Beiträge von SCMD

    Wollte euch nur urz bescheid geben, dass mein Vater wieder fit wie ein Turnschuh ist.
    Seit dieser Krankenhaussache hat er keinen Alkohol mehr angerührt und fühlt sich richtig gut. Meine Mutter trinkt nur noch zu besonderen Anlässen und dann auch nur höchstens zum anstoßen.

    Wir haben uns alle ausgesprochen und die Beziehungen werden nun auch alle wieder familienähnlicher.
    Jedenfalls bin ich glücklich, dass mein Vater es geschafft hat und hoffe, dass es so bleibt.

    Viele liebe Grüße
    Steffi

    Lange habe ich mich nicht mehr gemeldet.

    Mein Mann hat letztes Wochenende endgültig eingesehen, dass es so nicht mehr weitergehen kann.
    Seitdem hat er noch keine Flasche mehr angerührt. Er sucht sich nun Hilfe in einer Gruppe und hofft, dass er dort auch Hilfe bekommt.

    Auslöser war, dass er einen Autounfall hatte. War Gott sei Dank "nur" ein Blechschaden, aber er hatte unsere 3 1/2 Jahre alte Tochter dabei. Das hat ihm die Augen geöffnet.

    Ihr ist nichts geschehen und bis jetzt hat sie auch keine Albträume oder so. An dem Tag hatte er "NUR" ein Bier gehabt, aber das hatte ausgereicht.

    Ich hoffe, dass er nun "vernünftig" wird, denn ich kann langsam nicht mehr.

    Viele Grüße
    Steffi

    Ich hatte gedacht, ich schreibe diesen beitrag auch. Genau so verhält sich mein Mann. Ist doch nur Bier. und so weiter. Es hilft mir schon sehr, dass ich meine Sorgen hier schreiben und mit anderen darüber reden kann.
    An manchen tagen ist mir das recht egal, ob er trinkt. Dann ein paar tage später könnte ich ihn in der Luft zerreißen. Aber er ist immer freundlich. Da hast du vollkommen recht, wenn er mich anschreien würde, wäre ich höchstwahrscheinlich auch schon weg.

    LG
    Steffi

    Hallo an alle.
    erst mal was zu meiner Situation. Meine Eltern sind beide alkoholkrank, durch einen Krampfanfall meines Vaters vor ein paar Monaten hat sich alles geändert. Mein Vater trinkt seitdem nichts mehr und meine Mutter hat Weihnachten und Silvester je ein Glas Wein getrunken. Also meiner Meinung haben sie es überstanden.
    Nun zu meinem Problem, mein Mann trinkt regelmäßig (jeden Tag) Bier. Drei bis vier Flaschen (0,5) und er sieht auch "manchmal" ein, dass das zu viel ist. Nur hört er nicht auf damit, es gibt ständig streit, wenn ich ihm sage, er solle nicht so viel trinken. Ein bis zwei Tage manchmal eine Woche trinkt er dann nichts, um mir zu beweisen, dass er auch ohne kann, aber am Wochenende spätestens geht das wieder los.
    Ich bin einfach wegen meinen Eltern so ängstlich, sagt er immer. Und "Ist doch nur Bier" oder "Bier ist lecker. Wenn alkoholfreies Bier schmecken würde, würde ich alkoholfreies trinken." Manchmal kauft er "nur" Radler, aber das Bier problem ist immer da.
    Ich fühle mich einfach nur hilflos und bin traurig, dass ich immer streit anfangen MUSS, damit er für ein paar tage aufhört.
    Hat jemand vielleicht ähnliche erfahrungen und Tipps, wie ich damit umgehen soll?

    Liebe Grüße
    Steffi

    Hi, Weihnachten und Silvester waren immer schlimm für mich. Entweder waren beide schon mittags blau. dann haben sie versucht, heile Welt zu spielen, oder es gab immer nur streit.
    Dieses Weihnachten war sehr harmonisch. Meine Mutter hat zum Essen ein Glas Wein getrunken und mein Vater Mineralwasser. Das scheint ihm überhaupt nichts mehr auszumachen. Die angebrochene Flasche Wein habe ich dann später bekommen, da meine Mutter die nicht leer gemacht hat. Silvester war auch super. Meine Freunde haben dieses Jahr bei uns gefeiert und um 12 sind wir dann alle runter zu meinen Eltern, haben Orangensaft getrunken und dann sind wir alle raus. Mich hat gewundert, dass meine Kleine geschlafen hat wie ein Murmeltier.
    Wenn ich so zurück denke, war das seit langem ein schönes Weihnachtsfest und Silvester. Endlich mal ohne stress feiern zu können, hat mich richtig "selig" gemacht.
    Liebe grüße
    Steffi

    Hi, ich hatte in letzter Zeit viel zu tun. Meine Kleine rennt mir ständig weg. :) Sie ist ganz schön flink. Meine Eltern haben bis jetzt noch keinen Alkohol mehr getrunken. Mein Vater sieht auch wieder gut aus. er hat wieder zugenommen und sein Appetit ist wieder wie früher. Ich glaube (hoffe) dass beide über den Berg sind. Jetzt hoffe ich nur noch, dass die beiden Weihnachten ohne Alk überstehen. Was ich auch stark annehme. Aber am besten ist es, dass "Opa" jetzt auch anfängt, mit meiner kleinen zu spielen und zu toben. dazu war er vorher nicht in der Lage.

    Viele Grüße
    Steffi

    Hi, mir geht es im Moment sehr gut. meine mutter hat den rest Alkohol weggekippt und seit dem Krankenhausaufenthalt haben beide nichts mehr getrunken! Das freut mich ungemein. Es stört den beiden nicht mal, wenn mein Mann mal ein Bier bei denen trinkt, was er sich natürlich selbst mitbringen muss, da sie ja nichts mehr haben.
    Mein Vater geht jetzt auch zu den treffen hin, die ihm sein neuer Hausarzt empfohlen hat. Er sagt selber, das die Treffen ihm sehr helfen und er will nun auch trocken bleiben. Ich hoffe ja, dass das so bleibt ich würde es ihm wünschen . auch wenn ich weiß, dass er jederzeit rückfällig werden kann.

    Aber mir geht es sehr gut. Meine Tochter hat vor kurzem ihre ersten schritte getan und nun muss ich immer hinter ihr her rennen, sie hört gar nicht mehr auf zu laufen! ;)
    Ich fühle mich richtig gut als wenn eine tonnenschwere last von meinen Schultern genommen wurde.
    Ich habe auch komischer weise mehr Selbstvertrauen. Wenn mir irgendwas nicht passt, oder wenn meine Eltern mir was vorschreiben wollen, sage ich endlich mal meine Meinung und wenn denen das nicht passt dann gehe ich einfach weg und sch... drauf.

    liebe grüße
    Steffi

    Mein Vater ist ständig schlecht gelaunt. Ich glaube, das kommt wegen dem Entzug. Er geht nun zu den Treffen und es scheint ihm dann auch besser. ich hoffe, er schafft das alles. Meine Mutter hat den angebrochenen Alkohol vernichtet, und hat seitdem auch nichts mehr getrunken. Ich bin eigentlich guter dinge, was die beiden angeht.
    Mir geht es auch viel besser. Wenn ich keine Lust mehr auf das genörgel habe, gehe ich einfach nach oben. Man kann auch wieder mit den beiden diskutieren.

    ja, ich konnte noch in Erfahrung bringen, welcher arzt Notdienst hat, den hebe ich meiner Mutter auch mitgeteilt, aber weil ich nicht hingefahren bin ist dort niemand hingefahren. ich bin mit meinen Schwiegereltern auf tour gewesen, und meine mutter hatte anscheinend keine Lust dazu, obwohl das Krankenhaus gesagt hatte, dass er die Medis braucht. Aber ich bin nicht 24 stunden seine Babysitterin, habe ihr gesagt, dass ich ein eigenes leben habe. Jetzt hat er heute abend keine Medikamente bekommen.

    Mein Vater ist heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. In dem Bericht für den Hausarzt standen auch Medikamente, die er nehmen soll. Also bin ich zum Arzt, wo der Doc mir im Wartezimmer, wo alle anderen Patienten das hören konnten gesagt, dass mein Vater alkoholkrank ist und er hatte den Bericht laut gelesen. Normalerweise zählt das doch unter Ärztlicher Schweigepflicht. Jeder konnte das hören, was mit meinem Vater los ist. Dann motzt der mich an das ich Papa nicht gleich mitgebracht habe. Ich sagte ihm, das er im Moment schlecht laufen kann, da er erschöpft ist. Er sagte nur, solange er meinen Vater nicht gesehen hat, könne er ihm keine Medikamente verschreiben. Also ich nach hause und mit Papa zum Arzt, wo mein Vater ihm gesagt hatte, dass er den Arzt nicht mag.
    Obwohl der Arzt den Bericht gelesen hatte, wo drinsteht, dass mein Vater verwirrt und desorientiert ist, hat er uns rausgeschmissen und wird ihn nicht mehr behandeln. Jetzt ist es natürlich nach 12, wo kein Arzt mehr aufhat und mittwochs haben die Ärzte hier ja alle zu. Nun müssen wir bis morgen warten, damit er seine Medikamente auch bekommt. Der wollte nicht mal zuhören, damit ich ihm erklären kann, dass das nicht gegen den Arzt geht, sondern dass mein Vater allgemein keine Ärzte mag. Der hat uns gleich raus geworfen und gesagt, ich zitiere "Das muss ich mir nicht bieten lassen. Ich werde ihn in meinem Leben nie wieder behandeln." Nun bin ich wütend auf den Arzt. Den mochte ich noch nie, aber mein Vater ist immer gut mit dem klar geworden.

    Danke für die tollen Worte. Ich fühl mich jetzt auch besser, komme gerad von meiner Freundin, wir haben lange drüber geredet. Ich warte erst mal ab, was morgen raus kommt. Mit dem Arzt haben wir einen Termin, ich glaube, der Sozialdienst ist am Wochenende nicht da. Da habe ich nächste Woche einen Termin. Ich hoffe, dass das nicht lange dauert mit meinem Vater, denn ich glaube, er leidet. Aber das weiß ich nicht mit Sicherheit, da er ziemlich neben sich steht. Meine Mum sagte heute auch, das es vielleicht besser wäre, wenn er nicht mehr lange leiden muss. Krass aber wahr. so. ich wünsche euch allen eine erholsame Nacht. Bis dann denn

    Steffi

    Hallo,
    habe gestern mit dem Arzt gesprochen. Mein Vater hat massive Gehirnschädigungen und muss nun in eine Pflegestufe eingestuft werden. der Arzt hat uns empfohlen, ihn in ein Pflegeheim zu geben. Die nächsten Tage müssen nun noch abgewartet werden, aber die vom Sozialdienst haben sich schon mit mir in Verbindung gesetzt. Nun muss ich entscheiden, da meine Mum die Patientenverfügung geltend macht, da sie so fertig ist mit der Diagnose, dass sie nicht entscheiden kann. Morgen wollen wir ihn noch mal besuchen fahren, und mit dem Sozialdienst sprechen, was jetzt alles auf uns/mich zukommt. Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht, und kann mir ein paar Tipps geben? Ich fühle mich nun total überlastet und bin fix und fertig, obwohl das ja abzusehen war.
    viele liebe grüße
    Steffi

    sonst geht es mir erstaunlicherweise gut. Ich bin irgendwie erleichtert, das ich meinen Vater nicht mehr sehen, hören und riechen muss. Ist das komisch, oder normal? ich weiß es nicht. mir geht es besser, seitdem er im kh ist. Dort ist er versorgt, und kann momentan nicht an alk kommen. Auch wenn er mit Sicherheit wieder trinken wird, wenn er zuhause ist. Aber morgen fahre ich da hin, und werde mit der Ärztin sprechen, da meine Mutter ja selber im Kh liegt. Mal sehen, was da raus kommt. Meine Lungenentzündung scheint wieder weg zu sein, Aber meine chronische Bronchitis quält noch sehr. Der Arzt meint, das kann noch 1 bis 2 Wochen dauern, bis das richtig abgeklungen ist. Hoffe das geht schnell. Der Brustkorb tut ganz gut weh vom husten.

    Liebe Grüße
    Steffi

    Hi Michi,
    bei mir ist es genau umgekehrt. Mein Vater ist derjenige, den ich nicht mehr umarmen kann, weil er mich regelrecht "anwidert". Ich hab mich auch schon mit ihm angelegt, aber das bringt gar nichts. Ich habe mich zwar noch nicht von ihm "befreien" können, aber ich finde deine Entscheidung sehr mutig und auch irgendwie richtig, obwohl du recht hast,. Sie muss es selber wollen. Aber vielleicht denkt sie nun über ihre Situation nach.
    Ich hoffe, diese Seite hilft dir. Mir hilft sie sehr.
    Lg
    Steffi

    Hi, mir geht es wieder einigermaßen. Danke der Nachfrage.
    Mein Vater ist Samstag ins Krankenhaus gekommen, er hatte so eine Art Schlaganfall, was alkoholbedingt ist, sagen die Ärzte, die haben das erklärt, das wäre so was ähnliches wie ein Epileptischer Anfall gewesen. Er weiß nicht wo er ist, und musste sogar ans Bett gefesselt werden, weil er sich die Injektionsnadel ständig raus gerissen hat. Und meine Mutter ist nun auch im Krankenhaus, weil sie sich im April den Arm gebrochen hatte und das Metall nun wieder rauskommt. Sind natürlich in zwei verschiedenen Häusern, da mein Vater weiter weg musste, wegen seinem Gesundheitszustand, der ist nämlich kritisch. Ich hoffe, jetzt wird das besser mit dem Alk, da er nun ja den Beiweis hat, dass das nicht gut ist.
    Liebe Grüße
    Steffi

    Die Erkältung hatte sich in eine Lungenentzündung verwandelt. War im Krankenhaus. Aber jetzt geht es mir schon viel besser. Ich muss jetzt jeden Tag inhalieren, damit meine Bronchien sich auch wieder erholen, aber sonst geht es wieder.
    Lg
    Steffi

    ja, der rest vom Tag war besser. Meine Schwiegereltern waren da und wir sind lange spazieren gegangen. Mit den beiden kann man gut über meine Eltern reden. Meine Schwiegermutter versteht mich und hilft mir sehr.
    Es zieht mich runter, da hast du vollkommen recht. Ich schaffe es einfach nicht, mich damit abzufinden, dass sie keine hilfe wollen. Das macht mich traurig und wütend zugleich. Mein mann unterstützt mich, wo er nur kann. Auch meine Freundin hilft mir sehr. Aber im Grunde lass ich nicht alles raus. Was falsch ist, das weiß ich. Sonst geht es mir einigermaßen, habe mir eine dicke erkältung eingefangen.
    Gestern hat meine Kleine ihren ersten Schritt getan. Leider war ich nicht dabei, aber sie tut es seitdem immer öfter.
    Grüße Steffi

    Hi,
    Heute war es ziemlich ruhig bei meinen Eltern. Wir konnten in Ruhe Frühstücken (meinen Vater ignoriere ich mittlerweile). Danach habe ich mir mit meiner Mum einen Film angesehen. Meine Tochter tobte durchs wohnzimmer (sie fängt an ohne hilfe aufzustehen) und wir hatten recht viel spaß. Dann hörte ich, wie die Kühlschranktür aufging und mein Vater wieder "Heimlich" einen großen Schluck Cognac nahm! Meine Mum bekommt das nicht mit, oder sie will das nicht mitbekommen, aber ich werde sofort hellhörig, wenn er zum Kühlschrank geht. Und gegessen hat er wieder nichts. Lügt uns ins gesicht, dass er, wo wir den Film gesehen haben ein halbes Brötchen gegessen hat, aber die Hölfte war im Brotschrank und sein Messer lag auch noch unbenutzt vor ihm! Da habe ich wortlos meine tochter geschnappt und bin mit ihr in meine Wohnung gegangen.