Der Anfang ist mal gemacht....

  • Hallo drachenbaum

    und Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Schön, das Du Dich für ein alkoholfreies Leben entschieden hast.

    Ich hab auch lange heimlich getrunken, aber ich denke, es wußten eh schon alle, das ich zumindest ein Alkoholproblem habe, wenn auch wohl nicht, wie schwer abhängig ich schon war. Sowas bleibt ja nicht dauerhaft unendeckt.

    Um ein trockenes Leben zu führen, sind ja einige Lebensänderungen notwendig, nur nicht mehr trinken reicht keinesfalls aus. Eine ganz wichtige Rgel ist: KEIN ALKOHOL IM HAUS !
    Das ist viel zu gefährlich für uns und hat schon viele in einen Rückfall geführt.
    Das mußt Du unbedingt Deinem Mann verständlich machen, wenn ihm was an Dir liegt, wird er Dich in dieser Hinsicht sicher unterstützen.
    Hat er auch ein Alkoholproblem, oder betrifft das nur Dich ?
    Wenn er keins hat, wird ihm das Feierabend-Bier sicher nicht fehlen. Und wenn er doch mal eins trinken möchte, muß das ja nicht unbedingt in Eurem Heim geschehen.

    Zu einem trockenen Leben gehört auch ein Bekanntenkreis, in dem Alkohol keine wichtige Rolle spielt, es ist auch wichtig, sich so einen zu schaffen und sich evtl. von alten Saufkumpels zu trennen, aber das dürfte Dir ja nicht so schwer fallen, da wird es wohl keine geben, wenn Du immer heimlich (zu Haus?) getrunken hast ?

    So, das wars erst einmal in kürze von mir. Zu dem kalten Entzug möchte ich an dieser Stelle nix mehr sagen, Du hast Dich damit in große Gefahr gebracht, vielleicht auch aus Unwissenheit, das weiß ich nicht. Warum eigentlich ?
    Scham, zum Arzt zu gehen ?

    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg in die Trockenheit.

    LG an Dich
    Lilly

  • Herzlich willkommen Drachenbaum,
    "Da ich, wie gesagt, nicht oft trinke, es bekommt mir auch nicht so gut und schmecken tuts schon lange nicht mehr, habe ich nicht mehr getrunken." Frage: Wieso hast Du dann getrunken??: Wenn mir etwas nickt schmeckt, lasse ich es doch sein.- Allein Deine Bauchspeicheldrüse hatte Dir schon drastisch gezeigt, wohin der Missbrauch führt. Sozusagen ein Wink mit dem Zaunpfahl!! Wenn Du schon lange bei Deiner Ärztin bist, weiß sie mit Sicherheit Bescheid, dass Du ein Alkoholproblem hast. Also brauchst Du keine Angst zu haben. Sie wird mit Dir überlegen, was für Dich das Beste in dieser Situation ist. Höre auf ihren Rat und freu Dich auf ein trockenes Leben.
    Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich wirklich!:D
    Liebe Grüße Elisabeth

  • Guten Morgen Drachenbaum,
    "Warum ich getrunken habe? .... Als Belohnung, wenn mir was gut gelungen ist, vor Feierlichkeiten, hoffentlich gelingt auch alles, was ich organisiert habe, um mich, wenn ich nicht gut drauf war, zu putschen, wenn mir nicht gut ging."
    Oh ja, das kommt mir alles so bekannt vor!
    ( ich würde sagen: typisch Frau mit einem Hang zum Perfektionismus)
    Es gab bei mir 1000 "Gründe" zu trinken, aber in wirklichkeit war es doch nur 1 einziger:
    Ich wollte perfekt funktionieren. Nur dann fühlte ich mich anerkannt und liebenswert.
    Solange ich dieses Verhaltensmuster nicht veränderte, lebte ich 20 Jahre zwischen Trinkpausen und Rückfällen.
    Diesen Weg wünsche ich dir nicht. Deshalb:
    Geh zu deiner Ärztin, red offen über dein Alkoholproblem, mach eine Therapie. Diesmal ist es anders: du hast Handlungsbedarf. Du musst dein Leben ändern. Das geht nicht allein mit dem guten Willen!
    Nur Mut! Sweety

    Es ist keine Schande krank zu sein.
    Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

  • Hallo Drachenbaum,
    die Situation ist natürlich schon ärgerlich, aber Alkohol löst sie nicht. Es gibt immer Mal wieder Probleme in Familien und die lernt man mit der Zeit auszuhalten. Wichtig ist, dass Du das erste Glas stehen lässt. Lenk Dich ab und tu etwas Schönes für Dich. Das hat jetzt oberste Priorität. Du musst schauen, dass es Dir gut geht und verlier Dein Ziel nicht aus den Augen!
    Wenn Du es alleine nicht schaffst, hol Dir Hilfe und mache eine Therapie! Mir hat sie geholfen seit 1994 trocken zu bleiben. Außerdem besuche ich eine SHG und lese hier täglich im Forum. Man muss eben am Ball bleiben und darf nicht vergessen, dass man eine tödlich verlaufende Krankheit hat, wenn man sie nicht stoppt. In einer Frauenguppe sagte eine Betroffene mal, ich wäre froh ich hätte Krebs statt Alkoholikerin zu sein. Dabei haben wir doch Glück war meine Antwort: Wir können aktiv werden und diese Krankheit zum Stillstand bringen!! :P
    Herzliche Grüße Elisabeth

  • Hallo drachenbaum,
    auch ich begrüße dich hier im Forum,und unserer SHG.

    Das Du,über die vorangegangenen Antworten frustriert bist,kann ich gut verstehen,sind sie doch die Wahrheit!Und Wahrheit,tut in den Anfängen immer weh,biß die Einsicht erfolgt!

    Du sagst,Du bist am lesen,und am Nachdenken,und Handeln,nur sind manche Handlungen nicht erkennbar,da Du,über sie nicht berichtest,und wenn,sind es Handlungen,von welchen,meine Vorschreiber abrieten,wo ist das annehmen?Du musst schon eine härtere Gangart einlegen,auch um dich selbst zu schützen,um dauerhaft trocken zu bleiben!Stattdessen,begibst Du dich wieder bewusst in Gefahr!

    Arbeit,muss erkennbar sein,Gedankenlesen kann niemand von uns!!

    Gruß Andi

  • hallo drachenbaum,
    probiers dochmal im geschlossenen Bereich im Forum, vielleicht kannst du da besser deinen Geadanken aufschreiben, und echte Trockenarebit machen. Bin seit gut 3 Monaten trocken, mir hats geholfen und fühl mich dort wohl.
    Was sind 10 € im Monat gegen ein Leben in Freiheit , Zufriedenheit und glücklich sein ohne Alkoholdruck.
    Was haben wir im Monat versoffen???
    LG
    Jürgen42

  • Hallo Drachenbaum,
    der Montag stellt eine "Gratwanderung" dar.shock: In jedem Fall würde ich die anwesenden Gäste über meine Krankheit informieren und um Verständnis bitten, falls Du die Situation nicht aushalten kannst und die Party verlässt. Richtige Freunde werden Dich verstehen und es akzeptieren. Meiner Erfahrung nach ist es ein guter Eigenschutz: Je mehr Leute in meinem Umfeld Bescheid wissen umso besser. Natürlich laufe ich auch nicht mit einem Schild herum, aber Leute, mit denen ich feiere sollten schon informiert sein.
    Liebe Grüße Elisabeth

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