Was soll ich nur tun ? Ich kann nicht mehr

  • Hallo Kristin,

    herzlich Willkommen im Forum!!
    Du hast den ersten Schritt getan, du suchst dir Hilfe!!
    Möglicherweise hast du dich hier auch schon durch den einen oder anderen Thread gelesen und siehst das sich die Geschichten in vielen Punkten ähneln!!

    Eine Frage vorab!! Wieso sollte er was ändern??? Er verspricht dir Dinge, die er nicht einhält und du bleibst trotzdem bei ihm. Er geht trinken, du sollst ihn abholen, du tust es. Du machst dir darüber Gedanken, daß es ihm schlecht gehen würde, wenn du ihn vor die Tür setzt, aber über dich machst du dir keine Gedanken!!!
    ER HAT KEINEN GRUND ZU GEHEN!!!
    Ist doch alles wunderbar für ihn. Er kann trinken, hat ne Wohnung, ne Freundin, die ihn abholt wenn er trinkt!! Besser kann es ihm doch gar net gehen!!

    Setzte ihm ein Ultimatum, er soll selber beim Arzt anrufen, seinen Termin selber ausmachen!! Du kannst ja mitgehen wenn ein Termin zu stande kommt, aber das Telefon kann er alleine bedienen!!!
    Wende dich ab von ihm, wenn er getrunken hat, laß dich auf keine Diskussionen mehr mit ihm ein was Alkohol angeht!!
    Mach wenn er nüchtern ist deinen Standpunkt klar, nenne ihm deinen Tag an dem das Ultimatum ausläuft und erkläre ihm die Konsequenzen!!
    Klar mußt du dich natürlich daran halten, sonst bringt das nix. Fange an, an dich selber zu denken. Laß es dir wieder gut gehen!!! Denn du kannst an seiner Situation nix ändern!! ER muß das!!
    Aber du kannst an deiner was ändern!! Fang wieder an an dich zu denken!!! Es wird schwer werden, aber du schaffst das!! Wir werden dir helfen!! Und glaub mir, viele hier waren genauso verzweifelt wie du und haben es geschafft!!

  • Hallo Kristin,

    herzlich willkommen hier im Forum.

    Du hast schon einiges geschafft. 1. bist du hier im Forum und 2. du redest mit anderen, deiner Familie,seiner Familie du machst es öffentlich und das ist gut.
    Ansonsten seh ich bei dit gute Chancen es weiterhin positiv werden zu lassen.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Zitat von Kristin

    . Ich weiß, dass er dann erst recht einen Absturz hat, wenn ich ihn rausschmeiße. Und das tut mir so leid.

    Warum?? Tut es ihm leid, wie sehr er dich verletzt?? Denkt er dabei an dich??? Wohl kaum!!

    Und das mit dem Arzttermin, laß es ihn selber machen!! Ich hab meinen auch zu Suchtberatung geschleppt!! Hörte sich alles ganz gut an, solange wir drin waren. Als wir raus kamen, lachte er und meinte, das war ja jetzt voll der Witz!! Und hat sich darüber lächerlich gemacht!! Mir hat das gezeigt, daß er das nur gemacht hat, weil ich es wollte, nicht weil er es wollte!! Und das ist ein wichtiger Punkt, er muß von sich aus die Initative ergreifen!! Alles andere bringt nix!!


    Wenn du Angst hast, dann setzt ihn direkt vor die Tür, sag ihm, er soll was ändern, oder er soll weg bleiben!! Ich kann mir kaum vorstellen, daß du ein Leben haben willst, wo du ständig Angst haben mußt!! Es liegt in deiner Hand!! Ändere du was!! Er wird es nicht!!!

  • Zitat von Kristin

    .Aber ich fühle mich so hilflos.

    Das fühlen wir uns alle hier, du mußt jetzt einfach anfangen zu lernen es zu akzeptieren, daß es nicht in deiner Hand liegt, was an seiner Situation zu ändern! Aber du kannst deine ändern, damit es dir wieder besser geht!

  • Hi Kristin.


    Zitat

    Meine Eltern haben auch gesagt: Ultimatum mit genauen Termin stellen oder gleich vor die Tür setzen. Aber es ist einfach so schwer.


    Deine Eltern haben recht, so und nicht anders kannst du dir und somit auch ihm helfen.

    Ein Satz von hier der mir sehr geholfen hat.

    ER IST ERWACHSEN UND FÜR SEIN HANDELN UND TUN BZW. NICHTTUN VERANTWORTLICH.

    Setz ihm ein Ultimatum bis wann er sich einen Arzttermin holt und beginnt alles für eine Therapie in die Wegeleitet. Wenn er es nicht schafft dann bleib konsequent dabei und schmeiß ihn raus, dann ist er halt noch nicht soweit. Machst du es nicht verlängerst DU sein leiden, und deines sowieso.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • hallo kristin..

    auch von mir ein herzliches willkommen..

    ich habe heute etwas gelesen..
    dies möchte ich dir gerne schreiben..

    es geht uns immer nur so schlecht wie WIR es zulassen..

    denke nicht das das ein vorwurf an dich und dein verhalten sein soll..nein im gegenteil..es soll für dich ein denkanstoss sein..

    wir allein sind für uns verantwortlich..wenn wir merken das wir krank vor sorge werden..sollten wir uns fragen..ob z.b. das leben eines angehörigen..WICHTIGER ist als UNSER eigenes..

    du kannst mir glauben..ich weiss wie schwer das loslassen ist..habe selber bis hin zur aufgabe meiner selbst..gelitten..

    ein kleiner trost ist vielleicht was mir lavendel mal geschrieben hat..auf meine frage hin wie das gehen soll..

    in liebe loslassen..sich selber in liebe begegnen..

    ich sah da NUR das "fallen lassen" des betroffenen(in meinem fall meine mum)..
    das ging ÜBER meine vorstellungskraft..soll heissen..egal wie schlecht es mir geht..ich könnte meine alkoholkranke mum NIEMALS fallen lassen..

    wie gesagt schrieb mir darauf hin lavendel..das es für SIE KEIN FALLEN LASSEN GIBT!!!!!!!!
    ich glaube diese worte..lass sie fallen ..haben mir solch eine angst gemacht..
    somit habe ich trost in lavendel ihrer antwort gefunden..und die angsteinflössenden worte "einfach" umgewandelt in "loslassen"..
    ja..und das kann ich..loslassen..und auf MICH acht geben..

    wird nicht von heute auf morgen klappen..aber schön schritt für schritt..hilfe für DICH annehmen..
    lerne nicht..wie es deinem partner besser gehen könnte..bevor es DIR nicht wirklich besser/gut geht..

    ich wünsche DIR von ganzem herzen das DU in den genuss kommen wirst..diese überwältigende erfahrung an DIR selber zu machen..
    wir..sind doch schon mal ein ganz guter anfang..DEINES weges..

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hi Kristin! Du bist nicht Florence Nightingale! Du bist doch nicht verantwortlich dafür, wie jemand anderer irgendwohin kommt! Er ist dein Freund, nicht dein Kind! Lass ihn los! Nur dann hast du - aber auch er - eine Chance! Ich würde ihm auch kein Ultimatum stellen, sodnern so schnell wie es geht, davonlaufen. Je länger du in dieser Beziehung bleibst, desto schwieriger wird es nämlich!!! Und Liebe besteht nicht darin, jemand anderen zu kontrollieren, zu überwachen oder sein Leben zu leben. Ich wünschte, ich hätte das für mich schon früher begriffen. ABer wenn man da Kind einer trinkenden Mutter ist, kann man eben nciht so einfach gehen. Lies doch mal unsere Geschichten!! Wir konnten nicht gehen, wohin auch? Aber du kannst es! Du bsit ihm nicht zwanghaft verbunden, mach dir das klar. Ich hofffe, du schaffst alels, was Du willst!!! Liebe Grüße, Tini

    Kleine Schritte sind besser als gar keine!

  • Hallo Frank,

    ich denke du siehst das schon richtig mit dem Nehmen und Geben in einer Beziehung, so sollte es sein. Aber in unseren kranken Beziehungen ist es ja meist nur ein Geben und man bekommt nichts zurück.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Frankko, genau das meine ich, was Elocin schreibt. Ich habe mich nach 22,5 Jahren Ehe vor 4 Monaten getrennt. Mein Mann hat angebl. "kein" Alkproblem. Ich sehe das seit Jahren anders. Nun konnte ich nicht mehr und denke, es war richtig. Durch das ständige Bitten manchmal bis zum Anflehen, weniger zu trinken, vertuschen, gute Mine machen, rechtfertigen vor der Verwandschaft (die bis heute der Meinung sind : die paar Bier gönnt sie ihm nicht !)bin ich sehr krank geworden, was bis heute anhält. Deshalb der Egoismus. Ich habe in meiner SHG gelernt, daß das der einzige Weg ist zu helfen. Wurde aber schon so oft hier erwähnt. Ich wäre glaube ich auch bereit für einen Neubeginn mit gegenseitigem Nehmen und Geben. Wir haben eine 8 jährige Tochter, die sehr an ihrem Vater hängt. Aber das Alles nur ohne Alkohol. Ansonsten habe ich mich entschieden und ich glaube, richtig. LG Katrine

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