Beiträge von lütte69

    Hallo Zabou,

    Er ist erwachsen. Ich weiß, es ist wahnsinnig schwer, aber kümmere dich um dich. Er hat doch die gleichen Möglichkeiten, sich um seine Person zu kümmern. Mir ist dieses Loslassen wahnsinnig schwer gefallen, aber jetzt hat es klick gemacht und es geht mir besser.

    Sonnige Grüße Lütte

    Deine Krankheit, sein Saufen und seine Eskapaden haben nichts mit deinem Selbstwert zu tun. Du allein bestimmst deinen Wert.

    Hier der Joke von meinem Kollegen, der gerade das Büro fegt. Er meinte eben "Wenn ich eine Spinne wäre, würde ich doch nicht freiwillig zu Arbeit gehen".

    und damit wünsche ich dir ein zauberhaftes Wochenende, mach dich für dich schick und geh mit dir aus.

    Nein, es war keine verschwendete Zeit, es war/ist mein Leben. Es war immer meine Entscheidung zu bleiben, mich anzupassen. Ich hab auch immer die Frauen beneidet, die diese Wegstrecke schon gegangen sind. Aber ich kann hier so viel lesen wie ich will (hab ich auch und mach ich immer noch) aber am Ende des Tages muss ich mein reales Leben gestalten und da waren halt immer diese Bauchschmerzen, die einfach nicht mehr weg gegangen sind.

    Natürlich spielen alte Muster und Prägungen eine Rolle. Die gute Nachricht ist aber, dass diese nicht in Stein gemeißelt sind. Wir können sie überschreiben. Da bin ich mitten drin in diesem Prozess. Das ist für mich auf jeden fall schon sehr schmerzhaft gewesen, aber als mir die alten Muster klar waren, begann ich mit der Heilung. Mir wurde klar, dass nicht mein Mann mir alles antut, sondern dass ich keine Verantwortung für mein Leben übernommen habe. Das hat viele Tränen und Bauchschmerzen gekostet. Wir sind nicht unsere Ehe, wir sind "Torten" :wink:. Hab Mut.

    Warum hältst du seinetwegen Schmerz aus, der bremst dich nur, gehe durch deinen Schmerz und er bringt dich weiter.

    Das mit dem "verdienen" hat sich für mich schon immer komisch angefühlt. Wer verdient was und warum und wer legt das fest. Weißt du, was ich meine. Ich hab gelernt, es liegt nur an mir. So wie ich mich sehe und behandle so sehen und behandeln mich auch die anderen. Also, sei liebevoll mit dir und verurteile dich nicht. Meine Erfahrung aus der letzten Zeit ist, wenn ich gut zu mir bin, dann strahle ich das aus und ziehe Gutes an.

    Was hat dir heute ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

    Lust auf ne Challange? Tu dir jeden Tag was Gutes - eine Kleinigkeit und vielleicht magst du schreiben, wie es dir damit gegangen ist.

    Hallo Zabou,

    du kennst deinen Partner und kannst einschätzen wie weit du gehen kannst. Mach es so, wie es sich für dich richtig anfühlt. Das Heimliche hat mir auch immer Bauchschmerzen verursacht, aber es geht ausschließlich um dich.

    sonnige Grüße Lütte

    Warum lasse ich mir so ein Verhalten gefallen? Warum habe ich ihn immer wieder zurückgenommen? Warum fühle ich mich nach wie vor gefährdet ihm zu verzeihen obwohl ich weiß, dass alles wieder von vorne losgeht.

    Die Fragen hatte ich auch. Heute habe ich eine Antwort darauf. Ich war es mir selbst nicht wert, ich habe mich selbst schlecht behandelt. Mein Fokus lag auf allen anderen, nicht auf mir. Ich hab Rotz und Wasser geheult, weil ich nicht wusste, wie ich mich noch verbiegen sollte, damit alle zufrieden sind. Weißt Du wie ich das mit der Liebe zu einem Mann heute sehe? Ich bin eine wunderschöne Torte und die Liebe zu einem Partner ist die kleine Kirsche obendrauf. Es ist nicht mehr länger das, was mich ausmacht. Ich hab mich jahrelang als X&Y definiert und mich verleugnet. Das ist mir noch gar nicht so lange bewusst. Aber zu wissen, dass da jemand ist, der sich ausschließlich um mich kümmert - nämlich ich - gibt mir den Mut, ins Handeln zu kommen. Und glaub mir, ich hab mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass mir jemand erlaubt mich zu trennen, dass jemand meine Hand nimmt und mit mir diesen Weg geht. Pustekuchen, das wird nicht passieren. Ich musste ganz allein durch den Schmerz, ich habe mir erlaubt zu gehen und ich hab mich an die Hand genommen und es fühlt sich gut an. Wie gesagt, ich bin seit 12 Jahren hier und hatte jetzt erst alles zusammen um aufzubrechen. Ich geb dir gerne was von meiner Euphorie ab. Ich hab so Lust auf mein neues Leben.

    Mein Mann hatte vor ein paar Wochen auch die Idee mich noch mal zu heiraten. Als er mir das sagte, ging alles in mir auf Widerstand, so wie bei dir. Horch auf dieses Gefühl. Dein Bauch sagt dir, wo es lang geht.

    Schau mal, was Du in deinem Leben alles gemeistert hast und wie groß der Anteil von deinem Mann dabei ist. Jetzt überlege dir mal, was es dich kosten würde, diesen Teil noch zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass in dir eine tolle Frau schlummert, weck sie und geh deinen Weg.

    Ich denke nicht so sehr über das Alleinsein nach. Es wird bestimmt Stunden geben, in denen ich mich allein oder sogar einsam fühlen werde, aber es sind nur Gefühle und Gefühle passieren in meinem Kopf und meinen Kopf kann ich kontrollieren. Und wie alle anderen Gefühle auch, werden sie vergehen. Ich geh da durch und dann kann ich mich wieder in mein Leben werfen, ich möchte nie wieder abhängig von den Launen anderer Menschen sein.

    Ich schicke dir ein dickes Kraftpaket

    Lütte

    Hallo Alex,

    es ist gut, dass Du den Weg ins Forum gefunden hast. Leider sind die Prognosen für deine Frau nicht rosig, wenn sie keine Krankheitseinsicht zeigt. Ich habe auch jahrelang gefühlt alles probiert, um meinen Mann vom Alk weg zu bekommen. Es funktionierte nicht. Ich habe gesehen, wie eine nahestehende Verwandte mittleren Alters mit ähnlichen Symptomen wie deine Frau sie hat, elendig an diesem Zeug verreckt ist. Bittere, aber auch hoffnungsvolle Erkenntnis aus meinem Weg - Du kannst ihr nicht helfen, Du kannst nur Dir helfen. Ich bin jetzt, nachdem ich über 20 Jahre versucht habe mit jemandem zu leben, der regelmäßig Alkohol trinkt, endlich ausgezogen. Unser Leben schien von außen perfekt, aber innen war es faulig. Es hat mich viel Mut und Kraft gekostet, diesen Schritt zu gehen, aber es ging mir vom ersten Tag an besser.

    Schau auf Dich, was macht dir Spaß, was kannst Du für dich tun.

    sonnige Grüße Lütte

    Hallo Jana,

    willkommen im Forum. Ich bin auch ü50 und vor einer Woche endlich ausgezogen. Hier im Forum bin ich seit 12 Jahren (fast auf den Tag genau). Mir ging es wie Dir, Angst vor dem Alleinsein, Schuldgefühle, kein Selbstwertgefühl. 12 Jahre mehr oder weniger zufrieden, glücklich, frustriert, traurig ..... die ganze Palette halt. Es gab im letzten Jahr für mich 2 schwerwiegende Vorfälle in unserer Beziehung, die mein Mann runtergespielt und abgehakt hat und an denen ich wirklich schwer zu knabbern hatte. Das war für mich der Startschuss, auf mich zu schauen. Ich bin eines Morgens aufgewacht und hatte folgenden Gedanken "was wäre, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?" "Ich würde mich trennen und frei sein" schoss mir als erstes so spontan durch den Kopf. Der 2. Gedanke war "ich bin schon ein paar Jahre ü50, auf was soll ich warten? Mein Mann wird sich nicht mehr ändern, mein Leben bleibt bestenfalls so wie es ist und ich war einfach nicht mehr zufrieden, geschweige denn glücklich" Ich begann, mich wirklich intensiv mit mir auseinander zu setzen. Das war keine leichte Zeit, aber jetzt hab ich die Kraft, den Mut mein Leben in die Hand zu nehmen und für mich zu gestalten. Mein Leben, unser Leben, war von Außen betrachtet toll, kein Mensch aus unserem Umfeld hat mit meinem Auszug gerechnet. Finanziell abgesichert, Haus und Hof, gute Jobs, tolle Reisen, wir sind im Alltag ein tolles Team und doch passte es für mich einfach nicht mehr. Alkohol spielte immer eine Rolle, ich dachte, ich könnte mir nur die Rosinen aus meinem Leben picken und die schlechten Anteile ignorieren, aber das hat nicht funktioniert, man bekommt immer das ganze Paket. Ich wohne seit einer Woche in einem Zimmer, Küche und Bad - nicht ganz fertig, halt noch Baustelle, aber ich bin glücklich und frei. Ich habe keine Bauchschmerzen mehr, weil ich nach Hause muss, ich freue mich, dass ich in mein neues Zuhause darf. Ich fange an, mich zu mögen. Ich habe keine Angst vor dem Alleinsein, vor Einsamkeit. Ich habe mich, ich habe gute Freunde und eine liebe Familie. Das schlechte Gewissen meinem Mann gegenüber wird von Tag zu Tag kleiner. Er hat genauso die Möglichkeit, sich für ein zufriedenes Leben zu entscheiden, dass meiner Ansicht nach nur ohne Alk gelingen kann. Momentan sieht es nicht danach aus, aber es ist nicht länger mein Problem.

    Mach dein Leben nur von dem abhängig, was sich für dich gut und richtig anfühlt und ich kenne so viele Menschen, die auch noch ü50 erfüllende neue Beziehungen gefunden haben. Das Thema neue Beziehung spielt bei mir momentan keine Rolle, weil ich erstmal die Beziehung zu mir auf sichere Füße stellen will und dann guck ich mal, was das Universum für mich bereit hält.

    Schau auf Dich.

    sonnige Grüße Lütte

    Danke für Deine Offenheit, liebe Blume. Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg. Du entscheidest über dein Leben, niemand anderes. Ich bin auch jemand, der sich jeden Schuh anzieht, der ihm hingestellt wird. Da hilft dann nur wirklich genau zu schauen, ob die Schuhe wirklich passen. Für mich fühlt sich Alkoholtestgerät auch nach Kontrolle an. Vielleicht braucht es für dich jetzt eben etwas mehr Zeit, bis du dir sicher bist und dein Kind deinem Mann wieder allein anvertraust.

    sonnige Grüße Lütte

    Guten Morgen liebe Blume,

    wie geht es dir heute? Es tut mir leid, dass dein Mann wieder mit dem Trinken angefangen hat. Vielleicht ist das jetzt aber für dich der Startschuss für dein neues Leben. Bei mir ist es jedenfalls so. Ich habe nach 12 Jahren Hin und Her endlich den Absprung geschafft, lebe seit einer Woche in einer Baustellenwohnung und bin glücklich.

    Schau auf dich, mach alles so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

    sonnige Grüße Lütte

    Hallo Koda,

    Trinken in der gemeinsamen Küche? Ist halt auch sein Space, also lass ich es zu.

    Mal ne kurze Frage zum Verständnis - es ist Deine Wohnung in der er (mietfrei?) untergekommen ist? Falls ja, Deine Wohnung - Deine Regeln. Sein Konsum stört dich massiv. Ich kenne diese sofortige körperliche Reaktion auf bestimmte Geräuschen. Das fühlt sich beschi**en an. Du musst es nicht aushalten. Sich nicht mehr für alles und jeden verantwortlich fühlen ist auch gerade mein Thema. Richte die Kraft, die du für ihn aufwendest auf Dich.

    sonnige Grüße Lütte

    Hallo Martha,

    welcome back. Du kennst Dich ja aus hier. Schön zu lesen, dass es Dir gut geht und Du Strategien hast, mit dem Suchtdruck umzugehen.

    Ich bin Dir immer noch sehr dankbar für Deine Hilfe in meiner Anfangszeit.

    sonnige Grüße Lütte

    Sicher hab ich lange gezögert auszuziehen, weil das Geld vielleicht allein mit meiner Tochter nicht gereicht hätte. Das Haus zu halten wäre allein unmöglich gewesen. Aber sind diese materiellen Güter es wirklich wert, deinen Seelenfrieden, deine Zufriedenheit auf's Spiel zu setzen? Vor meiner drastischen Entscheidung stand ich ständig unter Strom, kam innerlich nicht mehr zur Ruhe, konnte nicht mehr schlafen und mein XY trank weiter. Wie gesagt, kann ich nicht über das Leben anderer entscheiden, aber ich kann mich für mich entscheiden.

    Lieber Berni, ich als nicht Alkoholsüchtige kann diese Krankheit absolut nicht nachvollziehen, auch wenn ich das zu Anfang gern wollte. Ich habe mir die gleichen Fragen gestellt wie Du, wollte verstehen. Heute habe ich akzeptiert, dass ich es nicht kann.

    Was hast du für Hobbies, was macht dir Spaß? Was kannst du heute für dich tun, damit es dir gut geht. Wie wäre es mit einem Vorsatz - Du tust dir jeden Tag was gutes, nur eine Kleinigkeit, nur für Dich.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Berni

    Viele Empfehlungen, dass man sich trennen solle und ausziehen, finde ich für mich leider nur Theorie. Denn warum sollte ich unser Haus einer nassen Alkoholikerin alleine überlassen, die dann mit so Dingen wie Kuchen backen im Suff oder Herdplatten vergessen auszumachen (schon mehrfach passiert), uns noch ruiniert und das Haus dann abfackelt!

    ... damit du deinen Seelenfrieden wieder finden kannst.

    Wie Kintsugi schon schrieb, geht es nicht grundsätzlich um Trennung und Auszug. Für mich wäre es absolut unvorstellbar gewesen, meinen Weg zu mir an der Seite eines nassen Alkoholikers zu finden. Ich brauchte die räumliche Trennung um gesund zu werden, denn ich war ja auch krank. Hab mich und meine Bedürfnisse hinter die meines Alkoholikers gestellt. Ich hab 4 Wochen um eine Kontaktsperre gekämpft - einfach damit ich gedanklich mal von ihm weg komme und in mich horchen kann. Allein diese körperliche und seelische Anspannung wenn Du nach Hause kommst - ist das nicht furchtbar? Was für ein tolles Gefühl wäre es, sich abends auf seine gemütliche Wohnung zu freuen. Wir haben auch Haus und Hof, aber zu dem Zeitpunkt meines Auszuges war es piep egal, was daraus wird, wieviel ich bekomme ..... ich musste da einfach nur weg.

    Du sagst, du kannst nicht ausziehen und du möchtest Tipps für einen Umgang mit Deiner Frau. Mein Tipp, stelle dich und dein Leben, deine Wünsche, deine Bedürfnisse in den Fokus. Tu, was dir gut tut. Du bist erwachsen und für dein Leben verantwortlich - niemand anderes. Genauso ist es bei deiner Frau. Sie entscheidet über ihr Leben und sie will/muss trinken. Es ist ihr Leben. Stell dir mal vor, jemand mischt sich permanent in dein Leben, weil er meint, er wüsste, wie du es leben sollst. Voll nervig oder? Triff Entscheidungen, damit es dir gut geht, nimm den Fokus von deiner Frau und konzentrier dich auf dich.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Liebe Ruhrpott, ich möchte mal kurz auf Elraines Beitrag eingehen, weil es meiner Meinung nach so nicht ganz richtig ist, was sie schreibt. Ich hoffe, es ist für dich in Ordnung.

    Es wird sehr schnell geraten, eine Partnerschaft zu beenden.

    Hallo Elraine, ich habe nicht den Eindruck, dass zur Beendigung der Partnerschaft geraten wird. Es wird meiner Meinung nach dazu geraten, als Co wieder auf sich zu schauen, den Fokus vom Partner zu nehmen und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche wieder wahr zu nehmen. Das kann als Trennung interpretiert werden, muss es aber nicht zwangsläufig. Für mich war die räumliche Trennung in sofern wichtig, dass mir eine Abgrenzung im häuslichen Umfeld nicht gelungen wäre. Meine Strategien bis dahin hatten nicht funktioniert, ich war unglücklich und hatte das Gefühl zu verschwinden. Es musste etwas anders werden, das hieß, ich musste mich verändern, damit ich mich in meinem Leben wieder wohl fühlen konnte. Ich hab deinen Faden bisher nicht gelesen, Elraine, vielleicht ist dein Partner nicht co-abhängig. Ich gehe mal davon aus, dass du für dich trocken werden willst und dein Partner daher an deiner Seite ist. Wenn aber bei dem trinkenden Partner keinerlei Einsicht zu erkennen ist, sollte sich der andere trotzdem aufopfern und sein Leben hinten an stellen (was ja Merkmale der Co-Abhängigkeit sind), damit der Trinkende es komfortabel hat?

    Liebe Ruhrpott, es ist dein gutes Recht zu sagen, dass du mit einem abhängigen Partner nicht zusammen leben möchtest. Ich finde es sehr fair von dir, dass zu kommunizieren, denn darauf konnte dein Mann sich einstellen.

    Ich wünsche dir für deinen Weg viel Kraft und Geduld

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Buntes Leben,

    vielleicht hab ich da was missverstanden. Tut mir leid, wenn ich am Thema vorbei bin.

    Du hast von seinen Lügen geschrieben und was die mit dir machen. Er hat dich wegen Alkohol angelogen. Da piekt was in mir. Wenn er weiß, wie du über seinen Konsum denkst, warum kann/will er dann nicht einfach drauf verzichten. Ich weiß nicht, wie groß das Thema zwischen euch ist. Bei uns wurde es sukzessive größer und irgendwann kam ich mit seinen Trinkmengen und dem daraus resultierenden Verhalten nicht mehr zurecht.

    Du möchtest wissen, wie du damit umgehen sollst. Für mich ist ein starkes Selbstvertrauen und ein gutes Selbstwertgefühl eine Grundvoraussetzung um nicht in die Co-Abhängigkeit zu rutschen.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Guten Morgen buntes Leben,

    du hast dich hier angemeldet, weil es dir nicht gut geht, weil etwas in deinem Leben absolut schief läuft und du nicht weiter weißt oder? Bei mir war es jedenfalls so vor 11 Jahren. Ich bin damals gegangen, weil ich das Gefühl hatte, wenn ich bleibe, gehe ich unter und natürlich war auch der Hintergedanke und die Hoffnung, dass er wach wird. Was aus unserer Ehe (über 20 Jahre) wird, war mir zu dem Zeitpunkt egal. Für mich war das der richtige Weg. Er hat zu viel getrunken und ich war co-abhängig, wir waren im Nachhinein betrachtet beide krank. Mit meinem Auszug hab ich uns die Chance gegeben, gesund zu werden. Ich habe sie für mich genutzt, hab gelernt, mich wieder wahr zu nehmen, zu sehen, zu spüren. Er hat seine Chance ebenfalls genutzt. Sein Weg war anders, als ich es mir gewünscht hätte, aber es hat funktioniert, wir sind wieder zusammen. Es ist aber kein Spaziergang, diesen Weg zu gehen. Wir beide sind verändert aus dieser Situation raus gegangen und mussten lernen, neu miteinander umzugehen. Die gemeinsame Vergangenheit hat das leichter und auch schwerer gemacht. Meine Erfahrung ist, dass ich erstmal für mich wieder ins Reine kommen musste, um mich erneut auf meinen Mann einzulassen. Das ist kein leichter Prozess und nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Nur nicht mehr trinken reicht eben nicht - auch bei den Co's nicht. Ich bin los gegangen, ich hab mich verändert und meine Welt hat sich verändert.

    Es will dich hier bestimmt niemand bevormunden. Die Erfahrung hier im Forum ist die, dass die Beziehung in den meisten Fällen in die Brüche geht. Das ist im ersten Moment schmerzhaft und nicht das, was du/ich möchte, aber darin liegt ja auch eine Chance. Mein Mann und ich haben es geschafft, aber das hat ja absolut nichts mit deiner Beziehung zu tun. Ich denke, dass es wichtig ist, zu lernen, mit sich auszukommen und die innere Zufriedenheit zu finden unabhängig vom Partner. Dein Mann hat die gleichen Chancen wie du.

    sonnige Grüße

    Lütte