Hmmm...ich frage mich, ob eine räumliche Trennung was bringt, währenddessen doch die CO-Abhängigkeit weiterhin besteht? Die ist ja nicht automatisch nach einer räumlichen Trennung auch vorbei.
Ein aktiver CO wird höchstwahrscheinlich immer wieder den Kontakt suchen, trotz getrennter Wohnungen, um so weiterhin kontrollieren zu können, oder?
Das lesen wir hier doch auch immer wieder, das es oft so läuft.
Eine räumliche Trennung allein stoppt also noch nicht die CO-Abhängigkeit, richtig?
Also wäre es folgerichtig, sich nicht nur räumlich zu trennen, sondern ebenso als CO die eigene Abhängigkeit anzugehen, oder?
Ja, spezielle LZT bezüglich der CO-Abhängigkeit kenne ich jetzt so auch nicht, aber es gibt Wochenendseminare für CO-Abhängige, angeboten von SHG.
Bei uns vor Ort gibt es jedenfalls dieses Angebot, das weiß ich.
Und es gibt psychosomatische REHAs, wo man sich auch diesbezüglich Hilfe suchen kann.
Bei uns gibt es zusätzlich eine Tagesklinik.
In der war ein enges Familienmitglied von mir und es wurde auch explizit das Thema CO-Abhängigkeit angesprochen.
Leider war die betreffende Person damals noch nicht so weit, um zu erkennen , das sie selbst auch betroffen ist und konnte so auch noch keine spezielle Unterstützung annehmen.
Das Gesprächsangebot war aber da, und so unbekannt ist in Fachkreisen die CO-Abhängigkeit auch wieder nicht.
Es gibt also Angebote, aber man wird gezielt suchen müssen.
Da haben es Alkoholkranke tatsächlich "einfacher", die Hilfsangebote sind bekannter.
Ich kenne übrigens kein Paar, was wieder wirklich zusammen fand, wenn nicht BEIDE an sich arbeiteten!
Und selbst dann stehen die Chancen nicht zum Allerbesten, das man nicht doch auseinander driftet, weil es doch nicht mehr passt.
Und es wird auch nie mehr wie vorher, denn beide Partner entwickeln sich ja weiter...
Man muss dann schon ne neue Basis finden, und wahrscheinlich auch lernen, anders miteinander umzugehen.
Mein Mann und ich trennten uns übrigens nach 4 Jahren Trockenheit, und ich zog aus.
Wir fanden nach 2 Jahren Trennung wieder zusammen, es war aber dann nicht mehr wie vorher.
Wir hatten aber das Glück, auf einer neuen Basis wieder zueinander zu finden.
Und sind auch heute noch glücklich miteinander.
Unser Umgang miteinander ist aber heute ein anderer wie früher.
Das mal nur so am Rande...
Liebe Nudeltante, wie sieht es bei Dir aus? Würdest Du denn psychologische Hilfe annehmen wollen? Oder vielleicht ne psychosomatische REHA, Wochenendseminar, Mutter-Kind-Kur..
oder was gäbe es bei Euch, was DIR helfen könnte?
Und zwar nicht in Hinsicht darauf, sich dem Alkoholkranken irgendwie "passig" zu machen, es sollte dann schon nur um Dich gehen!
Das fiel mir grade noch so ein...
Ich habe wirklich lange über Deine/Eure Geschichte nachgedacht ...hatte Dich auch gestern Abend noch gelesen...
Ich finde es so traurig, das er so schnell rückfällig wurde...und kapiere es auch irgendwie nicht.
Er hat doch alle Hilfe der Welt bekommen, da waren Fachleute, die sich kümmerten, man bekommt Tipps in der LZT, wie man mit Saufdruck umgehen kann und und und...
Und zusätzlich hatte er Euch als Familie ebenfalls zur Unterstützung, das hat auch nicht jeder!!
Mit tut dann ehrlich gesagt auch das Geld leid, was da reingesteckt wird, während andere wirklich trocken werden wollen und händeringend um einen Platz betteln.
Melde Dich doch bitte mal, wie es jetzt bei Euch weitergeht.
Ich hätte Dir von Herzen gewünscht, das alles wieder gut wird und ihr wieder zufrieden und glücklich als Familie zusammenleben könnt!
Ich kenne auch solche Fälle, wo tatsächlich alles wieder gut wurde...aber ich weiß auch, das die Beteiligten einiges dafür taten , in dem Fall BEIDE Elternteile.
LG Sunshine