Beiträge von Whitewolf

    das ich ihm schon dabei helfe wenn ich am Telefon bin

    Wobei hilfst Du Ihm? Das ist ein Trugschluss.

    Wir sagen hier : " Hilfe durch Nicht-Hilfe" Je mehr Du ihm vermeintlich hilfst in seiner nassen Phase , umso länger säuft er weiter. Du verlängerst also seinen Leidensweg.

    Wenn Du Dir seine betrunkenen Gedanken anhörst, gibst Du der Sucht weiter dieses Futter, das es ja doch nicht so schlimm ist. Es hilft ihm nicht im betrunkenen Zustand, sich in dieser depressiven Spirale zu drehen. Er hört nicht auf zu trinken weil er plötzlich alles belastende losgeworden ist, es findet sich immer etwas neues, schlimmeres. Das Gehirn ist vergiftet.

    Das einzige was als sinnvolle Hilfe in Deiner Situation gelten würde, wäre das wählen des Notrufs ( und das nach Möglichkeit nur aus der Ferne ohne anwesend zu sein ). Das war es dann aber auch schon.

    lG WW

    Hallo Chris,

    Ich habe nun seit letzte Woche Sonntag also seit jetzt 8 Tagen nichts mehr getrunken.

    Schreib doch mal auf warum Du diesen Entschluß gefasst hat. Das war ja ein Prozess der auch mit innerem Leidensdruck zu tun hat. Du brauchst Dich da nicht zurückhalten, wir haben hier alles schonmal gelesen.

    Wenn Du an das Weitertrinken denkst, sagt Dir die Stimme evtl. auch etwas über kontrolliertes Weniger trinken? Falls ja : Vergiss es. Lass die Erfahrung einfach aus, es funktioniert nicht in der Alkoholkrankheit. Du landest innerhalb kürzester Zeit wieder bei der alten Menge und mehr. Der einzige Weg ist tatsächlich die absolute Abstinenz.

    Glückwunsch zu Deinem Entschluß dem Gift Adieu zu sagen.

    Gruß WW

    Das liest sich alles nicht schön. Du bist lästig mit Deiner Abstinenz. Sie möchte das Thema Alkohol nicht auf dem Tisch haben, um zu vermeiden das es auf sie gemünzt wird. Sie will sich wegen Dir nicht einschränken. Dazu kommen lauter " Nadelstiche", vermutlich unausgesprochener Partnerfrust.

    Für mich sieht das so aus als ob Du da bald eine Entscheidung treffen musst.

    Wenn Du nach längerer Abstinenz Ethanol zu Dir nimmst, werden von der Leber entsprechende Enzyme ausgeschüttet um das Ethanol wieder abzubauen.

    Dieses System ist wie eine alte Festplatte, welche Du wieder aktivierst. Der Körper hat Alkoholabbau im großen Stil gelernt, das kommt jetzt zum tragen. Das ist übrigens nach 20 Jahren immernoch so, das geht nicht mehr weg.

    Das System muss sich jetzt wieder runterfahren, durchaus möglich das Du noch ein paar Nachwirkungen hast ( Unruhe, Suchtdruck )

    Nimm das nicht auf die leichte Schulter.

    Ich wusste nicht was ich sagen soll und er hat so geheult 😓

    Wie habt ihr das gemacht , mit den labilen Partnern ?

    Durch die Alkoholvergiftung ist das Gehirn durcheinander. Die Botenstoffe stimmen auch nicht mehr. Das hat extreme Stimmungsschwankungen zur Folge, Depressionen, Überempfindlichkeit in allen Bereichen. Entweder megaschlimm und traurig oder stark euphorisch.

    Selbst wenn er jetzt aufhören würde, kann das noch monatelang anhalten bis sich alles wieder regeneriert hat. Du kannst da nichts tun, trösten hilft über die nächste halbe Stunde und dann geht es weiter. Und morgen, und übermorgen....

    Diese angesprochenen Aufgabenbereiche hätte man ja im Laufe der Beziehung umschichten können. Wolltest Du nicht und er wohl auch nicht. Nicht mehr zu ändern.

    Deswegen hast Du aber nun kein großes Kind um das Du Dich für immer kümmern mußt . Er wird sich da schon reinfuchsen, auch wenn das mit Brausekopp am Anfang schwer fallen wird. Wenn Dir etwas passieren würde müßte er das ja auch.

    Allerdings stellt sich mir jetzt die Frage, was für ein Loch in Deiner "Mutterrolle" klaffen würde wenn er tatsächlich weggeht und sein Leben selbst regelt. Kämest Du damit überhaupt klar?

    Das sind zwei große Sorgen: Das er weiter abrutscht und sich sein Gesundheitszustand dadurch rapide verschlechtert und die Sorge, das Du plötzlich nicht mehr gebraucht wirst von ihm ?

    Ich schreibe das absichtlich etwas provokant um zum nachdenken anzuregen. Du mußt das nicht dementieren oder Stellung nehmen, Du wirst in Dir wissen wo die Probleme liegen.

    lG WW

    Meine Sorge ist, wenn er bei einem Freund unterkommt, dass er gänzlich ertrinkt.

    Und weiter...? Was dann? Wie weit geht Dein ( leider sinnloses )Gedankenkarussell ?

    Du kannst seine Sucht nicht steuern, nicht mit Liebe, Hass oder auch Gleichgültigkeit. Er geht seinen Weg mit dem Alkohol. Wie weit und wohin entscheidet er selbst.

    Ob sich seine Nicht-Trinkende Mutter mit Alkoholikererfahrung den Sohn ins Haus holt ist eh fraglich. Das hatte sie alles schon. Trinken tut er dadurch auch nicht weniger, nur woanders . Und sie weiss das vermutlich auch.

    Ich verstehe aber das Du Dein Gewissen beruhigen willst. Das liest man in diesem Bereich hier oft, irgendwie fühlst Du Dich da verantwortlich.

    Aktuell überlege ich, ob ich seine Mutter ins Boot hole, sie selbst hat sich auch von einem alkoholiker scheiden lassen.

    Warum überlegst Du das? Damit sie Dir Durchhaltetipps gibt oder damit er wieder zu ihr ziehen kann? Weiss sie nicht was mit ihrem Sohnemann los ist?

    Wenn Du das Gespräch suchst, solltest Du ein Ziel haben. Etwas das Du mit dem Gespräch erreichen willst.

    lG WW

    Muss jetzt aufhören darüber nachzudenken

    Mit diesem Vorsatz bist Du auf einem guten Weg.

    Ein nasser Alkoholiker hat völlig andere Denkmuster als der Nichttrinkende Partner. Das bedeutet, das der Alkohol im Moment das wichtigste ist ( auch wenn phasenweise etwas anderes behauptet wird ). Du hast also keine Chance Dich in ihn und seine derzeitigen Wertevorstellungen reinzudenken. Du wirst es nicht verstehen oder nachfühlen können.

    lG WW

    Jetzt ist ihre Stiefmutter angeblich laut Aussage des Vaters auch Alkoholikerin, was ich aber nie bemerkt habe, ihre leibliche Mutter war es wohl auch hat sie mir neulich erzählt,

    ...unter jedem Dach ein "ach"...

    Sie trinkt selbst gerne und ist von Alkoholikern umgeben. Ist das für Deinen Weg interessant? Was macht das mit Dir?

    Gruß WW

    mir durchs Jammertal zu folgen ist keine schöne Sache

    Das ist hier ein Forum in dem es um kranke Menschen geht. Wir haben hier keinen Fun-Chat. Wenn ich mich hier einlogge, dann lese ich Jammertal. Wenn ich das nicht will, dann lese ich hier nicht.

    Mach Dir also keine Gedanken über traurige oder belastende Beiträge, dafür gibt es das Forum.

    Du möchtest niemandem zur Last fallen. Das ist eine Verhaltensweise des Alkoholikers, welche hier und im Leben draussen nicht unüblich ist und oft vorkommt.

    Wir schämen uns am Anfang noch für unsere Erkrankung, mit der Zeit erkennst Du aber das das völlig falsch ist. Alkoholkrankheit ist keine Charakterschwäche.

    Wenn Du das mal erkannt hast und mit erhobenem Kopf Dein Leben einforderst, wird vieles sehr viel leichter.

    Kopf hoch halten, unten siehst Du nix. Dir einen guten Sonntag.

    WW

    ...nunja, ich hätte die Bierdose sofort weggeschüttet. Das kann sie woanders machen, aber nicht vor Deiner Nase. Ihre Alkoholvorräte sollten auch verschwinden, die kann sie unter Ihrem Bett bunkern, oder sie landen im Ausguß.

    Sag mal, Du wohnst da schon noch irgendwie, oder?

    WW

    Hallo Tiger,

    wie lange hat Dich jetzt der Inhalt seines Transporters zerrissen? Wie ein hungriger Tiger auf der Jagd bist Du seinem Schlüssel hinterhergeschlichen. Und nun? Was hat es gebracht? Bist Du jetzt ... ja was eigentlich ? Der Alkohol nimmt einen Riesenplatz in Deinem Kopf ein. Mach dem ein Ende.

    Zudem wird ohnehin empfohlen, diese Gespräche nicht alleine zu führen. Gibt es denn jemanden, der dir beistehen kann?

    Hol Dir jemanden dazu, vor Allem wenn er gern laut wird. Kinder zur Oma z.B. wäre natürlich am Besten. Es muss ja nicht gleich morgen früh sein, da kommt es jetzt auf ein paar Tage auch nicht an. Plane es in Ruhe durch. Am Besten sagst Du morgen garnichts, es kommt nichts dabei heraus ausser Stress.

    lG WW