Beiträge von Thalia1913

    Ich habe gerade eine nicht ganz einfache Zeit - nichts wirklich Dramatisches, aber mehrere „Baustellen“ gleichzeitig (und gleichzeitig ist ja immer so eine Sache), und als ich heute wie jeden Tag das Forum aufrief, fiel mir ein, dass ich hier im Offenen gerne meinem früheren Ich was schreiben will.

    Der Thalia vor 14 Jahren, die sich nicht vorstellen konnte, „das alles“ ohne Alkohol bewältigen zu können. Ich will mir sagen, dass das nicht nur geht, sondern dass eine Zeit kommen wird, in der schwierige (oder schöne, oder langweilige, oder beängstigende …) Phasen kommen, ohne dass auch nur einmal der Gedanke an Alkohol aufkommt.


    Ich bin so unglaublich froh und dankbar - auch wenn ich das immer und immer wieder schreibe, so ist es auch jedesmal tief empfunden - dass ich damals nach dem Aufhören nicht wieder angefangen habe, obwohl es sich zu Beginn noch gar nicht normal angefühlt, sondern mir viel Angst gemacht hat, die ich aber keinem mitteilen konnte, weil es eine Angst war, die kein Nichtsüchtiger versteht.


    Das Verständnis hab ich hier im Forum gefunden (und in der SHG vor Ort), aber da hatte ich die ersten Monate schon hinter mir.

    An die ersten trockenen Monate kann ich mich nicht gut erinnern, bzw. ich erinnere mich aus der Zeit an andere Dinge, die mich zu der Zeit sehr beschäftigt haben. Daher habe ich auch bei neu Trockenen nicht viel beizutragen, weil ich einfach nicht mehr weiß, wie ich mich nach vier oder acht oder zwölf abstinenten Wochen in Bezug auf Alkohol gefühlt habe.


    Aber an die verzweifelte noch trinkende Thalia kann ich mich erinnern und fühle mich ihr auch noch immer verbunden. Und da komm ich nochmal auf die Gleichzeitigkeit, denn ich bin ja auch meine vergangenen Ichs, und da fühlt es sich heute einfach gut an, mir selber sozusagen die Hand durch die Zeit zu reichen und mich spüren zu lassen, dass es alles gut werden kann.

    Sicher ist hier schon einmal der Roman "22 Bahnen" von Caroline Wahl empfohlen worden: Mathematikstudentin muss sich um die alkoholkranke Mutter kümmern und sieht sich in der Verantwortung für ihre jüngere Schwester.

    Das Buch wurde verfilmt, lief im Kino und steht jetzt bei Netflix zum Streamen bereit. Empfehlenswert!

    Ja, ich glaub, ich hab das auch mal empfohlen. Ich fand das Buch richtig gut und bin gespannt auf den Film.

    Danke und Gruß

    Thalia

    Liebe Iwona,


    herzlichen Glückwunsch! 💐Ich freue mich sehr für dich!

    Es ist außerdem toll, dass du all die Jahre hier um Forum bist und deinen Weg hier teilst.


    Und ich habe mich auch sehr gefreut, dich einmal persönlich kennenzulernen.

    Alles Gute und liebe Grüße,

    Thalia

    Hallo Thomson,

    danke für deine Antwort, und mein Beileid zum Tod deiner Mutter.

    Dass du eine Freundin hast, hattest du ja schon geschrieben.

    Sie weiß, dass ich nichts trinke

    Weiß sie auch, dass du Alkoholiker bist?

    Dass du „natürlich trocken geblieben“ bist, habe ich in deinem Thread dann evtl. überlesen. Ich finde das gar nicht so natürlich. Zumal du vorher ja auch lange Trinkpause gemacht hattest. Aber jetzt sind das dann ja schon ein paar Jahre - Gratulation!


    Wie gestaltest und sicherst du deine Trockenheit - richtest du dich nach den Grundbausteinen?

    Und was führt dich wieder zurück hier ins Forum?

    Was genau versprichst du dir von dem Austausch hier?


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Thomson,


    ich seh in verschiedenen Threads deinen Namen auftauchen mit kurzen Fragen oder Kommentaren, und erinnerte mich, dass du neulich ankündigtest:

    Vielen Dank. Dann werde ich mich mehr eineinbringen.

    Was genau versprichst du dir von dem Austausch hier?

    Ich habe mir deinen Thread seit 2023 mal durchgelesen (war ja eine lange Pause dazwischen) und weiß trotzdem kaum etwas von dir - also, ich meine jetzt nicht private Dinge, sondern wie es dir mit deinem Trockensein so ergeht.

    Du hast dich ja bei deiner Vorstellung damals als eine Art Quartalstrinker beschrieben. Bist du denn seit deinem letzten Eintrag 2024 weiterhin ununterbrochen trocken?

    Viele Grüße

    Thalia

    Ja, ich. Habe es vor Jahren gelesen, und mir hat es etwas gegeben.

    Thalia1913
    12. Oktober 2021 um 17:02

    Hallo Carl Friedrich,

    ich kann mich noch gut an deine Anfänge hier erinnern; ich weiß noch, dass du am liebsten schon damals direkt als „alter Hase“ hier eingestiegen wärst. :)

    Und nun sind es wirklich schon elf Jahre. Gratulation! Das freut mich, und ich wünsch dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg.

    Thalia

    Ich muss mit meiner Sucht den Rest meines Lebens leben. Also muss ich jetzt abstinent mein Leben so ändern, dass ich gut den Rest meines Lebens abstinent leben kann. Und zwar ganz konkret und praktisch und nicht nur in meinem Kopf. Weil es eine Notwendigkeit ist. Und weil ich mich im Zweifelsfall eben nicht darauf verlassen kann das mein Kopf immer mitspielt, denn ich bin ja weiter süchtig.

    Danke dafür!


    Das gefällt mir so gut, dass ich den alten Zitate-Faden hier im Blauen Bereich sogar ausgegraben habe.