Beiträge von moa

    Danke Katharsis!
    Das alles ist hat mich jetzt einfach überrollt. Wir hatten uns so über die Entscheidung des Entzuges gefreut. Die Nachricht über den tatsächlichen Zustand hat uns dann vollkommen unvorbereitet getroffen. Es war so viel Hoffnung vor allem der Kinder da, irgendwie ist das in Richtung Aufbruch in eine bessere Zukunft gegangen.
    Besonders schlimm war für mich aber der körperliche Verfall der letzten beiden Wochen, ich habe noch immer die Bilder des heutigen Besuches vor meinen Augen und kann das einfach nicht begreifen.
    Lt. Aussage des Arztes besteht neben den körperlichen Problemen auch ein fortgeschrittenes Korsakow-Syndrom, welches sich über Jahre des Alkoholkonsumes entwickelt hat.
    Er hat meiner Tochter den Verlauf dieser Krankheit erklärt und das Schlimme daran sind jetzt die Schuldgefühle die in uns aufkommen. Wir wussten nichts von diesem Syndrom und den Auswirkungen, der veränderten Psyche unseren Streitereien und bösen Worten, sie konnte nichts dafür, sie war krank.
    Ich glaube wir brauchen jetzt Zeit um das aufzuarbeiten, Zeit um mit der Situation fertig zu werden. Und Kraft um sie weiter zu begleiten und ihr vielleicht wieder etwas Lebensfreude zu geben. Hoffnung ist jetzt im Moment alles was uns bleibt, Hoffnung auf das kleine bisschen Möglichkeit auf ein Wunder.

    Moa

    Hallo Ihr Lieben,
    heute brauche ich jemanden.
    ICH bin nach wie vor trocken und hoffe es auch zu bleiben.
    ABER ich habe heute meine geschiedene Frau im Krankenhaus besucht.
    Vor 14 Tagen hat sie sich selbst einweisen lassen um einen stationären Entzug durchzuführen.
    Als mir das meine Kinder erzählt haben war ich zuerst erstaunt. Im zweiten Schritt ist mir klar geworden, dass es sehr ernst sein muss, wenn sie diesen Schritt macht. Gleichzeitig war ich aber beim Stand der heutigen Medizin schon fast euphorisch und bin mit einer sehr einfachen Denkweise davon ausgegangen, dass jetzt alles bei ihr und somit auch für meinen Sohn der die letzten 4 Jahre mit ihr gemeinsam gewohnt hat, besser wird.
    Gestern hat mich dann meine Tochter angerufen die sie besucht hat und
    die Informationen die ich da erhalten habe waren niederschmetternd.
    Alkoholismus im Endstadium, die Leber ist komplett kaputt, auch andere Organe sind schwerst geschädigt, vor allem aber auch die Psyche ist schwerst in Mitleidenschaft gezogen.
    Der behandelnde Arzt geht davon aus, dass sie das Krankenhaus nicht mehr lebend verlassen wird, wenn dann als Pflegefall.
    Meine Kinder haben sie heute wieder besucht und sie hat ihr o.k. gegeben,
    dass ich auch kommen darf.
    Ich glaube es war richtig, auch ich habe sie besucht, aber die Bilder werde ich nie wieder aus meinem Kopf bekommen.
    Ich hätte sie auf der Strasse nicht mehr erkannt, sie sieht aus wie 80.
    Sie kann ihre Hände nicht mehr richtig steuern, kann nicht gehen, sehr schlecht sprechen, die Augen gehen teilweise ins Leere......, ich habe so etwas schreckliches noch nie in meinem Leben gesehen.
    Und jetzt dreht sich alles in meinem Kopf, ich glaube die alte Co Abhängigkeit kommt wieder, ich fühle mich schuldig und und und.
    Im Moment bricht so vieles in mir zusammen, so viele Mauern und Hilfsmittel hatte ich für mich in den vergangenen Jahren zurechtgelegt, alles ist zusammengestürzt.
    Und ich verspüre so viel Hass auf diesen Alkohol, warum nur gibt es den?
    Warum tut keiner was dagegen?
    Wie ich das jetzt schaffen soll weiß ich nicht, da habe ich wieder an dieses Forum gedacht.

    LG
    Moa

    Hallo Ihr Lieben,
    es ist lange her, dass ich hier war. Von Zeit zu Zeit habe ich an dieses Forum gedacht, dem ich ja sehr viel zu verdanken habe.
    Jetzt habe ich mir die Zeit genommen und wollte euch nur sagen, dass in wenigen Tagen vier Jahre trocken vorüber sind.
    Trocken, früher unvorstellbar, und heute habe ich nicht einmal mehr Gedanken daran. Heute wäre es unvorstellbar etwas zu trinken.
    Es ist schön durch das Leben zu gehen und es auch wahrzunehmen und das möchte ich nie wieder missen.
    Ich wünsche Euch allen alles Gute.
    LG
    Moa

    Danke für Eure Glückwünsche!

    @Correns - Für mich war der Schritt Scheidung nach 33 Jahren Partnerschaft der schwierigste in meinem Leben. Kinder, Haus alles was dazu gehört....... Aber ich wusste, mache ich es nicht gehe ich unter und komme nicht aus dem Sog Alkohol heraus. Trotz entsprechender Ansprüche habe ich alles meiner Frau gelassen und bin nur mit meiner Kleidung und Dokumenten ausgezogen. Von allen Seiten, auch von meinem Anwalt habe ich nur Unverständnis geerntet, da ich auf meine Ansprüche komplett verzichtet habe. Aber ich war und bin der Meinung es noch einmal schaffen zu können, mir ein neues Leben aufzubauen und wie es aussieht bin ich auf dem besten Weg dorthin. Ich habe eine neue Liebe gefunden, die Kinder stehen zu mir, die neue Wohnung ist eingerichtet und im Job passt auch alles. Heute kann ich mich in den Spiegel schauen, wenn ich Scheidungen in meinem Umfeld betrachte mit Rosenkrieg, Gerichtsverhandlungen und und und kommt mir das Grausen, nur die Anwälte reiben sich da die Hände. Traurig ist es nur mit meiner Exfrau. Sie trinkt sich Tag für Tag zu Tode und greift nicht nach den hilfreichen Händen. Ich sehe sie hi und da, leider nie nüchtern und ihr Zustand verschlechtert sich rapide. In meiner Eigenschaft als Co kommen da dann auch immer wieder Selbstvorwürfe auf, das ist noch immer ein riesen Problem für mich damit umzugehen. Aber ich weiss auch, hätte ich den Schritt nicht getan, wäre ich jetzt auch am selben Weg.....
    Ich kann Dir nur raten etwas für Deine Beziehung zu tun, es ist wie beim Alkohol - schaftt man es nicht alleine sollte man sich professionelle Hilfe suchen. Die Gefahr dadurch wieder nach einem Glas zu greifen ist da und das wäre sehr sehr schade. Drücke Dir die Daumen das Du das hinbekommst, arbeite daran und lasse nichts unversucht.
    Lg Moa

    Hallo an alle,

    wieder sind fast 2 trockene Monate vorbei und alles ist beim alten. Ich fühle mich einfach nur wohl ohne Alkohol und auch mein 50 Geburtstag war ohne Alkohol einfach super. Vor nicht all zu langer Zeit wäre er nur super gewesen wenn ich flach gelegen hätte, heuer kann ich mich an jede Minute erinnern und kann nur sagen es war ein wunderschöner ruhiger und besinnlicher Tag den ich wirklich genossen habe. Kaffee und Kuchen auf der Terasse, nette und angenehme Gespräche, einfach ein Tag zum Wohlfühlen. Kein Gedanke an Alk, keine Notwendigkeit Alk zu trinken um lustig zu sein, diese Zeiten gehören Gott sei Dank der Vergangenheit an.
    An alle die gerade am Anfang ihres trockenen Weges stehen kann ich nur sagen, es zahlt sich aus, arbeitet weiter daran, tauscht Euch hier aus und vor allem holt Euch Ratschläge von den Alten! Nicht zu vergessen und ganz wichtig - die Grundbausteine!!!!
    Liebe Grüße an Euch alle - Moa

    Danke für die Glückwünsche.
    @matthias - rückfall, na ja irgendwie ja doch, ich habe hier wieder geschrieben und eigentlich wollte ich doch nicht mehr^^.
    @Karsten - ja ich weiß, aber ihr wart und seit es immer noch 2 jahre lang
    mein wegbegleiter, ratgeber und rückhalt. da zahlt sich ein rückzieher immer aus.
    Lg
    moa

    Guten Morgen an alle,
    ich kanns wohl doch nicht ganz lassen, aber es ist für mich heute ein ganz besonderer Tag.
    2 Jahre bin ich heute trocken und es waren für mich, wenn ich zurück blicke, die beiden wichtigsten Jahre meines Lebens.
    Alles hat sich geändert, kein Stein ist auf dem anderen geblieben.
    Am Anfang die Erkenntnis in einem Alptraum zu leben, der lange Weg die Kraft aufzubringen etwas zu ändern, viele Stunden damit zu verbringen hier still und heimlich zu lesen und dann zu sagen jetzt, jetzt will ich nicht mehr trinken, das kann nicht alles gewesen sein. Der Auszug, die Scheidung und trotz aller daraus sich anfangs ergebenden Probleme, das Gefühl es geht mir besser, jeden Tag ein kleines bisschen besser. Probleme bin ich angegangen, anfangs noch zaghaft aber ich habe sie wieder gelöst nicht einfach ertrunken, ein Gefühl das ich schon lange nicht mehr kannte. Bei jedem gelösten Problem das Gefühl etwas geschafft zu haben, der Stolz auf sich selber, DU kannst es, Du schaffst es, Du baust DIR wieder etwas auf, es geht DIR gut.
    Und heute ? Heute ist die neue Wohnung so weit in Ordnung, dass ich mich dort wohl und zu hause fühle, meine Kinder besuchen mich mehrmals die Woche und stehen voll zu mir, ich habe eine neue Liebe gefunden mit der ich nächste Woche auf Urlaub fahre, in der Arbeit habe ich ein neues Aufgabengebiet übernommen das mich ausfüllt und die letzte Untersuchung im Krankenhaus hat mir mein Gefühl bestätigt, meine Gesundheit ist wieder Top. Auch dafür habe ich viel getan, täglich geht meine Liebe und ich spazieren, am Wochenende gehts in die Berge wandern, wenn das Wetter nicht passt auch mal schnell ins Hallenbad, sogar Joggen versuche ich, allerdings mit mässigen Erfolg^^.
    Die letzten Monate bin ich mein letztes Laster angegangen, das Rauchen. 2-3 Päckchen täglich waren es, aktueller Stand den ich schon seit ein paar Wochen halte, ein oder zwei, machmal vielleicht noch drei Zigaretten am Tag und im anstehenden Urlaub den wir in Griechenland verbringen werden gibts den ersten Versuch ganz aufzuhören.
    Das Einzige was mich an früher erinnert ist, dass ich nach wie vor jeder Art von Feiern so weit es nur irgendwie möglich ist, aus dem Weg gehe. Vor kurzem hatten wir einen Kirtag und ich bin mit meiner Lieben und
    Ihrer Tochter dort hin gegangen. Um auf das Gelände zu kommen, musste man ein Bierzelt durchqueren! Da war es dann wieder, ganz kurz nur aber doch da. Der Wunsch sich hinzusetzen, mit zu feiern und ich hatte den Geschmack von einem Schluck Bier im Mund!! Es war kein ernstes Problem für mich, noch dazu mit meiner Lieben an der Hand, aber es hat mir doch gezeigt wie vorsichtig ich auch in Zukunft bleiben muss, vor allem aber wieder einmal das die "Alten" hier recht haben.
    Ein mit sich und der Welt zufriedener Moa wünscht Euch allen einen schönen trockenen Tag.
    Lg
    Moa

    Hallo Liebes Forum,
    heute erwische ich es taggenau, 22 trockene Monate sind vorbei.
    Unverändert trocken, glücklich und zufrieden habe ich mich entschlossen
    per heutigem Tag nicht mehr in diesem Forum zu schreiben.

    Ich werde sicherlich auch weiterhin hier lesen, still und heimlich, falls es notwendig ist meinen Notfallkoffer zu öffnen.

    Mit ein Grund dafür ist, dass ich eigentlich so gut wie nie ein Feedback auf meine Einträge erhalten habe, vielleich weil sie zu positiv waren und ich nichts negatives zu berichten hatte? Egal, zum Abschied kann ich nur sagen, jeder der trocken werden will kann es schaffen und ich hoffe, dass es noch sehr viele sein werden die mit Hilfe dieses Forums ein neues, trockenes und glückliches Leben beginnen können. Beispiele dazu gibt es hier einige und wer sich hier durchliest und auf die "Alten" hört hat eine gute Chance es zu schaffen.

    Wichtig, ganz ganz wichtig sind die Grundbausteine, auch wenn sie von Neuen immer wieder in Frage gestellt werden. Man braucht etwas an das man sich festklammern kann, was einem den Boden darstellt auf dem man steht und ich kann nur jedem raten nicht zu experimentieren. Vielleicht geht es wirklich bei dem Einen oder Anderem gut, aber viele verlieren dann den Halt und es ist um jeden Einzelnen schade der es nicht schafft und am Alkohol zu Grunde geht.

    Viel Glück Euch allen und Danke für die Hilfe die Ihr mir mit Euren Beiträgen gegeben habt.

    Moa

    .....natürlich mach ich so weiter! Wieder ein Monat vorbei, jetzt sind es bereits 21 und ich nähere mich dem zweiten vollem Jahr.
    Man sollte es nicht glauben, aber jeden neuen Tag fühle ich mich wohler und wohler und kann es mir gar nicht mehr vorstellen wieder Alkohol zu trinken. Wenn ich mir vorstelle wie ich früher aufgewacht bin, die Tage verbracht und nur auf den Abend gewartet habe um mich dann dicht zu machen......... schrecklich! Für nichts in der Welt möchte ich das wieder haben. Trotz all der täglichen Probleme, geniesse ich nach wie vor jede einzelne Sekunde des Tages, wache gerne frisch und erholt auf und trinke mit Begeisterung mein Mineralwasser, Tee, Limo oder sonst was gutes.
    Und ich dachte, dass man ohne Bier nicht leben kann, dass man ohne Bier nicht lustig sein kann, dass man ohne Bier keine Probleme lösen kann, dass man ohne Bier den nächsten Tag nicht schafft.
    Ich denke oft darüber nach, wie es so weit kommen konnte, warum ich mich dagegen nicht aufgerafft habe und finde keine Antwort darauf, ausser das ich meine alten Ausreden wieder ausgraben würde, die sich heute für mich lächerlich anhören. Jetzt weiss ich, es waren Ausreden und ich hätte jederzeit ertwas dagegen tun können, aber der Alk hatte mich fest im Griff. Das der jemals wieder bestimmt was ich tue und denke, werde ich nie wieder zulassen.
    Wünsche Euch allen einen schönen und guten trockenen Tag
    Lg
    Moa

    Hallo,
    obwohl ich hier nach wie vor täglich lese, habe ich es nicht geschafft mich auch mal zu melden. Allerdings aus einem positiven Grund, es gibt von mir nichts besonderes zu sagen. 20 trockene Monate sind in der Zwischenzeit vorbei und das Thema Alkohol ist, zumindest im Moment und ich hoffe das es so bleibt, kein Thema mehr für mich. Kein Druck, kein Verlangen, nicht einmal mehr ein Gedanke wird daran verschwendet.
    Vielleicht auch daher, weil ich mein Leben und mein Umfeld komplett auf alkoholfrei umgestellt habe. Wenn es unumgänglich ist und das trifft eigentlich nur noch auf den Bereich Arbeit zu, besuche ich auch mal kurz eine Feier, Party oder sonst was, trinke und stosse mit den Kollegen mit einem Glas Mineralwasser oder Limonade an, denk mir meinen Teil wenn ich sehe was Alkohol bei den Kollegen bewirkt und seile mich dann recht flott wieder ab.
    Trotzdem oder gerade weil es so gut läuft, lese ich hier fleissig weiter, ich will nicht das ich vergesse wo ich herkomme und ich will vor allem nicht unvorbereitet sein, wenn mich das kleine Teufelchen einmal unvorbereitet besuchen sollte............
    Zum Abschluß kann ich nur jedem der sich mit dem Gedanken beschäftigt trocken zu werden sagen, dass es sich lohnt!!!! Das bewusste wieder am Leben teilzuhaben, das Leben wieder zu geniessen, jeden Tag neu zu erleben und das erlebte auch bewusst wahrzunehmen, Probleme wieder aktiv zu lösen, einfach sich wieder auf jeden Tag zu freuen, dass ist das schönste was es gibt und das will ich mir nicht mehr vom Alkohol verderben lassen !
    Daher einmal mehr an Karsten und alle anderen in diesem Forum ein ganz ganz grosses DANKESCHÖN , Ihr wart und seit ein wichtiger Punkt, vielleicht sogar der wichtigste Punkt zu meinem alkoholfreien Laben.
    Lg
    Moa

    Hallo liebes Forum,

    wieder ist ein Monat trocken vorbeigegangen. Ein wunderschönes Monat!
    Weihnachten, Sylvester viele Aktivitäten mit meinen Liebsten die ich so intensiv genossen habe und vor allem, an die ich mich auch am nächsten Tag und ich hoffe noch sehr lange erinnern kann.
    18 trockene Monate sind es schon und ich liege jetzt oft Abends im Bett und denke darüber nach warum ich früher getrunken habe, warum ich nicht Entscheidungen getroffen habe, wovor ich eigentlich immer Angst hatte.....
    Dieses "Grübeln" überfällt mich in letzter Zeit immer öfter und ich kann es nicht abstellen. Ich weiss auch nicht ob es gut oder schlecht ist oder ob es einfach dazugehört? Irgendwie belastet es mich teilweise auch sehr und ich werde melancholisch, irgendwie glaube ich arbeite ich damit für mich auch die Vergangenheit auf.
    Ich kann es nicht richtig beschreiben, ich bin glücklich es mit Eurer Hilfe soweit geschafft zu haben und war im Glauben das Ärgste ist vorbei und jetzt setzen diese Selbstzweifel, warum, wieso, wie geht es weiter.
    Ich lese daher hier sehr viel und versuche aus Euren Threats Antworten für mich zu finden und da bin ich heute über Harry gestolpert. Ich glaube da sind für mich einige Antworten drinnen aber da werde ich sicher noch lange darüber nachdenken - danke Harry.
    Bis zum nächsten Monat, auch weiterhin trocken und das Leben wieder geniessend.
    Moa

    Hallo Ihr Lieben,
    meine monatliche Meldung steht wieder einmal an^^.
    17 trockene Monate sind geschafft und ich bin schon ein kleines bisschen stolz drauf.
    Im normalen Tagesablauf sind auch die Gedanken an Alkohol zwischenzeitlich total verschwunden, aber ich musste auch wieder erkennen das ich nicht übermütig werden darf.
    Ich war gemeinsam mit Freunden am Weihnachtsmarkt und da war sie wieder, die Lust nach einem Gläschen Glühwein oder Punsch........
    Zu Hause, dann gleich ins Forum einloggen und lesen, Ihr seit ja mein Notfallskoffer.
    Manchmal wenn ich hier Nachrichten lese, denk ich mir warum immer gleich so hart, aber die Erfahrungen der "alten" Hasen sind wirklich ernst zu nehmen und die Schärfe so mancher Ansage relativiert sich wenn man sieht wie sein eigenes Suchtgedächnis zuschlagen kann.
    Wünsche Euch allen eine schöne und vor allem "trockene" Weihnachtszeit.
    Lg
    Moa

    Hallo Wolfgang,
    ich bin 49 und habe auch mehr als 30 Jahre getrunken. Jetzt bin ich seit 17 Monaten trocken und habe zum ersten Mal, zumindest sehe ich es so,
    Depressionen. Ich nenne es Gefühlsschwankungen, himmelhoch jauchzent und dann plötzlich ohne Grund total down. Für mich voll schwierig das zu verstehen da ich es leider bis heute nicht geschafft habe mir professionelle Hilfe zu suchen. Aber eines weiß ich, ich will nie wieder trinken weil es mir dann noch viel schlechter gehen würde als mit meinen heutigen Depressionen! Wer es wie Du nach 30 Jahre geschafft hat 3 Jahre trocken zu bleiben, der hat auch die Kraft dieses Problem zu lösen !
    Ich drück Dir ganz fest die Daumen
    lg
    Moa

    Hallo Bernd,

    auch von meiner Seite der Ratschlag Dich in Geduld zu üben.
    Meine Ex hat mit meiner Tochter das selbe Problem. Je öfter sie es mit SMS und Anrufen versucht, je mehr blockiert meine Tochter und zieht sich immer weiter zurück.
    Einmal hat sie von sich aus Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen, mit dem Resultat, dass sie von ihre Mutter in Folge vor lauter Freude immer wieder angerufen wurde und das war ein Riesenfehler meiner Ex. Jetzt ist wieder absolute Funkstille und Ablehnung da.
    Es tut weh so zu warten, aber lass ihn kommen und geniesse es dann in Ruhe.
    Lg
    Moa

    Hallo liebe Forum,

    16 trockene Monate sind vorbei und alles läuft seinen zwischenzeitlich gewohnten Gang.
    Genau dieses "gewohnt" tut mir so gut, ich habe wieder einen festen
    Lebensrhytmus gefunden, dazu neue trockene Bekanntschaften geschlossen, vor allem habe ich wieder den Sport für mich entdeckt der mir über leere Stunden hinweg hilft. Die täglichen kleinen Vortschritte beim Laufen, die wunderschöne Natur beim Wandern geben mir Kraft und Motivation. Dazu die Kinder denen es sichtlich auch Freude bereitet endlich wieder einen normalen Papa zu haben, das alles bedeutet für mich ein ausgefülltes Leben und hat zumindest im Moment den Gedanken an Alkohol bei mir ganz weit weg gedrängt.
    Trotzdem bin ich wachsam, meide nach wie vor und so weit es möglich ist Gelegenheiten wo ich in Versuchung geraten könnte. Denn sehr selten aber doch überfällt mich manchmal der Gedanke an einen Schluck. Aber vielleicht ist das auch gut so, damit ich nicht nachlässig werde.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen trockenen Tag
    Lg
    Moa

    Hallo,

    wollt mich nur mal kurz bei Euch melden.
    Nach wie vor lese ich täglich hier im Forum eifrig mit und hole mir wertvolle Anregungen.
    Zwischenzeitlich habe ich schon 15 trockene Monate hinter mir und diese
    Zeit war so wertvoll für mich, dass ich es gar nicht richtig beschreiben kann. Ich weiß nicht, habe nur ich mich oder hat sich die ganze Welt verändert?
    Natürlich, Probleme gibt es am laufenden Band, aber früher hätte jedes dieser Problemchen mich aus dem Gleichgewicht gebracht und es hätte ein Bier sein müssen. Heute versuche ich das Problem zu lösen, manchmal funktioniert es manchmal auch nicht.
    Wenn ich es nicht lösen kann, o.k. vielleicht später, vielleicht auf eine andere Art, aber trotzdem geniesse ich das Leben und es wirft mich nicht sofort aus der Bahn.
    Ich bin froh über jede einzelne trockene Stunde die mein Leben wieder lebenswert gemacht hat und hoffe das es auch so bleibt! Einige Dinge musste ich dazu in meinem Leben ändern, manches hat zum Zeitpunkt der Änderung sehr weh getan, aber wenn ich mir heute das Resultat anschaue, weiß ich das es richtig war.
    Trotzdem muß ich immer wachsein sein, denn dieses kleine Teufelchen verschwindet nicht ganz aus meinem Inneren, es versteckt sich nur. Hi und da meldet es sich und will mich verleiten, oft nur für Sekundebruchteile manchmal aber versucht es auch zu drängen und ich muß es in die Schranken weisen. Einer der Wege mit dem mir das sehr gut gelingt ist zum PC spurten, ins Forum einsteigen und lesen.
    Daher einen riesen großen Dank an Euch alle, Ihr habt Euch den wirklich verdient.

    Lg
    Moa