Schritte für die nächsten Wochen

  • Kleiner Nachtrag: Es hat mich endlich einer der Vermieter zurückgerufen! Wir sollen uns die Wohnunglage und die Nachbarschaft mal in den nächsten Tagen angucken und ihn dann nochmal anrufen wegen eines Besichtigungstermins. Das werden wir wohl am Donnerstag tun... Yeah!

    So, jetzt lese ich noch ein bisschen in den neuen Spirou & Fantasio-Heften, die heute gekommen sind und gucke gleich boxen. Ein schöner Abend.

    LG
    Plejaden

  • Eine schöne Sache, dass das Forum wieder funzt... In den letzten Tagen hat sich viel ereignet, wohnungstechnisch.

    War ja bei der einen Wohnung gucken, was die Lage angeht. War nicht so pralle... ein Kindergarten genau vor der Tür (habe keine Kinder) und dazu noch die Müllcontainer der ganzen Siedlung. Für meinen Freund war die Wohnung gestorben, als er von dem Kindergarten hörte :roll: .

    Habe dann heute drei weitere Wohnungen angeguckt (und bin dabei gefühlte 100 km gelaufen), davon war eine schon vergeben wie sich rausstellte. Die zweite kam für meinen Freund nicht infrage, weil dort angeblich zu wenig Parkplätze sein sollen. Hab ich zwar nicht so gesehen, aber ich war auch um 11 Uhr morgens da.
    Bleibt noch eine, Lage schön und gefällt, Anbindung zum ÖPNV supi - und da erreiche ich den Vermieter bislang nicht. Werde es montag während der Geschäftzeiten nochmal versuchen. Wir leben, wir werden sehen :D .

    Ansonsten habe ich gestalterisch was gemacht für eine Bekannte, bin aber nicht so weit gekommen wie ich dachte. Ich vermisse mein ganzes Profi-Spielzeug (Freehand, Photoshop, QuarkXPress...) :cry: , so dauert alles doppelt so lange und/oder ist gar nicht erst möglich.

    Heute habe ich mir auch nochmal Gedanken gemacht wegen des Rausch-Schwindels - den findet mein Suchtgedächtnis immer weniger toll. Dabei hat es mir jahrelang eingeredet, dass gerade dieses Schwindelige so super am Rausch ist, das wollte es auch möglichst bald erreichen. Deshalb hab ich mir zuletzt die erste Bierpulle fast auf Ex reingeschüttet, damit dieses Schwindelige ganz schnell kommt.
    Jetzt kommt es mir wieder ätzend vor. Es war auch das ätzendste von allem... Nachts um 5 Uhr aufwachen, Rausch vorbei, aber sich fühlen wie auf einem Karussel. Nicht mehr schlafen können deswegen. Herzrasen. Übelkeit.
    Nein. Nein. Nein. Nie wieder.

    Dann habe ich über meinen persönlichen Tiefpunkt nachgedacht. Habe inzwischen oft gelesen, dass dieser Tiefpunkt wichtig sei, um Trockenheit zu erlangen. Ich habe ja eine Zeitlang gedacht, dieser Tiefpunkt sei bei mir nie gewesen, doch da habe ich mich geirrt.
    Kleiner Tiefpunkte hatte ich jede Woche, wenn es mir wieder nicht gelungen ist, nur eine Flasche Bier zu trinken und keinen Kater zu haben. Die haben sich zu einem gewaltigen Berg aus Depressionen aufsummiert.
    Man absoluter Tiefpunkt war, als ich merkte, dass kontrolliertes Trinken für mich unmöglich war. Als ich meine eigenen Regeln schon anfing zu brechen, eine Woche nachdem ich sie schriftlich und ernsthaft fixiert hatte.

    Ich hatte und habe den Alkohol nicht mehr unter Kontrolle. Ich bin süchtig.

    Das war der Tiefpunkt. Jetzt geht es wieder aufwärts.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    schön, dass Du so aktiv bist.

    Zitat

    Bleibt noch eine, Lage schön und gefällt, Anbindung zum ÖPNV supi

    Ich hoffe, es klappt und Du findest FÜR DICH die richtige Wohnung mit dem passenden -nämlich trockenen- Umfeld.


    Zitat

    zu wenig Parkplätze

    Solches Kriterium finde ich da nicht so wichtig.

    LG kommal

    unterwegs...

  • Parkplätze wären für mich auch kein Kriterium. Andererseits, ich hab ja auch kein Auto 8) . Und er würde erstens einen Anwohnerparkschein kriegen, zweitens sind alle Parkplätze dort für Anwohner ausgewiesen und drittens wird das auch kontrolliert. Ich hab da ein halbes Dutzend Autos mit einem Knöllchen rumstehen sehen :twisted: .

    Aber nein, der Herr hat von einem Bekannten eines Bekannten gehört, dort soll es wenig Parkplätze geben, also ist die Wohnung für ihn gestorben... Ich glaube ich werde da mal kommende Woche am Nachmittag vorbeigehen, so um 17-18 Uhr. Dann werde ich ja sehen, wie es mit den Parkplätzen ausschaut nach Feierabend...

    Mehr von mir später. Muss noch was für die Uni tun...

    LG
    Plejaden

  • So, hab ein bisschen was für die Uni gelesen und dann war ich noch überraschend mit meinem Freund im Kino. Harry Potters neuster Streich. So ist mir heute zumindest nicht langweilig geworden...

    Allerdings gab es eine kniffelige Situation heute, das will ich nicht verschweigen: Als wir aus dem Kino wieder kamen und ich mir unten was zu essen gemacht hab, stand da eine offene Flasche Rotwein herum. Keiner hätte was gemerkt, wenn ich mir ein Glas eingekippt und in einem Rutsch runtergeschüttet hätte... Nein, habe ich gedacht, das Glas bleibt in der Flasche. Hab mir mein Essen geschnappt und bin hoch in meine Wohnung. Puh. Ich bin froh wenn ich hier nicht mehr wohne...

    Ernsthaft, ich kann die Leute nicht verstehen, die meinen, sich völlig unbeschadet neben saufende Mitmenschen zu können. Zu meinen "das macht mir nichts aus". Mir macht es etwas aus, und wenn es mir oberflächlich gesehen nichts ausmacht, so habe ich immer das Gefühl als würde was hängen bleiben... So ein stimmloses Flüstern im Kopf. Schwer zu beschreiben.

    Gestern hatte ich noch eine kleine Angstattacke gekriegt. Ich hab mit meinem Freund TV geguckt, da lief irgendwann so eine Programmvorschau von wegen "das Finale morgen live um 5 Uhr morgens". Da hat's mich echt erwischt. Gut, mit Angstattacken kann ich umgehen, wenn man sie nicht ernst nimmt schaukeln sie sich nicht hoch. Erst später wurde mir klar, was da los gewesen ist: 5 Uhr morgens am WoEn, das war die letzten Monate/Jahre meine elendigste Zeit. Da bin ich mit nem Kater aufgewacht, ein Häufchen Elend körperlich und seelisch, Ekel vor mir selbst, der Beginn eines versauten Tages...
    Ich konnte einen Kater nie zelebrieren. Es gibt ja Leute (wohl die meisten?), die das tun. Einen Kater zu haben, das bedeutet am Vorabend mächtig Spaß gehabt zu haben. Je heftiger der Kater, desto doller der Spaß.
    Für mich war es immer eine Hölle aus Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und unendlichen Schuldgefühlen... Mein Leidensdruck.

    Morgen mehr davon. Wer's lesen mag. Wenn's keiner lesen will, schreib ich trotzdem :wink: .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Du hast eine große Erkenntnis gewonnen!

    Nicht umsonst predigen hier alle Langzeittrockenen: halte Dein Umfeld alkoholfrei, halte Dich fern von Veranstaltungen, wo Alkohol getrunken wird!

    Zitat von Plejaden


    Ernsthaft, ich kann die Leute nicht verstehen, die meinen, sich völlig unbeschadet neben saufende Mitmenschen zu können. Zu meinen "das macht mir nichts aus". Mir macht es etwas aus, und wenn es mir oberflächlich gesehen nichts ausmacht, so habe ich immer das Gefühl als würde was hängen bleiben... So ein stimmloses Flüstern im Kopf. Schwer zu beschreiben.

    Das Suchtgedächtnis ist unbestechlich!

    Auch wenn es sich nicht sofort meldet, es schlägt zu, wenn Du es vielleicht gar nicht mehr erwartest!

    Also pass gut auf Dich auf!!!

    Und schreibe hier, wann immer Du willst!

    Wir lesen Dich, auch wenn nicht sofort eine Antwort kommt!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Hallo speedy,

    Zitat

    Nicht umsonst predigen hier alle Langzeittrockenen: halte Dein Umfeld alkoholfrei, halte Dich fern von Veranstaltungen, wo Alkohol getrunken wird!


    Ja, ich merke immer mehr wie wichtig das ist. Ich freue mich schon auf die eigene Wohnung mit meinem Freund zusammen, die ich mir alkoholfrei einrichten werde.

    Allerdings bin ich immer noch ein bisschen enttäuscht von meinen Eltern. Dass sie es nicht lassen können, in meiner Gegenwart Alkohol zu trinken. Aber sie denken halt, wenn man Alkoholiker ist reicht es, wenn man sich zusammenreißt und einfach keinen Alk mehr trinkt. Ansonsten kann das Leben so weitergehen wie bisher, und zu Feierlichkeiten darf man dann auch als Alkoholiker das eine oder andere Gläschen trinken...
    So reden sie zumindest von meiner Tante in Bayern und meinem Onkel in Tschechien (beide Alkoholiker). Und von mir erwarten sie das auch. Wieso die beiden nun schon seit Jahren herumeiern und es nicht schaffen trocken zu werden mit dieser "Methode", das stellt keiner in Frage.

    Werde mir heute einen schönen, klaren, trockenen Sonntag machen. Bis heute abend ;) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    habe heute endlich diesen Text für die Uni fertig lesen können. Danach habe ich einen ersten Entwurf für den Flyer einer Bekannten fertig gemacht. Auch wenn ich noch nicht 100%ig damit zufrieden bin, auf dem richtigen Weg bin ich trotzdem schonmal. Auch wenn das Arbeiten mit GIMP und OOo etwas zäh von der Hand geht...

    Heute hat mein Vater dann einen neuen Streich geplant - hat mir eine offene Flasche alkoholfreies Bier auf den Tisch gestellt und war stolz wie Oskar. Habe ihm erklärt, dass ich auch das nicht trinken will. Darauf dann noch einige Versuche, mich zu überreden ("Die Nachbarin trinkt das doch auch, obwohl sie keinen Alkohol trinken darf!"), als ich hart geblieben bin war das Thema dann im wahrsten Sinne des Wortes schnell vom Tisch.

    Werde jetzt noch ein bisschen TV gucken oder an einer Geschichte weiter schreiben, mal sehen wonach mir ist.
    Morgen geht das Semester wieder los, ich werde mich dann für's Fotolabor anmelden und für einen anderen Kurs, der mich interessiert :) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    das war ja ein standhaftes, erfolgreiches, trockenes Wochenende für dich. Und bei der Wohnungssuche, denk ebenso an DICH!
    Und dabei:

    Zitat

    Morgen geht das Semester wieder los, ich werde mich dann für's Fotolabor anmelden und für einen anderen Kurs, der mich interessiert .

    wünsch ich dir ganz viel Spaß (hoffe es klappt mit der Anmeldung!) :D

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo zusammen,

    heute nur kurz von mir, es war ein stressiger Tag: War sporteln, hab versucht mich anzumelden (hat nur für das Fotolabor geklappt, bei der anderen Sache muss ich Mittwoch wieder kommen) und habe, was die Wohnung angeht, zumindest mal die Hausverwalterin erreicht.

    Gestern hatte ich noch einige Minuten auf Alarmstufe Gelb: Ich konnte mich nach dem Chat nicht richtig entspannen, stand unter Strom, wusste was morgen alles anstand, wollte am Liebsten gleich alles anpacken... Da hätte ich mir früher einen gesoffen und dann wäre ich ruhig geworden. Aber immerhin, es kam kein Saufdruck auf. Es ist mir lediglich aufgefallen. Oder ist das auch schon bedenklich?

    Jetzt werde ich mal ein bisschen Ruhe einkehren lassen, die Beine hochlegen und es mir gut gehen lassen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Es ist mir lediglich aufgefallen. Oder ist das auch schon bedenklich?

    das finde ich nun nicht. Wichtig ist, das Du die richtigen Konsequenzen ziehst,


    Zitat

    Jetzt werde ich mal ein bisschen Ruhe einkehren lassen

    zum Beispiel so.

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo kommal,

    ich war gestern vor allem ein bisschen hilflos, weil ich die richtigen Mittel nicht gefunden hab um Ruhe einkehren zu lassen. Ich war auch angekäst, weil ich wusste, in dem Zustand würde ich unmöglich einschlafen können. Musste etwas dagegen unternehmen, konnte aber nicht, weil da mit "machen" und "schaffen" nicht weiterzukommen ist.

    Letztendlich war Geschichten schreiben des Rätsels Lösung. Als weitere Konsequenz werde ich ab heute alle Arbeiten (seien es gestalterische oder für die Uni) ab 19 Uhr einstellen. Dass ich gestern noch fast bis 20 Uhr an diesen Flyern gearbeitet habe, hat mich glaube ich erst in diese Lage gebracht.

    So, jetz ist aber wirklich Feierabend :) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo,

    heute habe ich schon wieder einiges geschafft für die Uni, das gibt mir wieder eine gewisse Zufriedenheit.
    Leider scheint jetzt meine Anmeldung für die Abschlussprüfung an einem einzigen Schein zu verrecken, den ich noch brauche. Ich erreiche den Dozenten nicht, es sind zwar noch drei Wochen hin bis zum Ende der Anmeldefrist, aber ich bin trotzdem nervös deswegen. Ich habe ihm Sonntag abend geschrieben und er meldet sich nicht. Anrufen ist schwierig, weil er grad in Würzburg verweilt und keiner seine Nummer hat. Ich bin ziemlich durch den Wind deswegen, vor allem, weil ich nichts tun kann außer warten, warten, warten... :? Und hoffen, dass sich alles zum Guten wendet.

    Daneben verspüre ich schon wieder diese Unruhe von Sonntag. Das ist gefährlich und ich hoffe, es legt sich in ein paar Minuten wieder. Aus dieser Situation heraus könnte ich auf die Idee kommen, wieder Bier zu trinken um mich zu beruhigen... Ich hoffe, ich habe dieses Anmeldeprozedere bald hinter mir.

    Im Augenblick verspüre ich keinen Saufdruck, aber das kann sich schnell ändern, solange ich so nervös und unruhig bin. Falls es schlimmer wird, melde ich mich nochmal und schreibe noch ein bissle... Habt ein Nachsehen mit mir, falls ich euch mit Posts nerve.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Ich habe ihm Sonntag abend geschrieben und er meldet sich nicht

    ich nehme an Du hast eine Email geschrieben,
    kannst Du dich nicht schriftlich anmelden, so wie früher? Auf Papier?

    Zitat

    solange ich so nervös und unruhig bin.

    Tu was dagegen! Lerne dich zu entspannen! Auf der Uni, bei der VHS, in Vereinen... überall wird was angeboten. Es tut so unglaublich gut, aber DU mußt es können.

    LG kommal

    unterwegs...

  • Zitat

    kannst Du dich nicht schriftlich anmelden, so wie früher? Auf Papier?


    Sicher, das ist noch so wie früher. Die Anmeldung zur Prüfung fülle ich auch dieser Tage aus, ich muss dafür aber auch alle Leistungsnachweise zusammenraffen. Ich habe auch alle erforderlichen - bis auf diesen einen. Denjenigen ich von besagtem Dozenten kriegen muss, der nach Würzburg getürmt ist.
    Ich habe mich jetzt dafür entschieden, dass ich diesbezüglich am Donnerstag zur Studienberatung gehen werde. Erstens muss der Typ da sowieso meine Leistungsnachweise anerkennen, und zweitens hat der vielleicht ganz andere Mittel, um dem Würzburg-Menschen in den A... zu treten.
    Notfall fahre ich persönlich nach Würzburg und hole diesen doofen Schein ab. Ich sehe es nicht ein, dass ich nur deswegen ein Semester länger studieren und Gebühren blechen soll...

    Was die Entspannung angeht... ich habe mich inzwischen wieder beruhigt. Zweierlei werde ich jedoch noch versuchen: In Zukunft werde ich versuchen, meine Arbeit nach einer Sinneinheit zu beenden. Also nicht nur Gong! 19 Uhr, alles fallen lassen, sondern bis zu einem Punkt kommen, an dem ich die Arbeit zufrieden abschließen kann.
    Zweitens will ich wieder mit dem autogenen Training anfangen. Das wollte ich zwar erst in ein paar Wochen tun, bis sich andere Neuerungen in meinem Leben eingeschliffen haben, aber es scheint jetzt angebracht zu sein. Gleich morgen früh werde ich mich hinlegen - bevor des Tages Last und Hitze beginnt - und die erste Einheit machen.

    Mann mann... das Leben neu zu strukturieren ist echt schon eine krasse Sache :oops: .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Mann mann... das Leben neu zu strukturieren ist echt schon eine krasse Sache .

    Du bist doch auf einem guten Weg. Angenehmes AT morgen wünscht

    kommal :wink:

    unterwegs...

  • Hallo zusammen,

    heute war insgesamt ein harmonischer Tag, anders kann ich es nicht ausdrücken. Bis zum Nachmittag an der Uni gewesen und dort auch gut gearbeitet, danach hier zu Hause noch an meinen Hausarbeiten weitergetippt. Die eine ist jetzt fertig, und das zwei Tage vor dem Abgabetermin! Ansonsten artet sowas bei mir in eine Nachtschicht aus...
    Danach war ich auf jeden Fall noch sporteln - und bin naaaaass geworden... genau am Wendepunkt, 4 km vom Startpunkt entfernt, hat es angefangen zu gießen wie aus Kübeln. So nass war ich echt noch nie.
    Wo ist der Schnupfen-Smily?
    Richtig warm ist mir immer noch nicht, aber dagegen soll jetzt ein Tee helfen.

    Autogenes Training heute war durchwachsen, heute morgen wurde ich vom Telefon gestört, und heute nachmittag konnte ich nicht richtig "abtauchen". Aber letzteres ist nur eine Frage der Routine, denke ich. Ich werde es nochmal vor dem Einschlafen versuchen/tun. Durch das sporteln bin ich jedenfalls jetzt auch schon sehr entspannt.

    Was die Strukturierung des Alltags angeht: Ich finde es erschreckend, wieviel Interessen, wieviel Hobbies, wieviel Kreativität der Alkohol raubt (neben der Gesundheit und dem Leben, natürlich). Ich stand zwar erst am Anfang der Talfahrt nach unten, aber ich kann mir schemenhaft vorstellen, wie übel es sein muss, tiefer drin gewesen zu sein als ich. Wenn ALLES weg ist, ausgelöscht, und nur noch der Alkohol zählt. Wenn das Trinken zum essentiellen Selbstzweck wird und durch nichts unterbrochen und gestört werden darf.

    Ich bin froh, dass ich nicht auf mein Umfeld gehört habe ("Ach, so schlimm ist es doch gar nicht bei dir..." "Die übertreiben doch alle") und die Notbremse gezogen habe.

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    heute bin ich in vielerlei Dingen einen gehörigen Schritt weiter gekommen. Zum einen habe ich meine beiden Hausarbeiten abgeschlossen. Muss morgen noch ein bisschen Feintuning machen, aber ansonsten ist alles fertig. Keine Nachtschicht.

    Dann war ich beim Prüfungsamt, dort werde ich Montag morgen nochmal auflaufen und mein Prüfungsverfahren offiziell eröffnen. Danach war ich wegen dem Würzburg-Mann bei der Studienberatung, und... siehe Titel. Es ist zwar unschön, dass der Typ sich nicht meldet, aber meine Prüfungsanmeldung ist deswegen nicht in Gefahr. Notfalls wird mir ein Schein ausgestellt, auf dem ich mit "ausreichend" bestanden habe. Ist zwar ein kleiner Schandfleck auf meiner Weste, aber an sich auch egal, die Note taucht nirgendwo im Zeugnis auf. Also wieder viel Aufregung um nichts.

    Unschön ist auch, dass ich das autogene Training heute nicht auf die Reihe gekriegt hab. Es ist zwar gut, dass ich jetzt viel arbeite, Sachen geschafft kriege und kaum noch was verpeile, aber dafür fallen viele Sachen einfach hinten runter. Irgendwie muss da wohl noch Routine rein :roll: . Ich hoffe, das werde ich mit der Zeit auch noch auf die Reihe kriegen.

    Dann habe ich mir im Bus Gedanken wegen der Überheblichkeit gemacht. Das Thema klingt hier ja öfters an: Jemand ist länger trocken, wird überheblich, denkt er könne ja mal wieder was trinken, geht ja jetzt wieder - und ist schneller wieder bei null als er gucken kann. Ich dachte bisher, das trifft auf mich nicht zu, ich passe auf, ich bin nicht überheblich. Falsch gedacht.
    Heute habe ich einige Zettel wiedergefunden, die ich mir seinerzeit auf einer Webseite runtergeladen hab, deren Adresse ich hier lieber nicht schreibe (enthält die Worte "Ko..." und "Trin..."). Dort galt es einen Schnelltest auszufüllen, hatte man auch nur eine der Fragen im roten Bereich beantwortet, stand da drunter (sinngemäß): Das kontr. Trinken ist nichts für Sie, bitte informieren Sie sich über eine abstinente Lebensweise.
    Natürlich landeten gleich zwei meiner Antworten im roten Bereich. Und was dachte ich? "Ach, was wissen die schon! Die kennen mich doch gar nicht. Ich schaffe es, kontrolliert zu trinken!"
    Und das Ergebnis? Ich bin hier. Ich habe es nicht geschafft. Aus meiner heutigen Perspektive nicht verwunderlich. Also muss ich noch achtsamer sein - Überheblichkeit lauert auch auf mich.

    Etwas positives zum Schluss: Heute habe ich, als ich im Regen (mein Nemesis dieser Tage, wie es scheint) auf den Bus gewartet habe, voller Freude gedacht: Mit dem Trinken aufzuhören war die beste Entscheidung meines Lebens. Kann ich nicht näher beschreiben. Der Satz löste einfach schöne Gefühle aus, als ob eine Sonne in meinem Bauch aufgehen würde.

    So, ich versuche mich gleich mal wieder am AT und schaue vielleicht später nochmal rein. Schönen trockenen Abend zusammen!

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Sachen geschafft kriege und kaum noch was verpeile, aber dafür fallen viele Sachen einfach hinten runter

    das geht mir im Moment auch so. Vieles, das ich mir vorgenommen habe um bestimmte Ziele zu erreichen, fällt flach. Ich hab mich erst drüber geärgert, merke aber, dass ich trotzdem zufrieden bin. Warum? Ich bin schon da, wo ich hinwollte. Im Mittelpunkt meine liebe Freundin, die Sinn in mein Leben bringt. Meine Ziele bzgl.meiner Arbeit und Wohnung sind beschlossen und müssen nur noch vollzogen werden (das liegt nicht an mir, Whg such ich schon) Alles Ziele, die ich mir während der Therapie erarbeitet, gesetzt habe.
    Am Wochenende kam mir der Gedanke, dass ich im Moment mein persönliches Erntedankfest feiere. Und das genieße ich- bei aller Wachsamkeit!
    Ich wünsch Dir weiter deinen Guten Weg und bald Erfolg bei der Wohnungssuche.

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo kommal,

    das mit dem persönlichen Erntedankfest ist ein schöner Vergleich :D .

    Was bei mir schnell unter den Tisch fällt ist auch nicht so wichtig wie das, was ich geschafft habe. Deshalb bin ich unter'm Strich ebenfalls sehr zufrieden. Es sind halt so Routinesachen wie Blumengießen, das AT, aufräumen etc. Ist halt doof wenn ich das nicht schaffe, aber nicht lebensbedrohlich. Ich möchte mit der Zeit lernen, sowas in meinen Alltag zu integrieren.

    In diesem Sinne eine gute Nacht!

    LG
    Plejaden

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