Beiträge von punkmäuschen

    Hallo Rose,

    was kann denn passieren? Entweder er wird trocken und wir beide glücklich oder er säuft wieder und ich muss mich entscheiden - gehen oder bleiben... Und ich werde dann gehen müssen...
    Hätte ich die Sachen nicht für ihn klären dürfen? Ich hab ihn die letzte Zeit nichts mehr abgenommen, aber von dort aus kann er nichts regeln, weil er nur zu bestimmten Zeiten telefonieren darf und da ist keiner mehr Arbeiten.

    Ich tue grad viel für mich. Ich nutze und genieße die Zeit allein. Was kommt und ist, wenn er aus der Entgiftung zurück ist, was nächsten Donnerstag sein wird, da denke ich noch nicht dran. Ich lass es auf mich zukommen.

    Heute habe ich mit ihm leider nur kurz telefoniert und er hat mich gefragt, ob ich ihn vermisse. Er sagte, dass er mich liebt und in einer Woche wieder bei mir ist und sich freut. Ich vermisse ihn so unendlich...

    Ich werde mein Leben nicht wegwerfen, aber ich kann ihn jetzt auch nicht wegwerfen, wo ich das erste MAl so richtig das Gefühl habe, dass sich was tut und er es ernst meint. Ist das so schlimm, dass ich ihm diese Chance gebe?

    Verwirrte liebe Grüße...

    P.S.: Danke, dass ich alles hier lassen darf...

    Danke Pedi!

    Glück kann ich gebrauchen. Ich weiß nicht, was mich an ihm so fesselt und das ist sicher nicht der Alk.
    Er war seit ein paar Jahren der erste Mann, bei dem es mich total gepackt hat. Es war schon bei den ersten Mails und dem ersten Telefonat um mich geschehen. Und dann das erste Treffen... Mich hat es einfach umgehauen... Ich liebe ihn so sehr und ich dachte, dass ich nie wieder jemanden so lieben kann nach meiner letzten gescheiterten Beziehung. Vielleicht halte ich deswegen so daran fest und hoffe noch immer...

    Ich wünsche mir, dass er es dieses Mal ernst meint und wir eine Zukunft haben können und er trocken bleiben kann...

    Danke, dass ich alles hier lassen darf...

    Danke Pedi für deine Antwort.

    Ich kann nicht gehen... Jetzt zieh ich das Ding mit ihm erstmal durch. Sollte dann wieder nichts passieren, dann werde ich meine Konsequenzen daraus ziehen.

    Ich liebe ihn und jetzt wo er klar im Koopf und ohne Alk oder Medis ist, ist er sehr liebevoll. Hatten heute ein schönes Telefonat und am Sonntag war es die 2 Stunden bei ihm auch sehr schön. Wie soll ich da keine Hoffung haben, dass er dieses Mal wirklich etwas tun will? Jetzt kann ich ihn nicht im Stich lassen. Das wäre feige, denke ich. Ich habe mich darauf eingelassen, habe gesagt wenn er etwas tut dann bleibe ich. Er tut etwas. Da würde ich ja gegen mein Prinzip verstoßen, wenn ich jetzt gehe.

    Ich weiß, dass ich meine Konsequenzen ziehen muss, wenn es wieder nix bringt und er wieder alles schleifen lässt und sich im Alkohol verliert. Im Moment bin ich noch lange nicht so weit. Egal welche Geschichten ich hier lese, die mich sicher auch sehr berühren, aber ich kann nicht einfach gehen. Nicht jetzt, wo es Hoffnung gibt und er auch anders über Entgiftung und LZT redet als früher. Da war immer nur alles Scheiße und Müll... Jetzt ist es gut und er muss das für sich tun und er will auch mich nicht verlieren.

    Jetzt sehe ich weiter nach Vorn und warte ab. Gehen kann ich immer noch, aber ihn ausgerechnet jetzt im Stich lassen, wo er was tut, kann ich einfach nicht.

    Danke, dass ich alles hier lassen darf....

    Heute wollte er endlich am Telefon wissen, was ich für ihn erreicht habe. Hab ihm alles erzählt und er sich gefreut und gesagt, ich wäre die Beste hoch 10. Es tut so gut das auch von ihm zu hören. Ich meine, eigentlich weiß ich das ja selber, aber man hört es dann doch gerne auch von dem Menschen, den man liebt. Soweit geht es ihm gut und mir somit auch. Ich hoffe nur, er kümmert sich jetzt endlich so wirklich um die LZT. Es wäre so wichtig für ihn und für uns. Die Klinik meinte, er müsse ca. 2 Monate warten und in der Zeit sollte er noch was anderes tun, denke ich. Nur zu Hause sitzen bringt ihm gar nichts.

    Danke dir Micha für deine Antwort!!!
    Wenn du alles vorher gelesen hast, dann weißt du ja, dass er nicht das erste Mal in der Entgiftung ist. Ich weiß, dass mehr als die körpelriche Abhängigkeit behoben werden muss. Er trinkt ja nicht ohne Grund. Und nach und nach habe ich auch versucht zu ignorieren, was er gesagt hat an meisen Sachen. Wenn es zu akkut war, dann bin ich nach Hause gefahren und habe ihn bis zum nächsten Tag ignoriert. Er rief mich am nächsten Tag immer an und hat sich enstchuldigt, wenn er wieder nüchterner war. Die letzte Zeit jetzt vor der Entgiftung hat er jeden Tag nur so viel getrunken, wie unbedingt sein musste und er keine Entzugserscheinungen hatte. Er neigt zu Krampfanfällen und davor hatte er Angst. Ich sag nur selber Schuld. Klingt hart, ist aber so, oder? In der Zeit gab es weniger Phasen, in denen er miese Sachen gesagt hat. Ich hoffe halt, dass er mich wirklich liebt und mich nicht nur "schön-getrunken" hat. Denn er trinkt schon seit wir uns kennen. Kann er mich da überhaupt lieben? Kann er da überhaupt beurteilen, ob er wirklich ein Leben mit mir haben möchte? Ich bin mir sicher und liebe ihn und wenn er endlich trocken ist, dann möchte ich definitiv eine Zukunft mit ihm. Aber er hätte ja dann schon in jeder Entgiftung feststellen müssen, dass er mich nicht liebt, wenn es so wäre, oder? Immer wieder so viele Fragen und ich finde keine Antwort...

    Danke, dass ich alles hier lassen darf.

    P.S.: Über jeden "Tip", falls es den gibt und jedes aufmunternde Wort bin ich sehr dankbar!

    Samstag und gestern durfte ich ihn jeweils für 2 Stunden sehen.

    Ich habe mich so gefreut und wurde Samstag erstmal enttäuscht. Das ganze Liebe und sich nach mir sehnende war plötzlich verschwunden. Unser Treffen war kalt und distanziert. Sehr merkwürdig...

    Gestern bin ich dann mit einem komische Gefühl hingefahren. Der Tag vorher war ja schon ein Reinfall. Wie sollte es denn da am zweiten Tag besser sein? Aber es war besser! Es war sehr schön, naja wie schön es halt in einer Klinik sein kann. Er war sehr verschmusst, hat sich über Nikolausi und mein Selbstgebackenes gefreut.

    Tja und heute? Das Telefonat war mies... Er macht sich Sorgen, weil sein Zimmergenosse mit einem anderen Typ einen gekifft hat und er es nicht meldete, weil es sonst nur ärger gibt und die letzten 2 Wochen dann für ihn eine Tortur werden, weil mit dem Typen wohl nicht gut Kirschenessen ist. Und er hat nun Angst durch Passivrauchen auch THC im Blut zu haben. Aber doch nicht von ein paar Mal atmen, oder? Er war nicht lange im Zimmer... Und ich habe für ihn echt super Nachrichten gehabt, die er gar nicht wissen wollte. Er könne grad nur an den Kram denken wegen dem Kiffen und würde mir eh nicht richtig zu hören, deswegen brauch ich gar nix sagen. Na toll!!! Ich war wirklich gut heute und keiner will es wissen! Ich habe ihm mal wieder den Arsch gerettet, weil er von dort auch nichts klären kann und es nach seiner Entlassung zu spät wäre...

    Warum bin ich so enttäuscht? Hat er denn jemals wirklich etwas zu würdigen gewusst, was ich für ihn getan habe? Ich weiß es nicht...

    Jetzt überlege ich, ob ich nochmal versuche ihn anzurufen... Ich möchte ihm davon erzählen, möchte hören, dass er sich darüber freut und Stolz auf mich ist, weil ich es in seinem Sinne klären konnte...

    Ich bin grad echt deprimiert... Er meinte, er ruft heute vielleicht nochmal an, aber bisher blieb das Telefon verdammt still und er wird sich sicher nicht nochmal melden. Werde ich wohl morgen erst wieder was hören. Ich melde mich nicht... Komm ja eh nie wirklich durch.

    Es ärgert mich so, dass ich mich ärger...

    Bitte schickt mir ein paar aufmunternde Worte... Viele Lesen meine Texte hier, aber niemand äußert sich mehr... Das finde ich Schade...

    Ich wünsche euch einen schönen Abend. Und danke, dass ich alles hier lassen darf!

    Morgen darf ich ihn für 2 Stunden besuchen. Vorhin haben wir nur 3 Minuten telen können, weil das Tele viel zu spät frei wurde. Das mit dem Nicht-Sehen-Können kann ich ja gut wegstecken, aber nicht mal telen zu können, also immer jeden Abend, ist schon übel... Und länger als 15 Minuten geht auch nicht. Man kann nix besprechen oder klären oder mal erzählen was den Tag über so passiert ist. Das stört mich am meisten, aber es ist nicht zu ändern und hat sicher seinen Sinn und Zweck...

    An den morgigen Tag denke ich mit gemischten Gefühlen. Ich weiß nicht so recht, was mich erwartet. Er war die letzten Tage schon so anders, dass ich keine Ahnung habe, wie er morgen sein könnte. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mich "überraschen" zu lassen. Ich bin ziemlich verwirrt. Wie verhalte ich mich? Zeig ich ihm gleich direkt, dass ich mich freue ihn zu sehen und ihn vermisse oder bleibe ich distanziert, warte ab und gebe ihm das Gefühl, dass von ihm mehr kommen muss als ein paar gute Telefonate an ein paar Tagen, dass nicht nur dieser Klinikaufenthalt reicht, sondern noch viel mehr folgen muss?

    Vielleicht hat jemand von euch einen Tip für mich oder einfach nur ein paar aufmunternde Worte...

    Danke aber schon mal, dass ich hier alles reinschreiben darf, was mich bewegt!

    Liebe Grüße an alle...

    Ich schreib auch hier nochmal meine Vortsellung nieder, da ja nicht alle sie im Vorstellungsbereich lesen können:

    Hallo,

    mein Freund ist Alkoholiker und seit Donnerstag mal wieder in einer Entgiftung, aber dieses Mal sogar auf der geschlossenen Abteilung. Am Donnerstag hatte er am Telefon einen Krampfanfall, bei dem er sich die Nase brach und mir nun dafür die Schuld gibt, denn er ist ja nur wegen mir und meinem Anruf aufgestanden. Am Samstag durfte ich ihn trotz Besuchsverbot kurz sehen. Eigentlich sollte ich nur ein paar Sachen hinbringen. Anstatt sich über meinen Besuch zu freuen, gab er mir wieder die Schuld, meckerte nur über die Klinik und das Personal.

    Ich weiß jetzt echt nicht mehr weiter. Wir kennen uns seit Januar diesen Jahres und er ist jetzt das 4. Mal in der Entgiftung. Ich liebe ihn über Alles, was sicher unglaublich klingt, aber es ist so. Wenn er zu viel trinkt, bin ich an Allem Schuld und er wisse eh nicht was er an mir findet und ich wäre fett und klein und hässlich und wenn er trocken wäre, dann würde er sich eine andere suchen, denn er hatte ja früher viel hübschere Frauen als mich. Wenn er fies wird, dann fahr ich heim und verlasse die Situation. Am nächsten Tag ruft er eh wieder an und entschuldigt sich.
    Vor ein paar Wochen hat er mich ein wenig härter angepackt. Ich hab ihm natürlich die Hölle heiß gemacht und ab da ging es dann so halbwegs. Er trank so wenig wie möglich, war kaum noch fies, hat sich um mich gekümmert… Aber langsam weiß ich nicht mehr weiter. Ist er auch trocken so wie im Suff? Man sagt ja Kinder und Besoffene sagen immer die Wahrheit. Lohnt es sich für ihn und unsere Liebe zu kämpfen? In guten Momenten sagt er mir auch, dass er mich über alles liebt und keine andere will, sondern nur mich und eine Zukunft mit mir. Leider habe ich im Moment nicht den Eindruck, dass er sein Problem wirklich einsieht und etwas ändern möchte. Das mit der Langzeit hat er auch schleifen lassen.

    Ich liebe ihn so sehr und hab solche Angst, dass ich umsonst kämpfe und er wirklich auch trocken so ein „Arsch“ ist wie im Vollsuff. Wer kann mir einen Rat geben? Ich bin wirklich verzweifelt und am Ende…

    Ich könnte hier noch mehr schreiben, was alles so passiert ist seit ich ihn kenne, aber das wäre wohl zu viel...


    In meinen Texten vorher könnt ihr ja lesen, wie es im Moment läuft, seit er in der Klinik ist. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben oder einfach nur da sein, so virtuell...

    Heute war auch wieder ein ganz guter Tag. Ich genieße es, so lange ich kann und die guten Tage dauern...

    Hab über eine Stunde versucht im KH anzurufen, um ihn zu sprechen und das Patiententele war immer nur besetzt. Dieses monotone, nervige immer nur "tut-tut-tut-tut" kann einen wirklich wahnsinnig machen. Ich hab grad mal wieder versucht und entnervt aufgelegt, da klingelte mein Telefon. Er war dran. Er klang etwas fertig. Meinte, dass er mir nur Bescheid sagen wollte, dass es ihm soweit gut geht, aber sie langsam das Distra absetzen und ihm schwummrig ist und er sich lieber wieder ins Bett legt. Er wollte nur, dass ich Bescheid weiß und mir keine Sorgen mache. Er sagte, dass er mich liebt (von alleine!) und sich auf meinen Besuch am Samstag freut. Er hofft, dass wir nochmal telefonieren können bis Samstag, weil er auch noch ein paar Sachen bräuchte und natürlich auch nochmal meine Stimme hören mag. Ich war schon total verwirrt, weil er mich angerufen hat... Hätte ich nie gedacht...

    Ich weiß nicht, was ich von alledem halten soll. Er ist plötzlich so anders. So liebevoll am Telefon und macht sich Sorgen, dass ich mir Sorgen machen könnte. Er sagt von sich aus, dass er mich vermisst und liebt und das in einem Telfonat auch mehrmals, selbst in den ca. 2 Minuten heute.

    Ich mache mir schon wieder viel zu sehr Gedanken über das was ist und sein könnte. Ich sollte vielleicht einfach nur den Moment genießen. Schlechte Zeiten kommen sicher früh genug, egal wie sie aussehen mögen und es "normale" Beziehungsprobleme oder wieder welche wegen Alk werden. Aber wie kriege ich das Kopfchaos weg? Was kann ich dagegen tun?

    Ein wenig Verzweiflung macht sich heute breit... :(

    Heute war ein guter Tag, hoffe ich...

    Ich bin ganz normal meiner Arbeit nachgegangen ohne mir zu sehr den Kopf zu zerbrechen. Leider hatte ich heute früher Schluss, war früher zu Hause und hatte früher Zeit zum Grübeln. Aber bin schon immer ein Grübler, also nix neues...

    Heute bin ich dann endlich schon nach einer halben Stunden Besetztzeichen durchgekommen und wir konnten mal 15 Minuten telen. Ich war völlig perplex wie gut es ihm trotz Distra und Entzug ging. Seine Nase bessert sich und er hatte wirklich gute Laune. Geärgert hat er sich auch, dass er gestern duschen war, als ich endlich mal durchkam. Also hat er heute meine Nummer aus seinem Handy rausgeschrieben damit er mich, falls das Tele mal nicht besetzt ist und ich nicht durchkomme, auch mal anrufen kann. Wird sicher nicht passieren, aber der Gedanke zählt, oder?

    Ich hatte mir vorgenommen auf jede Liebesbekundung und jedes ich-vermisse-dich zu verzichten. Er ist ander Reihe. Er muss jetzt endlich zeigen, dass er etwas ändern möchte und dass er mich will und ich nicht nur sein Blitzableiter bin. Mir war natürlich nicht wohl, weil ich ihn kenne und weiß wie unausstehlich er in der Entgiftung ist. Er sagte mir aber relativ schnell, dass er mich sehr vermisst und mich liebt und beides mehrmals.

    Er will sich dort jetzt mehr um die Langzeit kümmern, was ich noch mit vorsicht genieße, da er solche Aussagen schon öfter tätigte. Meistens waren es nur leere Worte. Vielleicht aber hat die gebrochene Nase doch etwas in ihm ausgelöst. Da heisst es nur abwarten...

    Das absolute Highlight war allerdings, dass er zum Ende hin sagte: "Nagut, mein Schatz." Schatz? Diesen Begriff hasst er laut seiner Aussage eigentlich und mochte es auch nie, wenn ich ihn so nannte. Manchmal ist komisch...

    Ich freue mich über den guten Televerlauf, aber ich bin zwiegespalten. Immer wenn es so gut lief, kam wieder der Hammer und es wurde wieder schlecht.

    Bin ich zu vorsichtig? Soll ich mich freuen und einfach den Rest des Tages mit dem schönen Gefühl, dass ich seit dem Telefonat hab, genießen? Ich stelle schon wieder alles in Frage und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich sollte wohl genießen und alles passieren lassen. Wenn es schief geht, dann ist es halt so. Aber schöne Momente gab es seltener und ich möchte es eigentlich auskosten solange es schön ist. Morgen kann es schon wieder anders aussehen. Morgen kann er wieder schlecht drauf sein.

    Was würdet ihr tun?

    Ich liebe ihn und mein schönstes Weihnachtsgeschenk für alle Zeiten wäre, dass er in die Langzeit geht, trocken wird und dann nie wieder einen Tropfen Alkohol anrührt und wir glücklich werden mit Allem, was dazu gehört...

    Ich bin wirklich zu euphorisch... Es gab nur ein gutes 10-Minuten-Telefonat und ich bin wieder glücklich... Nichts mehr von den schlehcten Gefühlen vom Wochenende... Zwar noch Zweifel was wird und was ist und überhaupt, aber ich bin glücklich... Das kann doch nicht normal sein, oder?

    Witzig war, dass ich ihn ja nochmal anrufen sollte und ich es eben tat und erst eine Dreiviertelstunde nur diesen netten Besetztton hatte und als ich dort endlich durchkam, da war mein Freund unter der Dusche... Er wusste, dass ich nochmal anrufe... hätte er nicht noch ein bissl warten können? Jetzt werde ich wieder ewig brauchem um durchzukommen und um 22.00 Uhr ist die Anrufzeit vorbei und Handy haben sie ihm ja abgenommen. Was sicher gut so ist. Nein, ich weiß, dass es gut so ist. Aber ständig diesen piep-piep-piep-Ton hören bringt mich echt zum Rasen... Naja, wenn es nicht heute klappt, dann Morgen... Ich weiß ja wo er steckt und dass er in guten Händen ist.

    Vorhin habe ich mit meinem Freund telefoniert. Er darf wieder ab und an aufstehen und die Nase heilt wohl ganz gut. Eine Schwester dort in der Klinik hat ihm noch den Kopf gewaschen, wie er mir nur die Schuld an dem Anfall geben kann. Er war sehr lieb am Telefon und möchte, dass ich ihn am Wochenende besuche.

    Im Moment scheint es so als hätte ihm die gebrochene Nase, die er ja durch den Anfall hat, der vom Entzug ausgelöst wurde, die Augen geöffnet. Nur bleibt das auch so, wenn er aus der Entgiftung in der geschlossenen nach Hause darf? Hat es wirklich endlich klick gemacht? Er will Weihnachten unbedingt daheim feiern. Ich fände es besser, wenn er direkt in die Langzeit geht. Weihnachten ist jedes Jahr aufs Neue und wenn es für ihn besser ist, dann verzichte ich lieber auf Weihnachten mit ihm zusammen. Ich mache das jetzt seit 10 Monaten mit. Ich liebe ihn wirklich sehr, aber ich weiß nicht was ich tun soll, wenn er doch wieder trinken sollte. Ich stelle mir oft die Frage, ob ich ihm dann wirklich beim Sterben zu sehen möchte... Ich sage NEIN!, aber ich will mit ihm auch endlich eine alkoholfreie Zukunft haben.

    Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich wieder zu euphorisch werde nur weil er heute ein paar gute Minuten am Telefon hatte. Er möchte, dass ich ihn nachher in der Telefonzeit nocheinmal anrufe. Das werde ich auch tun, aber wie lange wird er so einsichtig sein? Er hat einen Sohn, den er dieses Jahr noch nicht einmal gesehen hat. Es ist nicht unser gemeinsames Kind. Gott bewahre, in der jetzigen Situation wäre ein Kind vollkommen fehl am Platz. Aber der Kleine tut mir leid, weil sein Dad nicht für ihn da sein kann... Er ist erst 5. Er versteht das alles doch gar nicht.

    Was soll ich noch schreiben... Ich liebe ihn und möchte es mit ihm zusammen schaffen. Aber will er das auch? Seit wir uns kennen war er nur ein paar Wochen trocken. Kann er mich da wirklich lieben? Kann er da wirklich beurteilen, ob er mit mir eine Zukunft haben möchte? Das sind meine Zweifel, mit denen ich mich immer quäle. Wenn er richtig voll ist, dann bin ich immer an allem Schuld und eh nicht sein Typ und hässlich und fett... Ist da was Wahres dran? Sagt er es nur, damit es mir auch schlecht geht, wenn es ihm schlecht geht? Versucht er mich in solchen Momenten einfach nur zu verletzen oder spricht er da die Wahrheit? Man sagt ja immer kleine Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit.

    Ich bin hin und her gerissen, verzweifelt, vermisse ihn schrecklich, denn er ist für 3 Wochen weg und sonst haben wir uns fast jeden Tag gesehen. Mir fehlt sogar seine schlechte Laune am frühen Morgen. Was mir nicht fehlt sind die Gemeinheiten, die er im Vollsuff sagt. Ich kann eigentlich gar nicht wirklich in Worte fassen, was gerade in meinem Kopfkino vor sich geht.

    Ich bin froh, das ich meinen besten Freund habe, den ich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann und der immer für mich da ist. Das hilft mir schon, aber er kann nicht mehr tun als da sein und weiß eigentlich nicht, wie es wirklich ist. Für Jemanden, der es nicht selber erlebt, ist es wohl schwer vorstellbar wie sehr es belastet und schmerzt den Menschen, den man so liebt so sehen zu müssen und zu wissen, dass man eigentlich nichts tun kann...

    Dieses Wochenende ist mir wirklich die Decke auf den Kopf gefallen, weil ich einfach nicht weiß wie es weiter gehen soll und ob mein Freund endlich den Ernst der Lage begreift. Ich kann ihm doch nicht beim Sterben zu sehen und genau das würde passieren, wenn er nicht endlich einlenkt und was unternimmt und nicht nur halbherzige Sachen.
    Ich liebe ihn wirklich, aber ich weiß auch, dass ich sein Ausraster nicht verdient habe. Dass er mit sich selbst nicht klar kommt und versucht mich mit runter zu ziehen.

    Ich will doch einfach nur endlich mit ihm glücklich werden. Ist das zu viel verlangt?

    Danke Gotti für deine Antwort.
    Ich habe schon mit Trennung gedroht gerade an dem Tag als er in die Klinik sollte. Er wollte nämlich woanders hin und ich meinte, dass ich ihn dann bis dahin nicht mehr sehen will, weil ich ihn nicht mehr dabei zu sehen möchte. Daraufhin ist er dann doch in die Klinik. Aber als ich gestern da war, machte er nicht den Eindruck, dass er es dieses Mal wirklich ernst meint. Vielleicht liegt es im Moment auch am Entzug. Denn er gibt mir ja auch die Schuld an seinem Krampfanfall, weil er ja wegen mir ans Telefon ist. Den hätte er ja auch so wegen dem Entzug so oder so bekommen. Ich liebe ihn wirklich sehr und will ihn eigentlich auch nicht verlassen, wir haben viel gemeinsam und verstehen usn sonst eigentlich ganz gut, wenn nur der Alkohol nicht wäre...
    Ich habe immer noch die Hoffnung, dass er es endlich doch schafft. Im Moment bin ich einfach nur fertig und mache mir Sorgen, dabei ist er dort in guten Händen...

    Oh Gott, was wäre ich froh wenn mein Freund 15 Wochen trocken wäre... Ich sitze hier daheim, er ist in der Klinik zur Entgiftung, hatte am Telefon bei mir einen Krampfanfall und gibt mir die Schuld. Zu dem soll ich den Arzt anlügen, falls der sich bei mir meldet sonst macht er Schluss. Eigentlich wollte ich ihn anrufen in der Klinik, aber nach den Vorwürfen lass ich es und rufe erst zu seinem Geburtstag wieder an.
    Mein Freund war inklusive Entgiftung mal 6 1/2 Wochen trocken. Um eine Langzeit hat er sich scheinbar nicht wirklich gekümmert, sonst wäre er dort und nicht wieder zur Entgiftung. Die Gereiztheit und Streiterein sind sicher auf die Entzugssituation zurück zu führen. Mein Freund war in seiner kurzen Trockenzeit auch so.
    Im Moment bin ich ziemlich verzweifelt. Ich vermisse ihn, bin aber zugleich sauer, dass er mir für den Krampfanfall die Schuld gibt obwohl das nicht der erste war.
    Wahrscheinlich habe ich gerade total das Thema verfehlt, aber vielleicht verzeiht ihr mir, denn mir geht es grad ziemlich mies...

    Mein Freund trinkt täglich... Im Moment ist er in der Klinik, schon das vierte Mal seit ich ihn kenne und das ist seit Januar diesen Jahres. Er sagt mir immer wieder, dass er aufhören will um mit mir eine Zukunft zu haben und er fängt immer wieder mit dem Trinken an. Ich kann nur zu gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Mein Freund ist auch nicht mehr Herr seiner Sinne, wenn er im Vollrausch ist. Trinkt er nur so viel wie unbedingt nötig also, dass er keinen Entzug bekommt, dann ist er der liebste Mensch auf der Welt. Ich weiß auch nicht, was ich tun soll. Ich möchte ihm helfen und ihn nicht hängen lassen, aber ich weiß auch nicht ob wir eine Zukunft haben so lange er sein Problem nicht in den Griff bekommt. Ich möchte ihm eigentlich nicht beim Sterben zu sehen und in meinem Fall wird es so kommen, wenn er nicht endlich etwas unternimmt.

    Und was deinen Freund betrifft. Solche Sätze wie ich habe es ja schon mal geschafft, kenn ich auch. Das sagen sie um uns zu beruhigen und um sich selbst etwas vorzumachen. Das ist meine Meinung. Entweder er macht eine Therapie oder er wird alleine von dem Zeug nicht loskommen und ich kenne es von meinem Großvater. Der war jahrelang Quartalssäufer und jetzt schlussendlich ist er Spiegeltrinker geworden, also trinkt jetzt eigentlich täglich, weil irgendwann das Phasentrinken nicht mehr gerreicht hat.

    Ich hoffe allerdings für dich und auch für mich, dass unsere beiden es doch noch einsehen und sich endlich wirklich helfen lassen und gewillt sind etwas gegen ihr Problem zu tun.

    Liebe Grüße

    Wenn das mit dem Schlussstrich mal so einfach wäre... Ich hab es schon versucht und bin doch wieder bei ihm gelandet.
    Ich weiß, dass ich mehr an mich denken muss und das habe ich auch getan. Er fand es nicht lustig, wenn ich bei Freunden war oder dass ich nun einen Job habe und nicht mehr 24/7 bei ihm bin, aber das war mir egal.
    Er hat sich die letzte Zeit wirklich auch Mühe gegeben mich gut zu behandeln, was bis er jetzt wieder in die Klinik ist auch gut geklappt hat.
    Mein Probelem ist wahrscheinlich auch, dass er seit langen wieder jemand für den ich so viel empfinde. Ich war vor ihm 5 Jahre Single, weil ich mich nicht verliebt habe bzw. es nicht konnte.
    Ich habe immer noch die Hoffnung, dass er endlich einsieht, dass es so nicht weitergehen kann.
    Wie kann man nur so leichtfertig sein Leben aufs Spiel setzen wo man weiß, dass das Zeug einen umbringt und was man seiner Familie und Freundin damit antut und trotzdem weitertrinken.

    Nachdem mein Freund jetzt das 4. mal in der Entgiftung ist und wir auch erst seit januar diesen Jahres zusammen sind, bin ich einfach nur noch am Ende. Er trinkt immer und wenn er zu viel trinkt wird er fies und gemein mir gegenüber. Vor ein paar Wochen hat er mich sogar ein wenig härter angefasst. Seit dem hat er zwar so wenig wie möglich getrunken, weil er selber von sich so erschrocken war und er war nur noch selten richtig fies und gemein, aber im Moment weiß nicht mehr weiter. Ich weiß, dass ich an seinem Krampfanfall keine Schuld habe, denn es war nicht der erste, den er durch Entzug hatte. Dieses Mal ist er auch nicht auf der normalen Suchtstation sonder auf der geschlossenen für mindestens drei Wochen. Ich weiß nicht, wie ich noch erklären soll, wie verzweifelt ich im Moment bin. Ich liebe ihn über Alles und wünsche mir nur, dass er trocken wird und wir uns endlich eine Zukunft aufbauen können. Er sagt er liebt und will mich für immer, aber die Kontrollverluste in denen ich dann an allem Schuld bin und er mich ja gar nicht lieben würde, machen mich einfach nur noch fertig.

    Momentan fällt mir die Decke auf den Kopf und ich versuche mich abzulenken, weil er auch nicht da ist, aber es funktioniert einfach nicht. Und ich mag auch nicht nur heulend zu Hause sitzen und mich bemitleiden. Ich habe ihn mir ja selber ausgesucht. Ich hätte ja einfach gehen können, als ich erfuhr, dass er trinkt, aber da waren meine Gefühle schon zu groß... Was soll ich nur tun?