Beiträge von stracho

    Hallo Karsten,
    zunächst möchte ich mich dann selbstverständlich für diese Dummheit entschuldigen und gleichzeitig für deinen Rat bedanken. Da es eben ,, nicht geht´´ habe ich Rat gesucht und bin auch bei einer Therapeutin, die mich zu einer Suchtberatung schicken möchte, wozu mir aber die Überwindung fehlt. Dennoch bin ich mir sicher, eine andere gute Lösung zu finden.

    Danke und Verzeihung nochmal.
    Grüße Stracho

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin eigentlich eher Im Bereich der EKA´s unterwegs.
    Jedoch habe ich die Befürchtung mich schon jetzt oder demnächst hier miteingliedern zu können.

    Kurz, mein Vater war Alkoholiker, 24/7 betrunken. Meine größte Angst war schon mein lebenlang eines Tages in seine Fußstapfen zu treten. Dementsprechend habe ich mich darauf konzentriert niemals vor dem Abend zu trinken, niemals jeden Tag und auch nicht alleine.

    Jedoch ist wohl in meinem Umgang mit Alkohol einiges schief gelaufen. Ich bin noch relativ jung und gehe auch noch gerne feiern aber es endet jedes Mal gleich. Ich fange an mir Mut anzutrinken, um mich selbstbewusster zu fühlen und alle Unangenehmheiten zu vergessen. Darüber hinaus kommt es zu einem Punkt an dem ich das bewusste Trinken vernachlässige und unkontrolliert den einen nach dem anderen kippe. Ich falle die ganze Nacht lang durch die Gegend, trinke weiter und wache morgens mit einem unglaublich beschämenden Gefühl und einer großen Gedächnislücke auf. Ich möchte noch betonen, dass ich weiblich bin und Angst habe irgendwann erst aus den Exzessen zu lernen, wenn ich eine gewaltige Lektion erteilt bekommen habe.Früher kam es manchmal Tage bis zu Wochen am Stück vor, mittlerweile zwar meistens ,,nur´´ einmal im Monat bis zu einmal in der Woche. Stattdessen schließe ich mich in meiner Wohnung ein und grenze mich von der Außenwelt ab, ist für mich fast noch unerträglicher und führt Richtung Depression.

    Ich möchte euch fragen, welchen Umgang ihr mir künftig mit Alkohol empfehlt. Soll ich gänzlich darauf verzichten ? Oder soll ich lieber versuchen meine Grenze zu finden oder nur auf Bier umsteigen? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch nicht genau weiß wie umsetzbar meine Vorstellungen sind, aber der komplette Verzicht scheint für mich unrealistisch.
    Falls euch irgendwelche Details, Ratschläge, Erkenntnisse oder sonst was einfallen, bitte ich euch mir zu helfen.

    Ganz liebe Grüße
    Stracho

    Hallo,
    auch wenn ich hier keine Antwort kriege, muss es raus.
    Ich habe die letzten 2 Nächte in Folge von ihm geträumt, vorher kann ich mich an kein einziges mal erinnern. Das meiste weiß ich auch nicht mehr, nur noch ganz grob.

    Der erste war relativ schön. Er stand vor mir, sah normal aus und konnte sprechen. Ich nahm ihn in den Arm was ich früher nie machen konnte ohne mich zu ekeln. Ich freute mich, dass er doch lebte.

    Der zweite war das absolute Horror. In welchem Zusammenhang auch immer gab es 2 Mafias und meine Familie sollte Texte/ Berichte über den Krebs/Alkoholismus etc. meines Vaters schreiben. Mein Vater war relativ fit, konnte sprechen,laufen usw. Ich ging eiskalt mit ihm um, wie früher üblich und wir standen auf einem Dach von mehreren. Er fragte mich ob ich hier noch 1-2 Minuten stehen bleiben könnte und ich antwortete mit ja. Kurz darauf stand er auf einem weiteren Dach und bevor ich was zu ihm belüstigend sagen konnte, sprang er sofort runter und starb. Ich heulte unheimlich und direkt darauf kamen Leute aus der Psychiatrie, die anscheinend direkt unter meinen Füßen war.

    Jetzt bin ich gespannt , ob ich nochmal von ihm träumen werde. Ich hoffe nicht

    Grüße, Stracho

    Hey Lamer,
    ja das mit den 4 Charakteren habe ich auch schon eimal gelesen und hatte auch das Gefühl alle würden irgendwo auf mich zutreffen. Ich muss aber auch sagen, dass ich bisher alle EKA´s die ich persönlich kenne, auf keinen Fall nur in ein Schema einordnen könnte.

    Ich muss echt zugeben, dass es bei mir haargenau so war/ist ,dass ich den Clown vor Freunden spiele, keine Gefühle zeige etc.. Ich hab auch versucht alles über meine Mum zu leiten. Habe auch damals gehofft als ich zum Jugendamt bin , dass sie sich vllt endlich überwinden könnte einen Schlussstrich zu ziehen. Ich weiß noch genau meine Worte : ,, Wenn Du Dir Dein Leben kaputt machen möchtest durch ihn, tu es. Aber meins bestimmt nicht, das lasse ich nicht zu .´´ Bezweckte leider nichts und sie ließ mich gehen.

    Aber die Sicht Du Du hast, vetrete ich auch :) Es kam irgendwann der Zeitpunkt als ich alles nur als Krankheit meines Vaters sah und konzentrierte mich auf mein Leben. Ich bin auch in Therapie, weil ich alles verarbeiten möchte. Ich muss jedoch sagen, dass es für mich sehr anstrengend ist, weil die alte Leiher alles zu verdrängen schon um einiges leichter ist.

    Wie lange ist dir das ganze schon bewusst mit dem Alkoholismus und wie hat sich das alles bei Dir im laufe der Zeit geändert ?

    GLG, Stracho

    Hey Discoboffi,
    finde ich gut, dass du da den Mund aufgemacht hast. Es wird leider immer noch allgemein viel zu viel verschwiegen. Ja das versteh ich, ist schon ziemlich hart ohne die Familie. Hast Du aber ansonsten Freunde etc. die da wenigstens ansatzweise ein Ersatz sind ? War nämlich für mich immer ganz wichtig. Wie man auch so schön sagst : Freunde sind die Familie, die man sich selbst aussucht :)

    Ohja, das habe ich früher, und wie. Ich muss sagen, meinen Vater ( der Trinker ) konnte ich nie direkt darauf ansprechen, außer im Streit. Ich hab viel versucht auf meine Mutter und meinen Bruder einzureden. Aber mit 14 kam dann damals irgendwann der Punkt wo ich gemerkt habe, dass ich sowieso nichts ändern kann und anfangen muss für mich zu leben. Ich ging zum Jugendamt und kam dann auf ein Internat und schließlich mit 18 bekam ich eine eigene Wohnung. So wurde alles viel erträglicher, so entstand auch die Distanz.

    Jetzt ist mein Vater letzten Monat gestorben . Ich bin mir jedoch sicher, dass er sobald er sich aufgerappelt hätte, wieder getrunken hätte.

    Wie geht denn der Rest der Familie mit dem Alkoholismus bei euch um ? Wird ansonsten alles totgeschwiegen ?

    Liebe Grüße, Stracho

    Hallo Laura,
    ohwe, die Situation kenne ich mit der Mutter nur zu gut, als ich noch bei Ihnen lebte. Es war irgendwann so oft und unnötig und nervig, dass ich davon nichts mehr mitkriegen wollte.

    Und das mit den Gefühlen...Wie oft habe ich schon gesagt, dass ich Gefühle hasse und sie das unnötigste auf der Welt sind. Sagen wir besser gehofft, dass sie nicht da wären. Gibt es bei dir da eine Ordnung ,wie stark fühlst Du und wie stark blendest Du aus? Im Moment schwanke ich ständig zwischen Hochs und Tiefs und bei Liebesgefühlen , kriege ich Panik.

    Ja ich kann mit meiner Mutter auch überhaupt nicht darüber reden. Es gibt einfach schon meine problemlose Rolle. Sie lehnt sich eben an mir, wo ich dann die Starke sein muss.Das freut mich, wenn Du wenigstens mit deiner Schwester spricht, is bei meinem Bruder auch so :). Hast Du viele zwischemenschliche Beziehungen in denen Du offen über deine Gefühle sprichst ?

    GLG Stracho

    Hallo Discoboffi,
    genau die Frage habe ich mir echt schon oft gestellt, bin ich denn wirklich so ein A...., wie du so schön sagtest. Ich muss auch zugeben, dass ich mich in der Familie immer als starke,selbstbewusste Person darstelle, die weiß was sie möchte. Manchmal glaube ich schon, dass ich etwas kalt war. Aber im Grunde musste das alles sein. Ohne Distanz wäre ich schon längst zerbrochen.

    Und das tut mir echt leid für dich, dass du jetzt komplett ausgegrenzt wirst . Aber womöglich ist es vllt sogar besser für dich. Das ist aber auch eine schwachsinnige Reaktion, dass eigene Kind zu versoßen. Hast du direkt versucht das Thema Trinken anzusprechen ? Weil wenn ja, bekommst du meine höchste Anerkennung :)

    GLG Stracho

    Hallo Gartenblume,
    danke für die aufmunternden Worte. Das versuche ich die ganze Zeit, aber es läuft wieder in diese Richtung von Verdrängung und es funktioniert leider schlecht. Zum Glück fahre ich jetzt demnächst in Urlaub und hoffe, dass ich dort einen freieren Kopf kriegen werde.

    LG


    Wie siehts denn mit den anderen aus ? Sind hier wirklich so wenig Leute die leider schon den Tod der Person miterleben mussten ? Ich fühl mich im Moment wirklich einsam und hoffe auf Erfahrungsaustausch.

    Grüße, Stracho

    Auch Dir ShortyJen danke,


    und Gartenblume, so war das schon immer. Um mich direkt wird sich nicht gekümmert, aber dabei werde ich hoffentlich in der Therapie Fortschritte machen. Ich war auch dabei als er starb, es war schrecklich nur darauf zu warten, dass er aufhört zu atmen. Es stimmt, er muss nicht mehr leiden, so hab ich meine Mutter auch getröstet. Das Problem für mich ist eben, dass er nicht immer superlieb war...Ich weiß immer noch nicht wie ich zu ihm stehe und zu der ganzen Geschichte. Aber ich glaube nicht, dass ich ihn hätte retten müssen. Es war seine eigene Verantwortung. Ich schäme mich nur, weil ich ihn die letzte Zeit kaum besucht hatte.

    Hallo an Alle,
    mein Vater ist am 1.6. verstorben, an Leberzirrhose und Mundbodenkrebs.
    Es war grausam ihn monatelang unfähig zu sehen. Als er starb, weinte ich, kümmerte mich jedoch schlaflos um die Beerdigung und meine Mutter. Ich lebte wie ein Roboter, setzte meine Maske auf, munterte meine Mum auf, erzählte kaum jemanden dass er gestorben ist. Eine Woche danach ging ich wieder zur Schule und tat so als ob nichts wäre. Jetzt hatte ich vor ca. einer Woche einen ziemlich üblen Nervenzusammenbruch, nur weil eine Bekannte erzählte wie ihr Vater sie mal in Schutz nahm. Ich weinte und weinte, zitterte, schrie und fühlte mich so elend, stundenlang.

    Im Moment weiß ich nicht genau wie es mir geht, auf jedenfall möchte mich meine Therapeutin zu einer statiönären Behandlung überreden, da ich einfach nicht mehr wirklich klar komme. Es gibt so viele Dinge in meinem Leben die mich fertig machen. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das mit meinem Vater verarbeiten soll. Ich rede mit niemandem darüber und für mich selbst Texte schreiben, hilft mir leider auch nicht.

    Ich denke , dass ein Teil von Euch sicherlich auch schon den Tod des alkoholabhängigen Elternteils miterleben musste. Wie seid ihr damit umgegangen? Wie habt ihr euch genau gefühlt ? Wie verlief die Trauerarbeit und was geht in euch vor, wenn ihr an den/die Vertorbene/n heute denkt ? Habt ihr einen Abschluss jemals finden können, zu der Person und zu dem was ihr durch ihn erleben musstet ?

    Ganz liebe Grüße, Stracho

    Hallo,
    ein weiterer Punkt, der mir die Augen geöffnet hatte, war das ich meinen damals stark drogenabhängigen Freund aus der Sucht helfen wollte. Ich würde nicht einmal sagen, dass ich ihn wirklich geliebt hatte, aber ich hätte alles daran gesetzt ihn davon los zu bekommen. Mir wurde von einer Psychiaterin gesagt, da ich es nicht geschafft hatte meinen Vater vom Alkohol wegzubekommen, ich nun ihn als mein,,Projekt´´ hätte . Die Sehnsucht ihn zu ändern und somit die Abhängigkeit meines Vaters zu lösen waren unterbewusst so stark miteinander verflochten.

    Es schreckte mich so sehr auf, dass ich ihn sofort verlassen konnte, obwohl ich es schon monatelang wollte. Das Ziel zu ändern und zu verbessern ist also ein weiterer Punkt.

    hallo an alle,
    ich weiß nicht ob ihr das kennt, aber jedes mal laufe ich davon.solange es unerreichbar ist, bin ich auf wolke 7 und habe die schönsten tagträume überhaupt. aber sobald es erster werden könnte, verlier ich an interesse und bin wieder auf dem weg in depressionen oder auf jeden fall in deprimierende stimmungen. Ich glaube, dass es seit langem einer meiner großen Probleme ist mich auf Nähe einzulassen. Ich bin mittlerweile seit 2 1/2 single und bezweifle, dass es sich demnächst ändert. einfach nur wegen mir, weil ich mich nicht darauf einlasse.Ich habe angst, dass es sich niemals ändert.Ich lasse mich von jedem, vor allem gesuchten grund, direkt davon abbringen, weil ich vermutlich tiefdrinnen viel zu sehr angst habe, verletzt zu werden.

    Ich hoffe, dass ich nicht die einzige bin, die dieses Bild als EKA aufbringt.Würde mich über Ratschläge und Erfahrungen freuen.

    LG Stracho

    Hallo Gartenblume,
    freut mich sehr wenn ich dich ein wenig aufmuntern konnte :)
    Aber nein, ich habe mir keine Medikamente geben lassen, mir wurde es zwar angeboten,speziell für die Beerdigung aber ich habe viel zu sehr Angst davor was diese Mittel mit mir anstellen könnten. Ich habe schon zu viele Menschen gesehen die durch beispielsweise Depressiva sich viel zu sehr verändert haben und ohne diese ´´Droge´´ nicht mehr klar kamen.
    Ich muss auch zugeben, dass der ganze Akt von der Beerdigung mich viel zu sehr nach seinem Tod abgelenkt hat. Wie würde das denn bei dir ablaufen ? Müsstest Du dich um seine Bestattung und Dokumente kümmern ?

    Ich glaube, dass das was Zimttee insgesamt schildert, schon richtig ist, jedoch hat jeder Mensch sein eigenes Tempo und kann nicht knallhart von allem Abstand nehmen.
    Ich würde Dir raten, dich versuchen abzulenken.Es liegt oft wirklich an einem selbst.Wenn du draußen sein willst, um die Sonne zu genießen, dann tu es und wenn die Gedanken nicht verschwinden, dann könntest du z.B in der Sonne Texte schreiben, das hat mir immer sehr geholfen.

    Und was bei mir wichtig war, dass ich mich immer darauf eingestellt habe und für mich schon Abschied nahm. Und hast du schonmal ,,Angst vor der Angst´´ gehört ? Würde ein wenig auf Dich zutreffen, da du Angst davor hast wie es sein wird.Aber du wirst niemals im voraus wissen können wie es für dich sein wird, wenn es passiert.

    Tu mir einen gefallen, vor allem Dir selbst und mach dich nicht verrückt.So läuft das Leben nun einmal und du hast überhaupt keinen Einfluss darauf, was mit deinem Vater geschieht. Selbst wenn es hart für dich wird,wird der Schmerz vorüber gehen und du wirst wissen, dass er an einem guten Ort ist :)

    LG und genieße die schönen Momente vor allem :)

    Hallo Gartenblume,
    genau das Gefühl kannte ich sehr gut. Mein Vater lag etwa ein halbes Jahr im Krankenbett und wir mussten jeden Tag damit rechnen. Vor 16 Tagen war es soweit, ich war dabei als er starb und ich hab bis heute zwar ein schlechtes Gewissen ,dass ich ihn die letzte Zeit kaum besucht habe, weil es einfach nach ein paar Monaten zu viel war, dennoch gehe ich erstaunlicherweise viel leichter damit um, als ich dachte. Genau dasselbe hoffe ich für dich. Wie es deine Therapeutin sagt, so ist es auch. Du wirst sicherlich trauern und der nächste schlimme Moment nach seinem Tod wird die Beerdigung sein. Ich habe bei dir bloß die Befürchtung dass du viel zu viel Verantwortung übernimmst, du darfst dich nicht selbst vergessen, an dem Zustand von deinem Vater kannst du nichts ändern. Vergiss nicht, dass die Zeit irgendwann bei jedem Menschen abläuft. Ich weiß zwar nichts über die Krankheit deines Vaters, aber vielleicht ist es auch so wie es bei meinem war. Es war für ihn und für alle Angehörigen das Beste.

    Wie gesagt, ich hoffe sehr für dich, dass du irgendwann gut damit umgehen kannst. Ich hatte auch die ganze Zeit so Angst vor dem Moment, machte mich selbst verrückt aber du kannst nichts daran änderst und solltest dich auf die weiteren wichtigen Dinge in deinem Leben konzentrieren.

    LG und viel Kraft

    Hallo, :)
    kennt ihr das zu glauben , man könnte den betrunkenen Elternteil oder gar die ganze Familie nicht wirklich ernstnehmen ? Nur weil sie immer noch nicht wirklich realisieren dass sich das komplette Familienleben durch die Sucht einer Person total ´´abnormal´´ verläuft?
    Sie glauben es sei alles normal und man solle doch bloß nicht rumnörgeln und darüber reden, schließlich ist die geschlagene Mutter und der Bruder der vom eigenen Vater versucht worden ist umgebracht zu werden, viel viel schlimmer dran.....
    Manchmal glaub ich echt im falschen Film zu sein. Und nur weil ich etwas kälter und distanzierter mit ihnen umgehe, damit ich nicht noch größere psychische Schäden hab und nicht noch nen verkorksteren Charakter kriege, bin ich die eiskalte Prinzessin die überheblich ist und niemanden liebt, außer sich selbst.

    Kennt ihr das, nur weil man alles mit offenen Augen sieht und einen normalen rationalen Menschenverstand hat, quasi ein Außernseiter der Familie zu sein ? Oder eben das Gefühl zu haben, die Eltern wüssten nicht was sie sagen, wenn sie schon allerlei Dinge falsch einschätzen oder dämlich interpretieren ?


    Und sorry, wenn das jetzt überheblich rüberkam.

    Hi Sissi,
    mir würde kein einziger Grund einfallen , dich woanders einzuordnen. Schließlich bist Du ja ein erwachsenes Kind einer Alkoholkranken, so wie es hier steht :)

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für dich nochmal schwerer ist, als für einige für uns, die schon ihr lebenlang schon von Alkoholabhängigen umgeben waren. Den Tag , als dir dein Vater alles erklärte, wirst du wohl nicht so schnell vergessen, einfach den Halt und das Bild der Mutter zu verlieren, ist sicherlich hart.

    Ich wünsch dir aber ganz ganz viel Kraft und vor allem auch eine gute und schnelle Lösung , um aus deinen finanziellen Problemen rauszukommen, damit Du wieder für dich leben kannst. Ob deine Mutter da jemals wieder rauskommt bleibt immer eine offene Frage aber ob Du Dir selbst helfen kannst und irgendwann wieder glücklich sein kannst, ist dir überlassen. Mach das Beste draus.

    Liebe Grüße, Kristina