Hallo an Alle!
Sorry, für diesen leeren Beitrag unten! Hatte zum falschen Zeitpunkt, die falsche Taste gedrückt.
Wo ich gerade bei dem ersten Satz bin: Leer, falscher Zeitpunkt, falsche Taste.
Wie man unschwer erkennen kann, hatte ich mich bereits vor längerem angemeldet, jedoch erst zwei Beiträge geschrieben. Ich schaue hier regelmässig rein, traute mich aber nicht etwas zu schreiben, da ich noch mittendrin bin.
Sehr viele von euch sind bereits trocken oder aber nüchtern. Dieses Geschenk kann ich für mich leider nicht verbuchen - im Gegenteil!
Gerade gestern habe ich durch mein Verhalten, den heutigen 2. Advent kaputt gemacht innerhalb meiner Familie.
Am gestrigen Abend habe ich viele Biere getrunken, allerdings erst, nachdem Alle im Bett waren. Ich hatte mir alle Mühe gegeben, sie zuvor zu verstecken - denn wie die meisten unter euch (heute nicht mehr)- trinke auch ich heimlich. Das heisst, ich versuche es heimlich.
Tja, die Flaschen waren gut versteckt, allerdings nicht die Deckel. Als ich heute aufgestanden war, lagen sie hübsch auf der Arbeitsplatte in der Küche. Soviel zum Thema heimlich trinken.
Meinem Mann konnte ich bis jetzt nicht in die Augen schauen. Ich schäme mich dermassen, weil ich ihn wieder indirekt belogen habe. Sein Vertrauen in mich, was mein Trinkverhalten betrifft, geht in die Minuszahlen.
Ich belüge mich, ich belüge alle anderen Mitmenschen - ebenso meine Kinder. Was meine Kinder betrifft, so haben auch sie natürlich mein Alkoholkonsum mitbekommen. Meine Tochter (12J) hatte sogar schon erlebt, wie ich die Biere wegschmiss, natürlich vorher ordentlich in eine farbige Tüte eingerollt. Eine Frage von ihr kam nicht! Ich weiß nicht, was sie dabei gedacht und empfunden hat, das ist ein sehr unangenehmes und peinliches Gefühl.
Vorgestellt hatte ich mich ja bereits, allerdings hat sich mein Trinkverhalten bis dato nicht verändert. Zwar habe ich keine Schwierigkeiten, 3,4,5... Tage nichts zu trinken und verspüre auch kein Verlangen danach, doch spätestens an Tagen, wo ich abends alleine bin (mein Mann ist im Schichtdienst tätig) stehen mit Sicherheit mindestens 4 Biere im Kühlschrank. Natürlich erst, wenn er das Haus verlässt, vorher sind sie versteckt.
Diese paar Tage Abzinez leiten mich immer wieder an, mich selbst zu belügen. Denn, so rede ich mir ein, kann doch ein Mensch, der einige Tage nicht´s trinkt, nicht abhängig sein. Ein Alkoholiker verspürt schliesslich schon morgends den Drang zu trinken und kann keinen Tag ohne Alkohol aushalten. Wie erwähnt, ich weiß, dass es eine Lüge ist. Doch die Wahrheit rückt immer wieder nach hinten und wird gut verschlossen.
Mein Mann wird auch heute bald aus dem Haus gehen und Flaschen stehen im Schrank. Doch obwohl ich hier gerade in einem Alkoholforum schreibe, weiß ich nicht, ob sie auch morgen noch da stehen (voll versteht sich)
Am Dienstag habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt, um den Chak up durchführen zulassen. Bekanntlich werden da auch die Leberwerte kontrolliert. Nun, das Ergebnis interessiert mich besonders. Doch genauso wie es mich interessiert, genauso habe ich auch Angst davor. Wie sehen sie aus? Wie gehe ich mit dem Ergebnis um? Wird es reichen, um dauerhaft aufzuhören?
Ihr seht, ich bin noch nicht so weit, wie die meisten hier. Ich wünschte, der Moment wäre jetzt und die Flaschen stehen an der gleichen Stelle wie im Moment. Doch wenn ich das jetzt behaupten würde, wäre es wieder eine Lüge.
Die Lügen, die Mühen es heimlich zu tun, die Tatsachen schon "erwischt" worden zu sein, verursachen Minderwertigkeitskomplexe und gewisse Depressionen.
Ich muss jetzt aufhören, da mein Mann gleich los muss. Wir er sich von mir verabschieden? Ich weiß es nicht!
Für Alle einen schönen Wochenbeginn
Gruß Miriam