Hallo Ihr Lieben,
möchte hier einen neuen Thread eröffnen und hoffe auf einen regen Austausch.
Co-Abhängig... wie ernst werde ich genommen
Mir war lange nicht klar das ich Co-Abhängig bin, geschweige denn was Co-Abhängigkeit überhaupt ist. Alkoholabsus (Alkoholmißbrauch) ist im Volksmund allgemein bekannt, hierfür wird mehr oder weniger Verständnis aufgebracht. Wie sehr ein Angehöriger unter dieser Krankheit leidet und sein eigenes Krankheitsbild entwickelt, wird sehr oft unterschätzt.
Ich muß gestehen das ich mich oft nicht für „ernst“ genommen werde. Unter dem Motto“ ja ja dann trenne dich halt, dann wird schon wieder alles gut“. Als ich einer langjährigen Freundin vor ein paar Monaten von Co-Abhängigkeit erzählte, war sie völlig überrascht. Ihr war keineswegs bekannt was für Folgen, was für ein Leiden in diesen Menschen vorgeht. Auch sie ist immer der Meinung gewesen „entferne das übel, dann ist wieder alles ok“. In Zukunft ist sie was dieses Thema betrifft „sensibilisiert“. Genau so habe ich einer Bekannten davon erzählt (sie ist Alkoholikerin, hat nach 2 Jahren „Trinkpause“ einen Rückfall) . Von Ihr bekam ich zu hören: Ach Ihr... macht das alles noch schlimmer, da muß man ja trinken.
Ok das war der ganz falsche Gesprächspartner, dieser Frau gehe ich seit diesem Tag aus dem Weg. Das ich mit meinem trinkenden Partner nicht darüber reden kann brauche ich hier wohl nicht erwähnen....Überhaupt gehe ich der „Alkohol konsumierenden Gesellschaft“ aus dem Weg, ich habe echt ein großes Problem damit.
So, das sollte vorerst mal reichen. Wie ist Eure Meinung? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Habt Ihr Euch als Co-Abhängig geoutet? Wie waren die Reaktionen? Und was mich brennend interressiert: Wie denkt Ihr trockenen Alkoholiker darüber? Was geht Euch durch den Kopf wenn Ihr die Threads der Co-Abhängigen lest?
In diesem Sinne
Liebe Grüße
Lillith