hallo summerdream,
negative reaktionen oder auch vermeintlich negative nehme ich ernster als positive rückmeldungen, die mich in der regel überraschen oder über die ich hinwegsehe.
ich merke, dass ich unterschiedlich sensible phasen habe mit unterschiedlichen störanfälligkeitsgraden. anfang der woche stand ich mal wieder neben mir, kam ganz schlecht zurecht mit gesellschaft, hatte arge rückzugsbedürfnisse. außerdem hatte ich mal wieder das gefühl, dass ich nicht gut genug bin, richtig eigenartig, so eine art minderwertigkeitsgefühl. als würde ich nichts zustande bekommen, nichts vernünftiges sagen können, mich nicht genug beteiligen und so weiter. die ganze zeit hatte ich angst, es könnte jemand bemerken, was nicht der fall war.
jetzt habe ich mir endlich das buch familienkrankheit alkoholismus geholt und schon ein bisschen angefangen. das mit dem vergessen und verdrängen ist sehr gut beschrieben und auch das nicht darüber sprechen. das kenne ich ja auch. am liebsten nicht.
gestern hatte ich wieder so seine situation: ich war zu besuch bei einer freundin. dachte eine sekunde lang zu erzählen, dass ich mich mit dem thema alkoholismus auseinandersetze, habe es dann gelassen. das war fast schon ein reflex.
die auseinandersetzung damit ist unangenehm. in dem buch steht ja auch, dass viele kinder sich in phantasiewelten flüchten. ich habe auch zum beispiel sehr viel gelesen und habe heute auch noch fluchttendenzen. zum beispiel so intensiv an der lösung eines problems zu arbeiten, dass man alles um sich herum vergisst. so wie schachspielen, es gibt nur das schachbrett und die schachfiguren und das spiel. komischerweise fühle ich mich nach solchen arbeitsphasen besser. alles andere lässt sich ausblenden.
grüsse simmie