Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Elima,

    Du schreibst hier, wie schlecht es Dir geht in dieser Situation in Eurer Beziehung.

    Dabei ist es völlig latte, wie viel oder wie wenig er trinkt. Dir geht es nicht gut in dieser Beziehung !

    Was meinst Du denn, was wir raten sollten?

    So weiter zu machen? Wird schon alles gut werden und bliblablubb...

    Elima, ihn kannst Du nicht erreichen, er will trinken und wird es tun. Solange ich trinken wollte, habe ich mir auch nicht reinquatschen lassen. Ging in ein Ohr rein, durchs andere wieder raus.

    So verhalten sich nun mal Menschen, wenn sie trinken wollen! Dagegen bist Du komplett machtlos, glaub mir das mal.

    Hier geben Menschen ihre Erfahrungen weiter und schreiben auch anderen aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen. Und die sind nun mal NICHT so, das alles wieder gut wurde, im Gegenteil, die Situation wurde immer schlimmer.

    Da kannst Du nicht erwarten, das Dir jemand zum Bleiben in einer unglücklichen Beziehung rät, ausser er könnte Dich partout nicht leiden.

    Entscheiden tust letztendlich aber Du selbst. Du bist für Dich selbst verantwortlich.

    BTW: Du relativierst seinen Alkkonsum, überlegst, wie viel Gesöff normal sein könnte...und das ja alle trinken...

    Dabei wäre es "normal", überhaupt keinen Alk zu konsumieren, denn unser Körper braucht keinen zum Überleben.

    Es ist nur in unserer westlichen Welt üblich, Alkohol zu konsumieren, in anderen Kulturen ist es aber nicht so.

    Was wiederum nicht heissen soll, das man sich da nicht mit anderem volldröhnt, denn die Sehnsucht nach Rausch gibt es wohl in allen Kulturen? Hm.

    Wie auch immer, änderst Du nix an der Situation, bleibt alles wie es ist. Du hast die Wahl.

    Weiter unglücklich in dieser Beziehung verharren oder das Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

    Trennungen sind schwer, ohne Frage.

    Sind aber oft überlebenswichtig.

    Und oft nötig, wenn man noch einen Rest Selbstwertgefühl behalten möchte.

    Es gibt so viele Menschen auf dieser Welt, woanders wird es jemanden geben, mit dem es einfach besser passt, mit dem man glücklich werden kann.

    Daran glaube ich ganz fest.

    Das Leben bedeutet immer auch Veränderung. Nichts ist in Stein gemeißelt, auch kein "in guten wie in schlechten Zeiten ", denn damit ist sicher nicht gemeint, sein Leben in Unglücklichsein zu verbringen, während sich der uneinsichtige Säufer lustig welche ballert.

    LG Sunshine

    ( trockene Alkoholikerin)

    Ich frage mich die ganze Zeit ob man eine Beziehung, eine Trennung und den Umgang miteinander auch anders gestalten kann.

    Hallo Brigitt58,

    solche Ideen hatten auch schon andere CO-Abhängige hier im Forum.

    Nur um nicht ganz loslassen zu müssen, denn darum geht es doch dabei, nicht wahr?

    Ich kann mich nicht dran erinnern, das auch nur eine Dame so glücklich geworden wäre oder auch nur eine gewisse Zufriedenheit eintreten konnte.

    Der Alk wird immer dazwischen stehen und das geht auch nicht mehr weg...ausser vielleicht wenn er ein paar Jahre trocken leben würde und langsam wieder Vertrauen entstehen könnte...und BEIDE daran arbeiten würden.

    Du hast einiges in die Wege geleitet, klasse, nun steh doch bitte auch dazu. Wenn Du immer wieder mit ihm zusammen hockst, wird sich allerdings für Euch auch nix ändern. Ich denke, er nimmt Dich und Deine Entscheidungen gar nicht ernst, und denkt, ach die beruhigt sich auch wieder. Meist nicht ohne Grund...denn wie oft bist Du schon eingeknickt?

    Warum also nicht auch diesmal damit rechnen.

    Brigitt, das Herz braucht seine Zeit, um dem Verstand folgen zu können .

    Vieles wird sich falsch anfühlen, weil es noch so ungewohnt ist.

    Gib Deinem Herzen doch mal diese Zeit, und zwar ohne Kontakt zu ihm.

    Bekommst Du das hin?

    Wenn nicht, sehe ich kaum Chancen für eine Loslösung von diesem Mann.

    Willst Du Dich eigentlich von ihm lösen?

    Mit allen Konsequenzen?

    LG Sunshine

    Hallo Nudeltante, meinst Du damit, das es bei Freunden keine alkoholfreien Grillfeiern geben wird?

    Dann könnte man auch selbst zu einer alkoholfreien Grillfeier einladen :wink:

    Meiner Meinung nach sind Freunde, die nicht mal ein paar Stunden auf Alk verzichten können, keine wirklichen Freunde. Und haben oft selbst ein Alkoholproblem. Denn wenn nicht, würden sie aus Rücksicht auf Deinen Mann ohne Verzichtsgedanken darauf verzichten können und auch wollen.

    Nun gut, aber für das Ausmisten im Bekanntenkreis und angeblichen Freundeskreis ist Dein Mann zuständig.

    Du bist ja nicht seine Aufsichtsperson oder Lebensmanagerin...da muss er selbst zusehen, was er tut.

    Ich finde es übrigens immer wieder erschreckend, was der Alkohol für eine große Rolle spielt in unserer westlichen Welt...da is doch nix mehr normal dran.

    Ich bezweifle ebenfalls, das viele nur Genusstrinker sind...glaube eher, das viele schon viel tiefer drin stecken als sie es wahrhaben möchten.

    LG Sunshine

    Wir waren zum grillen eingeladen und als es meinem Mann zu viel wurde, gab er mir ein Zeichen, das ich Bescheid wusste.. wir gingen spazieren, bis der Druck weg war und sind dann wieder zum grillen gegangen… wahrscheinlich ist das meine Wunschvorstellung, wie es laufen könnte..

    Könnte durchaus so laufen...wenn die Einladenden auf Alkohol verzichten können während des Grill-Nachmittags/ Abends.

    Ansonsten hat Dein Mann als frisch abstinent lebender Mensch auf einer feucht-fröhlichen Grillfeier nix zu suchen, zu gefährlich, da ist der Alk viel zu dicht und könnte auch tags drauf noch arg triggern.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen sonnigen Tag und weiterhin Vorfreude auf Deinen Mann!

    Vieles wird sich in Eurem Leben ändern, aber zum Positiven hin, wenn die Sauferei ein Ende haben kann.

    Einiges wird sich erst komisch anfühlen, ehe es zur alltäglichen Routine wird.

    Aber es wird...wenn ihr beide am gleichen Strang zieht und weiterhin an Euch arbeitet.

    LG Sunshine

    Schon klar, was die beste Lösung wäre: Nein danke, ich bin Alkoholiker

    Hm, warum sollte ich jemanden, der mich nicht gut kennt und umgedreht ebenso, erzählen, das ich trockene

    Alkoholikerin bin?

    Freunde und Familie wissen das und schenken mir natürlich keinen Alkohol.

    Ich würde freundlich ablehnen mit den Worten "Danke, aber wir trinken keinen Alkohol" und die Flasche erst gar nicht in Empfang nehmen.

    Ich verschenke nie Alkohol, ist ne Grundeinstellung von mir. Mich hat dieses Zellgift beinahe umgebracht. Ich verschenke kein Gift.

    Da denke ich lieber drüber nach, wie ich anderweitig dem anderen ne Freude machen kann.

    Ob andere mit Alk umgehen können oder auch nicht, ist mir egal. Wer saufen will, soll sich sein Zeug selbst beschaffen, ich will damit nix zu tun haben.

    LG Sunshine

    Stern67 schrieb:

    Zitat

    Braucht er dabei Applaus? Dass er die Therapie macht?

    Praktisch mit dem Rücken zur Wand?

    Hat er um Applaus dafür gebeten? Steht das hier irgendwo? Oder ist das eine reine Annahme von Dir, Stern67 ?

    "Mit dem Rücken zur Wand..."

    Hmmmm, die meissten Alkoholiker benötigen einen Tiefpunkt. Wo im Rücken vielleicht wirklich nur noch die Wand ist.

    Ich stand beispielsweise gesundheitlich mit dem Rücken zur Wand, hätte mich fast totgesoffen.

    Für mich war es gut, derart mit dem Rücken an der Wand zu stehen, am absoluten Tiefpunkt meines Lebens.

    Wahrscheinlich hat dieser Tiefpunkt sogar letztendlich mein Leben gerettet...

    Stern67, ich lese bei dir sehr viel Enttäuschung heraus, weil Dein Mann abgehauen ist, dahin wo es bequemer für ihn ist mit der Sauferei.

    Aber stülpst Du Deine eigenen Erfahrungen nicht auch ein bischen heftig anderen über?

    Mir kommt es jedenfalls manchmal so vor.

    Ist da bei Dir noch viel Wut und Enttäuschung?

    Dann ist das vielleicht DEINE eigene Baustelle, wo noch etwas nachgearbeitet werden muss?

    Ich will Dich hiermit wirklich nicht provozieren,e s fällt mir halt nur auf. Vielleicht ja auch nur mir? ;)

    LG Sunshine

    Cadda schrieb:

    Zitat

    Ich hatte es in einem anderen Thread so verstanden, dass hier auch schon zum zweiten Mal der Führerschein entzogen wurde. Dass ein Familienmitglied nicht verhindert hat, dass der Vater betrunken mit dem Kind Auto gefahren ist und dass ein weiteres Mal betrunken, auch mit Kind ein Unfall gebaut wurde und deshalb jetzt die Therapie bzw. der Entschluss aufzuhören.

    Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, als wenn sich das Ganze schon länger zieht und es schon mehrfach eskaliere (Führerschein nicht zum ersten Mal weg usw.). Aufgrunddessen kam es mir nicht so vor, als ob der Entschluss aufzuhören, nun das erste Mal ist.

    Ah okay, das hatte ich so nicht gelesen, ich hatte jetzt nur nochmal Nudeltantes Thread von vorne bis hinten gelesen, darum war ich erstaunt, das so wie geschehen geraten wurde.

    Zitat

    Aber was nicht passieren darf, bei aller Hoffnung, dass es nun geklickt hat, ist eben, dass noch einmal so etwas passiert. Mir wird ganz anders, wenn ich das höre mit Trunkenheitsfahrten usw. deshalb neige ich dann automatisch dazu, eher ablehnend zu empfinden.

    Nun, es soll ja seine letzte Chance sein, so schrieb es Nudeltante auch selbst. Es liegt an ihm, ob er sie nutzen wird.

    Wenn nicht, dann würde ich auch so raten wie es andere schon taten.

    Aber erstmal würde ich ihm doch die Chance bei der LZT noch geben.

    Und so bitter das auch ist, was ich jetzt schreibe: Trunkenheitsfahrten sind bei noch vorhandenem Führerschein auch typisch für viele aktive Alkoholiker.

    Man bedenke nur, wie oft man vielleicht morgens noch mit Restalkohol zur Arbeit gefahren ist. Ich schließe mich da nicht aus!

    Mit Kindern im Auto...da frage ich mich, war ich denn immer absolut unter der Promille-Grenze, wenn meine Tochter dabei war?

    Da fasse ich mich lieber mal schön selbst an die Nase, als jetzt als "Geläuterte" andere zu verurteilen.

    Ich mag mir auch nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn jemand zu Schaden gekommen wäre! Zum Glück ist es nie passiert.

    Und ich hoffe, bei Nudeltantes Mann wird es auch nie wieder passieren! Es ist schlimm, das es so geschehen ist, JA! Aber nun leider auch nicht mehr rückgängig zu machen.

    LG Sunshine

    Hallo Nudeltante (was is das überhaupt für ein lustiger Nick? ^^ )

    Du fragtest:

    Zitat

    Das gelingt so manchem CO leider nicht, weil er sich auf einmal ungebraucht und überflüssig fühlt. Und ab dann wirds auch wieder für den frisch Trockenen gefährlich, denn ein CO kann einen auch wieder in die alte Rolle (also die Säuferrolle) zurück drücken, weil man so vielleicht doch einfacher händelbar war. Aber das nur mal so am Rande.

    Ich möchte darauf nur mal hinweisen im Bezug darauf, das Du Dich vielleicht zu sehr in den Trockungsprozess involvierst, was aber nicht nötig ist.

    Kannst Du mir das mal genauer erläutern, was Du damit meinst?

    Ich meine damit, das ein CO einem frisch abstinent lebenden Menschen durchaus im "Trockungsprozess" gefährlich werden kann.

    Ein abstinent lebender Alkie wird sich üblicherweise wieder um seine eigenen Angelegenheiten kümmern können und auch wollen.

    (ich schreibe einiges einfach mal allgemein, weil das meinen Erfahrungen aus Gesprächen mit mehreren Alkoholikern und den Erfahrungen aus meiner ehemaligen realen SHG entspricht).

    Der frisch Trockene wird wieder Verantwortung übernehmen können und meist auch wollen.

    Das bedeutet, er trifft wieder eigene Entscheidungen, braucht nicht mehr das bemuttern der CO-abhängigen Partnerin.

    Das könnte bei der Partnerin aber zu Frust führen, weil sie sich ungebraucht fühlt.

    War doch ihr ganzes Denken und Tun oft jahrelang auschließlich auf ihren Partner bezogen.

    Der frisch Trockene wird vielleicht auch Entscheidungen treffen, die unbequem für die Partnerin sind, weil sich dafür beide ändern müssen.

    EIn CO hält sich ja oft für "unschuldig" und fühlt sich als Opfer. Is aber nicht so, die Nummer kauf ich keinem ab, denn eine Bez. zwischen einem Alkie und einer CO-Abhängigen ist eine ABHÄNGIKEITSBEZIEHUNG, in der mitunter beide "profitieren".

    Sorry, wird hier nicht gern gelesen im Angehörigenbereich, kann aber trotzdem so sein. ;)

    Kurzum, dem CO könnte es so erscheinen, das der Trinker eigentlich besoffen doch leichter händelbar war. Denn da hat der ja kaum Entscheidungen getroffen, sondern lieber gesoffen.

    Also könnte man schon drauf hinarbeiten, das dieser für den CO mitunter unbequem erscheindende neue trockene Mensch wieder ins alte Saufscheme zurück fällt.

    Und die kleine CO-Abhängigen-Säufer-Beziehungswelt wäre wieder in Ordnung.

    Verstehst Du, wie ich es meine?

    Zitat

    Denn damit hast Du nix zu tun, dafür ist allein der trockene Alkoholiker zuständig!

    Unterstützung von dem/der Partner/in: Gerne!

    Was empfindest Du als Unterstützung?

    Unterstützend von meinem Mann war erstmal, das er an mich glaubte und mir zur Seite stand.

    Das er bereit war, nicht in meiner Gegenwart Alkohol zu konsumieren, das nichts mehr ins Haus kam an Alkoholika.

    Er selbst hat auch mal gern einen getrunken, aber nie abhängig, so wie ich. Er trinkt aber seit einigen jahren nun auch gar keinen ALkohol mehr.

    Ausser vielleicht mal ein Bier auf ner Feier.

    Mein Mann hat mir nicht reingequatscht in meinen trockenen Weg. Er hat mir nach und nach meine Verantwortung zurück gegeben, bzw. hatte damit kein Problem, als ich sie wieder übernahm.

    Er gängelte mich nie irgendwie, legte mir weder Broschüren oder sonstwas von SHG hin oder ähnliches, ich hatte mich um sowas selbst zu kümmern.

    Er sagte mir auch nie, wie mein trockener Weg auszusehen habe. Er ließ mich wieder los und lies mich meinen Weg selbst herausfinden.

    Das wären so die Punkte, die mir auf Anhieb einfielen. ;)

    LG Sunshine

    Hallo,

    eins raffe ich jetzt nicht so ganz.

    Nudeltantes Mann ist in einer Langzeittherapie, wenn ich das richtig gelesen habe, das erste Mal.

    Davor gab es eine andere Therapie, mit anderem Schwerpunkt. Und zu dem Zeitpunkt war er noch nicht soweit, mit dem Saufen aufzuhören.

    Habe ich irgendwas überlesen, oder ist das einigermaßen korrekt von mir dargestellt?

    Die Anworten gehen nun auf einmal in die Richtung, die auch die Psychologin einschlug:

    Zitat

    Die hat meinen Mann einfach nur schlecht gemacht und mir mehr oder weniger klar gemacht, das er es nicht schaffen wird, weil es sowieso nur 10% schaffen und ich ich mir das Sorgerecht holen soll, Bankvollmacht und am besten mit dem kleinen abhauen soll, weil ich es ja meinem Kind schuldig bin. Ich dachte echt, ich bin im falschen Film. Die hat mir mal so 0,0 geholfen.

    Erstmal ist diese Psychologin schlichtweg falsch informiert, denn die Rückfallquote liegt bei um die 50% in einem bestimmten Zeitraum, wenn der Alkoholiker sich in eine LZT begeben hat.

    Bei um die 80-90%, wenn er/sie das nicht tut.

    Es ist also bezüglich der Rückfallquote ein Unterschied, ob man es nach einer Entgiftung auf eigene Faust versucht oder sich in professionelle Hände begibt.

    Das ist hier allerdings erfolgt.

    Nun liest es sich hier so, "renn so schnell Du kannst und bringe Dich und Dein Kind in Sicherheit".

    Hääää? Der Kranke sucht sich Hilfe, begibt sich in Therapie (worauf viele andere Partner/innen und Angehörige so oft hoffen!) und der Partnerin wird geraten, das sie am besten abhauen soll mit Sack und Pack?

    Ich würde dazu wohl raten, wenn das sach ma die vierte LZT wäre nach mehreren Entgiftungen und keine Einsicht vorhanden wäre, und der Rückfall jeweils nicht lange auf sich warten ließ.

    Aber so?

    Wir kennen doch den alkoholkranken Partner von Nudeltante überhaupt nicht!

    Da können wir doch überhaupt nicht beurteilen, ob er wieder säuft oder nicht!

    Bin gerade ziemlich froh, das meinem Mann nicht sowas eingequatscht wurde, mich zu verlassen, als ich ihn an meiner Seite brauchte!

    Bitte nicht falsch verstehen, ich rate sicher niemanden, an der Seite eines uneinsichtigen Alkoholkranken zu verharren und so jahrelang weiter zu leiden!

    Jeder, der mich hier ein bisschen kennt weiß das auch.

    Aber ich bin auch eine von der Alkoholkrankheit Betroffene, und zum Glück gab es Menschen, die trotz allem an mich glaubten.

    Und ich habe ihr Vertrauen nicht enttäuscht.

    Alkoholkranke, von denen wir persönlich NICHTS wissen, also von ihnen persönlich geschrieben... da alle gleich über einen Kamm zu scheren, das finde ich schon krass und auch falsch.

    Ich weiß, das die Rückfallquote hoch ist.

    Ich finde es aber nicht richtig, per se schon im vornherein einen Rückfall zu prognostizieren. So nach dem Motto "der säuft doch eh wieder".

    Viele haben hier diese Erfahrung machen müssen. Leider! Aber es gibt auch so einige die es doch schaffen, weil sie einsichtig sind und sich Hilfe erbitten.

    Meiner Meinung nach ist das hier geschehen.

    LG Sunshine

    Zitat

    Aber ich wollte schon immer eine zweite Karriere als Tierpfleger machen, vielleicht sollte ich mich mal bei Hagenbecks bewerben ... ;)

    Na siehste, wenn nicht jetzt, wann dann? :P

    Würde noch heute eine Bewerbung raus schicken ;) Tierpfleger ist ein toller Job.

    Und solange Du Dich in Deinem unmittelbaren Arbeitsumfeld aufhältst, quarzt Dir auch keiner was vor.

    Es sei denn, die Affen ziehen Dir das Portemonaie aus der Hosentasche, und plündern mit der Kohle den nächsten Zigaretten-Automaten.

    Gibt es eigentlich noch Zigarettenautomaten, ich weiß es nicht mal...und auch nicht, was aktuell ne Schachtel Kippen im Durchschnitt kostet.

    Aber nun denn, ich wüßte auch nicht mehr, was ne Dose Bier oder ne Pulle Wodka kostet, zu lange raus aus dem Geschäft.

    Ja, Homeoffice ohne PC wäre etwas schwierig ;) , da musst Du dann doch nach anderen Problemlösungen schauen.

    Zitat

    Beim Alk kann ich Festen und Kneipen und Konzerten aus dem Weg gehen, aber dem Morgenkaffee, dem Warten auf dem Bahnsteig, dem Sitzen am Schreibtisch eben nicht. Das muß ohne Fluppen flutschen.

    Hmmm...also mich hat schon getriggert, wenn sich jemand vor meiner Nase genüßlich ne Zigarette angezündet hat.

    Da bin ich dann weg, habe mich woanders hingesetzt, auch auf Feiern, um der Sache zu entfliehen.

    Auf dem Bahnsteig zündet sich auch mal gern jemand ne Kippe an, da hätte ich am Anfang echt wegschauen müssen.

    Ich weiß nicht, ob ich es hier geschrieben hatte:

    Eine Triggersituation war bei mir mal, als ich an der roten Ampel im Auto auf Grün wartete und an der Bushalte gegenüber hat sich jemand

    genüßlich ne Kippe angezündet...es war kalt und leicht neblig und man konnte den Rauch deutlich in der Luft sehen.

    Da habe ich wirklich sehnsüchtig zugeschaut, und hätte auch gern geraucht.

    Aber ich bin dann schnell weiter und habe die Sache verdrängt und schnell was anderes gemacht.

    Die Gier auf ne Zigarette war aber auf jeden Fall da.

    Und da habe ich schon eine ganze Weile nicht mehr geraucht, es triggerte trotzdem.

    BTW: Wenn Ihr meint, Euer Geruchssinn käme schon zurück...nach wenigen Tagen des Nichtrauchens...dann wartet mal ab ^^

    Mein Geruchssinn kam erst nach ca 1 jahr vollständig zurück, vielleicht war es auch noch länger.

    Diese Erfahrungen haben auch andere so gemacht.

    Bei mir war es sogar so, das der ziemlich schlagartig zurück kam, und ich war teilweise gar nicht sooo begeistert davon, WAS ich jetzt alles genau riechen kann. <X

    Ich habe ne ziemlich feine Nase und fühle mich durch Gerüche dann auch schnell belästigt, früher, als ich noch rauchte, hatte ich gar nicht so ein Gespür, da war mir das latte.

    Ich rieche übrigens auch sofort, wenn jemand was getrunken hat, und wenns am Vorabend war. Ich kann mitunter sogar sagen, was es war... Wein, Bier, oder Schnaps.

    Man dünstet das ja aus allen Poren aus.

    Und dagegen hilft auch kein scharfes Pfefferminz, Duschen, Deo oder Parfüm.

    Wenn jemand also denkt, Kollegen oder Familie hätte nicht gerafft, was los ist, irrt sich gewaltig...die ham nur nix gesagt.

    Es sei denn, alle Kollegen und Familienangehörige waren Kettenraucher, dann blieb es vielleicht eher bei Einschätzungen.

    Ich glaube nämlich keinesfalls, das nur ich mit einer so feinen Nase "gesegnet" bin ;)

    LG Sunshine

    Hallo Hanseat,

    erstmal super, das Du bisher nicht wieder getrunken hast!! :thumbup:

    Das würde für mich an erster Stelle stehen.

    Mit dem Rauchen aufhören...ist nicht so einfach.

    Wenn es nur der Nikotinentzug wäre, dann wäre es ja n Klacks. Aber was in der Birne weiter vor sich hintickert, ist nochmal ne ganz andere Sache.

    Und DA muss man ran!

    Zitat

    Die Tage allein zuhause waren irgendwie zu lang, und als ich dann so am PC saß, war der Wunsch nach einer Zigarette einfach übermächtig und ich habe dem nachgegeben. Das soll aber nicht das Ende der Geschichte sein.

    Im Grunde liegt hier ja schon die Lösung des Problems, analysiert hast Du es ja schon.

    Ändere etwas an diesem Tagesablauf! So mein Tipp ;)

    Sieh zu, das Du Dich mit Leuten treffen kannst, die nicht rauchen. Geh Rauchern tunlichst aus dem Weg, egal wo.

    Sieh zu, das Du da nicht zu lange vorm PC sitzt, verlagere die PC-Zeit auf eine andere Tageszeit oder lass die Kiste auch mal ganz aus.

    Die Welt wird sich trotzdem weiter drehen ;)

    Und lies nochmal die Grundbausteine hier, ich habe die auch angewandt, als ich zur Nichtraucherin werden wollte. Vieles kannst Du gut davon auf die süchtige Qualmerei ummünzen.

    Apropos PC, mich triggerte der, als ich trocken wurde, ungemein. D.h, nicht der PC an sich, sondern ein Spiel, was ich zu Saufzeiten immer dran spielte.

    Als ich aus der Entgiftung nach Hause kam, schmiss ich irgendwann mal den PC wieder an und rief das Spiel auf.

    Schon als die Anfangsmelodie ertönte, bekam ich ein ganz schlechtes Gefühl, mich katapultierte das sofort in die elende Saufzeit zurück.

    Ich habe es für immer gelöscht und nie wieder gespielt! Und es war gut so.

    Ebenso war es mit dem Nichtrauchen, da wusste ich erstmal nicht wohin mit der Hand, in der ich sonst immer die Kippe brennen hatte.

    So mied ich erstmal den PC oder begrenzte ihn ganz eng für die Sachen, die ich einfach da dran machen musste.

    Für mich war dieses Spiel damals ein Trigger.

    Und später dann der PC auf eine gewisse Art beim Nichtraucherin-Werden.

    Verstehst Du, wie ich es meine?

    Also versuche mal, da Deine eigenen Routinen zu durchbrechen und was anderes zu machen.

    Zitat

    Ich weiß jetzt, daß der Entzug gar nicht so schlimm ist, deshalb habe ich mir für HEUTE vorgenommen, einen zweiten Anlauf zu starten.

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg dabei! Es lohnt sich so sehr, die ollen Kippen wegzuschmeissen...für immer.

    LG Sunshine

    Halllo Nudeltante,

    eine Frage vorweg: Hast Du ein grundsätzliches Problem mit seiner Mutter? Oder kommt ihr ansonsten gut miteinander klar?

    Denn Deine Kritik richtet sich ja hauptsächlich gegen sie, darum frage ich nach, ob da vielleicht mehr persönliches im Busch ist.

    Ich würde Deinem Mann jetzt erstmal die Zeit geben, die er braucht. Dazu gehört auch, ihm die Entscheidung zu überlassen, wie er mit seiner Alkoholkrankheit in Zukunft umgehen will.

    Du schreibst, er ist noch länger in der Klinik, ist es eine Langzeit-Therapie? Da werden sie ja auch über den Umgang mit der Krankheit nach außen hin sprechen.

    Letztendlich liegt aber die Entscheidung bei ihm, nicht bei Dir, wie er damit umgehen will.

    Manch einer entscheidet sich für Offenheit, andere halten das ganz eng begrenzt.

    Blöd ist natürlich, wie Du jetzt damit umgehen kannst, denn Du hast ja auch während der Saufzeit gelitten und sowas sollte auch nicht unter dem Teppich gekehrt werden. Das will aufgearbeitet werden, und auch wenn eine starke CO-Abhängigkeit vorliegt, sollte daran gearbeitet werden.

    Die Möglichkeiten hierfür sind unterschiedlich, es gibt auch viele SHG mit eigenen Angehörigen-Gruppen, hast Du Dich da schon mal erkundigt?

    Das muss nicht immer gleich n Psychologe sein.

    Und in der SHG kann man dann eben auch offen sprechen, denn es bleibt in der Gruppe.

    So könnte man es erstmal dahin sozusagen auslagern, denn Gesprächsbedarf von Deiner Seite ist ja da, oder irre ich mich?

    Aus dem Bekannten-und Freundeskreis würde ich es erstmal raushalten, ich halte nix davon, einen frisch trockenen Alkoholiker zwangszuouten.

    Dein Mann ist erwachsen, der kann später selbst entscheiden, Du bist da für nix verantwortlich und musst auch nix machen.

    Im Familienkreis ist es schwieriger, nicht drüber sprechen zu dürfen. Klar tauchen da Probleme auf, die Du auch schon erwähnst.

    Das ist wirlich ne blöde Sache, aber kannst Du nicht mit Deinem Partner darüber sprechen, wie ihr das nun handhaben wollt in der nächsten Zeit?

    Das müsstet ihr doch zusammen entscheiden, oder?

    Dein Partner muss auch wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen, und dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen.

    Normalerweise kommt das aber von ganz allein, bei mir war es jedenfalls so.

    Ich konnte nach meiner Entgiftung so nach und nach wieder die Verantwortung für mein Leben übernehmen, mein Mann hat mich zum Glück aber auch gelassen!

    Er war allerdings auch kein CO. Er konnte mich auch wieder loslassen, als die Zeit gekommen war.

    Das gelingt so manchem CO leider nicht, weil er sich auf einmal ungebraucht und überflüssig fühlt. Und ab dann wirds auch wieder für den frisch Trockenen gefährlich, denn ein CO kann einen auch wieder in die alte Rolle (also die Säuferrolle) zurück drücken, weil man so vielleicht doch einfacher händelbar war. Aber das nur mal so am Rande.

    Ich möchte darauf nur mal hinweisen im Bezug darauf, das Du Dich vielleicht zu sehr in den Trockungsprozess involvierst, was aber nicht nötig ist.

    Denn damit hast Du nix zu tun, dafür ist allein der trockene Alkoholiker zuständig!

    Unterstützung von dem/der Partner/in: Gerne!

    Bemutterung aber bitte lieber nicht.

    Und loslassen können gehört auch dazu. Auch wenns anfangs schwer fällt.

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Nur mal so dazwischen gegrätscht, als Alkoholikerin ;)

    Sophiaaa22 schrieb:

    Zitat

    Dass heißt, man muss extrem streng sein mit einem Alkoholkranken

    Wer oder wo heißt es so?

    Und wenn man streng genug ist, hört der Alkie irgendwann auf zu saufen und alles wird gut?

    Im Lebtach nicht!

    Man kann mit einem aktiven, abhängigen Trinker noch so streng sein, das ist völlig latte und es wird auch zu nichts führen.

    Man kann ebenso weinen, drohen, jammern, bitten und betteln, das ist genau so erfolglos.

    Denn der Trinker muss längst trinken, der bestimmt nicht mehr selbst über sein Leben, die Führung hat längst der Alk übernommen.

    Und dagegen ist man als Angehörige machtlos.

    Zitat

    und so stelle ich mir eine Beziehung nicht vor. Ich bin nicht seine Mutter oder sein Vater.

    Richtig, was soll der Mist, sich um einen erwachsenen Menschen aufopferungsvoll zu kümmern, der saufen will?

    Das wird niemals ne Beziehung auf Augenhöhe, wobei hier oft beide auf ihre eigene Art "Täter" und "Opfer" sind und somit nicht fest steht, wer höher oder niedriger als Augenhöhe steht.

    Eine Beziehung sollte doch mit einem erwachsenen Menschen statt finden, der wirklich ein Partner sein kann, der Verantwortung für sich selbst übernehmen kann.

    Ein Partner soll doch keinen Elternteil ersetzen!

    Das aber ist mit einem aktiven Säufer nun mal nicht möglich, egal wie viel man vor sich hinlamentiert, sich schön redet oder wütend ist oder sonstwas.

    Diego08 schrieb:

    Zitat

    Ich habe heute ein Wohnungsangebot bekommen.

    Nicht der Traum und ziemlich klein.

    Aber wie wäre das schön, wenn ich da jetzt wäre und hätte Ruhe. Vieleicht neue Menschen kennenlernen und mal wieder ausgehen. Ohne das ich aufpassen muss wieviel getrunken wird und mal entspannt sein. Ich hoffe das es klappt.

    Dann schlag zu, wenn es möglich ist! Verbessern kann man sich immer noch, aber erstmal muss man aus dieser Situation raus. Und dafür ist auch erstmal die kleinste Bude geeignet!

    Na klar wirst Du neue Menschen kennenlernen, da Du ja offensichtlich auch Lust am Ausgehen hast !

    Und Diego08, sorry, Du MUSST gar nix, auch nicht kontrollieren, was Dein Alkie so säuft am Tag. Das kannst Du auch gar nicht kontrollieren, lass Dir das von einer trockenen Alkoholikerin mal sagen ;) ... und Du bist auch nicht seine Mum. Und selbst die wäre komplett machtlos!

    Zitat

    Doch wenn es soweit ist gibt es hier bestimmt noch richtig Ärger. Damit rechnet er nicht, weil wir das schon öfters hatten. Und immer wieder eingelenkt. Und alles wieder von vorne...

    Aber, Ich will das unbedingt schaffen.

    Dann gibt es eben Ärger, der ist irgendwann auch durch, nehme ich mal an. Ansonsten kann man was dagegen tun.

    Vielleicht wäre es sogar besser, wenn er tatsächlich erstmal denkt, das Du eh wieder kommst. Gibt dann vielleicht ein bisschen weniger Ärger ;)

    Ich kann nur hoffen, das Du dann auch bei Deiner Entscheidung bleibst, ansonsten hast Du wieder den gleichen Mist wie vorher.

    Also. Tun kommt von Tun.

    Verwandele Deine Wut in Aktivitäten, die Dich weiter bringen, denn ihm kannst Du nicht helfen, selbst wenn Du noch wolltest, es funzt nicht.

    LG Sunshine

    Sporty, lese mal genau, was Lea Dir im Beitrag #184 geschrieben hat. Und überlege gut, was ihr tut.

    Du schriebst:

    Zitat

    Man wie soll man denn so sein Glück genießen.

    Ja gar nicht! Ihr sollt das machen, was die Eltern von Euch wollen. Sonst nix. Dann ist ihre Welt wieder in Ordnung.

    Und so wie ich es sehe, hockt ihr, wenn ihr Euch fügt, schon recht bald wieder alle zusammen in dem Haus.

    Denn das ist vielleicht ja ihr eigentliches Ziel?

    Ihr werdet hier gerade nach Strich und Faden manipuliert.

    Linde schrieb Dir, das sie zu Abstand rät, ich kann mich da nur anschließen.

    Ihr werdet ja total unter Druck gesetzt, und dann ist es am besten, dem auszuweichen, und zwar mit Abstand.

    Telefoniert doch mal ne Woche gar nicht, vielleicht treffen sie dann trotzdem ihre Entscheidungen :wink:

    Und zwar, ohne alles von EUCH abhängig zu machen.

    Im übrigen bist Du echt nicht mit Deinen Eltern verheiratet, sondern mit Deinem Mann. IHR müsst Euch einig sein, die Eltern dürfen da keine gravierende Rolle mehr spielen.

    Zum Erwachsen-Werden gehört auch die Ablösung zum Elternhaus.

    Und sie tut Euch und nun sogar auch Euren Kindern gut! Warum nun wieder dieser neuerliche Stress? Versuche lieber, Dich dem zu entziehen.

    Deine Eltern sind erwachsen....und ihr auch!

    Das Haus übernehmen...hmmm... ich weiß ja nicht, wie alt es ist. Mein Cousin hat das Haus seiner Großeltern übernommen und ein kleines Schmuckstück draus gemacht, er hatte aber auch eine solide Grundlage, wie eine neue Heizung und anderes.

    Trotzdem hat er da bis zum Umfallen gearbeitet, sicher 2-3 Jahre lange, bis es seinen Vorstellungen entsprach.

    Vom Garten mal ganz zu schweigen, auch da steckt unheimlich viel Arbeit drin.

    Zum Zeitpunkt der Übernahme waren seine beiden Töchter auch schon erwachsen und eigenständig, mit den Kindern an der Hacke hätte er das gar nicht geschafft...er war alleinerziehend.

    Wollt ihr Euch wirklich sowas antun?

    Und dann ist da so vieles ungewiss... ich an Deiner Stelle würde Deinen Eltern nicht wirkich trauen, so manipulativ wie sie scheinen.

    Ich wäre froh, dem Theater dort endlich entkommen zu sein und mit meinem Mann und meinen Kindern ein eigenständiges Leben führen zu können.

    Und das habe ihr auch gerade geschafft.

    Es kommt mir so vor, als würdet ihr mit einem Einlenken alles Erreichte direkt wieder auf den Müll schmeissen.

    Dafür wäre es mir allerdings viel zu wertvoll...

    Sporty, halte Abstand, ich kann auch zu nix anderem raten. Lasse sie ihre Entscheidungen treffen. Wenn sie ausziehen wollen, können sie auch den Mietvertrag unterschrieben. Warum tun sie es dann nicht?

    Der Hausverkauf wäre davon doch nicht abhängig. Ich sehe allerdings noch nicht, das sie da wirklich ausziehen. 8)

    Das würde ich erst glauben, wenn ich es mit eigenen Augen sehe. Und keinen Tag eher.

    Warum habe ich das Gefühl, das sie Euch zurück locken wollen und dann am Ende alles wie früher ist?

    LG Sunshine

    Zitat

    Gebt mir Zeit für meinen Prozess. Ich hoffe, wenigstens das Kompliment war nicht zynisch gemeint.

    Die harte, grausame Realität erschreckt mich nicht. Umso selbstbewusster ich hier schreibe, desto mehr gebt ihr vielleicht Kontra, um hinter meine fertige Fassade zu steigen und mir den Kopf auch noch vom letzten Rest Hoffnung freizublasen. Zum Warten: Ich warte derzeit eben auf mich.

    Du hast doch so viel Zeit wie Du willst/brauchst...was auch immer...

    Du bist uns hier weder Rechenschaft schuldig noch musst Du es UNS hier recht machen!

    Und sei lieber froh, das Du selbstbewußt bist, das wird Dir weiter helfen. Ich freue mich immer über selbstbewußte Frauen hier im Forum.

    Und was da Fassade ist und was nicht, wirst Du selbst wissen.

    Ich für meinen Teil unterstelle jedenfalls keiner selbstbwußten Frau, das ihr Selbstbewußtsein nur Fassade wäre, warum auch?

    Ich bin auch selbstbewußt, das ist auch keine Fassade.

    Aber es gibt auch Bereiche, wo ich das nicht bin! Ich bin nicht nur stark, ich bin manchmal auch schwach.

    Ich hatte beispielsweise gestern und heute Arzttermine, heute mit etwas aufwändigerer Untersuchung...und ich war davor mini-klein mit Hut ;)

    Ich gestehe mir zu, beides zu sein, stark und auch mal schwach ;)

    Wir sind auch nicht hier, um jemanden die letzte Hoffnung aus dem Kopf zu blasen, hier erzählen Menschen ihre Geschichten, die sie mit nassen Alkoholikern erlebt haben.

    Man darf daraus seine eigenen Schlüsse ziehen...und ich halte auch jeden für in der Lage, das zu tun.

    Es ist aber auch so, das es um die 70%-90% aller Alkoholiker nicht schaffen, trocken zu werden oder zu bleiben...trotz Versuche.

    Mit Therapie und SHG verbessert sich die Zahl, dann liegt die Rückfallquote aber immer noch bei um die 50% in einem Zeitraum von 5 Jahren.

    So ist zumindest mein momentaner Kenntnisstand.

    Ob es sich da wirklich lohnt, Hoffnungen zu haben, wenn der Betroffene sich keine Hilfe sucht und auch danach am Ball bleibt, kann sich jeder selbst ausrechnen.

    Wir brauchen auch Hoffnung im Leben, ganz klar.

    Aber bei der Alkoholsucht gelten ganz andere Regeln als im "normalen" Leben. Das ist eben der Unterschied.

    Zitat

    Und nur so am Rande. Ich hatte mich eingerichtet, mit diesem Mann meinen Lebensabend zu verbringen. Holterdipolter raste ich eben nicht aus und haue ab. Ihr werdet ja lesen, wenn ich gehe. Und zwar nicht, um euch von meiner hübschen Geschichte zu überzeugen.

    Du musst uns doch von nichts überzeugen! ;)

    Wie kommst Du nur darauf?

    Es ist doch Dein Leben.

    Auch wenn das jetzt etwas schnodderig oder gar beleidigend rüber kommen mag, hier leben doch alle auch ihr eigenes Leben weiter, wenn sie sich hier ausloggen, und in dem spielt es kaum bis gar keine Rolle, ob DU Dich trennst oder nicht. ;)

    Und das ist auch völlig in Ordnung so, sein eigenes Leben an die erste Stellle zu setzen, und sich hauptsächlich darum zu kümmern.

    Danach kommt meist die Familie...und dann die Freunde....und irgendwann kommt dann dieses Forum hier mit seinen Mitgliedern.

    So ist zumindest bei mir die Reihenfolge ;)...wenn man sich eine stabile Trockenheit aufgebaut hat, bzw. seine CO-Abhängigkeit stoppen konnte.

    Ist man da noch wackelig oder unentschlossen, braucht man das Forum wahrscheinlich mehr.

    Aber selbst dann (oder gerade dann!) dreht sich das Leben auch hauptsächlich um einen selbst. ;)

    MD, ich glaube, es geht vielen so... egal ob CO oder nicht CO, man hat eine gewisse oder auch mitunter eine sehr konkrete Vorstellung vom eigenen Leben und wie das laufen soll.

    Halte ich auch für völlig normal. Man macht für sich selbst Pläne, vielleicht sogar bis hin zum Lebensabend...(obwohl ich persönlich lieber nur höchstens ne Woche im Voraus plane, weil erstens eh anders kommt, und zweitens, anders als man denkt ;)).

    Tja, und dann merkt man, das es nicht so laufen wird, wie man sich das ausgedacht hat. :(

    Das ist nicht lustig, mir schon klar.

    Manchmal geht es nicht mal so sehr um die andere Person, sondern darum, das die eigenen Lebensentwürfe sich nicht verwirklichen lassen.

    Das kann traurig machen, auch wütend...denn eigentlich möchte man gar keine derartige Veränderung, wie sie wohl ansteht.

    (Aber es heißt auch nicht umsonst LebensENTWÜRFE, Entwürfe sind nichts endgültiges, sie sind abänderbar und oftmals muss man sie sogar abändern, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen)

    Aber was wäre denn die Alternative?

    Sich mit einem suchtkranken Menschen bis ans Ende seiner Tage rumzuquälen?

    Denn die Sucht bessert sich üblicherweise nicht, dieser Aufzug fährt niemals mehr hoch, nur noch abwärts.

    Aufwärts geht es nur wieder, wenn man sie wirklich stoppen kann. Und ein Angehöriger fährt meist mit abwärts, da kann man sich gar nicht komplett vor schützen. Oft entwickeln CO-Abhängige auch psychosomatische Erkrankungen, das weiß man heutzutage längst.

    Da wäre mir aber ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende!

    Da bastel ich mir lieber einen neuen Lebensentwurf, als mein Leben mit einem nassen Trinker zu versauen, is einfach so.

    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo MD,

    Eingangs erwähntest Du, das Du Einschätzungen brauchst.

    Die kamen. Von Angehörigen-und Alkoholikerseite.

    Nur fielen sie nicht aus wie erwünscht.

    Tja.

    Was Du draus machst, ist Deine Sache.

    Deine heftige Reaktion in den letzten Beiträgen spricht auch für sich...darum sag ich dazu erst gar nix weiter.

    Man kann doch aufwachen, zumindest aufhören, sich etwas vorzumachen. Es ist doch keine unüberwindbare Krankheit. Andere gelangen doch auch zur Einsicht

    Weisst Du was?

    Genau DAS könnte man auch einen CO fragen.

    Und genau das frage ich mich auch sehr oft tatsächlich, wenn ich im CO-Bereich die Geschichten lese

    Ein CO verhält sich oft ebenso süchtig wie ein Trinker.

    Und ebenso wie ein CO sich immer wieder alles schön redet, macht es auch der Alkoholiker.

    So leben letztendlich beide in ihren verschobenen Realitäten .

    MD, wir müssen Dich zu nichts drängen, es ist Dein Leben.

    Ich logge mich hier auch wieder aus und lebe mein Leben. Und darin ist es nicht wichtig, wofür Du Dich entscheidest .

    Mir tut es nur immer leid, wenn jemand nicht die Kurve kriegt, so wie ich sie auch zu spät bekam mit der Sauferei. Davor möchten wir ja andere gern schützen.

    Ich weiß, jetzt kommt gleich , das Du weder Schutz noch Augen öffnen benötigst...aber glaub mir mal, hättest Du mehr Abstand zu Deiner eigenen Geschichte, würdest Du einiges anders sehen und das neuerliche Schönen der Situation sofort wahrnehmen.

    Nur um nicht handeln zu müssen...

    Der CO will nicht in die Handlung kommen, der Trinker aber auch nicht. Wo ist da überhaupt noch ein Unterschied?

    Für mich gibts keinen.

    So, damit möchte ich es belassen. Denn wie gesagt, das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht :wink:

    Alles Gute

    Sunshine

    Es ist ja nicht so, dass ich jetzt nicht leben würde und seine Sucht mich tyrannisiert. Die Jahre zuvor ist es mir nicht einmal aufgefallen

    Ach dann ist doch alles gut. Dann gibt es doch keine Probleme.

    Darf ich fragen, warum Du Dich dann hier angemeldet hast? Ich schätze, nicht weil alles so supi läuft mit dem Trinker an Deiner Seite.

    Wie auch immer, das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht...dann weitermachen wie bisher...mit Phase 2, nach der üblicherweise Phase 2,1...2,2, 2,3 usw. folgt.

    Manch einer ist eben noch nicht so weit, zu handeln.

    Ist ja Deine Lebenszeit ...mit der darfst Du natürlich machen, was Du willst.

    Lg und Alles Gute

    wünscht Sunshine

    Hallo MD,

    Meine persönliche Einschätzung der Lage:

    Überspringe Phase 2, denn sie wäre nur verbrannte Zeit.

    Und zwar nicht irgendwem seine Zeit, sondern Deine eigene Lebenszeit.

    Dieses Rumgedaddel mit einem uneinsichtigen nassen Alkie wird Dir letztendlich nichts und wieder nichts einbringen.

    Mit einem Trinker kann man sich keine Zukunft aufbauen...sowas funzt einfach nicht, egal wie sehr man es sich auch wünscht.

    Die Alkoholkrankheit hat ihre eigenen Regeln und die orientieren sich mit Sicherheit nicht am Partner.

    Kämpfe mit Windmühlen lohnen nicht...viel besser wäre es, den Kopf einzuziehen und weit wegzurennen.

    Und sich dann neu zu orientieren .

    Häng um Himmels Willen nicht noch ein leidvolle Jahr voller vergeblicher Hoffnungen dran...den Tipp gebe ich Dir als trockene Alkoholikerin.

    Alles Gute und die Kraft zur Entscheidung für das eigene Leben

    wünscht Dir

    Sunshine

    Zitat

    Wäre er da nicht zum Shoppen gegangen, hätte keine Süßigkeiten zu sich genommen oder andere angebliche zwanghaft gefühlte Dinge gemacht? Ist das nicht auch bei Menschen zu finden, die nie ein Suchtproblem hatten?

    Richtig, das eine hat nicht zwingend mit dem anderen zu tun. ;)

    Man muss ja kein Alkoholiker sein, um eine Sucht zu entwickeln.

    Ich kenne Kaufsüchtige, die nie gesoffen haben.

    Ich kenne Eßsüchtige, die nie was mit Alk zu tun hatten.

    Nicht jeder, der Nikotinsüchtig ist, säuft auch.

    Diese ganzen Süchte sind ja sozusagen eigenständige Süchte oder Zwangshandlungen.

    Viele Menschen haben Süchte oder zwanghaftes Verhalten. Ich könnte Dir mehrere Leute in meinem Bekanntenkreis nennen, die davon irgendwie betroffen sind.

    Und das süchtige Verhalten sieht man oft ja auch gar nicht auf Anhieb. Wer als Außenstehender sieht schon, ob im Kleiderschrank der Freundin

    noch die Preisschilder an den Klamotten hängen und ich schaue ja auch nicht in Vorratsschränke von Essüchtigen.

    Auffallen tun viele Süchte ja erst mit der Zeit, wenn das zwanghafte Verhalten immer wieder auftaucht.

    Ich sehe jedenfalls Zusammenhänge, das wir Alkoholiker zur Suchtverlagerung neigen, man liest es ja hier im Forum auch immer wieder.

    Kaum ein frisch Abstinenter, dem nicht sein verändertes Verhalten im Umgang mit Süßigkeiten auffällt...ist ja nicht alles nur Zufall, oder? ;)

    Wenn einem eine Suchtverlagerung nicht weiter stört, und man niemand anderen damit schädigt...tja...dann soll er/sie doch machen... dann hat er/sie ja auch kein Problem damit.

    Ich sehe im Übrigen auch nicht jede Suchtverlagerung als Mega-Problem.

    Zitat

    Für mich werden da auch zu schnell Schubladen geöffnet, in die man eventuell gar nicht reinpasst.

    Och, wir sind doch schon alle groß, Hartmut ;) ...und können schon selbst schauen, ob wir in eine Schublade passen oder nicht.

    Meiner Erfahrung nach zeigen insbesondere abstinent lebende Alkoholiker eine große Fähigkeit zur Selbstreflektion, wenn sie sich mit ihrem Thema und auch anderen Themen auseinander setzen.

    Das fällt mir übrigens nicht nur hier auf, sondern mir ist das auch ganz besonders in meiner ehemaligen realen Gruppe so aufgefallen, was mich

    auch immer beeindruckt hat.

    Vielleicht haben wir durch unsere Krankheit eine Fähigkeit erworben, die andere so nicht haben, weil nie die Notwendigkeit bestand, sie aufzubauen?

    Von daher denke ich, weiß man selbst sehr gut, ob man in eine Schublade passt oder nicht...und wenn, vielleicht ist es einem ja auch voll bequem da drin und man will gar nicht raus? ;)

    Ich für meinen Teil ändere eben gern was dran, wenn mich etwas echt einschränkt. Dazu brauche ich aber auch erstmal die Erkenntnis, was da nicht gut läuft.

    LG Sunshine