Hallo Luna,
du "mußt" lernen mit seiner Sucht umzugehen? Damit er weitersaufen kann und sich deines Geldes und deiner sonstigen Unterstützung bedienen kann??
Wie praktisch für ihn, wenn du dich darauf einläßt. Kein Grund für ihn, sich auch nur einen Millimeter weiterzuentwickeln.
Das mit dem Kontaktabbruch ist eine gute Sache. Kann gut sein, daß du ihm indirekt sogar damit hilfst. Aber wenn, dann mache es für DICH!
Ich schreib dir aus der anderen Perspektive. Ich bin erwachsenes Kind einer alkoholkranken Mutter. Sie trinkt solange ich denken kann, heimlich, jeder weiß es. Was habe ich alles probiert... Nun halte ich Abstand. Klar, an bedeutungsschwangeren Tagen wie Geburtstag oder Feiertage beschäftigt mich das schon auch, aber insgesamt geht es mir seitdem ganz erheblich besser.
Was sie aus ihrem Leben macht ist ihre Sache. Sie ist erwachsen, ich bin es auch und bin für MICH verantwortlich. Wenn ich mich immer nur in Korrelation mit der Familie sehe, dann werde ich unweigerlich in die Abwärtsspirale mit runtergezogen. Das kann es ja nicht sein.
Und bei dir besteht das Leben ja auch aus mehr als der Tatsache, daß du Mutter bist. Ich reduzierte mich lange selbst darauf, Tochter einer Alkoholikerin zu sein. Aber ich bin sooo viele Facetten mehr. Du bist ja nicht nur Mutter, du bist auch Frau. Und dein Leben will ja gelebt werden.
Abstand zu ihm.
Hinwendung zu dir.
Weil jeder für sich selber zuständig ist. Geh lieb mit dir um, es geht hier um dich.
Viele Grüße, Linde