Ich - und der Alkohol in meinem Leben !!!

  • Hallo Ampy,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Das allerwichtigste zuerst:

    :!: Du hast daran keinerlei Schuld. Du hattest in der Vergangenheit und hast auch in Zukunft keine Schuld daran. Lass Dir das nie einreden und versuche diesen Gedanken so schnell wie möglich zu streichen. :!:

    Wenn Deine Mutter tatsächlich wieder trinken sollte gibt es dafür nur einen Grund. Sie wollte wieder trinken. Als trockene Alkoholikerin weiss Sie das auch. Sie kennt Ihre Krankheit besser als Du und weiss auch was sie tun muss um trocken zu bleiben.

    Was sofort auffällt ist die Tatsache das in einem Haushalt in dem zwei trockene Alkoholiker leben Bierflaschen im Schrank stehen....????
    Normalerweise müsste das Umfeld absolut alkoholfrei sein.

    Wenn Du einen konkreten Verdacht hast , dann äussere ihn auch. Sprich mit Deinen Eltern darüber. Sie werden Deine Ängste wohl verstehen. Das sollte bei Euch kein Tabuthema darstellen.

    Evtl. gibt es auch eine ganz harmlose Erklärung dafür, das lässt sich von hier wohl schlecht sagen.

    Aber gegen diese Angst hilft nur das Gespräch ,- damit Du weisst woran Du bist.

    Dieses Misstrauen zerfrisst Dich sonst.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Ampy,
    DU BIST NICHT SCHULD!!!
    Deine Mutter hat sich sich freiwillig entschieden, ihre Trockenheit aufzugeben. Sie weiß genau, was sie tut.
    Das solltest Du ihr klar und unmissverständlich sagen. Du vermutest nicht nur, dass sie wieder trinkt, Du weißt es!
    Wenn Du ihre Trinkerei deckst, ermunterst Du sie nur, weiter zu trinken.
    Wäre Dein Vater vielleicht ein Ansprechpartner? Du brauchst jemanden, zu dem Du Vertrauen hast und der Dich unterstützt.
    Liebe Grüße
    Sweety15

    Es ist keine Schande krank zu sein.
    Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

  • Hallo Ampy,

    ich habe das Gefühl das Dich das alles sehr belastet.
    Du machst Dir Sorgen verständlicherweise und Du gibst Dir die Schuld für etwas wofür Du absolut nichts kannst.

    Selbsverständlich solltest Du Deiner Therapeutin erzählen was Du vermutest und auch über Deine Ängste reden was das betrifft.

    Dabei geht es in erster Linie um Dich und Deine seelische Gesundheit.

    Du bist sehr sensibel geworden was dieses Thema angeht und das ist auch verständlich weil Du ja einiges erlebt hast.

    Vieleicht magst Du hier etwas mehr darüber schreiben was Dir so passiert ist, in einem anderen Thread hast Du ja schon etwas zu dem Thema geschrieben.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Guten Morgen Ampy,
    ich habe gerade Deinen Bericht gelesen. Meine Hochachtung! Bei so einer Familiengeschichte nicht den Bach runter zu gehen ist schon erstaunlich.
    Du scheinst Dich trotz aller Schwierigkeiten in der Vergangenheit zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt zu haben.
    Das macht Dich stark.
    Der Blick nach hinten ist manchmal wichtig und es tut gut, sich alles von der Seele zu schreiben.
    Was gestern (oder vorher) war, ist vorbei. Du kannst daran nichts mehr ändern.
    Jetzt solltest Du nach vorn schauen. Auch für Dich als Nicht-Alkoholikerin ist es wichtig, ein zufriedenes Leben zu führen.
    Dazu gehört auch, dass Du alle Unklarheiten im Bezug auf das Trinkverhalten Deiner Mutter klärst.
    Dieses ungute Gefühl im Bauch macht Dich sonst fertig.
    Du belastest Dich nur unnötig mit der ständigen Frage: hat sie, oder hat sie nicht?
    Wahrscheinlich fängst Du an sie zu kontrollieren, was Dir auch keine Klarheit verschafft.(Sie wird doch alles abstreiten und haarsträubende Geschichen erzählen)
    Kurzum, Du lässt dann Dein Leben auch vom Alkohol bestimmen.
    Denk an Dich!
    Du hast ein Recht auf Dein eigenes Leben!

    Ich wünsche Dir viel Mut
    Gruß Sweety15

    Es ist keine Schande krank zu sein.
    Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

  • Hallo Ampy,

    das war weder zu lang noch zu viel. Und Du bist überhauptnicht vom Thema abgekommen.

    Das Thema lautet hier für uns und Dich :

    Ampy

    Deine Situation steht hier im Vordergrund, dazu gehören auch Deine Erlebnisse und wie alles entstanden ist.
    Du hast Dich Dein Leben lang um andere Menschen gesorgt, gezwungenermassen geholfen und Aufgaben übernommen.

    Jetzt solltest Du an Dich denken, auch wenn das ungewöhnlich für Dich ist, und dabei wollen wir Dich gerne unterstützen soweit möglich.

    Du schreibst selber das Du dadurch viel zu früh Erwachsen wurdest.
    Das hinterlässt Spuren und ich spreche da aus eigener Erfahrung.
    Ich finde es toll das Du so schreiben kannst, offen darüber nachdenkst, Schlüsse ziehst.
    Das Du eine Therapeutin hast ist auch sehr wichtig und gut. Sie wird Dir helfen dabei innerlich stärker zu werden , die Erlebnisse zu deuten und zu verarbeiten.

    Du solltest ganz offen zu Ihr sein, die Vermutung mit Deiner Mutter spielt da eine entscheidende Rolle.
    Du musst nicht mehr wie früher alles mit Dir selbst abmachen und in Dich hineinfressen. Wenn es Dir schlecht geht, aus welchem Grund auch immer, kannst Du Dir helfen lassen.

    Die Kontrolle der Alkoholgewohnheiten Deiner Mutter bringen Dich leider keinen Schritt weiter. Sie rauben Dir sehr viel Kraft und am Ende hast Du doch keinen Einfluss darauf wenn sie sich entschieden hat weiterzutrinken.
    Das gehört leider zu einem tiefeingebranntem System, Deine Sinne sind unheimlich geschärft was das angeht.

    Evtl. habe ich etwas überlesen ....aber wer wohnt den jetzt bei Euch noch bei wem? Ist Dein Vater noch im Haus oder wohnst Du alleine mit Deiner Mutter? War denn schonmal im Gespräch das Du ausziehst? Was machst Du sonst so?

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • hallo ampy,

    auch von mir noch ein herzliches willkommen hier im forum, schön dass du hergefunden hast.

    also eins ist ja mal ganz klar: wenn sie sich zur pizza rotwein bestellt und den getrunken hat, ist sie rückfällig geworden, ganz einfach, da gibt es überhaupt nichts zu deuteln. punkt.

    daran, dass du nicht :!: schuld bist, ebenso. sie hätte - wenn sie das denn will - immer einen weg gefunden. das gefühl, dass ich bei meiner mutter einen rückfall "verschuldet" hab, kenn ich aber auch. meine mutter ist auch alki. ich war als jugendliche mal auf einem schüleraustausch in frankreich, und da gab es cidre, das ist so ein apfelwein mit 4%. ich hab nichtdenkend davon zuhause erzählt, dass ich den lecker fand. prompt hat sie ihn gekauft, natürlich nur um MIR eine freude zu machen - und kräftig davon getrunken. ich hab mir danach auch lange vorwürfe gemacht, ob ich sie dadurch in den rückfall getrieben habe. ich weiss im nachhinein, dass es unklug war davon zu erzählen, aber ich habs einfach nicht geblickt und für sie war es eine willkommene gelegenheit - die sich aber mit sicherheit auch woanders gefunden hätte.

    den rotwein zum anlass zu nehmen um sie darauf anzusprechen ist sicher gut, dann brauchst du deine schnüffelei auch nicht zu beichten, das täte ich auch nicht. ich hab auch immer gesucht, das aber nie gesagt, und mich genauso gemartert wie du. und du solltest deiner therapeutin wirklich davon erzählen, die hat mit sicherheit schon schlimmeres gehört als schrankguckerei :wink:. ohne scherz, es belastet dich, also rede mit ihr darüber, vielleicht hat sie auch tipps, wie du weiter vorgehen kannst.

    lieben gruß

    lavendel

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