• hi simmie

    Zitat

    er sagt, er liebt mich


    hm... und was empfindest du für ihn? is für mich die viel bedeutendere frage und von deinen gefühlen für ihn lese ich ehrlich gesagt nix. du wägst ab, aber alles mehr auf sachlicher ebene hab ich den eindruck.

    er hat keine eigene wohnung, wo schläft er denn? er ist viel bei dir, etwa die ganze zeit oder fast? dann kann ich dein gefühl des ausgenutztseins gut verstehn, so käme ich mir auch vor. genau das gleiche mit der zeit wo du für dich haben möchtest.

    wenn es dir zuviel ist, dann musst du es ihm sagen, von alleine wird sich das nicht ändern. und wenn er es net akzeptiert, naja... sehe ich nicht gerade als etwas was für ihn spricht.

    liebe grüße

  • hi summerdream,

    was empfinde ich, also ich bin jetzt gerade nicht von gefühlen überwältigt, aber da ist etwas. ich habe den eindruck, dass ich überhaupt etwas fühle. mir ist der zugang zu meinen gefühlen nur extremst versperrt.

    er schläft u.a. bei meinem ex bzw. bei seinen kindern.

    ich habe es ihm gesagt, ich habe meine ängste und befürchtungen angesprochen, nach meinem quasi wutanfall. ich habe da ja soviel antienergie entwickelt. hinterher habe ich aber gemerkt, dass ich dadurch auch meine grenzen markiert habe. ich habe es am verhalten von ihm gemerkt. ich merke, dass ich nicht früh genug sage, wenn ich etwas anders haben möchte oder was ich möchte, das sammelt sich dann an und von einem moment auf den anderen bin ich wütend. meine mutter hat sich auch so verhalten, nur hat sie zusätzlich noch alkohol getrunken, das war eine sehr ungünstige kombination.

    mit meinem ex merke ich, dass es langsam ernst wird. ich muss den kontakt noch mehr reduzieren, sonst merkt er nix. es ist ein komisches gefühl, aber obwohl da so wenig ist, empfinde ich etwas für ihn.
    ich bin auch nicht sauer auf ihn bzw. da ist keine wut.
    es muss etwas mit meinem vater zu tun haben, der mein vater war, aber auch durch abwesenheit und negatives verhalten "geglänzt" hat, bis dahin, dass er uns allein zurückgelassen hat. das habe ich aber bisher nie so gesehen, nicht, dass, was er uns angetan hat, unser leiden oder mein leiden, sondern seines. ich hatte im gegenteil schuldgefühle.
    einer der wenigen sätze, die er kurze zeit vor seinem tod geäußert hat, war: deine mutter ist schon wieder betrunken. ich habe darauf nichts gesagt. darauf folgte auch nichts.
    innerlich hatte ich mich schon so weit von den verhältnissen distanziert, quasi abgekapselt, dass ein solcher satz mich eher erstarren ließ. ich war außerdem damals der auffassung, dass er schuld war am trinken meiner mutter.

    grüße simmie

  • hallo,

    was sehr stark an mir nagt, ist die aussicht, jemanden zu verlieren. mein ex ist emotional immer noch präsent, vielleicht mache ich da gerade eine trauerphase durch.
    ansonsten fühle ich mich so geradlinig, diszipliniert, kontrolliert. meine mutter hat sich gehen lassen, sie hat nicht für sich gekämpft.
    frage mich, warum ich jetzt so bin, wie ich bin. mein gegenmodell gegen das häusliche chaos war/ist selbstdisziplin, rational ...
    da bleibt einiges ausgeklammert. zum beispiel das normale lockere leben.

    grüße
    simmie

  • hallo,

    ich war jetzt eine weile abwesend. ich weiß nicht, ob ich in irgendeiner form weitergekommen bin. von meinem ex halte ich weiter distanz. in der zeit, in der ich jetzt nicht da war, habe ich nicht so schöne erfahrungen gemacht in punkto familie, kann ich hier nicht genauer schreiben.
    aber wie schon früher auch ist es so, dass mein leben und dasein eigentlich nicht so interessiert. das fühlt sich auf jeden fall merkwürdig an.
    manchmal habe ich jetzt einfach den wunsch zu sein, wie ich sein möchte, ohne schuldgefühle haben zu müssen.
    fest steht, dass ich keine gefühle zeigen kann. das war schon immer mein problem in beziehungen. wärme, zuneigung zeigen.
    ich habe es nicht gelernt.

    grüße simmie

  • hi simmie

    Zitat

    aber wie schon früher auch ist es so, dass mein leben und dasein eigentlich nicht so interessiert.


    meinst du damit das andere dein leben nicht interessiert oder dich selber? ich denk zwar du meinst ersteres aber sicherheitshalber wollt ich doch lieber mal nachfragen :oops:

    kann etz nur von mir erzählen, manchmal denk ich auch das andere sich nicht für mein leben interessieren. gleichzeitig ist es aber so das ich auch wenig von mir preisgebe, allgemeines vielleicht noch aber sonst bin ich da eher sparsam. geh mehr auf den anderen ein, frag mein gegenüber über sich aus - naja bis ich halt von mir anfange, da muss ich erstmal vertrauen fassen. logischerweise ist es dann aber auch klar, das andere nicht so "interessiert" sind. und dann gibt es halt noch so menschen, bei denen es nur um sich selber geht und der rest unwichtig ist :roll:

    Zitat

    fest steht, dass ich keine gefühle zeigen kann. das war schon immer mein problem in beziehungen. wärme, zuneigung zeigen.


    kenne ich auch, nicht so toll is das :( die wo mir nahestehen wissen inzwischen wie wichtig sie mir sind auch wenn ich es ihnen nicht zeige bzw. nur selten. reden kann ich aber da noch nicht so drüber, eher mit kleinen briefen oder gesten.

    liebe grüße

  • hallo summerdream,

    ich meinte, dass andere mein leben nicht so interessiert. auch in der familie nicht, das war schon früher so, als meine mutter noch lebte.
    wenn dann nichts kommt, dann erzählt man auch nicht unbedingt drauf los. das verunsichert.
    gefühle zeigen; wenn das nicht geht, ist es nicht so toll. ich habe da jedenfalls eine riesensperre. meinem neuen ist es auch schon aufgefallen. früher hat mich das beinahe zur verzweiflung getrieben. jetzt sage ich schon mal, ich kanns einfach nicht. ich habe es nicht gelernt.
    mein neuer gibt mir auf vieles feedback, also auf einige meiner verhaltensweisen, die für mich normal, aber für andere etwas absonderlich erscheinen mögen. zum beispiel, dass ich vieles alleine mache, auf der einen seite kontakt und nähe suche, diese aber, wenn sie denn da sind, für mich auch wieder störend sind oder für mich anstrengend.
    ich probier auch alles erst einmal alleine, bevor ich jemanden frage oder um hilfe bitte. grundsätzlich. ich beobachte, dass andere da anders sind und viel schneller fragen.

    so, ich hätte noch ein paar mehr themen, lass es aber erst mal dabei.
    morgen habe ich einen anstrengenden tag: es gilt eine ungewisse situation mit ein paar unbekannten zu bewältigen.


    grüße simmie

  • hi,


    der tag ist geschafft. war sehr stressig. etwas für die nerven. fühle mich zum teil auch überverantwortlich, naja, das erhöht den stress.

    ich war danach noch bei der therapiesitzung, ich bin wieder auf ein standardmuster bei mir gestoßen: die rücksichtnahme und berücksichtigung der wünsche, meinungen anderer vor meinen eigenen.
    entscheidend ist, was ich will.
    ein für mich schwer eingängiger satz.
    an sich weiß ich das. nur führe ich als hindernisgrund dafür zu tun, was ich möchte, alle möglichen verbote, verpflichtungen, moralischen gründe usw an. besser: den anderen ihre verantwortung überlassen.
    am besten ich schreibe das tausend mal hintereinander hin.

    grüße simmie

  • hallo,

    es ist alles nicht so einfach umzusetzen. ich bin wieder in meiner altbekannten situation, dass ich mich zwischen zwei optionen entscheiden muss und egal welche option ich wähle, enttäusche ich eine person. und das schafft mir probleme. ich bin dann eher auf die reaktionen der anderen fixiert als auf das, was ich möchte, so dass mir das, was ich eigentlich möchte, wenn ich es denn tue, dann wiederum auch vergällt wird, weil ich ein schlechtes gewissen habe, schuldgefühle etc.
    vielleicht muss ich da durch.
    na ja, bin jetzt mit einem bekannten verabredet. mal sehn, wie ich mich im laufe des abends fühle.
    die dritte alternative kann ich auch nicht immer wählen, nämlich alleine zu bleiben, einfach aus dem grund, weil ich dann keinem schade.

    naja, das hört sich wahrscheinlich sehr unverständlich an.

    grüße simmie

  • hi simmie

    Zitat

    die dritte alternative kann ich auch nicht immer wählen, nämlich alleine zu bleiben, einfach aus dem grund, weil ich dann keinem schade.


    hm... inwiefern dann keinen schaden? wenn du zwei möglichkeiten hast und du entscheidest dich für drei (hört sich sehr logisch an ich weiß :lol: ), dann sollten doch wenn dann eher die von eins und zwei enttäuscht sein. also zwei personen und nicht nur eine, wenn du dich für eins von beiden entscheiden würdest... oder meinst du das etz komplett anders?

    so, das war etz mal die theorie, etz zur praxis 8)
    ein klares nein wird gar net so negativ gewertet wie wir uns oft einbilden. anfangs kanns zwar sein das manche erstmal bissi rumzicken, was einfach daran liegt, das sie halt ein ja gewöhnt sind und meinen das bekommen sie dann schon noch zu hören. nach ein paar mal können die meisten sehr wohl ein nein akzeptieren. was nützt es dir wenn du dich für eins entscheidest weil du angst hast die person könnte mehr enttäuscht sein, aber dann die ganze zeit denkst, das andere hätte dir besser gefallen? gar nix, meine laune is zumindest dann eh scho net so toll, einfach weil ich keine lust hab. hatt ja dann letztendlich keiner was von :(

    Zitat

    naja, das hört sich wahrscheinlich sehr unverständlich an.


    ich hoffe ich habs richtig verstanden :oops:

    Zitat

    auch in der familie nicht, das war schon früher so, als meine mutter noch lebte


    is etz nur ne überlegung von mir, sie muss nicht zutreffen! ich denke schon das sich deine familie für dich interessiert hat, aber evtl konnten sie es auch nicht zeigen... also im endeffekt das gleiche problem wie du auch hast :(

    hast du eigentlich schon mal über umwege probiert gefühle zu zeigen? z.b. durch malen, musik, schreiben oder so? meins is da am meisten schreiben, etz nix poetisch, aber einfach halt mit nem brief, karte oder halt so wie hier im forum - reden is für mich viel schwieriger :roll:

    liebe grüße

  • hallo summerdream,

    ja du hattest es richtig verstanden. ich habe mich für 2 entschieden, habe infolgedessene eine person enttäuscht. damit komme ich nicht klar.
    das hat sich aber alles aufgelöst, ist auch schon wieder geschichte.
    jedenfalls merke ich, dass ich mich oberflächlich auf mehrere bekanntschaften einlassen kann. sobald jemand, ich sage mal einfach nett zu mir ist, dann sage ich nicht nein. es kommt mir vor wie kleinkindverhalten. der andere hat dann meist jedoch andere absichten als sich harmlos zu vergnügen.


    gefühle zeigen: ich habe bisher viel tagebuch geschrieben, das hat mir immer geholfen, ich schreibe jetzt auch noch immer. sicher meine familie konnte nichts zeigen, und das war vermutlich keine böse absicht.
    aber ich finde interesse zeigen, ist noch einmal anders. ich will nicht sagen, dass da gar nichts war. aber eben auch nicht sehr viel. gut, hinzu kommt, dass ich nicht gerade das standard leben führe, ohne familie, mit schwierigen beziehungen, eine meiner familie fremde arbeit, bin gerade nicht im sozialen bereich tätig.
    auf der anderen seite habe ich mir immer alles angehört.

    im moment durchziehen mich mal wieder negative stimmungen. ich denke, ich führe ein falsches leben, viel zu ernst, zu eigenbrötlerisch, alles schwer nehmend, unbeweglich. mein blick geht immer wieder auf andere, wie scheinbar leicht und selbstverständlich das bei denen von der hand geht.
    mein problem ist auch vom gefühl her, ich muss letztendlich zu meiner familie, wenn auch nicht mehr vorhanden, stehen, obwohl ich mich mit den taten nicht identifiziere. ich habe mich distanziert, habe aber deswegen trotzdem schuldgefühle.
    ganz leise kommt bei mir manchmal der gedanke auf, wenn meine mutter wüsste, was ich hier schreibe, es wäre wie hochverrat oder für sie wie ein todesurteil. im prinzip zu realisieren, was den eigenen kindern angetan wurde. sie hätte es ja nicht gewollt, bewusst, absichtlich. es war die krankheit. an dem punkt verstehe ich, dass alkhololismus eine krankheit ist.
    ich glaube, dass ich das bisher trotz aller auseinandersetzungen nicht richtig akzeptiert habe. meine haltung war immer, wir tun so, als sei da nichts. das problem ist, ich fühle mich dadurch so wie frei in der luft schwebend, ohne wurzeln. die ich ja nicht wahrhaben will. deshalb komm ich auch ganz schlecht an meine gefühle heran.
    das andere ist, dadurch, dass ich alles beiseite schiebe, kann ich mich in alle möglichen aktivitäten stürzen. wenn dann irgendetwas nicht nach masterplan läuft, kann ich nicht damit umgehen.

    na ja, ich lass das mal dabei, mal schaun, was das wochenende so bringt.

    grüße simmie

  • hallo,

    so, habe es jetzt nicht mehr ausgehalten. habe meinen "neuen" weggeschickt, ich habe gesagt, dass ich das bedürfnis habe allein zu sein. ich habe das gefühl, dass ich meine sachen nicht machen kann. er ist da, sitzt dann nur herum, gut, er hilft schon, aber es ist nicht seine wohnung, nicht seine baustelle. zwischendurch sagt er mir, wie toll er mich findet oder so ähnlich. hm, vielleicht schlagen da ja meine macken durch, aber so ist das nix für mich.
    ich muss ab und an komplett für mich sein, und das wochenende ist eine der wenigen zeiten, wo das möglich ist. er fragt ja nicht mal, ob das ok für mich ist, wenn er die ganze zeit da ist, sondern geht vielmehr davon aus, dass es für mich supertoll ist, weil mein ex so wenig zeit mit mir verbracht hat, und ich deshalb alleine immer unglücklich war. er setzt alleinsein mit unglück gleich. ich sehe das nicht ganz so.
    grüsse simmie

  • hallo,

    ich habe also den rest des gestrigen tages allein verbracht. ich habe mich entspannt gefühlt. mich um meine persönlichen sachen gekümmert, alte fotos, aufzeichnungen. die dinge, wie nähe, wärme, zärtlichkeit, sinnlichkeit sind da natürlich nicht dabei. habe mich gefragt, ob ich mir solche dinge versage.
    meine reaktion gestern auf ihn kam urplötzlich, von einem moment auf den anderen. ich konnte ihn nicht mehr ertragen. dann habe ich gesagt, dass ich allein sein möchte. dann ist er wortlos gegangen.
    ich habe gemerkt, dass ich immer sehr aggressiv reagiere, wenn jemand überfürsorglich, kümmernd ist. als ich gestern in meinen alten aufzeichnungen gelesen habe, habe ich etwas entdeckt, was dies erklären könnte. wenn meine mutter emotional war, also uns zugewandt, war sie betrunken. ich glaube, dass von daher meine abscheu rührt.
    das alleinsein war und ist für mich immer noch die möglichkeit, wo ich ich selbst sein kann.
    dieses tagebuch zu lesen war für mich sehr aufschlussreich. mir war damals klar, dass ich von zuhause weg musste, dass ich es nicht aushielt. glasklar. mir war klar, dass meine mutter alkoholikerin ist. ich habe regelmäßig geschrieben. auch meine gefühle beschrieben, neben anderen dingen. komischerweise habe ich diese zeit nicht als besonders schlimm in erinnerung. es liest sich jetzt aber doch als schlimm.

    grüße simmie

  • hallo,

    im moment arbeite ich sehr konzentriert, ich merke, dass andere menschen für mich anstrengend sind, habe auch bei der arbeit zum teil das bedürfnis nach rückzug. ich muss öfters vor leuten reden, diese woche zweimal, ich denke immer, o ne, lieber nicht, geht dann aber.
    zur zeit habe ich auch körperliche beschwerden, die mich belasten, ist von der psyche her diese woche besser.
    gestern habe ich meinen "neuen" oder was immer daraus wird, angerufen. er fand meine rauswurfaktion nicht so toll.
    ich merke, dass bei mir gefühle da sind, dass ich aber auf jeden fall versuche, dass sie nicht an die oberfläche gelangen. das merke ich an dem, was ich träume.
    grüsse simmie

  • hi simmie

    ich selber hab noch nie tagebuch geführt, erst hier im forum hab ich überhaupt mal angefangen von mir zu schreiben - war anfangs verdammt ungewohnt. im nachhinein find ich's aber schade, das ich nie tagebuch geführt hab. ich merk schon etz wenn ich in meinem thread zurückblätter, das ich mich teilweise scho gar nimmi dran erinnern kann :shock: hm... alzheimer? :wink:

    Zitat

    ich denke, ich führe ein falsches leben, viel zu ernst, zu eigenbrötlerisch, alles schwer nehmend, unbeweglich. mein blick geht immer wieder auf andere, wie scheinbar leicht und selbstverständlich das bei denen von der hand geht.


    vergleiche mit anderen vermeide ich, einfach weil ich ja nicht weiß wie's wirklich in ihnen drinnen aussieht. da kann jemand die größte partymaus sein, deswegen kann's ihr innerlich doch einfach nur sch... gehn.
    ich bin ich, wie andere sind is mir egal... muss mich nicht jeder mögen, hauptsache ich mag mich. und wenn ich nun mal auch mal ernster bin und net dauernd rumalber oder auch oft einfach nur für mich sein will - dann isses nun mal so - deswegen bin ich auch nicht verkehrt.

    lach, ich glaub dir das dein "neuer" den rausschmieß nicht so amüsant fand, aber hätte es was gebracht wenn du deine ruhe nicht gehabt hättest und nur gereizt gewesen wärst??? wohl kaum :roll:

    liebe grüße

  • hallo summerdream,

    du hast recht, auf mich gucken und nicht auf andere. schwer genug, manchmal.

    ich habe mal wieder einen stimmungswandel, gestern abend war ich ja noch unterwegs, in geselliger runde, plötzlich ergreift mich da traurigkeit und ernst, ganz komisch, ich kann mich dann auch nicht unterhalten, die leute sind weit weg. es gab keinen anlass dafür. auf einmal.
    ich habe dann mit anderen auch das gefühl, nicht ganz bei mir zu sein. nach außen bin ich zwar vorhanden, aber ich schleppe ganz weit hinten, ein trauriges, müdes etwas hinter mir her, und das bin ich eigentlich.


    so, jetzt werde ich mich mal in den tag schmeißen.

    grüße simmie

  • hi,

    so halb-depressive phasen ergreifen zwischendurch immer wieder besitz von mir. als würde ich neben mir stehen. ich schau mir dann die anderen an und denke, ja wunderbar, wie die so voller elan sind und sich mit ihrer welt identifzieren.
    in solchen phasen lasse ich mich gerne treiben, tue nicht das, was ich tun sollte. es ist manchmal dann so, dass ich das gefühl habe, das, was ich tue, hat keinen sinn, es kommt nichts dabei raus, es ist zeitverschwendung. ich versuche etwas herauszufinden, kann auch darin aufgehen, trete auf der stelle.
    heute abend habe ich mir eine auszeit genommen, keine tätigkeiten, nichts.
    ich habe manchmal das gefühl, als würde ich in meinen beschäftigungen aufgehen, mich verlieren. vielleicht passiert das auch tatsächlich.
    es ist eigenartig.
    so negative phasen sind bei mir an sich nicht vorgesehen. ich habe eigentlich so die einstellung volle kraft voraus, wir schaffen alles.
    ich wollte mich nie von den schlechten erlebnissen herunterziehen lassen, doch es lässt sich teilweise nicht vermeiden. ich kann ja nicht so tun, als wäre alles wunderbar gelaufen.
    auf der anderen seite habe ich den eindruck, als müsste ich mich die ganze zeit für irgendetwas rechtfertigen, für mein leben, wie ich es führe.

    grüße simmie

  • hallo,

    war heute etwas erschöpft, wollte zuerst das haus nicht verlassen, habe mich dann aber doch in gesellschaft begeben.
    diesmal habe ich mich nicht so neben der kappe gefühlt.
    das andere ding ist, ich fühle mich schnell betroffen, von reaktionen anderer. ein bekannter klingt wenig enthusiastisch, und ich denke, es liegt an mir. er ist enttäuscht, weil ich mich nicht ausreichend um ihn gekümmert habe. es klingt wirklich blöd, aber so läuft es in mir ab. meinen ex habe ich auch gesehen, er scheint zu merken, dass es sich nicht um eine der üblichen distanzierungsphasen handelt. er reagierte wie beleidigt, als ich mich von ihm verabschiedet habe. ich bekomme dann mitleid, irgendwie kann ich es nicht haben, wenn ich jemanden enttäusche oder ich das gefühl habe jemanden zu enttäuschen. das ist auch dieses, es jemanden in allem recht machen wollen.
    ich merke das jetzt an sehr vielen punkten.

    simmie

  • hi simmie

    Zitat

    das andere ding ist, ich fühle mich schnell betroffen, von reaktionen anderer


    so gings mir auch immer, inzwischen denk ich da positiver - auch wenn ichs manchmal bewußt vor mir her sage :oops:
    warum muss die gute/schlechte laune meines gegenübers an mir liegen? gibt so viele einflußfaktoren, ich zieh da immer den vergleich zu mir. ich renn ja auch nicht immer mit nem strahle-gesicht durch die gegend, mal bin ich einfach noch in gedanken und nehm meine umwelt gar nicht so bewußt war - sollte es anderen etwa anders gehn? kann ich mir nicht vorstellen! bi manchen frag ich dann auch ganz direkt nach, liegt halt immer daran was mein gegenüber mir bedeutet und ob ich grad lust drauf hab mir evtl. die probs anderer anzuhören. wenn nicht frag ich gar nicht :wink:

    Zitat

    ich bekomme dann mitleid, irgendwie kann ich es nicht haben, wenn ich jemanden enttäusche


    ein bißchen mitleid darfste scho ham, eben weil er so ne tolle frau wie dich verloren hat! was nützt es wenn du dich zu einer beziehung zwingst in der du wenig gefühle hast? ihr wärt beide auf dauer nicht glücklich, es wäre für keinen von euch eine erfüllende partnerschaft. und gefühle lassen sich nicht herbeizwingen, entweder sie sind da oder eben nicht :arrow: c'est la vie :P

    liebe grüße

  • hallo summerdream,

    gut, ich nehm mich da in vielen dingen wichtiger als ich bin. es ist nur nicht so einfach umzudenken, insbesondere wenn man empfindliche phasen hat.

    mit den gefühlen hadere ich nach wie vor. ich merke, dass ich meinem ex gegenüber doch etwas empfinde. fragt mich jemand, was es ist, dann gerate ich jedoch ins schwimmen.
    er hat nette züge, ich denke an gemeinsamkeiten, wenn man sich so lange kennt, wird man auch miteinander vertraut. ich sehe da die positiven seiten. gleichzeitig gibt es auch viele negative, er kann sehr verletzend sein. ein beispiel aus der jüngsten zeit. wir bereiteten etwas vor, ich war am machen und tun. er unterhielt sich gerade mit jemandem, es dauerte relativ lange, da unterbrach ich ihn. ich weiß nicht mehr, in welcher art und weise ich es tat, aber sein satz zu mir war, du nervst.
    das fand ich verletzend.
    solche dinge gab es öfters.
    ich sank dann innerlich immer eine stufe tiefer. merkwürdigerweise hatte ich da auf einmal gefühle, diese art von verletzungen schossen durch meine sicherungen durch.
    manchmal habe ich auf solche dinge geantwortet, manchmal auf durchzug geschaltet, manchmal war ich am boden zerstört.
    so etwas tut dem selbstwertgefühl nicht so gut.
    ich habe mich ja deswegen auch von ihm abgegrenzt.
    deswegen ist es wie es jetzt ist auch gut.

    grüße simmie

  • hi simmie

    Zitat

    gut, ich nehm mich da in vielen dingen wichtiger als ich bin.


    so in der richtung: isses positiv, kanns nicht mit mir zu tun ham - negativ, dann schon??? :?

    du darfst dich sehr wohl wichtig nehmen - denn du bist wichtig!

    Zitat

    insbesondere wenn man empfindliche phasen hat


    allerdings, dabei empfinde ich es für mich als hilfe zu erkennen in welcher phase ich mich momentan befinde. bin ich depri, is mit mir nicht gut kirschen essen, kann da ne rechte kratzbürste sein, da fass ich alles gegen mich auf :oops: da kenn ich mich inzwischen schon ganz gut, merk wenn was nicht stimmt mit mir - bevor ich dann groß rumzick, nehm ich mir lieber zeit für mich.

    liebe grüße

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