Beiträge von sue05

    Ich denke auch, dass die Therapie teilweise gemacht wird, damit die Angehörigen „beruhigt“ sind. Klingt es doch auch für Angehörige wahrscheinlich so, als wäre Therapie quasi das Allheilmittel gegen den Alkohol.
    Sie wissen es einfach nicht besser, da ihnen das Wissen über die Sucht und die Mechanismen der Sucht fehlt.
    Und ich glaube auch, dass mancher Alkoholiker tatsächlich denkt, dass die Therapie die Lösung ist. Auch hier fehlt dann das Wissen.

    Leider wissen viele Ärzte viel zu wenig oder nichts über Sucht und wenn ein Alkoholiker an so einen Arzt gerät, ist das halt leider für die Katz…


    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Therapie nicht die Sucht stoppt. Das muss der Alkoholiker schon selbst machen. Die Therapie macht nicht trocken…

    VG Sue

    Ich kann das gut nachvollziehen, was Du schreibst. Ich habe erst vor kurzem etwas weiter zurück in meinem TB gelesen (also einige Jahre zurück) und erkenne mich da auch kaum wieder. Bzw ich erkenne eine enorme Veränderung, die da in den letzten Jahren mit mir passiert ist. Wobei - „passiert“ ist sie nicht, sondern ich habe sie selbst bewirkt..

    Ganz zum Anfang (vor 12 Jahren) will ich gar nicht zurücklesen, das ist eher befremdlich für mich.

    Und Du hast das ganz treffend ausgedrückt - das alles nochmal durch zu machen (das Trockenwerden), das wäre mir viel zu anstrengend. Und zu zeitintensiv 😉 Daher bleibe ich einfach weiterhin trocken 😇

    LG Sue

    Hallo SouthAfrica,


    Du schreibst jetzt im Prinzip nur über Deinen Partner. Du hast Dich ja als Angehörige hier angemeldet und da sollte es in erster Linie um Dich gehen.

    Von Dir schreibst Du nur, dass Du „Dein Bier“ beim Restaurantbesuch trinkst und Rotwein zu Hause hast. Soweit ich gelesen habe, wohnt Ihr zusammen? Dann ist das für Deinen Partner die schlechteste Voraussetzung um dauerhaft abstinent zu bleiben. Wie soll er das denn bleiben, wenn Du den Alkohol vor ihm trinkst und er quasi permanent Zugriff auf Alkohol hat?

    Wenn Du Dich hier im Forum etwas eingelesen hast, müsstest Du mitbekommen haben, dass ein alkoholfreies Zuhause eine der wichtigsten Voraussetzungen für (trocken werdende und trockene) Alkoholiker ist.

    Das solltest Du Dir nochmal durch den Kopf gehen lassen, wenn Du Deinen Partner bei seiner Abstinenz unterstützen möchtest.

    Und bitte denke daran, dass es hier in erster Linie um Dich und nicht um ihn gehen sollte.

    VG Sue

    Sie sind ja nicht weg, nur weil ich nicht mehr trinke. Aber ich kann sie fühlen, mit Freude, mit Entspannung, mit Erfüllung, mit Ausdauer, mit Interesse, mit Achtung, mit Respekt, mit Vorsicht, mit Liebe, mit Trauer…..

    Als ich noch getrunken hatte, konnte ich diese Höhen und Tiefen im Leben und diese unterschiedlichen dazu gehörigen Gefühle gar nicht mehr fühlen.
    In mir war nur noch ein „Einheitsbrei“, meine Emotionen waren immer recht ähnlich, es gab kaum Schwankungen nach oben oder unten.

    Am Anfang meiner Trockenheit (also so das erste Jahr) hat mich das dann ziemlich überfordert, dass da auf einmal so viele verschiedene und oft sehr intensive Gefühle da waren. Inzwischen bin ich immer noch sehr froh über diese breite Palette an Gefühlen, über die Hochs und Tiefs des Lebens (denn mit den Tiefs fühlen sich die Hochs noch viel höher an 😉), denn das macht ja das Leben aus!

    VG Sue

    Hallo Reboot,


    wie ist es Dir denn ergangen? Du schreibst irgendwie nur in vagen Andeutungen? Vor 2 1/2 Wochen hattest Du Dich gemeldet, dann war erst mal gar nix mehr. Du hattest von „weiteren Schritten“ geschrieben und jetzt von „Alles läuft genau nach Plan.“

    Was sind denn Deine Schritte und Dein Plan?

    Vielleicht willst Du etwas mehr darüber schreiben?

    VG Sue

    Bei mir hat sich viel getan in den letzten Jahren 🙂 Weiß gar nicht mehr genau, wann Du „gegangen“ bist damals 🤔 Neuer Beruf, mehrere Umzüge, neue Partnerschaft - eigentlich hat sich alles bei mir geändert 😅 Hab mein Tagebuch im Geschlossenen.


    Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag!

    LG Sue

    Hallo Maeron,

    ich finde, da solltest Du nochmal „nachbessern“ bzw Dir Gedanken machen. Dass Du Dir Notfallkontakte überlegst, ist ja keine schlechte Idee. Allerdings ist der Sinn von solchen Notfallkontakten ja, dass Du Dich meldest, bevor Du rückfällig wirst!
    Was sollen Dir die Kontakte denn bringen, nachdem Du einen Rückfall hattest? Dass sie Dich „aufmuntern“? Oder Dir den Kopf waschen?

    Irgendwie klingt das für mich auch so, als würdest Du gedanklich schon alles für einen Rückfall „planen“ oder zumindest davon ausgehen, dass es zu einem kommt?

    Welche Strategien hast Du denn um Deine Nüchternheit zu stabilisieren? erkennst Du Schwachstellen, wo Du noch überlegen kannst, wie Du sie beheben kannst um Sinne der Risikominimierung?

    VG Sue

    Trinkt er auch zu Hause, also habt Ihr Alkohol zu Hause? Hast Du mit Deinem Mann über Deine Alkoholsucht gesprochen?
    Das alkoholfreie Zuhause ist (meiner Meinung nach) der wichtigste Grundbaustein. Es geht ja unter anderem darum, die Risiken für einen Rückfall zu minimieren.

    Da hast Du ja dann zum Glück einen Großteil des Tages automatisch schon gefüllt mit Arbeit, Familie, etc.

    Weiß Deine Familie Bescheid? Wie sieht es mit dem alkoholfreien Zuhause aus? Trinkt Dein Mann Alkohol?

    Neue Gewohnheiten zu etablieren für Deine Freizeit ist jetzt wichtig - so, dass Du die Saufzeit ersetzt durch neue Gewohnheiten.

    Ich habe mir am Anfang auch immer einen Kopf gemacht, wenn sich die Stimme mal gemeldet hat (war bei mir zum Glück nicht so häufig).

    Mittlerweile sehe ich es wie Hartmut und CF. Und ich bin eigentlich auch ganz froh, dass sich die Stimme ab und zu meldet. Lässt mich dann immer mal wieder etwas bewusster auf meine Erkrankung blicken (nicht, dass ich es „vergessen“ würde, aber ich finde das persönlich immer ganz gut, so einen Stupser).

    VG Sue

    Hallo Merle,


    herzlich willkommen hier bei uns im Forum!

    Die ersten Schritte hast Du ja schon in die Wege geleitet. Das mit der Langeweile kenne ich auch. Ich bin auch Alkoholikerin, hatte immer nur abends nach der Arbeit (am Wochenende ab mittags) alleine zu Hause getrunken.
    Diese Zeit dann zu füllen, war am Anfang gar nicht so einfach. Hobbies hatte ich im Prinzip keine, da ich ja nur getrunken hatte. Da war es schwer am Anfang, etwas zu finden.

    Ich habe sehr viel hier im Forum gelesen und auch geschrieben, hab irgendwann das Spazierengehen für mich entdeckt und nach und nach herausgefunden, was mir Spaß macht und womit ich die „schwierigen“ Zeiten am Anfang überbrücken konnte.

    Das kommt nicht von heute auf morgen - mach Dir keinen Stress, am Anfang steht das Nüchternwerden an erster Stelle. Wichtig ist natürlich das komplett alkoholfreie Zuhause. Lebst Du allein?
    Wie viel Zeit hast Du denn zu „füllen“? Arbeitest Du oder bist Du auch tagsüber zu Hause? Dann wäre eine feste Tagesstruktur wichtig.

    Hier im Forum findest Du auf jeden Fall viele Tipps und Erfahrungsberichte, die Dich unterstützen können.

    VG Sue

    Ach, das ist ja schön 🙂 Herzlich willkommen zurück, liebe Wacholderfrau! (Ist es ein „zurück“ oder hattest Du nur mal vorbei geschaut? Ich hoffe Du bleibst 🙂).

    Ich freu mich zu lesen, dass Du immer noch trocken bist. Ich denke an meinem Jahrestag immer an Dich, weil wir ja fast zeitgleich hier aufgeschlagen sind…

    Viele Grüße Sue

    Hallo Kamill,


    alkoholfreies Bier als Alkoholiker trinken bedeutet, dass Du nicht abstinent warst in dem Jahr. Oft enthält sogenanntes alkoholfreies Bier (kleine Mengen) Alkohol, vor allem aber ist es auch eine Sache der inneren Einstellung. Ich als (trockene) Alkoholikerin konsumiere nichts, was Alkohol enthält, aussieht wie Alkohol (Bierflasche/Weinflasche, etc) oder nach Alkohol riecht. Wenn ich alkoholfreie Varianten konsumiere, bin ich zumindest vom Kopf her nicht abstinent.

    Du hast ja schon geschrieben, dass Du außer nicht zu trinken (wobei das mit dem alkoholfreien Bier dann auch nicht der Fall war) nichts verändert hast und dass das nicht funktioniert hat. Das stimmt, denn „nur nicht trinken reicht nicht“, wie Du hier bei uns häufig lesen wirst.

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Du schreibst, dass Dir die Bezeichnung „Alkoholiker“ nur schwer über die Lippen kam und Du inzwischen eher die Bezeichnung „ich genese“ bevorzugst.
    „Genesen“ bedeutet ja „heilen“. Die Alkoholkrankheit ist jedoch nicht heilbar, das würde ja suggerieren, dass Alkoholiker irgendwann wieder kontrolliert trinken könnten und das ist eben für Alkoholiker nicht möglich.
    Alkoholikerin bleibe ich mein Leben lang. Ich kann die Krankheit nur zum Stillstand bringen. Dennoch wäre ich bei einem Glas direkt wieder in der „aktiven“ Sucht drin. Verstehst Du, wie ich das meine?

    Wann hast Du das letzte Mal alkoholfreies Bier getrunken?

    VG Sue

    Hallo Kamill,


    schön, dass Du Dich vorgestellt hast. Willkommen hier im Forum.

    500 Tage sind ja schon ein gutes Fundament, auf das Du aufbauen kannst.
    Magst Du noch ein bisschen erzählen, wie Du den Ausstieg geschafft hast? Hast Du mit Deinem Arzt entzogen, warst Du in einer Klinik, etc (wir sind neugierig 🙂).

    Siehst Du Dich als Alkoholiker? Und was sind Deine Pläne? Das Forum richtet sich ja an bekennende Alkoholiker, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Findest Du Dich da wieder?

    VG Sue