Was muss passieren damit es beim Co klick macht?
Die Co-Abhängigkeit wird ja von therapeutischer Seite als Persönlichkeitsstörung gehandhabt. Bei einer Persönlichkeitsstörung gibt es in meinen Augen kein eindeutiges "Klick". Es ist mir zu tief mit der lebenslangen Entwicklung und Persönlichkeitsbildung verwoben um es einfach mal zu extrahieren.
Es wird zerstörerisch wenn es krankhaft wird. Aber diese Grenze zum krankhaften ist bei jedem individuell.
Ich denke auch hier, das der innere Leidensdruck wieder eine wichtige Rolle spielt. Der schleicht sich subtil rein und irgendwann bestimmt er das ( er ) Leben.
Dieses seltsame Gefühl, das etwas nicht stimmt. Immer und überall schwebt über positiven Erlebnissen eine nicht greifbare dunkle Wolke. Erschwerend kommt bei dieser Störung hinzu, das hier ja auch durchaus positiv empfunden wird. ( Wenn man jemandem geholfen hat, sich gekümmert hat, organisiert hat, etc. ).
Es gilt also nicht, diese jahrelang gelernten und auch positiven Verhaltensweisen abzustellen, sondern "nur " diese in "gesunde" Bahnen zurückzulenken.
Jemandem zu helfen und zu unterstützen ist ja grundsätzlich nichts schlechtes was man unbedingt loswerden muss. Es ist also eine Frage der Dosierung. Und immer auf der Hut sein, das es nicht schleichend wieder irgendwo losgeht.
Das macht es so unglaublich schwierig und deshalb habe ich vor den eisern kämpfenden Co`s auch aller höchsten Respekt.