Hallo liebe Leute,
melde mich heute mal zurück aus dem Wahnsinn. Meine Lebensgefährtin steht gerade vor mir und brüllt mich an. Irgendwie ist das alles surreal. Mittlerweile sehe ich tatsächlich etwas klarer (so habe ich zumindest das Gefühl) und ich denke, dass meine Frau eine nicht kritikfähige Person ist. Sie steht vor mir und hält mir allerlei Sachen vor. Sie versteht vieles nicht.
Ich verstehe einiges. Und ich verstehe, dass Sie mich ÜBERHAUPT nicht in dem unterstützt was ich mache. Sie hat das kein einziges Mal erwähnt (ich bin übrigens immer noch trocken-wie die Wüste Gobi) und kein Interesse. Es ist nicht so, dass es die Situation schon einmal gab. Es ist das erste Mal, dass ich in dieser Situation stecke.
Ich weiß, dass ich vieles falsch gemacht habe und auch vieles falsch mache. Aber ICH weiß das. Und ich gebe es zu und versuche die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.
Naja, mein immer noch eskalationsfreudiger täglicher Wahnsinn. Obwohl ich nach diesem schrecklichen Saufdruck-WE total ruhig bin. Freundlich und -wie gesagt- recht klar im Kopf bin. Schade, dass ich keinerlei Unterstützung bekomme. Mein bester Freund hält es immer noch für absurd, dass ich ein Alkoholproblem hab. Meinen insgesamt drei Geschwistern hab ich mittlerweile meine schlimmste Alk-Zeit (die mit der täglichen Flasche 0,7Rum)gestanden. Aber auch die scheint das nur peripher zu tangieren, wie man früher gern mal gesagt hat. Habe bei der Caritas angerufen. Termin: Mitte August. Habe dankend abgelehnt. Was wäre, wenn ich wirklich so wie am WE dringend Hilfe benötigen würde? Scheinbar sind das hier wie in vielen anderen Stellen meiner Stadt auch, Hinterwäldler, die den Ernst der Lage nicht sehen.
Bleibt noch eine Anlaufstelle, die ich hier gefunden habe. Ansonsten gibts nur SHG´s. Aber ich weiß, dass mir nur ein Therapeut helfen kann. Es geht bei mir nicht hauptsächlich darum, dass ich jetzt immer noch meine Flasche Schnaps täglich brauche. Es geht in aller erster Linie darum, dass ich -sollte ich mal wieder in so eine schwierige Zeit kommen- dass ich GENAU dann nicht wieder in diesen schlimmen Sauftrott falle. Dafür muss ich langfristige Hilfe bekommen.
Frau steht wieder vor mir und hat immer noch viel zu brüllen. Aber naja, an Alkohl denke ich im Moment sehr wenig. Auch wenn alles andere scheiße ist, so saufe ich zumindest nicht.
Ich wünsche euch zumindest einen schönen Abend und danke euch wirklich von ganzem Herzen, dass Ihr mich seit dem 04.07.2013 davor bewahrt zu trinken 
Es grüßt euch HERZLICHST
Sebastian