmal ein Ziel mindestens 4 Wochen ohne Alkohol auszukommen. Dazu gehört aber auch alles wo Alkohol drin sein könnte, also absolute Abstinenz.
    Lege Dir ein sogenanntes Trinktagebuch an. Darin kannst Du vermerken wie oft im Laufe des Tages Deine Gedanken um Alkohol kreisen.
    Aber auch wirklich die 4 Wochen abstinent leben, nicht ein paar Tage vor dem Ziel sich ein "Belohnungsbier" oder ähnliches gönnen.

    Versuch es einfach!

    Gruß
    Mannberlin

  • NACHTRAG

    mit meinem Vorschlag eben meine ich nicht das Du nach 4 Wochen wiederin alte Verhaltensmuster zurückkannst.
    Sie sind der erste Schritt um Dein Leben zu ändern.

    Egal wie lang der Weg ist, er fängt immer mit einem ersten Schritt an.

    Gruß
    Mannberlin

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