hallo sandi,
willkommen hier im forum, schön dass du hergefunden hast.
du fragst, was auf dich zukommt. was willst du denn genau wissen? rechtlich, medizinisch?
zuerst einmal: deine mutter wird solange weitertrinken (und dann wahrscheinlich auch den bach runtergehen), solange sie sich nicht für eine alkoholikerin hält und nicht von selbst trocken werden will. daran kannst du NICHTS, aber auch GARNICHTS ändern, egal, ob du 400 km oder 400 m von ihr entfernt wohnst. du bist dafür auch nicht verantwortlich und darfst dir keinesfalls schuldgefühle einreden lassen à la "ich bin ja so alleine, keiner hilft mir, keiner liebt mich". denn das wird sicher kommen. letztlich bist du also machtlos.
du könntest - damit du das gefühl hast, ihr zumindest einen weg aufgezeigt zu haben (den sie natürlich alleine gehn muss) - skizzieren, was zu tun wäre: hausarzt, entgiftung, suchtberatung zu therapiemöglichkeiten. aber all das muss sie wollen, sonst nützt das nix. und dieses gespräch solltest du auch nur führen, wenn sie nüchtern ist.
dann die frage, was sonst auf dich zukommen kann: ich denke, kinder sind in gewissem rahmen auch finanziell verantwortlich, wenn ihre eltern nicht mehr können (ich hab mal in einer ähnlichen situation wie du gesteckt). aber hier können wir dir nicht raten, hier musst du einfach mal im netz suchen oder einen anwalt fragen.
ja, und was auf dich zukommt? du musst lernen dich abzugrenzen. denn der terror deiner mutter wird voraussichtlich mit zunehmendem alk-konsum zunehmen, d.h. telefonate mit dem versuch, dich für ihre situation verantwortlich zu machen. hier solltest du direkt abblocken, und dich nicht hineinziehen lassen. das ist schwer, gerade bei den eigenen eltern, aber du musst dich abgrenzen. für dich.
lieben gruß
lavendel