Beiträge von Whitewolf

    Erschwerend kommt hinzu dass ich im Ausland wohne und das Mietrecht hier total anders ist. Wenn ich Glück habe fliegt er bald nach Deutschland, ich wäre auch bereit ihm den Flug zu bezahlen

    Ich verstehe da die Zusammenhänge nicht ganz. Wer wohnt jetzt wo? Was will er in Deutschland wenn Du schreibst das er bald hinfliegt?

    Evtl. hab ich auch irgendwas überlesen?

    lG WW

    Heute war ich mit 2 Nachbarinnen beim Bäcker Kaffee trinken, das habe ich mir gegönnt.

    Klingt gut:thumbup: Redest Du eigentlich über Deine Verhältnisse zu Hause?

    sie meinte, er wäre nicht mehr ganz zurechnungsfähig, was er alles macht, und über die Konsequenzen nicht nachdenkt.

    Was macht er denn so? Verlässt er eigentlich das Haus oder wie kann man sich das vorstellen? Trinkt er noch / wieder / mehr ?

    Und ich hätte die Betreuungsvollmacht,

    Über welche Bereiche hast Du eine Vollmacht? Kannst Du das nicht an einen Betreuer abgeben? Was willst Du noch alles machen?

    Arbeitest Du noch zwischendurch?

    lG WW

    und die Kündigung unterschreibt er leider auch nicht

    Der Vermieter muss Euch kündigen oder der Vertrag muss geändert werden. Das geht nur mit Ihm. Hier gelten dann die vertraglich vereinbarten Fristen. Du kannst nicht alleine kündigen und die Info das Du da nicht mehr wohnst ist allenfalls für die Nebenkostenabrechnung relevant.

    Schwer vorstellbar das der Vermieter Dich einfach aus dem Vertrag lässt. Du bedeutest weiterhin sichere Mietzahlung.

    Setze Schreiben an den Vermieter nur mit anwaltlicher Hilfe auf um keine Nachteile zu erleiden. Keine Schnellschüsse.

    lG WW

    Hallo Mare,

    Gehen kann ich nicht, ich finde keine Wohnung mit meinem alten Hund und Katze.

    Einfach mal eine Anzeige z.B. bei Kleinanzeigen aufgeben und explizit auf die Tiere hinweisen. Anonym und kostenlos. Was soll passieren? Wenn sich niemand meldet hast 15min. am Rechner gesessen, falls doch werden Deine Karten plötzlich neu gemischt.

    Nächste Woche habe ich einen Termin mit dem EUTB , die helfen behinderten Menschen, mit psychischen und körperlichen Einschränkungen.

    Ein Versuch schadet nicht. Aber da Du ja das Haus nicht länger verlassen kannst wegen der Tiere, wird das Angebot ziemlich eingeschränkt sein. Da wärest Du dann wieder bei Tagesklinik.

    Es wird bestimmt noch 2 Monate dauern mit der Tagesklinik.

    Einfach beantragen. Wenn es genehmigt ist und es nicht passt kannst Du jederzeit absagen.

    Schreib ruhig öfter und versuch den Kopf oben zu behalten.

    lG WW

    Hallo Tulpe,

    herzlich Willkommen.

    Hier bist Du richtig mit der Problematik. Viele trockene Alkoholiker und Co-Abhängige lesen mit und können Dir über die schwere Zeit helfen.

    Mein erster Eindruck ist, das da wohl noch nicht wirklich der Wunsch zur Abstinenz vorhanden war.

    Evtl. schreibst Du noch etwas mehr über Deine Zusammenhänge und Deinen Weg bis hierher. Wenn Du Fragen hast, einfach stellen.

    lG WW

    Vielen reicht das wohl aus.

    Ja, bei dem Einen früher, bei dem Anderen später. Irgendwann sind diese Hintergründe und Auslöser nicht mehr so wichtig, es sei denn sie dienen der persönlichen Rückfallprävention .

    Ändern kannst Du eh nichts mehr daran. Es kann gerade in der Anfangszeit sehr kraftraubend sein, immer nach irgendwelchen Erklärungen zu suchen. Und es steckt in diesen Fragen sehr oft die Hoffnung doch noch einen "Ausweg" aus der Erkrankung zu finden.

    Kontrollierter trinken, weniger trinken u.s.w. sind Gedankengänge, welche wohl jeder Alkoholiker mal durchhat.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier einige von euch davon ausgehen, dass ich es eh nicht schaffen werde, abstinent zu leben, weil ich nach eurer Meinung sowieso schon alles falsch gemacht habe und falsch angehe?

    Nein.

    Deine Erkrankung, Dein persönlicher Weg. Hier bekommst Du Werkzeuge und Hilfsmittel. Einsetzen musst Du sie selber, auf Deine Persönlichkeit abgestimmt.

    Ziel ist es abstinent zu bleiben und dann eine zufriedene Trockenheit zu erreichen. Immer wieder die nächsten 24 Stunden.

    lG WW

    Hallo Rene,

    Aber jetzt kommt, befürchte ich, der schwierige Teil.

    Wie schwierig oder schlimm kannst Du ja etwas steuern. Erfahrungsgemäß ist es einfacher, wenn Du jemanden mit im Boot hast. Deinen Hausarzt z.B. oder eben auch eine SHG wie unsere hier zum Austausch.

    Es ist z.B. beim Arzt natürlich erstmal das abchecken ob schon körperliche Schäden aufgetreten sind. Und es beinhaltet eine Art der Kapitulation vor der Sucht.

    Die ist bei Alkoholikern sehr wichtig, durchgehend dagegen ankämpfen ( gegen die Erkenntnis der Erkrankung )ist nicht zu schaffen.

    Die Alkoholkrankheit ist nur durch Abstinenz zu stoppen und geht nicht mehr weg. Wenn Du wieder ein Glas Wein trinkst, springt der Motor wieder an und Du bist schnell wieder auf Deinem alten Level. Mit allen Entzugserscheinungen und schlimmer.

    Es ist also einfacher, wenn Du Dich mit Deiner Erkrankung identifizierst und Dir klar ist das Du nie wieder einen Schluck Alkohol trinken darfst/ kannst / willst.

    Ich lebe in einer Wohngemeinschaft und bin nicht der einzige Alkoholiker.

    Das macht die Sache nicht gerade einfach. Da ist natürlich schnell mal zur Flasche gegriffen und schon geht es wieder los. Besteht denn die Möglichkeit einer Trennung der Lebensmittel und das der Alkohol evtl. irgendwo unter Verschluss gehalten wird um ein einfaches zugreifen zu verhindern?

    Ideal ist das wirklich nicht. Ein sicherer Hafen, also eine alkoholfreie Umgebung ist schon sehr wichtig.

    Respekt das Du das angehen und durchziehen willst.

    Gruss WW

    Was muss passieren damit es beim Co klick macht?

    Die Co-Abhängigkeit wird ja von therapeutischer Seite als Persönlichkeitsstörung gehandhabt. Bei einer Persönlichkeitsstörung gibt es in meinen Augen kein eindeutiges "Klick". Es ist mir zu tief mit der lebenslangen Entwicklung und Persönlichkeitsbildung verwoben um es einfach mal zu extrahieren.

    Es wird zerstörerisch wenn es krankhaft wird. Aber diese Grenze zum krankhaften ist bei jedem individuell.

    Ich denke auch hier, das der innere Leidensdruck wieder eine wichtige Rolle spielt. Der schleicht sich subtil rein und irgendwann bestimmt er das ( er ) Leben.

    Dieses seltsame Gefühl, das etwas nicht stimmt. Immer und überall schwebt über positiven Erlebnissen eine nicht greifbare dunkle Wolke. Erschwerend kommt bei dieser Störung hinzu, das hier ja auch durchaus positiv empfunden wird. ( Wenn man jemandem geholfen hat, sich gekümmert hat, organisiert hat, etc. ).

    Es gilt also nicht, diese jahrelang gelernten und auch positiven Verhaltensweisen abzustellen, sondern "nur " diese in "gesunde" Bahnen zurückzulenken.

    Jemandem zu helfen und zu unterstützen ist ja grundsätzlich nichts schlechtes was man unbedingt loswerden muss. Es ist also eine Frage der Dosierung. Und immer auf der Hut sein, das es nicht schleichend wieder irgendwo losgeht.

    Das macht es so unglaublich schwierig und deshalb habe ich vor den eisern kämpfenden Co`s auch aller höchsten Respekt.

    Hallo Sternwarte,

    Im Moment ist einfach nur eine immense Angst in mir. Ich muss mein Zuhause verlassen, alles alleine stemmen. Ihr kennt das ja... LG Sternwarte

    Wir kennen das nur, weil es zu den Krankheitsverläufen gehört.

    Natürlich gibt es viele ähnliche Fälle hier im Forum. Das sollte Dich aber nicht davon abhalten Deine persönlichen Empfindungen, Ängste und Erfahrungen mitzuteilen. Es geht ja hier individuell um Dich und Dein Empfinden.

    Also nicht alles runterschlucken , nur weil evtl. irgendwo schonmal jemand etwas ähnliches geschrieben hat.

    lG WW

    Stoffis unter Sich in der Therapie, ich liebe es, lese es immer wieder gerne:

    Ganz vielen von ihnen konnte ich schon in der Therapie ansehen, das sie garantiert jetzt wieder trinken.

    Welchen Eindruck denkst Du, hast Du rückblickend bei den anderen Therapieteilnehmern vermittelt? Lass mich raten: Wie ein Fels in der Brandung standest Du ob Deiner jahrelangen Erfahrung hoch oben über den anderen Teilnehmern und konntest in der Therapie-Tratschecke vor der Klinik überzeugend Deine Zuordnung treffen.

    Wie sehen das die alten Hasen aus ihrer Erfahrung heraus: Ist mein Rückfallrisiko wegen des Fehlens vergangener Exzesse höher als bei anderen?

    In meinen Augen hängt das wesentlich vom inneren Leidensdruck ab, und den würde ich nicht an solchen Eckpunkten festmachen. Was für den Einen eine Randerfahrung ist, kann für den Anderen der blanke Horror sein.

    Ich denke nicht das eine "Exessliste " vorhanden sein muss. Das persönliche Rückfallrisiko kann nur von demjenigen Selbst beurteilt werden. Allerdings gibt es da auch sehr kundige Propheten ( siehe oben ).

    lG WW

    Hallo Naira,

    herzlich Willkommen erstmal, also keiner hat sich ( soweit ich weiss :mrgreen: ) das "böse Wort" auf die Stirn tätowieren lassen. Wichtig ist ja, das Du Dir über die Alkoholkrankheit im Klaren bist.

    Diese Krankheit ist unheilbar und bleibt immer im Körper/Gehirn und kann nur durch Abstinenz gestoppt werden, in ein zwei Jahren wieder "ein Glas" funktioniert nicht. Bist Du schon soweit in Deiner Krankheitseinsicht?

    Mein Arzt ist aber informiert und ich bin ambulant in Behandlung.

    Was hast Du da genau am Start mit Arzt und Behandlung? Hast Du etwas in Deinem Umfeld geändert vor 2 Monaten um Deinen Entschluss zu festigen? Alkoholfreies Umfeld, Freundeskreis und was sonst noch wichtig ist um dem Alkohol fernzubleiben?

    Wie bist Du abstinent durch die Zeit gekommen?

    lG WW

    Ich hole zu dem Thema mal etwas raus was mir auch nicht aus dem Kopf gehen will:

    Dass Mine sich hier als Co.-Abhängige angemeldet hat, sich abgrenzen wollte und nun plötzlich durch den Schicksalsschlag viel tiefer drin hängt, als vorher. Zwangsläufig dreht sich alles wieder darum, wie es nun mit ihrem Mann weiter geht. So besteht quasi wenig Chance, aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen.

    Sämtliche kleine Hinweise in diese Richtung werden praktisch überfahren, ignoriert oder abgewiegelt.

    Mine. Ich hoffe so sehr, dass Du nicht enttäuscht wirst, wenn Dein Mann wieder gesund ist und Du das alles nicht „umsonst“ auf Dich nimmst.

    Eigentlich könnte ich den ganzen Beitrag von Cadda hier reinkopieren, halte das aber für albern. Es bleibt ein mahnender Zeigefinger ob der " Kümmerbereitschaft" .

    Mein Mann will es nicht. Punkt.

    Dieser kleine Satz sagt eigentlich alles was relevant ist. Diese Willens-Entscheidung ( wenn man es so nennen will ) beruht auf der Tatsache, das es jemanden anderen gibt der das übernimmt. Ich lass das mal so stehen, soll sich der- oder diejenige den Schuh anziehen wenn er denn passt.

    Es ist eine gute Entwicklung wenn Dein Mann diese schwere Folgeerkrankung übersteht. Hoffentlich geht der eigentliche Grund dafür nicht unter.

    Wieso werde ich dieses Bild in meinem Kopf nicht los: Die um sich beissende Co-Löwin, welche Ihr Terrain verteidigt.

    lG WW

    Vielleicht wäre eine Schuldnerberatung auch hilfreich?

    Das klingt für mich auch sehr sinnvoll. Vor Allem wollen die kein Geld ( z.B. Caritas )und beraten ohne eigene Interessen ( wie z,B, Anwalt oder Bank ).

    Das könntest Du ja nebenher mal anleiern und die Szenarien mal durchspielen. Versuch ihn da mal als Komplettausfall rauszulassen in der Beratung und schau dann was für Dich tatsächlich geht.

    lG WW

    Hallo Mare,

    Mein Mann trinkt wieder und hat Frust

    Was hat sich seit Deiner Anmeldung für Dich geändert ( von der Diagnose mal abgesehen )? Lies doch mal nach und zähl mal auf.

    Nicht böse gemeint, dient nur der Orientierung. Für Dich und für uns. Deine Sichtweise.

    Tagesklinik ist ein guter Anfang, Von da werden sich in Gesprächen weitere Wege und Möglichkeiten öffnen für Dich. Wann sind denn da Plätze frei? Wochen? Monate?

    Ich hoffe Du schaffst es auch weiterhin den Kopf oben zu behalten.

    lG WW

    Wir haben auch eine Eigentumswohnung. Er ist mit den Raten 2 Monate in Verzug gekommen.

    Ich verstehe im Moment die finanziellen Verhältnisse nicht so ganz. Wer muss denn da für was zahlen? Zahlt ihr beide unabhängig voneinander zu gleichen Teilen die Raten und er ist im Verzug oder läuft das alles über ihn?

    Du schreibst das er schon morgens trinkt, was macht er denn den ganzen Tag? Arbeitet er noch oder wie kann man sich das alles vorstellen? Wovon lebe er?

    Die Bank will ihren Schnitt machen. Persönliche Verhältnisse oder Krankheiten interessieren die nicht. Kreditausfallversicherung habt ihr nicht abgeschlossen nehme ich an?

    Bei unserer Politik im Moment ist das canceln von Krediten Tagesgeschäft bei den Banken. Die Leute haben einfach kein Geld mehr. Das ist so gewollt vom Staat.

    Ich will damit sagen, das Du die Zahlen ganz emotionslos und klar betrachten solltest. Ein Entgegenkommen ist nicht zu erwarten. Der Anwalt will sein Geld und die Bank auch.

    Das klingt im Moment so als ob Du schnellstens den Absprung machen solltest bevor es noch bitterer wird. Jetzt gilt es wohl nur noch den Schaden so gering wie möglich zu halten.

    gerade jetzt nich aus der Wohnung auszuziehen, da sonst mein Mann eventuell stoppt, die Wohnungsraten zu zahlen

    Er zahlt doch sowieso nicht oder verstehe ich da was falsch? Was hat das mit Deinem Auszug zu tun?

    Irgendwie blicke ich da nicht ganz durch. Was versuchst Du im Moment zu erreichen? Er wird nicht aufhören zu trinken und wird vermutlich zum Dauerausfall.

    Was ist also jetzt zu tun für Dich und das Kind?

    lG WW