Beiträge von Marie04

    Hallo Fee!

    Bloß weg da und zwar so schnell als möglich! Wenn ein Mann im Suff so gewalttätig wird und du nicht weißt ob er es nicht in die Tat umsetzt womit er dich bedroht würdest du am allerbesten weit genug flüchten. Wie oft liest man in der Zeitung von Familiendramen bei denen die ganze Familie umgebracht wurde!

    Deine Kinder haben ein Recht darauf geschützt zu werden und das kannst nur du machen!

    LG Marie

    Hallo Merlyn!

    Wäre es so unvorstellbar, ein Mal mit deiner Mutter allein (!) zu reden, an einem Ort wo niemand stören kann ohne Zeitdruck, ggf. auch mal einen zu trinken (das schafft Vertrauen und verringert die Distanz). Kluge Tips, Vorhaltungen, die berühmten wohlgemeinten Ratschläge scheinen eher kontraproduktiv zu sein.

    Ich finde diesen Vorschlag schon absurd denn es hilft genausowenig wenn deine Mutter nicht aufhören will. Bei mir war es der Ehemann der getrunken hat. Wenn ich so vorgegangen wäre hätte er wahrscheinlich noch mehr getrunken nach dem Motto: "Die trinkt doch auch und will mir was sagen". Für mich wäre es ein totales Verbiegen gewesen denn ich trinke nicht und würde nicht einsehen damit anzufangen.

    Es gibt ja Angehörige die mittrinken aber erreichen kann man damit gar nichts. Was soll man denn noch alles tun oder nicht tun um den Trinker zur Einsicht zu bringen, irgendwo sind einfach Grenzen die man einhalten sollte um sich selber zu schützen.

    LG Marie

    Hallo Momy!

    Im Gegenteil ich habe immer wieder versucht ihm die Augen zu öffnen. Dadurch war ich natürlich sehr unbequem für ihn.

    Das hast du gut erkannt sobald jemand etwas gegen das Trinken sagt ist er unten durch denn der nasse Alkoholiker verteidigt seine Sucht und redet sich selber froh. Leute die etwas dagegen sagen werden als lästig oder überflüssig empfunden. Solange er so drauf ist ist es sinnlos auf Besserung zu hoffen.

    LG Marie

    Hallo Momy!

    Na toll jetzt denke ich seit gestern Abend mal wieder an nichts anderes mehr als an die schöne Zweisamkeit von ihm und seiner Exfrau !

    Was soll daran schön sein sie haben sich doch nur zusammen betrunken bis er sternhagelvoll nichtmal in der Lage war die Haustür aufzuschliessen. Mein Kopfkino sagt mir ganz etwas anderes im Grunde hat er doch nur jemanden gesucht mit dem er sich vollaufen lassen kann.

    Wenn er seine letzte Nachricht im Suff verfasst hat vergiß es einfach denn es ist Quatsch, genauso wie er dir unterstellt alles falsch zu machen.

    Versuche dich abzulenken und etwas Schönes für dich zu tun, es gibt doch bestimmt etwas was schöner ist als über ihn und seine Taten zu grübeln.

    LG Marie

    Hallo Schmetterling!

    ICh habe mal eine Frage...Wie verhalte ich mich, wenn ich merke oder vermute, mein Mann hat wieder was getrunken? Bleibe ich ruhig und lasse es so stehen oder spreche ich ihn direkt darauf an?

    Ich habe ihn irgendwann nicht mehr darauf angesprochen ich hatte ja mit ihm oft genug darüber gesprochen, geändert hat sich eh nichts.Ich hatte auch keine Lust mehr mit ihm darüber zu diskutieren, es brachte ja überhaupt nichts.

    LG Marie

    Hallo Blubbi!

    Und ich kann es wirklich nicht verstehen das ein Arzt so einem Menschen sagt er solle sich zusammen reißen,

    Ich kann mir nicht vorstellen daß der Arzt es wirklich so gesagt hat, vielleicht war dein Mann ihm gegenüber auch nicht ehrlich und hat seinen wahren Konsum verharmlost.

    Fest steht daß du unter dem Konsum des Partner leidest und etwas dagegen tun möchtest. Es geht darum dich selber zu retten, er will ja anscheinend nicht gerettet werden. In einer Partnerschaft gibt es kein "Wir" mehr wenn sich einer so verhält sondern nur noch ein "Ich" zur Rettung der eigenen Person.

    LG Marie

    Hallöchen!

    Schon wieder sind Monate vergangen und bin hier auf Seite 4 gerutscht. Passiert ist ja so einiges in der Zwischenzeit besonders dramatisch war das Hochwasser im Juli von dem wir hier schwer betroffen waren. In meiner Stadt ist kein Geschäft heil geblieben und Hunderte von Kellern und Häusern sind überschwemmt worden. Ich hatte Glück denn mein Häuschen steht oberhalb des Wasserpegels, ich hatte nur etwas Grundwasser im Keller.

    In der Stadt ist immer noch nicht fertig aufgeräumt, monatelang türmten sich Berge von Schutt. Aber die Menschen sind zuversichtlich auch wenn es noch viel zu tun gibt. Ich war eine Zeit vollkommen fassungslos und mußte auch weinen als ich die Katastrophe in vollem Ausmaß gesehen habe.

    Mir geht es soweit aber gut ich bin ganz stolze Oma und die Kleine wächst und gedeiht und ist mittlerweilen 5 Monate alt. Sie waren im September zu Besuch das war aber eher hektisch weil so viele Verwandte die Kleine kennen lernen wollten. Man merkte daß ihr das alles zuviel wurde und sie war recht weinerlich.

    Im November kommt meine Tochter mit Baby eine Woche zu mir da freue ich mich schon sehr darauf. In Urlaub fahre ich dieses Jahr nicht mehr aber für nächstes Jahr ist schon einiges in Planung, mal schauen wie es sich bis dahin in Puncto Corona entwickelt.

    Naja ich bin recht froh daß alles so gut läuft und es uns allen so gut geht.

    LG Marie

    Hallo Fee!

    Herzlich willkommen hier im Forum, mein Mann hat auch viele Jahre getrunken und ich habe mich letztendlich von ihm getrennt. Hier wirst du viele Geschichten lesen die deiner ähneln.

    Wenn du Fragen hast oder von dir erzählen möchtest bist du hier genau richtig, es ist ja nicht einfach den entscheidenden Schritt zu tun und sich zu trennen.

    LG Marie

    Hallo Peppita!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum, ich bin/war auch Angehörige eines Alkoholikers und war viele Jahre co-abhängig. Ich habe deinen Bericht mit Spannung und Interesse gelesen und durchaus Parallelen entdeckt. Es ist schön daß die Worte aus dir so raussprudeln und das wird dir bestimmt gut tun.

    Ich bin sogar ausgebildete Suchtberaterin, weshalb die ganze Situation gerade für mich besonders voller Scham behaftet ist, weil ich einen Alkoholiker geheiratet habe und selber so in die Co-Abhängigkeit reingerutscht bin. I

    Du brauchst dich nicht zu schämen für das was passiert ist. Ich habe auch viele Jahre mit Suchtkranken zu tun gehabt (Krankenschwester) und obwohl ich mich mit der Materie gut auskannte habe ich viele Jahre an der Seite eines trinkenden Mannes verbracht und mich co-abhängig verhalten. Aus heutiger Sicht und 10 Jahre später weiß ich warum ich so gehandelt habe und mir selber verziehen.

    Aber komme erst mal an und schreibe dir deine Geschichte von der Seele. Du wirst mit der Zeit merken daß Jeder hier seine eigene Geschichte hat und es immer wieder zu "AHA-Erlebnissen" kommt.

    LG Marie

    Hallo Gisa!

    Später habe ich mir geschworen du verlässt in solchen Situationen die Wohnung nicht mehr.

    Recht hast du soll er doch 2 Wochen ausgesperrt sein, vielleicht ist ihm das eine Lehre. Meiner Meinung nach kann man auch die Polizei rufen wenn jemand verbal aggressiv ist und alles mögliche androht. Was nach 2 Wochen Wohnungsverweis passiert kann ich dir leider auch nicht sagen.

    Am Besten würdest du einen Anwalt konsultieren um solche Fragen zu klären auch die Eigentumsverhältnisse müßten ja besprochen werden. Bei mir war es so daß wir ein Haus hatten und mich mein Mann mehr oder weniger ausbezahlt hat damit ich mir etwas Neues kaufen konnte. Das haben wir aber nur mündlich besprochen und er hat sich daran gehalten. Ich war aber auch immer berufstätig und damit nicht auf ihn angewiesen.

    LG Marie

    Liebe Gisa!

    Dein Bericht hat mich sehr angesprochen und ich finde mich in Teilen wieder. Ich war auch sehr viele Jahre mit einem Alkoholiker zusammen. Obwohl er mir immer wieder hoch und heilig versprochen hatte mit dem Trinken aufzuhören wurde es im Laufe der Jahre immer schlimmer. Ich habe es viel zu lange bei ihm ausgehalten weil zwischendurch immer bessere Zeiten waren in denen er wenig bzw. gar nicht getrunken hat. Ich hatte zum Schluss Depressionen und Ängste und mir ging es miserabel.

    Irgendwann war es genug und ich habe ihn verlassen da war ich bereits Mitte 50. Es war das Beste was ich in den letzten 10 Jahren gemacht habe, ich konnte endlich in Ruhe und Frieden leben. Ich habe es geschafft mir ein neues Leben aufzubauen und mich gleichzeitig von ihm zu distanzieren. Mit ihm ging es weiter bergab, er ist letzlich an seiner Sucht gestorben.

    Was ich damit aber sagen wollte es ist nie zu spät sein Leben nochmal neu anzufangen. Es muss ja nicht sofort sein aber du könntest dich in Ruhe nach einer Wohnung umschauen, bestimmt findest du auf Dauer etwas. Du kannst nur gewinnen wenn du nach vorne blickst und etwas für dich tust ohne Rücksicht auf ihn zu nehmen. Wer weiß ob er überhaupt noch mal die Kurve kriegt es ist im Grunde nur verschwendete Lebenszeit neben so einem Partner.

    Ich drücke dir ganz fest beide Daumen!

    LG Marie

    Hallo Moara!

    Ist das wirklich die letzte und einzige Option? Muß man wirklich sehenden Auges ihrem Selbstmord auf Raten einfach so zusehen?

    So schrecklich sich das liest ist es die bittere Wahrheit. Wenn sie jegliche Hilfe ablehnen bist du vollkommem machtlos. Dein Bruder geht auch nicht mehr zum Arzt, vielleicht würde er einem Hausbesuch zustimmen? Man kann auch zwangsweise nichts machen solange die beiden noch in der Lage sind Entscheidungen zu treffen.

    Aber Alkohol besorgen würde ich den Beiden auch nicht selbst wenn sie dann den Kontakt abbrechen. Aus reinem Selbstschutz würde ich an deiner Stelle überlegen ob du dir dieses schreckliche Elend überhaupt noch antun willst.

    Bei mir war es der Ehemann der so getrunken hat. Ich konnte es eines Tages nicht mehr aushalten und bin ausgezogen. Er hat sich letztendlich zu Tode getrunken ich war total machtlos, er wollte sich nicht helfen lassen.

    LG Marie

    Hallo Mili!

    Ich selber muß mir auch immer wieder klarmachen, daß mein Mann inzwischen krank und nicht mehr einfach nur willenschwach ist.

    Ja es ist eine Krankheit aber nicht unheilbar der Betreffende könnte ein ganz normales Leben leben eben ohne Alkohol. Ich bin auch der Meinung wenn jemand nichts tut um seine Krankheit in den Griff zu bekommen ist es sein Problem mit all den Konsequenzen die er aber dann alleine tragen sollte. Leider fehlt dem alkoholkranken Partner oft jegliche Einsicht daß er krank ist.

    ...... vor allem dann fällt es mir gerade besonders schwer, wenn er sich blöd (lächerlich, peinlich bis hin zu gemein d.h. verbal gemein, hämisch etc.) verhält. Zum Glück sind das dann "nur" ein paar Sätze und die sind meist so bekloppt, dass ich nicht mehr jedes Mal darauf reinfalle und mich mit ihm rum streite....

    Auf Dauer leidet die Psyche auch wenn man nicht ernstnehmen kann was er im Suff so von sich gibt und das eigene Heim wird irgendwann zum Horror. Mein Mann hat sich am nächsten Tag öfters entschuldigt um dann ein paar Tage später wieder ausfallend zu werden. Was nützt es wenn man ein schönes Haus mit Garten hat wenn man es nicht mehr geniessen kann? Ich habe alles hinter mir gelassen und neu angefangen das war nach 32 Jahren Ehe. Bereut habe ich es nie sondern ich war erleichtert da raus zu sein.

    Deswegen rate ich jede der in dieser Situation ist möglichst schnell zu handeln. Die Jahre verstreichen und der Leidensdruck nimmt immer mehr zu. Ich hatte das Gefühl mit leeren Händen dazustehen und ich habe mich lange Zeit geärgert nicht früher gehandelt zu haben.

    Mein Leben ist wieder schön obwohl meine Seele Schaden genommen hat, damit habe ich gelernt zu leben. Es nützt ja auch nichts immer in der Vergangenheit zu kramen und alles hochkochen zu lassen.

    LG Marie

    Hallo Mama!

    Ich habe schon mit Trennung gedroht aber das würde er hinnehmen. Dann wäre er alleine...am liebsten würde er in dem Wald ziehen

    ......... oder könnte endlich in Ruhe saufen, das hat mein Mann gemeint als ich ihm mit Trennung gedroht habe. Er hat bis zu meinem Auszug nicht geglaubt daß ich es umsetze. Mein Gedanke war wenn der Alkohol wichtiger ist als meine Person dann habe ich an seiner Seite nichts mehr verloren.

    Das Schlimmste haben meine Kinder gar nicht miterlebt, sie waren zu dem Zeitpunkt schon ausgezogen. Sie haben mich aber öfters gefragt wie ich so lange mit ihm zusammen war.

    LG Marie

    Hallo Mama!

    Herzlich willkommen hier im Forum, ich bin/war auch Angehörige mein Mann hat getrunken. Egal wie du es bezeichnest die Alkoholsucht ist eine schwerwiegende Erkrankung nur der Süchtige (aber nur er) könnte die Erkrankung stoppen. Das Problem dabei ist daß dein Mann total uneinsichtig ist und sein eigenes Problem nicht erkennt.

    Teilweise macht mich seine Familie für den Zustand verantwortlich..da er in unserer Ehe nicht mehr die Aufmerksamkeit von mir bekommen hat.

    Das ist Unsinn du bist nicht für einen Erwachsenen zuständig, ier ist alleine verantwortlich. Aber nasse Alkoholiker finden immer einen Grund warum sie gerade trinken da wird alles Mögliche herbeigezogen und wenn es Lappalien sind. Die Familie scheint nicht viel Ahnung von der Alkoholkrankheit zu haben sonst würden sie nicht so etwas behaupten.

    Ach ich könnte ewig schreiben...bin einfach nur energielos weil ich mich so alleine gelassen fühle. Meine Familie wohnt 700 km weg...

    Ich verstehe dich so gut, ich war an der Seite meines Mannes depressiv geworden so machte es mir zu schaffen. Ich hatte auch oft das Gefühl das Leben zieht einfach an mir vorbei, es ist auch anstrengend wenn der Mann häufig betrunken ist, teilweise hat es mich auch genervt oder sehr wütend gemacht.

    Mein Mann ist leider uneinsichtig geblieben und hat immer mehr getrunken. Nach vielen Versuchen ihm zu helfen habe ich mich getrennt, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen. Was auf alle Fälle sehr wichtig ist daß du dir einen kleinen Wohlfühlbereich schaffst wenn du das ermöglichen kannst. Es gibt auch Gruppen für Angehörige von Alkoholikern du bist nicht alleine mit deinem Problem.

    Leider ist es so wenn dein Mann nicht aufhören will zu trinken bist du machtlos. Aber es ist dein gutes Recht das so nicht hinzunehmen, aber Vorsicht wenn du ihm Konsequenzen androhst muß du sie auch einhalten, er wird dich sonst nicht mehr ernstnehmen.

    Oft hilft es auch hier im Forum zu lesen, du wirst merken es geht einigen Menschen so wie dir.

    LG Marie

    Hallo Enemy!

    Ich habe schon so Vieles hier gelesen dein Thread ist wirklich schlimm. Was du tun solltest haben dir ja schon einige hier vermitteln wollen.

    Ja aber dadurch das ich sie damals paar Tage „hängen“ hab lassen, sind diese furchtbar grausigen Sachen passiert

    Nein nicht deswegen ist es passiert weil du sie hast "hängen" lassen sondern weil sich deine Freundin so besäuft daß sie nicht mehr weiß was sie tut. Es zwingt sie doch niemand soviel zu trinken dass sie 4 Promille hat was ja schon lebensgefährlich ist. Der Bekannte müsste natürlich bestraft werden.

    Ich habe meinen Mann auch einmal komatös in der Küche liegend vorgefunden, ich habe den Notarzt gerufen und er landete auf der Intensivstation. Ich war darüber so schockiert daß ich ihm ein halbes Jahr gegeben habe damit er seine Sucht bekämpft sonst wäre ich weg. Ich konnte in unserem Haus nicht mehr ruhig schlafen weil ich Angst hatte er verletzt sich, fällt die Treppe runter oder so.

    Ich wollte diese Verantwortung nicht übernehmen er war doch erwachsen und keiner schüttete ihm den Alkohol in den Hals. Ich sollte ständig auf einen erwachsenen Menschen aufpassen daß er nicht zuviel trinkt? Nein denn er war genauso erwachsen wie ich auch und er hat ja nicht getrunken weil ich so böse war sondern weil er krank war und nichts dagegen unternehmen wollte. Das war aber alleine seine Entscheidung.

    Ich war irgendwann weg und er hat sich zu Tode getrunken aber ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen. Ich bin heute noch froh daß ich sein schlimmes Ende nicht miterleben musste. Ich hatte ja mein Bestes gegeben und war machtlos. Auch du bist machtlos wenn sie nichts ändern will.

    Die Frage ist nur wie lange du das aushalten willst ohne selber gesundheitliche Schäden zu nehmen. Jeder Mensch kommt an seine Grenzen wenn er lange genug unter so einer Belastung steht. Irgendwann werdet ihr beide krank sein, rette wenigstens dein eigenes Leben.

    LG Marie

    Hallo Sporty!

    Ich überlege immer wieder mit meiner Familie auszuziehen, aber richtig den Kontakt abbrechen kann man als Kind ja sowieso nicht.

    Rein theoretisch geht das Ausziehen schon aber wenn dein Mann das nicht möchte ist es schwierig durchzuführen. Kontakt abbrechen geht auch als Kind, meine Kinder haben ein ganzes Jahr nicht mehr mit meinem Mann gesprochen aber es war einfach mal notwendig daß sie sich so distanziert haben.

    Sie haben ja auch unter seinen Peinlichkeiten gelitten die sie bei Feiern ja auch miterlebt haben, er war auch immer sehr streitlustig wenn er getrunken hat.

    Nun ist die Konstellation bei dir wieder ganz anders es geht um die Eltern. Ich hatte vom 18. Lebensjahr bis zum Tod meines Vaters nur noch oberflächlichen Kontakt es ging aber nicht um Alkohol sondern um andere Dinge. Manchmal muß man sich so distanzieren um sich selber zu schützen und sein Seelenheil wieder zu erlangen.

    Du bist deinen Eltern nicht ständig verpflichtet besonders wenn sie trinken ist das eine schwerwiegende Sache mit der man sich kaum arrangieren kann. Du stehst ja ständig unter Spannung und das ist weder für dich noch für deine eigene Familie gut. Vielleicht schaffst du es aber mit der Zeit dich innerlich zu distanzieren und dir immer wieder zu sagen daß du nichts dafür kannst.

    LG Marie