Beiträge von Sunshine_33

    Ja Anita, diese ganze Augenwischerei betrifft auch den CO.

    Der nasse Alkoholiker macht sich selbst was vor...und der CO möchte auch nur zu gern glauben, das alles noch im "normalen Bereich" wäre.

    Und so macht man sich selbst und anderen was vor, nur um nicht ins Handeln kommen zu müssen, das gilt für den Alkoholiker UND den CO.

    Andere haben sich oft längst ihr eigenes Bild gemacht. Und reden, lästern vielleicht auch drüber, aber trauen sich nicht, die Betroffenen selbst anzusprechen.

    Würde allerdings in den meisten Fällen auch nix nützen.

    Wer trinken will, wird es tun.

    Und wer die Augen vor allem fest zukneift aus Angst, handeln zu müssen, wird auch daran festhalten.

    Und so vergehen oft Jahre oder gar Jahrzehnte in denen die Situation immer schlimmer wird.

    Denn dieser Aufzug kennt nur eine Richtung, und die ist bergab...mal schneller oder mal langsamer.

    Solange keiner aussteigen will...

    LG Sunshine

    ... dabei auf Arbeit 120% verlässlich, souverän und stark.

    Hmmm, woher weißt Du das, Api?

    Meine Erfahrungen als Alkoholikerin sind andere.

    Als ich noch gesoffen habe, habe ich auch im Job noch funktioniert. Bis zum Tag meiner Entgiftung, sozusagen.

    ABER ich habe immer weniger mein wirkliches Potential ausschöpfen können.

    Die Gedanken an Alk waren stets sehr präsent...wann und wie ich was besorgen und heimlich konsumieren kann und was an Leergut ich noch entsorgen muss etc.pp.

    Das allein wird irgendwann schon fast zum Fulltime-Job :rolleyes:

    Als ich dann einige Monate trocken war, und ich zurück zur Arbeit konnte, freute ich mich sehr drauf.

    Ich hatte wieder Spaß an meinem Job und meine Kollegen fehlten mir auch mittlerweile.

    Und ich bekam nach eigener Zeit ein eigenes Projekt, ich vermute, zu Saufzeiten traute mir das keiner mehr zu.

    Ich konnte trocken wieder früh und zuverlässig auf der Arbeit erscheinen, alle Termine halten und das wurde letztendlich auch finanziell honoriert.

    Man mag vielleicht denken, man mache auch seinen Job trotz Sauferei noch gut, aber ich denke das redet man sich nur ein, um getrost weitersaufen zu können.

    Die Realität sieht eher anders aus...

    Und die Kollegen sind auch nicht doof, die merken oder ahnen, was los ist.

    Man riecht ja auch am nächsten Tag noch nach Alk, der Körper dünstet es aus, da helfen nicht mal fishermans.

    Ich kann Dir heute beispielsweise ganz genau sagen, wer am Vorabend gesoffen hat, ich rieche das sofort.

    LG Sunshine

    Es ist nur so grausam ihn so depressiv zu sehen, besonders wenn er mal ein ganz anderer Mensch war und ich diese beide Menschen...nicht zusammen bekomme.

    Seine Lebensfreude wenn wir zusammen getanzt haben ...jetzt sehe ich einen Menschen der sich mit trinken betäubt und den ganzen Tag im Bett liegt und völlig ohne leben ist.

    Hallo Brigitte,

    Ich hole das hier mal in Deinen Thread.

    Er muss so nicht leben, es gibt viele gute Hilfsangebote!

    Das solltest Du Dir auch immer wieder mal klarmachen .

    Mich hat der Alkohol übrigens auch depressiv gemacht.

    Den Mann, den Du mal kanntest, gibt es so nicht mehr.

    Der Alkohol verändert nun mal auch das Wesen.

    Kann es sein, das er auch ziemlich im Selbstmitleid versinkt?

    Wie auch immer, tun kannst Du nix für ihn, ausser den RTW anrufen.

    Zu Deinem Wohl solltest Du ansonsten mehr Abstand halten, denke ich.

    Könntest Du akzeptieren, das dieses Kapitel Deines Lebens abgeschlossen ist und Du Dich

    nun Deiner Zukunft zuwendest?

    LG Sunshine

    Manchmal lässt sich mit einer eigenen Wohnung besser und wenigstens etwas leichter eine Entscheidung treffen

    Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen!

    Und es hilft sicher auch, erstmal so eine Art Abstand herzustellen.

    Aber ich denke halt auch, das damit nicht jedes Problem gelöst ist.

    Wie oft lesen wir hier von CO-Abhängigen, die sich von ihrem nassen Alkie trennten, auszogen...und dann erneute in eine Beziehung mit einem nassen Alkie gerieten.

    Ich befürchte, das allein eine räumliche Trennung nicht ausreichen wird, wenn nicht zugleich an der vorhandenen CO-Abhängigkeit gearbeitet wird.

    Liebe Nudeltante, Dir wünsche ich viel Kraft zum Sortieren. Und den Mut notwendige Veränderungen auch anzugehen. Denn Chancen hatte er ja wirklich genug, oder?

    Sunshine

    Hmmm...ich frage mich, ob eine räumliche Trennung was bringt, währenddessen doch die CO-Abhängigkeit weiterhin besteht? Die ist ja nicht automatisch nach einer räumlichen Trennung auch vorbei.

    Ein aktiver CO wird höchstwahrscheinlich immer wieder den Kontakt suchen, trotz getrennter Wohnungen, um so weiterhin kontrollieren zu können, oder?

    Das lesen wir hier doch auch immer wieder, das es oft so läuft.

    Eine räumliche Trennung allein stoppt also noch nicht die CO-Abhängigkeit, richtig?

    Also wäre es folgerichtig, sich nicht nur räumlich zu trennen, sondern ebenso als CO die eigene Abhängigkeit anzugehen, oder?

    Ja, spezielle LZT bezüglich der CO-Abhängigkeit kenne ich jetzt so auch nicht, aber es gibt Wochenendseminare für CO-Abhängige, angeboten von SHG.

    Bei uns vor Ort gibt es jedenfalls dieses Angebot, das weiß ich.

    Und es gibt psychosomatische REHAs, wo man sich auch diesbezüglich Hilfe suchen kann.

    Bei uns gibt es zusätzlich eine Tagesklinik.

    In der war ein enges Familienmitglied von mir und es wurde auch explizit das Thema CO-Abhängigkeit angesprochen.

    Leider war die betreffende Person damals noch nicht so weit, um zu erkennen , das sie selbst auch betroffen ist und konnte so auch noch keine spezielle Unterstützung annehmen.

    Das Gesprächsangebot war aber da, und so unbekannt ist in Fachkreisen die CO-Abhängigkeit auch wieder nicht.

    Es gibt also Angebote, aber man wird gezielt suchen müssen.

    Da haben es Alkoholkranke tatsächlich "einfacher", die Hilfsangebote sind bekannter.

    Ich kenne übrigens kein Paar, was wieder wirklich zusammen fand, wenn nicht BEIDE an sich arbeiteten!

    Und selbst dann stehen die Chancen nicht zum Allerbesten, das man nicht doch auseinander driftet, weil es doch nicht mehr passt.

    Und es wird auch nie mehr wie vorher, denn beide Partner entwickeln sich ja weiter...

    Man muss dann schon ne neue Basis finden, und wahrscheinlich auch lernen, anders miteinander umzugehen.

    Mein Mann und ich trennten uns übrigens nach 4 Jahren Trockenheit, und ich zog aus.

    Wir fanden nach 2 Jahren Trennung wieder zusammen, es war aber dann nicht mehr wie vorher.

    Wir hatten aber das Glück, auf einer neuen Basis wieder zueinander zu finden.

    Und sind auch heute noch glücklich miteinander.

    Unser Umgang miteinander ist aber heute ein anderer wie früher.

    Das mal nur so am Rande...

    Liebe Nudeltante, wie sieht es bei Dir aus? Würdest Du denn psychologische Hilfe annehmen wollen? Oder vielleicht ne psychosomatische REHA, Wochenendseminar, Mutter-Kind-Kur..

    oder was gäbe es bei Euch, was DIR helfen könnte?

    Und zwar nicht in Hinsicht darauf, sich dem Alkoholkranken irgendwie "passig" zu machen, es sollte dann schon nur um Dich gehen!

    Das fiel mir grade noch so ein...

    Ich habe wirklich lange über Deine/Eure Geschichte nachgedacht ...hatte Dich auch gestern Abend noch gelesen...

    Ich finde es so traurig, das er so schnell rückfällig wurde...und kapiere es auch irgendwie nicht.

    Er hat doch alle Hilfe der Welt bekommen, da waren Fachleute, die sich kümmerten, man bekommt Tipps in der LZT, wie man mit Saufdruck umgehen kann und und und...

    Und zusätzlich hatte er Euch als Familie ebenfalls zur Unterstützung, das hat auch nicht jeder!!

    Mit tut dann ehrlich gesagt auch das Geld leid, was da reingesteckt wird, während andere wirklich trocken werden wollen und händeringend um einen Platz betteln.

    Melde Dich doch bitte mal, wie es jetzt bei Euch weitergeht.

    Ich hätte Dir von Herzen gewünscht, das alles wieder gut wird und ihr wieder zufrieden und glücklich als Familie zusammenleben könnt!

    Ich kenne auch solche Fälle, wo tatsächlich alles wieder gut wurde...aber ich weiß auch, das die Beteiligten einiges dafür taten , in dem Fall BEIDE Elternteile.

    LG Sunshine

    Zitat

    Wie gesagt, die Chance mit der Klinik gebe ich ihm noch, sollte das nicht fruchten, dann müssen wir getrennte wegen gehen, dessen bin ich mir bewusst ;( obwohl dieser Gedanke sehr schmerzlich ist, sehr! Sollte es aber nicht klappen, werde ich das durchziehen!

    Für uns als Familie ist das jetzt die letzte Chance mit der Langzeittherapie ,

    Hallo Nudeltante,

    das schriebst Du am 17.01.2022.

    Und nun?

    Er hat wieder getrunken und Du tust und machst wieder, bringst ihn ins KH und fragst hier nach, was dort wohl weiter mit ihm passiert?

    Von letzter Chance keine Rede mehr, oder?

    Entweder war das nun seine letzte Chance oder nicht!

    Oder war es nur Dahergeschreibsel, und wenn es erst wird, wird doch wie bisher weiter gemacht?

    Nudeltante, ich hatte sehr für Euch gehofft, das er in der LZT gelernt hat und trocken bleiben kann. Glasglocke hin oder her, daran allein liegt es doch auch nicht, nach der LZT gleich wieder gezielt loszugehen und Alk zu kaufen. Und das hat er offensichtlich getan.

    Ich denke nun leider auch, das es so weiter gehen wird, er will nicht wirklich ein trockenes Leben.

    Hätte er wirklich gewollt, hätte es andere Möglichkeiten gegeben, sich bei Saufdruck schnell Hilfe zu holen.

    Ich weiß nicht mal wirklich, ob er Saufdruck hatte oder einfach so wieder saufen wollte?

    Er ist sofort ins alte Muster zurück gerutscht, ohne was dagegen zu unternehmen. Das ist wohl mal Fakt.

    Hier im CO-Bereich wird oft geschrieben, das es die Entscheidung des Alkoholkranken ist, ob er wieder trinkt oder nicht.

    Das halte ich so pauschal dargestellt für falsch.

    Ich bin trockene Alkoholikerin und ich weiß sehr genau, wie es ist, wenn man auf Entzug kommt. Schweißausbrüche, starke Angstgefühle, Panikanfälle, Todesangst...da is nicht mehr viel mit "Entscheidungen treffen", ob man trinken möchte oder nicht.

    Man will nur, das es aufhört, der Alk diktiert hier, was man tut. Mit Entscheiden hat das herzlich wenig zu tun.

    Anders aber, wenn jemand professionell entgiftet wurde. Und anschliessend gar noch monatelang in LZT war und dort hätte lernen können. Da ist ja dann nicht mehr der körperliche Druck da, trinken zu müssen.

    Trotzdem marschieren nicht wenige nach der LZT schnurstracks zur nächsten Tanke, zum Supermarkt whatever und besorgen sich Stoff.

    Ich persönlich kann das einfach nicht nachvollziehen, nun ja, ich hatte bisher auch keinen Rückfall.

    Bin übrigens auch der Meinung, das Rückfälle nicht zwangshalber " dazugehören"!

    Meine Gedanken bei Saufdruck wären wohl eher, was kann ich jetzt tun?

    Was habe ich in der LZT gelernt?

    Wo bekomme ich jetzt akut Hilfe her, um nicht wieder trinken zu müssen?

    Dein XY hat sich meiner Meinung nach tatsächlich wieder fürs Trinken entschieden. Das war kein Blackout.

    Er hat gezielt Alk gekauft, ihn ins Haus geschafft und dort heimlich getrunken.

    Er war körperlich entgiftet, es könnte also nur psychischer Saufdruck sein, und da hätte es andere Möglichkeiten gegeben, damit fertig zu werden.

    Wollte er aber nicht, er wollte trinken und hat sich auch bewusst dafür entschieden.

    Nudeltante, ich denke er will nicht aufhören, er hat leider nix kapiert, obwohl er genug Chancen und auch Hilfe hatte.

    Er wusste doch, das es seine letzte Chance war, oder? Und er hat sich sozusagen mit dem Hintern drauf gesetzt!

    Du kannst nun noch ein paar Jahre so weitermachen...oder eben die angesagten Konsequenzen mal durchziehen.

    LG Sunshine

    Hallo Brigitt,

    was "man" tun kann, weiß ich nicht.

    Ich kann Dir aber sagen, was mein Mann und mein bester Freund taten, den mein Mann zur Hilfe gerufen hatte, als ich schon vormittags in einem desolaten, angetrunkenen Zustand war.

    Sie riefen den Rettungswagen.

    Ich machte noch Faxen, wollte nicht mit, ließ mich dann aber doch überreden.

    Nach Einlieferung in der Notaufnahme landete ich auf der Intensiv und wurde entgiftet.

    Es wäre beinahe zu spät gewesen, ich war wirklich kurz davor, mich totzusaufen und habe das auch in Kauf genommen.

    Dein Mann braucht professionelle Hilfe!

    Schon mal dran gedacht, den RTW zu rufen?

    Mehr kannst DU dann aber nicht tun, er muss auch bereit sein, Hilfe anzunehmen.

    Und auch den innigsten Wunsch haben, nie wieder trinken zu müssen.

    Und das muss aus seinem tiefsten Innersten kommen!

    Was meinst Du, hat er sich schon so weit runter gesoffen, das er Hilfe annehmen würde?

    LG Sunshine

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Du davor wirklich Angst hast, denn das wäre wirklich so unlogisch wie nur irgendetwas. Versuche bitte mal ganz genau in Dich hineinzuhören, ob diese Angst vor seiner Drohung Dir nicht ein wenig Recht kommt, um eine Trennung erst einmal weiter hinaus zu schieben.

    Feli, ich habe genau das Gleiche wie Cadda gedacht, als ich das mit Deiner Angst vor Drohungen las.

    Ich konnte es nur nicht so gut in Worte kleiden wie Cadda.

    CO-Abhängige finden oft "Gründe", warum sie doch nicht gehen können, da spielt dann auch oft Angst vor der eigenen Courage mit rein gekoppelt mit Ängsten, es nicht zu schaffen.

    Dann ist alles plötzlich doch nicht so schlimm und es wird zurück gerudert.

    Oft wird dann auch dieses Forum verlassen, um wieder fest die Augen zusammen kneifen zu können.

    Leider wird nichts dadurch besser, es wird nur immer schlimmer mit einem schwer alkholkranken Menschen.

    Feli, ich bin nicht sicher, aber fragtest Du nicht, wann es bei mir Klick gemacht hat?

    Das ich ein Alkoholproblem habe, wusste ich jahrelang. Mir wurde auch irgendwann klar, das ich abhängig geworden bin, aber selbst dann habe noch jahrelang weiter gesoffen.

    Klick gemacht hat es im Grunde nicht bei mir...ich landete auf der Intensiv und wäre bei der Entgiftung beinahe gestorben.

    Ich war nur endlos dankbar, doch noch Hilfe zu bekommen und habe sie komplett bedingungslos annehmen können.

    Ich wollte nie wieder trinken müssen, das war mein einziger Wunsch.

    Ich habe dem ALLES untergeordnet, meine Trockenheit zur Prio 1 gemacht.

    In meiner Saufphase habe ich niemanden mehr an mich ran gelassen, alles abgestritten, habe heimlich gesoffen, war verbal aggressiv, habe auch diverse Drohungen ausgesprochen..die ganze Säufernummer.

    Wie lange das so lief vom Alkoholproblem bis hin zu schwerster Abhängigkeit? Ich kann es nicht genau sagen...ca. 15 Jahre, vielleicht auch länger...

    Mach Dir also mal keine großen Hoffnungen, das er plötzlich einsichtig wird, und alles würde gut...meine Säuferkarriere ist kein Einzelfall, viele andere machten es genau so.

    Und meine schlechten Charaktereigenschaften gibt es ebenso nach wie vor, ich bin kein perfekter Mensch geworden, nur weil ich nicht mehr saufe.

    Tyrannei gehörte zum Glück aber nie zu meinen Charaktereigenschaften.

    LG Sunshine

    Hallo achelias,

    wie lebt man denn leidend und zugleich zufrieden?

    Das eine schließt für mich das andere aus.

    Natürlich soll sich Feli in Ruhe informieren! Und einen Plan zu haben ist auch nie von Nachteil.

    Aber achelias, CO's neigen auch zum jahrelangen Ausharren, Du bist hier lange genug dabei und auch im CO Bereich aktiv, um das zu wissen.

    Feli harrt auch schon jahrelang aus...wie lange soll es denn Deiner Meinung nach so weiter gehen? Noch ein paar Jahre, oder wie?

    Desweiteren ist es keine Flucht, sich aus einer unglücklichen Beziehung zu verabschieden. Das ist Selbstfürsorge und in diesem Falle ein sich-in-Sicherheit- bringen vor einem besoffenen Tyrannen.

    Feli, habe keine Angst, das er Dir die Kinder wegnehmen kann. Nasse Alkoholiker sprechen ganz schnell auch Drohungen aus, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Das ist geradezu typisch.

    Erst Säuselei, zieht das nicht, folgen Drohungen und Anschuldigungen.

    Kommt es zu Streitigkeiten wegen den Kindern, schaltet sich eh das Jugendamt ein. Und die Mitarbeiter dort sind auch nicht alle blöd.

    Auch wenn er gut argumentieren kann, das wirkliche Wesen bricht doch früher oder später durch.

    Ich würde beim Gespräch mit dem Jugendamt alles sagen, was passiert ist.

    Und das Dein Mann alkolabhängig ist.

    Beweise vorlegen können ist noch besser.

    Dazu gehören im übrigen auch eigene niedergeschrieben Gesprächsprotokolle mit Datum und Uhrzeit.

    Das Jugendamt wird nicht zulassen, das Kinder zu einem saufenden Elternteil müssen.

    Es wird eher darauf hinauslaufen, das er sie sehen darf, allerdings unter Betreuung eines Mitarbeiters.

    Wir haben diese ganze Nummer selbst durch im Familienkreis. Ich weiß also ziemlich genau, wie sowas abläuft.

    Dir werden ganz sicher nicht die Kinder weggenommen.

    Aber Du wirst sie ihm auch nicht ganz entziehen können, das sollte Dir auch klar sein. Er ist nun mal der Vater, und letztendlich muss es allen einigermaßen gut gehen mit den getroffenen Regelungen.

    Das Jugendamt unterstützt dabei, ansonsten geht's vor das Familiengericht.

    Aber auch dort sitzen Richter/Richterinnen, denen es um das Kindeswohl geht.

    Denn um die geht es und nicht um Zoff zwischen den Eltern.

    LG Sunshine

    was sich so festgefahren hat ist zb, dass selbst wenn er so viel intus hat, er immer noch Reden kann, ohne zu lallen....meistens.

    Das weist doch aber nur auf eine hohe Alkoholtoleranz hin, sprich das der Körper an sehr hohe Mengen an Alkohol gewöhnt ist.

    Das ist also ein Hinweis auf seinen hohen Alkoholkonsum! Und keine Stärke oder gar ein Hinweis, das er doch nicht so viel trinkt und Du ihm Unrecht tust.

    "was ist, wenn ich übertreibe?" "Was ist, wenn es zur Trennung kommt und er die anderen davon überzeugt, ich bin der Aggressor?!"

    Das ist doch völlig egal!

    Ja, wahrscheinlich wird er es versuchen...aber willst Du denn Dein Leben und das der Kinder von der Denke anderer Menschen abhängig machen??

    Es ist völlig Latte was andere denken und reden, es geht DIR doch schlecht in dieser Situation und zwar schon lange.

    Und wenn es jemanden schlecht geht in einer Beziehung, hat er alles Recht der Welt, sich daraus zu befreien.

    Du musst da nix vor anderen rechtfertigen!

    Mir wäre es völlig egal, ob er mich als Aggressor darstellt oder peng. Soll er doch...Hauptsache ich bin da weg und kann in Ruhe leben.

    Alles andere ist erstmal komplett unwichtig.

    Und...es ist auch nicht so, das es im Freundes-und Bekanntenkreis unbemerkt bleibt, wenn jemand säuft. Die haben sich oft längst ihr eigenes Bild gemacht...und werden vielleicht sogar sagen " Gott sei Dank Feli, das Du da weg bist! Du hast genau das Richtige getan."

    Kann ja auch sein...

    LG Sunshine

    Es dreht sich alles nur um ihn, Feli!

    Auch Dein Post dreht sich vorwiegend um ihn, was er wieder gemacht hat etc.

    Von Dir lese ich nur wenig.

    Du bist verzweifelt, das merkt man.

    Es ist aber trotzdem so, das DU was ändern musst, um Deine Lage zu verbessern.

    Denn er wird es nicht tun!

    Und sei mir nicht böse, aber für mich zeigt Dein XY stark tyrannische Züge, und die wären auch noch da,

    würde er nicht mehr saufen.

    Der Alkohol mag zwar teilweise das Wesen verändern, aber er ist auch nicht allmächtig.

    Und Trockenheit allein macht aus einem Saulus auch keinen Paulus.

    Du musst selbst entscheiden was Du willst, und wenn Du was verändern willst, dafür dann auch aktiv werden.

    Den ersten Schritt hast Du schon getan, indem du hierher gekommen bist und der zweite war die Anmeldung bei der Suchtberatung.

    Gut ist auch, daß Du Deinen Frust hier ablässt.

    Dein Mann ist eh unerreichbar in seiner Sucht, und Tyrannen verlieren auch oft die Kontrolle über sich, und wenn er dazu noch besoffen ist, wird es brandgefährlich.

    Da würde ich kein Risiko eingehen.

    Ich persönlich wäre eh schon lange weg, aber ich bin auch kein CO.

    Alles ist besser als das, was Du da gerade erlebst.

    Ich hätte die Chance genutzt, ohne ein Wort abzuhauen, wenn er mal nicht da ist, hätte vorher wichtige Papiere an mich genommen.

    Und dann nix wie weg da, mit Sack und Pack, soweit möglich und Kinder im Schlepptau.

    Freunde, Frauenhaus, eigene Wohnung suchen und das war es.

    Keine Frau und kein Kind hat so ein Leben verdient!

    LG Sunshine

    Tja Susanne, das ist die Crux.

    Durch unsere ganze Lügerei, das Heimlichsaufen, das Verschleiern der Trinkmenge kennen die Partner oft gar nicht das gesamte Ausmaß!

    Selbst ein CO, der fleißig kontrolliert, würde sich wundern, wie viel ausserdem gesoffen wurde.

    Da kann es sein, das es nicht ernst genommen wird, wie schlimm es wirklich ist, wenn man auspackt.

    Bei mir war es so, das ich auf der Intensiv landete und die Ärzte auch mit meinen Angehörigen sprachen, wie ernst die Situation ist.

    Von daher gab es da keine Diskussion mit meinem Mann bezüglich Alkoholvorräte weiterhin Zuhause haben wollen für Gäste oder so... oder das es doch nicht so schlimm gewesen ist.

    Mein Mann WUSSTE ab der Entgiftung, wie schlimm es wirklich ist, was mir im Nachhinein half.

    Aber von meiner Seite aus habe ich auch nie mehr irgendwas schön geredet.

    Toll, das Dein Mann nicht in Deiner Gegenwart trinkt! :thumbup:

    Aber wie ernst die Alkoholsucht wirklich, auch bei Dir, gewesen ist, da braucht es vielleicht noch ein paar ehrliche Gespräche mit ihm?

    LG Sunshine

    Hallo Ute,

    Willkommen hier im Forum!

    Darf ich fragen, warum Du "man" schreibst, obwohl Du Dich meinst?

    Ersetze doch einfach "man" durch "ich", denn DU hast doch diese Gefühle!

    Hast Du schon überlegt, wie es nun bei Dir/Euch weitergehen kann?

    Möchtest Du so weiter machen oder was zum Guten in Deinem Leben wenden?

    Dann müsstest Du selbst aktiv werden, sonst bleibt ja alles beim Alten.

    Was kannst Du für Dich tun, damit es Dir besser geht?

    LG Sunshine ( trockene Alkoholikerin)

    Das Wort Saufdruck finde ich nicht schön,es klingt so primitiv,so abwertend,es bezeichnet einen Zustand,dem ein Mensch erliegen kann

    Hallo Sonne,

    habe mich etwas durchgelesen bei Dir und möchte Dich auch noch herzlich hier im Forum begrüßen.

    Das Wort "Saufduck" verwendete mal meine Hausärztin, die mich seit meiner Entgiftung begleitet. Sie fragte mich, ob ich Probleme mit Saufdruck habe?

    Ich fand das auch erst ein bisschen asi :wink: , heute sehe ich das anders.

    Schön geredet haben wir uns doch unsere Sauferei lange genug und bei Saufdruck weiß komischerweise auch jeder, was gemeint ist.

    Warum also nicht deutliche Worte verwenden?

    Weil man wieder etwas schönen möchte, beispielsweise die Vergangenheit ?

    Einer Fl.Sekt,die keine 4 Euro kostet, macht mich krank. Dieser verdammte Alkohol- billig,kalorienreich- und ich soll schwächer sein?

    Nein,ich bin nicht schwach.

    Also ich bin schwächer als der Alkohol. Ich bin sogar von ihm abhängig geworden, so wie Du auch.

    Der Alkohol ist zu mächtig für mich, ich lege mich nicht mehr mit ihm an.

    Jeder Kampf gegen den Alk ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    Ich habe lieber kapituliert vor ihm, ich weiß das er jede Runde gewinnt, sollte ich nochmal zu ihm in den Ring steigen.

    Ich kann mit Alkohol nicht umgehen.

    So ist nun mal der Stand der Dinge.

    Ich muss auch keine Stärke beweisen und mich mit ihm in meinem ganz persönlichen Umfeld arrangieren, nö...unser Haus bleibt immer alkoholfreie Zone.

    Wie sieht es da bei Dir aus, darf ich fragen?

    Bekommst Du bezüglich Deiner Alkoholabhängigkeit Unterstützung von Deinem Mann?

    Meiner hat zum Glück akzeptiert, das in unser Haus kein Alkohol eingeschleppt wird. Er trinkt auch schon seit einigen Jahren selbst keinen mehr.

    Liebe Grüße sendet Dir

    Sunshine

    Je mehr ich hier lese, desto mehr hab ich das Gefühl, dass ich schon früher hätte reagieren müssen :(

    Ja Feli, das hätten hier viele tun sollen, aber es ist nun mal wie es ist, man kann die Zeit nicht zurück drehen.

    Hadere da mal nicht mit Dir selbst, Hauptsache Du kommst jetzt in die Handlung.

    Feli, es kann doch nicht sein, das Du versuchst, die Schulden abzubauen, während er so viel Kohle lustig versäuft und verraucht!

    Und auch sonst alles allein machen musst.

    Das ist ja Ausnutzung eines Menschen in Reinform.

    Kann es sein, das Dein Mann ein richtiger Macho ist, oder ist er einfach nur stinkend faul und säuft und raucht lieber, anstatt mal nen Finger im Haushalt zu rühren?

    Nun ja, wenn man jeden Tag nach Feierabend 12 Pullen Bier saufen muss, dann bleibt allerdings auch nicht viel Zeit für anderes...und es ist einem dann auch egal. Und über ein vollgepinkeltes Bett muss man sich dann auch nicht wundern.

    Sorry, aber ich wäre schon vor Ekel und Wut weeeeiiit weggelaufen...

    Feli, Du musst begreifen das Du ihm nicht helfen kannst. Er hat sich fürs Saufen entschieden. Du darfst auch eigene Entscheidungen für Dein Leben treffen!

    Du musst Dir Dein Leben nicht durch einen anderen Menschen schrotten zu lassen.

    Und es sind ausserdem Kinder im Spiel.

    Die musst Du schützen vor dem Alkoholiker, sie werden sonst schweren Schaden nehmen. Bitte lass das nicht zu.

    Käme eine Trennung für Dich denn in Frage?

    LG Sunshine

    Das Wissen, dass ich etwas ändern muss ist da, aber mir fehlen Kraft, Zeit, Geld, Mut, Möglichkeiten....

    Hallo Feli,

    von mir noch ein Herzliches Willkommen hier im Forum!

    Feli, ein Partner sollte ja Bereicherung sein, nicht Belastung.

    Bei Dir hört es sich nicht nur nach starker Belastung an, sondern das Dir Dein saufender Mann Dein eigenes Leben regelrecht kaputt macht!

    Möchtest Du das?

    Oder möchtest Du lieber wieder frei sein?

    Zum obigen Zitat:

    Es hört sich so an als wärest Du regelrecht gefangen in dieser Beziehung und zwar für immer.

    Das kann doch aber nicht sein!

    Wir leben in einem Land, indem wir selbst entscheiden können und dürfen, wie wir leben möchten.

    Und in so einer Beziehung muss wirklich keiner leben.

    Du schreibst, Dir fehlt Kraft, Zeit, Geld, Mut, Möglichkeiten.

    Kraft kannst Du hier finden und wir können Dir auch Mut machen.

    Was bedeutet, das Dir Die Zeit fehlt...wofür denn genau?...das ist mir etwas unklar.

    Geld und Möglichkeiten...darf ich fragen ob Du berufstätig bist?

    Die wichtigste Frage wäre allerdings, willst Du Dich überhaupt trennen?

    Oder doch lieber weiter ausharren?

    Trocken legen kannst Du Deinen Mann nicht, der wird meiner Einschätzung nach noch lange weiter saufen, das Bett und Sofa vollpissen, und es wird anderweitig auch noch schlimmer werden, besser ganz sicher nicht.

    Der Alkohol verändert auch das Wesen eines Menschen und die Saufmenge von Deinem Säufer ist ja schon erheblich!

    Den Mann, den Du mal zu kennen meintest, der wird er nie wieder.

    Das würde er nicht mal, wenn er eine Krankeitseinsicht hätte und etwas gegen seine Sucht unternehmen würde.

    Aber darüber braucht man gar nicht weiter diskutieren, denn er will ja saufen und niemand wird ihn daran hindern können.

    Entweder Du spielst da weiter mit oder ziehst Deine Konsequenzen.

    Für Dich und Deine Kinder. Denn Du darfst ruhig glauben was Dir schon geschrieben wurde...die haben mit Sicherheit schon mehr mitbekommen als Du denkst.

    Deinen Säufer wirst Du nicht ändern können, aber Dein Leben darfst Du so gestalten, wie Du es Dir wünscht.

    Ich würde Dir auch dringend raten, Dich beraten zu lassen. Suchtberatungsstelle, Anwalt, und wahrscheinlich gibt es weitere Angebote.

    Wenn Du da klarer siehst, Dir mögliche Wege aufgezeigt werden, kann Dir das auch viel Mut machen.

    Feli, ich bin ganz sicher, das keine Frau in so einer Situation gefangen bleiben muss!

    Aber Du musst selbst aktiv werden!

    Es werden sich Möglichkeiten finden, wenn Du es nur willst.

    Das ist doch so kein Leben !

    LG Sunshine ( trockene Alkoholikerin )

    Man kann keinen anderen Menschen trocken labern, wer trinken will wird trinken.

    Ebenso verhält es sich offensichtlich mit der CO-Abhängigkeit, auch da nützt alles Geschreibe hier kein Stück.

    Wer nicht loslassen will, seiner Sucht nach einem anderen Menschen weiterhin frönen will, wird das auch tun!

    In diesem Thread ist es sehr sichtbar, wie der Hase läuft. Es wird sich immer wieder alles schön geredet, damit es wieder passt.

    Und sobald man des anderen wieder habhaft wird, will man wohl als CO-Abhängige sofort sein weiteres Leben managen...selbstverständlich nach dem eigenen Gutdünken. Egal ob der andere das will oder auch nicht?

    Lea, ich hatte Deinen Beitrag gelesen, ehe er editiert wurde (aus gutem Grund!)

    Und mir standen die Nackenhaare vor Abscheu vor Deinem ungepflegten Typen da.

    Könnte ich keinen Tag mit Leben!

    Und Nein, bei mir war es auch nicht so, das ich ungepflegt in meiner Saufzeit war, ich betrieb bis zum Schluss Körperhygiene.

    Ich bin nicht nur erstaunt, sondern eher entsetzt, was Du alles tust, um nicht loslassen zu müssen.

    Ich frage mich allerdings, ob Du jemals loslassen wolltest, eher nicht, oder?

    Dieses Forum richtet sich allerdings an Alkoholiker, die ihre Sucht stoppen wollen ebenso an CO- Abhängige, die ihre Sucht stoppen wollen.

    So dachte ich bisher jedenfalls...

    Du machst keinerlei Fortschritte in Sachen Stoppen der CO-Abhängigkeit, sondern eher ganz im Gegenteil.

    Wie stellst Du Dir das weiter mit Deinem XY vor?

    Wird Dein weiteres Leben mit ihm sein, in schwerer Abhängigkeit von ihm?

    Hast Du mal dran gedacht, Dir psychologische Unterstützung zu holen, um DEINE Krankheit anzugehen?

    Denn gesund is das ja alles nich, oder?

    LG Sunshine

    Hallo,

    zu Essig, Senf, Ketchup etc.

    Daran habe ich mich nie berauscht, es hat mich auch nie getriggert.

    Ne Bratwurst ohne Senf? Nö.

    Hätte ich allerdings bemerkt, das es mich triggert, hätte ich gleich auf Senf samt Bratwurst verzichtet.

    Orangensaft schmeckt für mich immer noch nach Wodka, den kann ich nicht trinken, da kommt bei mir sofort Ekel hoch.

    Da hatte ich mal eine merkwürdige Situation...ich war bestimmt schon über 10 Jahre trocken. Wir machten einen Kurzurlaub und in der Frühstückspension gab es frisch gepressten O-Saft, der wirklich lecker aussah.

    Ich nahm ein kleines Glas, probierte und hätte Stein und Bein geschworen, das da Wodka drin ist.

    Das war aber nun echt unwahrscheinlich, das zum Frühstück Wodka-O kredenzt wird, ich ließ trotzdem meinen Mann probieren, der sagte, nö, is ganz normaler Orangensaft.

    Ich mag bis heute keinen.

    Traubensaft, egal ob pur oder als Schorle, ist mir auch zu nah am Weingeschmack, kann ich auch nicht ohne Ekel trinken.

    Das alles musste ich auch erstmal rausfinden, habe dabei immer auf mein Bauchgefühl bzw. Geschmacksgefühl gehört.

    Es gibt aber so viele andere Säfte und ich empfinde es nicht als Einschränkung, auf O-und Traubensaft zu verzichten.

    Gerne trinke ich auch mal ne Bionade, aber nie aus der bierähnlichen Pulle.

    Gieße ich mir in ein Wasserglas und fertig.

    Aber bevorzugt trinke ich sowieso Tee, die Limos und Säfte sind eher ne Ausnahme.

    LG Sunshine

    Doch Veru, man kann sich seinen Freundeskreis "backen" ;)

    Familie kann man sich nicht aussuchen, Freunde schon!

    Man kann den Kontakt zu Freunden abbrechen, die einem nicht gut tun.

    Kann jemand so gar nicht in meiner Gegenwart auf Alkohol verzichten, brauche ich den einfach nicht in meinem Freundeskreis.

    Ich kann neue Leute kennenlernen, die auch zu Freunden werden können.

    Da schau ich einfach genau hin, viele Menschen haben nämlich mit Alk überhaupt nichts am Hut und eignen sich für mich somit auch als Freunde.

    So ein Umbau des Freundeskreises dauert natürlich seine Zeit, und Freundschaften müssen sich natürlich auch erst entwickeln. Mal passt es, mal auch nicht.

    Man muss nur wissen, was man will. Ich für meinen Teil wollte kein nasses Umfeld um mich rum haben. Kann mit angesoffenem Gequatsche auch so gar nix anfangen, für sowas ist mir meine Zeit zu schade.

    Ich muss mich nicht mit einem nassen Umfeld arrangieren und mich dementsprechend irgendwie hinbiegen, kann es aktiv selbst anders gestalten.

    Allerdings muss man dafür vor die Tür gehen, aktiv auf Menschen zugehen, vielleicht über Vereine oder Hobbys etc.

    Von nix kommt halt nix ;)

    LG Sunshine

    Hallo Borussia,

    kam nach dem Sport evtl. das Bedürfnis nach Belohnung hoch? Ich weiß von vielen Alkoholikern, das sie ein ausgeprägtes Belohnungsverhalten hatten, was durch Alkohol befriedigt wurde.

    Kennst Du das auch?

    Tja, die Anfangseuphorie ist halt irgendwann vorbei. Der Alltag ist wieder da, auch mit seinen Problemen. Allerdings sind sie nüchtern besser zu lösen.

    Du hattest heute schon die Pulle in der Hand, ja?

    Was hast Du für Strategien gegen Saufdruck?

    Das nächste mal kaufst Du sie evtl. und bist Minuten später im Rückfall.

    Du brauchst einen "Notfallkoffer", in dem Du Strategien hast bei akutem Saufdruck.

    Bei mir hat beispielsweise immer geholfen, mich sofort aus gefärdenden Situationen zu entfernen.

    Und stattdessen was völlig anderes zu machen.

    Viel Wasser oder Tee trinken ist auch meist hilfreich. Hast Du immer ne Pulle Mineralwasser am Mann?

    Schau auch bei aufkommenden Saufdruck auf Deine Grundbedürfnisse.

    Bist Du hungrig, oder durstig oder müde?

    Dann befriedige diese Bedürfnisse so schnell wie möglich.

    Das fällt mir mal so ad Hoc ein, hast Du Ideen, was Dir noch gut tut?

    Apropos Belohnungssaufen, auch da schau mal nach, mit was Du Dich in Deinem abstinenten Leben belohnen kannst anstatt mit Alk.

    Die Gefühlsschwankungen sind normal nach so kurzer Abstinenz, haben oder hatten fast alle, mich eingeschlossen.

    Vieles im Körper muss sich erstmal wieder einregulieren, das dauert seine Zeit.

    Also keine Angst, das geht auch wieder vorbei.

    Vielleicht drückt auch die Trennung von der Frau? Ist ja auch nicht ganz so einfach, oder?

    LG Sunshine