Beiträge von Whitewolf

    Hallo Lotta,

    die Alkoholkrankheit ist in vielen Fällen eine Doppeldiagnose Alkohol/ Depressionen.

    Die Frage ob zuerst das Huhn oder das Ei da war ist Zeitverschwendung.

    Die Depressionen können erst wirksam angegangen werden, wenn das Gehirn entgiftet ist. Vorher ist das ein Kampf gegen Windmühlen.

    Niemand macht einen nassen Alkoholiker mit einer Psychotherapie trocken wenn er noch trinkt. Niemand behandelt erfolgreich Kindheitstraumata im nassen Zustand.

    Diese Reihenfolge schreibe ich aus leidvoller Selbsterfahrung explizid auf.

    Wenn ich zu meinem Neurologen gehe und sage das ich wieder trinke , werden die Medis gegen Depressionen abgesetzt.

    ( Wechselwirkungen)

    Die Depressionen werden dann unwichtig, erstmal muss das mit dem Alkohol wieder in den Griff bekommen werden.

    Du kannst wieder aufhorchen wenn er Dir sagt das er in eine Entgiftung geht. Alle anderen Gespräche gehen zu Deinen Lasten und führen ins Leere.

    GlG WW

    Aber so versoffen wie ich hier sitze, dass ekelt mich einfach nur noch an aber wenn ich an den Weg denke, der vor mir liegt kriege ich panische angst.

    Hallo MarLe,

    das hast Du treffend geschrieben und so ging es wohl den meisten von uns. Mir ging es ganz genauso.

    Kopf hoch und tue was nötig ist um diesen widerlichen Zustand zu beenden.

    Ich drück mal Däumchen.

    GlG WW

    Ich finde es so krass,dass er die Therapie macht,die privat bezahlt aber er anscheinend nicht von seinem Alkoholproblem spricht.

    Oder gibt es Psychologen die da nach einem anderen Prinzip verfahren?

    Nein, eigentlich nicht. Ich habe mal gehört oder gelesen hier das es welche gibt, welche mit kontrolliertem Trinken arbeiten.

    Alles Humbug und Kohlemacherei.

    Wenn der Therapeut privat abrechnen kann, macht der sogar ne Geisterbeschwörung wenns Geld bringt. Ich vermute aus dem Grund ist es dem Therapeuten auch egal ob er noch trinkt.

    Nicht Deine Baustelle.

    Gruss WW

    Da kommen dann noch so Dinge wie, dass ich nicht realisiere wie schlecht es ihm geht usw.

    Hallo Lotta,

    er ist krank. Alkoholkrank. Natürlich geht es Ihm nicht gut wenn er krank ist, das dürfte normal sein.

    Und natürlich kannst Du nicht realisieren wie schlecht oder auch gut es Ihm geht. Du bist ja nicht in seinem Kopf oder Körper. Und das ist gut so. Dann würde es Dir nämlich genauso schlecht gehen. Also versuche garnicht erst es zu realisieren.

    Diese Sache mit der Realisiererei ändert an den äußeren Umständen übrigens garnichts. Er trinkt und zieht Euch mit in seinen Sumpf.

    Er könnte diese Umstände ändern.

    Der Alkohol muss aus dem Körper, aus dem Gehirn. Vorher ist jede weitere Therapiemaßnahme sinnlos.

    Er könnte sofort mit dem Hausarzt eine ambulante Entgiftung beginnen oder sogar stationär in einer Klinik entgiften.

    Probleme hin oder her. Das ist der erste Schritt.

    Alles andere zerfetzt Euch nur die Nerven wie Du ja selbst merkst.

    Du bist mit dem Verständnis dieser Erkrankung soweit um zu sehen das Du Kosequenzen ziehen musst.

    Du verlängerst sonst sowohl Deinen und auch Seinen Leidensweg.

    Gruss WW

    Hallo Lusi,

    ich hab grad nochmal nachgelesen, Deine Vorstellung zur eigenen Person war ja nur... naja, eigentlich nichts weiter.

    Magst Du uns etwas mehr von Dir schreiben und auch den Beziehungsstatus zu Deiner Mutter ? Wohnt Du noch mit Ihr zusammen?

    Es ist dann evtl. auch etwas leichter Dir Ratschläge und Tipps zu geben.

    GlG WW

    - Ich kämpfe nicht, ich habe aufgegeben. Dieser Gegner ist nicht zu bekämpfen. Kapitulation. Ich überlasse dem Alkohol das Feld. Ich spiele nicht mehr mit.

    ...und nicht vergessen: Er lauert im Hinterkopf und wartet auf die Gelegenheit zur Revanche. Es beginnt meist mit einer Einladung zu einem kleinen harmlosen " Spiel"... :twisted:

    Glückwunsch zu ersten Jahreshälfte :) :thumbup:

    GlG WW

    Es beginnt im Bauch.

    Zuerst ist es eine schwelende Unruhe. Dann ist der Bauch im Inneren zunehmend angespannt.

    Ja, und wieder der Bauch.

    Es geht über Stunden, auch mal Tage. Die Stimmung wird deutlich mieser, ich reagiere ungerecht, motzig, bin super unzufrieden mit mir selbst.

    Ich meine mich zu erinnern das ich verzweifelt einen Ausweg gesucht habe aus dieser tagelangen Quälerei :roll: .

    Heute weiss ich, das ich scheinbar nicht wirklich gesucht habe, ich hätte bei meiner Vorgeschichte nur einmal piepen müssen und wäre sofort wieder in die Psychatrie aufgenommen worden.

    Ich lese ja viel zwischendurch hier mal und da ist mir mal eine einfache Frage eingefallen, welche ja eigentlich in einem Alkoholikerforum spielend zu beantwortet wäre... oder vieleicht doch nicht?

    In fast jedem Thread ist von " Saufdruck" die Rede. Ganz normal hier. Jeder weiss worum es geht.

    Aber könnt Ihr mal beschreiben wie genau da die Empfindungen sind? Wie äussert sich " Saufdruck " eigentlich? Wie geht es los... im Kopf? Im Bauch? Unruhe, körperliche Symptome?

    Ich meine nicht die Auslöser oder die Gründe, das triggern oder gefährliche Situationen. Die können draussen bleiben.

    Es geht um die Empfindung direkt, wie was in welcher Intensität empfunden wird.

    Die Aussage das ich einfach trinken will ist etwas ungenau, obwohl es das natürlich ist.

    Ich glaube ich habs irgendwie vergessen :mrgreen: Oder nicht..?

    Das können vermutlich am Besten die Mitglieder beantworten welche erst kurz trocken sind, deswegen stelle ich die Frage mal ganz provokant im offenen Bereich :idea: :wink:

    Startet gut in den Tag :) , Grüssle WW

    Der Gedankengang des kontrollierten Konsums von Alkohol ist wohl jedem hier bekannt.

    Dieser " Wunsch" zeigt eigentlich nur, das es mit der Akzeptanz und den Konsequenzen der Krankheit noch am Anfang steht.

    Das ist kräftezehrend sich andauernd damit zu beschäftigen ob es wann zuviel ist oder irgendwie noch geht.

    Streich das mit dem kontrollierten Trinken einfach. Geht nicht. Erledigt.

    Ich bin Alkoholkrank und es ist Gift für mich ( was es ja auch tatsächlich ist , ein starkes Nervengift ).

    Wenn die Entscheidung unabdingbar im Kopf gefallen ist und der feste Entschluss gefasst ist nie wieder im Leben Alkohol zu trinken, wird vieles leichter.

    Viele Fragen werden gegenstandslos.

    Das " Hobby" wird durch ein anderes ersetzt. Wenn Du leidenschaftlicher Radfahrer bist und Dein Knie steif wird ist das Thema auch durch.... weil es einfach nicht mehr geht.

    Nutze es für Dich das Du noch nicht mit schlimmeren Konsequenzen unterwegs bist.

    Ich hoffe Du kannst diese Entscheidung für Dich treffen, dann ( und erst dann ) wäre ein zielführender Austausch hier im Forum möglich.

    Gruss WW

    dann brauch ich einen Plan B. Da werde ich dann meine Eltern einweihen und ggf. erst mal da unter kommen, sodass ich dann keine Miete zahlen muss. Die haben ein großes Haus und der zweite Stock sind die Zimmer komplett frei, die würden mir auch helfen das weiß ich.

    Das klingt doch gut.

    Ich möchte Dich ermutigen uns hier weiter über Deinen Weg, Fortschritte und evtl. auch Rückschläge auf dem Laufenden zu halten. Hilft dir evtl. auch beim sortierten.

    Was passiert wenn Du länger nicht schreibst, sieht man an Deinem sehr langen Text von heute. Schwierig auch für Dich das alles in die Reihe zu bekommen um verständlich zu bleiben.

    Uns fällt auch auf, wenn etwas aus dem Ruder läuft und Du das noch nicht realisieren solltest zu dem Zeitpunkt.

    Nutze uns hier und mache es Dir etwas leichter.

    GlG WW

    Hallo Teresa,

    es ist viel passiert in Deinem Kopf und das liest sich gut. Dein " gesunder Egoismus" ist aus meiner Sicht eine gute Sache. Für Dich und auch euer Kind.

    Dein Denkmodell inkl. Durchhalteparole hat leider einen kleinen Haken:

    Es setzt voraus das der Stand so bleibt.

    Leider liegt es im Wesen der Alkoholkrankheit, das sie sich im Laufe der Zeit unbehandelt verschlimmert.

    Darauf solltest Du Dich einstellen und einen Plan B entwickeln. Bis zu diesem Punkt und nicht weiter. Und was dann...

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft, die Elternzeit sind ja nicht nur ein paar überschaubare Wochen.

    GlG WW

    Aktuell sammle ich nur noch Fotos, Fakten, Beweise….

    Guten Morgen Ruhrpott,

    das mit der Sammelei ist vergebene Liebesmüh. das interessiert auch niemanden wirklich. Du reibst Dich da unnötig auf. Es gibt nichts zu beweisen.

    Tatsache ist das er nach langer Abstinenz wieder trinkt. Punkt. Ende der Beweiskette.

    Tatsache ist auch das er weiss worum es geht. Er hat das schon durch.

    Tatsache ist das er das abwendende Verhalten Eures Sohnes akzeptiert.

    Es ist unnötig hier in Deinem Thread zu schreiben was er wann und wieviel trinkt. Für uns uninteressant. Seine Ausreden, Beweggründe, Lügen...

    Wir haben das Forum voll mit diesen Geschichten, inkl. Ausreden und Vermeidungshaltungen.

    Für uns ist es wichtig wie es Dir geht und natürlich auch Eurem Sohn für den Du hier

    ja auch schreibst. Deshalb bist Du hier.

    Mir ist klar das es in Deinem Kopf schwer zu trennen ist, schliesslich geht es um einen geliebten Menschen welcher schwer erkrankt ist.

    Beobachte und ziehe für Dich und Euren Sohn die Konsequenzen. Hilf nur wenn Du ausdrücklich darum gebeten wirst.

    Hast Du den Eindruck das er sich wirklich helfen lassen will? Oder geschieht das nur durch Druck von Euch?

    Warum auf eine ambulante Therapie warten? Er hat alles was es braucht, Erfahrung, Know-How und das Wissen um aufzuhören.

    Er tut es nicht.

    Das, diese Tatsache, sollte das wichtigste für Dich sein und die Basis Deiner weiteren Entscheidungen.

    Der Alkohol hat sich in Eurer Familie breitgemacht und er gewinnt auch bei Dir jetzt zunehmend an Boden. Lass nicht zu das er Dich auch zerstört, einer reicht, und derjenige hat es selbst in der Hand.

    Gruss WW