• hi ulrike

    wollte dir eigentlich mehr schreiben, aber wenn ich so auf die uhr schaue, verschiebe ich das auf morgen, sorry!

    nur kurz wegen der selbstbeherrschung:
    wie wärs wenn du nach anderen möglichkeiten suchst, wo du dich austoben kannst? fitneßstudio, joggen, kickboxen oder boxen usw.
    zb. nen boxsack in deinem zimmer aufhängen und immer wenn du das bedürfnis hast deine mutter zu schütteln, ruckzuck raus aus dem raum und auf den boxsack eindreschen, wenn du willst, kannst ja noch ein bild von ihr draufkleben :wink:

    liebe grüße

    p.s. drück dir morgen die daumen für dein vorstellungsgespräch!

  • hey ulrike

    Zitat

    Mein Vater hat mittlerweile auch von neutraler Quelle bestätigt bekommen, dass die Therapien nicht gewirkt haben können, wenn sie beide Male maximal nach 3 Monaten rückfällig wurde und maximal für 5 Tage aufhört...


    ich glaube, die beste therapie bringt nix, solange der süchtige net wirklich will.

    Zitat

    Wirke ich deswegen irgendwie falsch oder faul oder so auf euch? Weil ich nichts dagegen machen will? Ich hab nur das Gefühl, das mir das einfach nichts bringt...ich weiß nicht WAS ich tun kann/soll. Das ist mein Problem


    etwas dagegen machen willst du wohl schon, sonst wärst du ja net hier oder???
    inwiefern meinst du denn, dass dir die therapie nix gebracht hat? mit welchen erwartungen bist du dahin gegangen? konntest du deinem therapeut/in vertrauen und alles rauslassen ohne hemmungen?

    nun zu deinem problem mit dem schlagen:
    kenn ich ja, hab ich auch scho einmal gemacht und wie hab ich mich hinterher gefühlt? geschämt bis ins geht nicht mehr, wie konnte ich nur so weit sinken???
    selber kann ich net zuschaun, wenn jemand wehrloses geschlagen wird (sei's etz weil der/die betreffende aufn boden liegt oder weil's mehrere sind usw) und was tu ich? ich mach das selbe - meine mutter is in dem zustand auch nix anderes als wehrlos!
    und ganz ehrlich, ich bin froh wenn mei mutter in ihrem suff schläft, da muss ich wenigstens net ihren trüben blick ertragen oder sie durch die wohnung schwanken sehn...

    ich sehe das so, dass du dein ziel nur mit willenskraft erreichen kannst. das is anfangs schwierig, ich weiß, aber wenn es dann a paarmal geklappt hat wird es leichter, glaub mir.
    such dir was anderes zum drauf einschlagen und während du im raum bist, red dir vielleicht selber laut gut zu, das hilft manchmal. dei mutter schläft ja eh, sie kriegts also net mit...

    liebe grüße

  • hi ulrike

    naja san net alle therapeuten gut und wenn du da scho das gefühl hast, dass er nur sein programm runterspult isses net des wahre, da kannst dich wohl au gar net richtig öffnen oder?

    ich war noch nie in einer shg, hab aber in familienkrankheit alkoholismus gelesen, dass viele shg's gibt, wo gar keine ratschläge gegeben werden, sondern jeder erzählt, was bei ihm so ansteht und (wenn man möchte kann man auch selbst was sagen) und aus den berichten kann man sich dann herausziehn, was einem hilfreich is. falls es eine bei dir in der nähe gibt, probiers doch einfach aus, musst ja gar nix sagen und wenns dir net gefällt oder die leute dir umsymphatisch san, brauchst ja nimmi hingehn.

    du hast so nen richtigen hass auf deine mutter, so wie du dich gerade ausdrückst. kann ich verstehn, ging mir auch scho so, aber ich finde, hass bringt mich bzw. uns net weiter. hasse ich jemanden, heißt das für mich, dass mich die person noch verletzen kann. viel besser ist da in meinen augen ein gefühl der gleichgültigkeit, is mir jemand egal, kann der mir auch net wirklich weh tun, da kann ich beleidigungen oder sonstwas leichter nicht an mich ranlassen - hoffe das is etz alles net zu kompliziert ausgedrückt!
    ich glaube aber auch, dass es manchmal wichtig is zu hassen um zur gleichgültigkeit zu kommen... wie gesagt net immer, aber manchmal

    mir hat geholfen, hier viel zu schreiben und noch viel mehr zu lesen (hier im forum, bücher). einerseits um die krankheit alkohol verstehn zu können und gleichzeitig zu verstehn, dass ich nur für mich etwas machen kann, net für meine mutter. vielleicht hilft dir das ja auch dabei, das geht net von heut auf morgen, aber es geht.

    liebe grüße

  • hey ulrike

    oje du wohnst auch auf dem land :( ich auch, is öfters voll doof!

    kann dich in bezug auf die shg verstehn, etz wo du abi hast, geht scho viel zeit fürs lernen drauf! das forum hier is übrigens auch ne shg, also haste eigentlich doch eine - nur halt virtuell - aber sie hat mir selber scho viel geholfen!

    hast du dich denn eigentlich mit der thematik alkohol scho genauer auseinandergesetzt? mir hat das geholfen, vieles zu verstehn z.b. das meine mutter mich net mit absicht verletzt mit ihren worten, dass ich keine schuld hab und sie auch zu nix zwingen kann usw.

    liebe grüße

    Tanja
    vielleicht möchtest du ja deinen eigenen thread aufmachen?

  • hi ulrike

    Zitat

    Das ist eben das Hauptproblem... wenn sie lallend vor mir rumwankt, dann verletzt es mich natürlich auch, aber ich kann mir sofort bewusstmachen, dass es doch irgendwo der Alkohol ist. Auch wenn ich es nicht immer begreife. Also, dass ist wie gesagt dass eine Problem, ich weiß nicht wann "wer" spricht


    damit hatte ich auch lange ein problem bzw. bei meiner mutter ist es net zu übersehn, wenn sie betrunken is, da verletzt sie einen normal au net mit worten oder so, aber wenn dann nüchtern so "liebe" sätze kamen, da hatte ich dran zu knabbern.
    wie du sagst, wenn sie betrunken sind, kann man es auf den alk schieben.
    ich bin aber überzeugt, dass der alkohol im kopf is, auch wenn sie momentan gerade nüchtern sind. er beherrscht ihr denken, is immer allgegenwärtig, so sehe ich das bei meiner mutter. vielleicht fällt es dir ja unter diesem aspekt leichter, die verletztenden worte deiner mutter abprallen zu lassen.

    Zitat

    dass eine frau mit zwei kindern keinen willen aufbringt, für diese kinder da zu sein


    meine mutter wollte unbedingt vier kinder und hat diese auch bekommen, eigentlich sollte sie ja glücklich sein. ich denke, dass einfach die krankheit die erklärung dafür is, ne andere fällt mir net ein, auch wenn das irgendwie unzulänglich wirkt.

    du möchtest ausziehn? finde ich scho mal gut! mit dem hintergedanken, dass deine mutter dann die konsequenzen zieht und trocken wird oder mit dem gedanken, dass es DIR dann besser geht?

    liebe grüße

  • hallo küken!

    du mußt für dich ausziehen. nicht in dem glauben, daß deine mutter das dann vielleicht schnallt. für dich um distanz zu bekommen. denn es tut weh zu sehen, daß der alkohol die nummer eins ist und nicht die kinder.

    mein vater hat bis zum schluß getrunken, obwohl er uns dann die letzten jahre seines lebens nicht zu gesicht bekommen hat. er wollte, daß wir vor seinem tod kommen. ich bin nicht hin. meine tante erzählte uns, daß er sehr unter der trennung von uns kindern gelitten hat. es hat ihn aber nicht vom trinken abgehalten.

    als ich noch getrunken habe, war leider meine tochter auch nicht die nummer eins wie es hätte sein sollen. lügen sich selber was vormachen, gehört zur alkoholkrankheit dazu. wenn man trinkt denkt man nur an den alk. nicht ob es wen veletzen könnte. nicht, das man gerade sein kind anlügt oder partner.
    das kommt erst wieder, wenn man aufhört zu trinken. nur das muß jeder alki auch wollen und sich hilfe holen. niemand außer der alki selbst kann ihn dazu bewegen, mit dem trinken aufzuhören.

    Angehörige haben nur die chance um nicht mit baden zu gehen, den ausstieg zu machen.

    zieh für dich aus, damit sie dich nicht mehr tagtäglich verletzen und anlügen kann.

    gruß panther

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • hallo ulrike

    wie gehts denn etz weiter bei dir? macht deine mutter scho die entgiftung?

    naja druck habt ihr ja eigentlich scho ausgeübt, dennoch wäre es natürlich klasse, wenn deine mutter es durchzieht und dann auch weiter trocken bleibt bzw. daran arbeitet.

    liebe grüße

  • Hallo Küken,

    sorry das ich erst jetzt bei Dir schreibe, aber besser spät als nie. :wink:

    Also ich denke auch das Du wenn sich die Möglichkeit bietet, sofort ausziehen solltest.

    Denn damit geht es Dir besser! Und das ist das Wichtigste!

    Ich habe bevor ich ausgezogen bin auch lange überlegt und hatte Angst das dann alles nur noch schlimmer wird, aber meine Entscheidung war Richtig. Richtig für mich.

    Meine Mum kam in der Nacht des öfteren an mein Bett und hat mich aufgeweckt und mich zugeheult und ich habe es gehasst.
    So wie Du jetzt, wenn sie einfach in Dein Zimmer kommt.
    Frag sie doch mal ob sie denn nicht klopfen kann oder sperr einfach ab wenn das geht...

    Hmm, Deine Mum war nur fünf Tage weg? Warum? Hat sie einfach abgebrochen oder was hat sie gesagt?
    All zu grosse Hoffnungen darfst echt nicht haben denn so leid mir das tut, ich glaub nicht das es viel gebracht hat.
    Und wenn doch dann wäre es umso besser. Ich wünsche es Dir!

    Gruss Mandy

  • hi ulrike

    naja fünf tage entgiftung is scho wacker wenig, ich mein regelfall sind ein bis zwei wochen. unternimmt deine mutter sonst noch irgendwelche schritte? shg, suchtberatung, hausarzt bzw. redet sie eigentlich mit dir oder dem rest der familie darüber?

    wie gehts dir dann etz im moment? wieder eine hoffnung geplatzt oder?

    ich kann dir wirklich nur empfehlen auszuziehn, ne wg oder so wär auch ne möglichkeit, hauptsache du kommst da erstmal raus.

    und denk an dich, tu dir auch mal was gutes, auch wenn du noch daheim wohnst.

    liebe grüße

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