Beiträge von Thalia1913

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Erna,


    Aber ja, ganz vollkommen und so richtig in mir drinnen ist der Wunsch nach Abstinenz noch nicht in mir angekommen. Oberflächlich schon und rein sachlich ist mir klar, dass ich nur Abstinent glücklich und zufrieden sein kann. Ich sehe die positiven Veränderungen und möchte die auch weiter voran bringen. Manchmal fühle ich es auch.

    Aber der letzte Rest an Zweifen ist noch da und es ist noch nicht ganz in die Tiefen meines Inneren vorgedrungen. In mir rangeln noch 2 Ernas miteinander.


    Ich hoffe, dass die Zeit ihren Teil dazu beiträgt und mein kontinuierliches Auseinandersetzen mit dem Thema, das es irgendwann wirklich ankommt.

    Bei mir war es so.


    Als ich zum (hoffentlich) letzten Mal aufhörte mit Trinken, war die Erkenntnis, alkoholkrank zu sein, auch noch nicht ganz „in die Tiefen meines Inneren“ vorgedrungen, und nie mehr trinken zu wollen - davon war ich noch weit entfernt.


    Für mich hat es ganz klar die trockene Zeit, Woche für Woche und Monat für Monat, und die Beschäftigung mit dem Thema, ganz besonders hier im Forum, ausgemacht, dass sich meine Haltung nach und nach geändert hat.


    Insofern …. Bleib dabei, was du gerade tust.


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Berlin,


    schön, dass du hier bist, und Glückwunsch zum Start in dein trockenes Leben.


    Bei mir hat es auch gedauert, bis ich -hoffentlich endgültig - trocken werden konnte. Ich vermisse das Trinken inzwischen gar nicht mehr, sondern bin einfach nur erleichtert und dankbar.


    Ich wünsch dir hier einen guten Austausch. Mir hat es sehr geholfen, hier zu lesen und zu schreiben.


    Herzliche Grüße

    Thalia, w, 53

    glück auf thalia


    ja, "lügen-kaufen-saufen" <in jeder möglichen reihenfolge stehn in ursächlichem zusammenhang - und das erkennen, dass ich mich selbst am meisten belogen hab (obwohl ich mich immer für n besonders ehrlichen kerl gehalten hab) war schmerzhaft.


    schöne zeit

    :D
    matthias

    Ich las heute bei Lust for Life über das Lügen, bzw. dann über das ehrlich sein, und das erinnerte mich zum einen an den Beitrag von silberkralle vor einigen Jahren in diesem Thread, und gleichzeitig daran, dass das für mich etwas ganz Zentrales dabei war, trocken zu werden und zu bleiben. Nicht mehr zu lügen. Für mich war Sucht immer mit Lügen verbunden, gegenüber anderen, und ganz besonders und an erster Stelle mir selbst gegenüber.


    Heute kann Lügen/nicht ehrlich sein oder auch nur etwas verschweigen ein ganz ungutes Gefühl in mir auslösen, das mich an meine Trinkzeit erinnert. Die liegt ja nun schon etliche Jahre zurück, aber das ist sehr eng verknüpft in meinem Hirn.


    Im Gegenzug merke ich, dass ich im ehrlichen, offenen Umgang mit Menschen innerlich stärker werde. Je mehr ich mich selbst zeigen kann, umso „heiler“ fühle ich mich, auch und gerade, wenn ich mich zeige als jemand, die etwas nicht kann, die Angst hat oder Scham. Und das ist echt Übungssache, und kostet manchmal, oft, Überwindung. Und da bin ich bei meinen immer wiederkehrenden Themen Vertrauen und Mut. Wer keine Angst hat, braucht nicht mutig zu sein, der ist vielleicht furchtlos, aber das ist etwas anderes. Und vertrauen bedeutet, nicht sicher zu sein, zum Beispiel, wie sich etwas entwickeln oder jemand reagieren wird auf etwas, das ich tue oder sage oder bin (von mir zeige). Und es trotzdem zu tun, im Vertrauen, dass es gut sein wird.


    Heute beim Lesen hier im Forum mal wieder gesehen, dass es immer wieder mal neue Anstöße gibt zum mich reflektieren. Vielen Dank.


    Thalia

    Hallo Erna,


    Vielleicht kennt ja jemand noch etwas interessantes dazu?

    Allgemein gesprochen nicht. Aber interessant ist doch auch eigentlich nur das Persönliche, oder?


    Ich bin in diesem Jahr 9 Jahre trocken, und ich träume immer noch manchmal vom Alkohol. Dass ich getrunken habe, oder dass ich Flaschen finde, aber gar nicht getrunken habe, oder dass jemand denkt, dass ich getrunken habe … verschiedene Varianten. Habe hier auch schon öfter davon erzählt. Ich hatte nie den Eindruck bei mir, dass das auf einen Rückfall hindeutet. Für mich war / ist das bestenfalls eine Hilfestellung meines Unterbewusstseins (oder was auch immer für Träume verantwortlich ist), zu gucken, ob ich gerade unter besonderer Belastung stehe, ob irgendwas nicht „rund“ läuft.

    Wenn ich da nichts feststellen kann, dann ist es eben einfach eine Erinnerung, eine Gefühlserinnerung. Für mich war die Zeit, in der ich abhängig getrunken habe, ganz schrecklich, und das sitzt tief und kommt manchmal wieder hoch.


    Wenn mir im Traum das Trinken verlockend erscheinen würde oder ich durch den Traum Trinkdruck bekommen würde, dann wäre das allerdings ein Signal anderer Art.


    Das meine ich eben: Schau einfach bei DIR genau hin, egal was irgendwo im Internet steht.


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Erna,


    hier bist du ganz sicher nicht die einzige, die zusätzlich zur Alkoholsucht noch andere Süchte hat. Wenn ich mich recht erinnere, ist dein derzeitiges Suchtmittel, von dem du dich gerade entwöhnst, ja „nur“ der Alkohol, daher bist du hier auf jeden Fall richtig, finde ich.


    Du schreibst, du bist gerade ein wenig „mau“; ich wünsch dir gute Erholung dieses Wochenende. Es ist ja einfach auch anstrengend, was du derzeit erlebst. Viel Input, da bewegt sich viel im Kopf, da ist auch mal wichtig, das mal sacken zu lassen und durchzuatmen, zum Beispiel heute. :) Und dann aber dranbleiben, dosiert.


    Über eine ambulante Therapie denkst du nach:

    Eigentlich sträubt sich alles in mir, aber ich merke, dass mir diese Einzelgespräche in der Suchtberatung gut tun. Mal sehen.....habe ja keine schwerwiegenden psychatrischen Probleme, die ein Therapeut zutage bringen könnte.


    Kannst du benennen, was sich da sträubt?


    Und eine ambulante Suchttherapie ist ja auch nicht dazu da, „schwerwiegende psychiatrische Probleme“ zutage zu bringen. In den regelmäßigen Gesprächen mit dem Suchttherapeuten hat man dann einfach noch einen guten Anlaufpunkt, um Dinge für sich zu klären, auch einen wöchentlichen „Anker“, der in den ersten trockenen Monaten hilfreich sein kann.


    Ich wünsch dir eine schöne Zeit mit deinem Sohn morgen und vor allem heute mit dir selbst :)


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Erna,


    erstmal Glückwunsch zur ersten abstinenten Woche! :)


    Wie blöd, dass der Test immer noch positiv ist, da musst du jetzt noch länger damit umgehen, dass dir „die Decke auf den Kopf fällt“, ich fand das auch schwierig, als ich vor einigen Monaten COVID hatte und es mir wieder gut ging.


    Am Dienstag wolltest du evtl zur Suchtberatung gehen, richtig? Ich drück die Daumen, dass das dann klappt. Das ist bestimmt auch nochmal hilfreich gerade jetzt in der ersten Zeit.


    Benötige von eben diesem Arzt eine Bescheinigung, dass ich frei von Süchten bin für ein Praktikum in einem sensiblen Bereich.

    Naja, das bist du ja nicht … das ist ja ungewöhnlich, dass solch eine Bescheinigung gefordert wird. Finde ich schwierig. Ich kann deine Bedenken in beide Richtungen nachvollziehen. Auch hierüber vielleicht mal mit dem Suchtberater sprechen …?


    Du fragtest noch, was ich meine damit, dass der Kampf jetzt zu Ende ist. Ich habe - vielleicht anders als du - lange gegen die Erkenntnis angekämpft, dass ich alkoholkrank bin. Und als ich es dann endlich in einem laaangsamen Prozess akzeptieren konnte, brauchte ich eben nicht mehr zu kämpfen: um einen „normalen“ Alkoholkonsum, gegen das schlechte Gewissen, gegen meine Scham, um den Anschein, „normal“ und nicht alkoholkrank zu sein, etc. Ja, insofern hat mich die Akzeptanz frei gemacht.


    Aber auch bei mir ging es natürlich am Anfang erstmal darum, möglichst viel nüchterne Zeit anzuhäufen, damit der Kopf auch so langsam „trocken“ werden konnte, und da war bestimmt auch die ein oder andere Situation, in der ich noch gegen das Suchtverlangen „gekämpft“ habe. Allerdings erinnere ich mich daran nicht wirklich, wenn ich ehrlich bin.


    Dir heute einen schönen nüchternen Sonntag!


    Thalia

    Hallo Erna,

    Ich hoffe, ich kann auf Dauer dagegen ankämpfen!!!

    Das wirst du glücklicherweise nicht müssen, wenn du es jetzt ernst nimmst. Denn du hast bestimmt hier schon gelesen, dass es jetzt eben genau nicht mehr um Kampf geht.


    Die Grundbausteine sind dir ja schon geschickt worden, und auch der Notfallkoffer. Suchtdruck geht auch wieder vorüber.


    Für mich war anfangs ganz wichtig, wirklich alles andere erst einmal dem Trockenwerdenwollen unterzuordnen. Wie siehst du das?


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Erna,


    willkommen auch von mir, auch Alkoholikerin und Mutter eines Sohnes, der gerade fünfzehn geworden ist. Ich bin vor einigen Jahren trocken geworden, kann mich aber noch sehr gut an die Scham und die Angst und das ganze Gefühlschaos am Anfang erinnern. Auch, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dauerhaft abstinent zu sein und das ganz selbstverständlich.


    Auch macht mir der Gedanke bange, dass die Finger vom Alkohol lassen nun eine Lebensaufgabe sein soll, nie mehr das schöne wollige Gefühl, dafür immer Arbeit an mir selbst.

    Bei mir war es so, dass das „schöne wollige Gefühl“ am Ende meiner Trinkzeit ja nur noch höchstens ganz kurz mal eintrat, dass es eigentlich nur noch eine Fabrikation meines Suchthirns war.

    Du schreibst ja auch von Suchtdruck - mir hat es geholfen, als ich verstand, dass alles vermeintlich Positive, was ich mit dem Alkohol verknüpfte, Ausdruck und Teil meiner Suchterkrankung war.

    (Und was noch in akuten Situationen half, war Sprudelwasser trinken.)


    Ich empfinde mein Leben, seitdem ich es trocken lebe, als viiieeel weniger „Arbeit“ im Sinne von Anstrengung, als vorher. Wirst du sehen, dass es nur am Anfang so scheint, als sei es eine anstrengende Aufgabe, trocken und achtsam und fürsorglich mit sich selbst zu sein.


    Ansonsten finde ich beides, Suchtberatung und offenes Arztgespräch, eine gute Idee.


    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg in ein freies, trockenes Leben, und freue mich, dass du hier davon schreiben willst.


    Das Lesen und Schreiben im Forum hat mir enorm geholfen.


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Jarno,


    schön, dass du dich hier austauschen willst, und Gratulation zur erfolgten Entgiftung. Für deine bevorstehende stationäre Therapie (ist das auch mit Schwerpunkt Suchterkrankung?) wünsche ich dir auch alles Gute.


    Du schriebst ja über deine Qualifizierte Entgiftung, du habest sie


    mit vielen neuen Erkenntnissen zu meiner Krankheit abgeschlossen.

    Da bin ich auch gespannt, wenn du darüber mehr erzählen magst.


    Viele Grüße

    Thalia

    trockene Alkoholikerin

    Hallo Hera,


    ich habe vor vielen Jahren mal eine Tagesklinik besucht. Da lief es so ab, dass vormittags und nachmittags verschiedene Therapien stattfanden, jeden Tag Gruppentherapie, Entspannungsübungen, Ergotherapie (zum Beispiel malen, basteln, Töpfern o.ä.), einmal die Woche Einzelgespräch mit der Therapeutin, und auch mal so Sonderaktionen wie gemeinsames Kochen etc. Um 16.00Uhr war jeden Tag Schluss. Ich fand es gut.


    Wie ich überhaupt Therapie (wenn der Therapeut gut ist) sehr hilfreich finde. Auch die Gespräche im der Gruppe, die sich zwischen den Therapiestunden ergeben, fand ich hilfreich, denn da lernte ich, wie es anderen erging und fühlte mich mit meinen Gefühlen (Scham, Minderwertigkeitsgefühle, Ängste u.a.) nicht mehr so alleine.


    (So wie auch durch den Austausch hier im Forum, den ich besonders in den ersten Jahren meiner Trockenheit als extrem wertvoll empfand!)


    Deine Zweifel kannst du in dem Kennenlerngespräch in der Klinik ja auch offen äußern. Es ist etwas, das du für dich machst, dass dir helfen und dich womöglich bereichern wird.


    Viele Grüße,

    Thalia

    Hallo Egghard,


    ich bin auch Alkoholikerin und seit ein paar Jahren trocken und hier im Forum unterwegs. Ich gratulier dir zunächst mal zu den ersten alkoholfreien Tagen und vor allem zu deinem Entschluss, offen mit deinem Arzt zu sprechen.


    Als ich mit Trinken aufgehört habe, habe ich erstens echt Angst gehabt vor den Entzugserscheinungen (und dass ich es generell ohne Alkohol nicht schaffen würde) und zweitens (so wie du ja auch schreibst) vor dem Gespräch mit meiner Ärztin.

    Das verlief dann unerwartet gut und hilfreich, denn auch sie gratulierte mir zu meiner Entscheidung und behandelte mich mit Achtung und auf Augenhöhe. Das tat so gut, weil ich mich ja auch so klein und wertlos fühlte und mich schämte.


    Ich glaube mittlerweile, dass Ärzte im allgemeinen einen ganz anderen Blick auf unsere Krankheit haben, als wir denken. Die denken (Ausnahmen gibts bestimmt auch) bzw. wissen, dass es eine Krankheit ist und keine Charakterschwäche.


    Insofern wünsche ich dir Mut für deinen Arzttermin und alles Gute für die nächste Zeit.


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Laure,


    herzlich willkommen hier.

    Ich bin seit einigen Jahren hier in dieser „virtuellen SHG“ und zusätzlich noch in einer SHG hier vor Ort - bin selber trockene Alkoholikerin.


    Gibt es einen Grund, warum du nicht mehr in die SHG gehst, die dir vor ein paar Jahren sehr geholfen hat, wie du schreibst?


    Hier im Forum wirst du aber auch guten Austausch finden, wenn du willst, hier sind sowohl selber von Sucht Betroffene als auch Angehörige von Alkoholikern.


    Was wäre dir denn aktuell besonders wichtig, was brauchst du von uns als SHG?


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo,


    von jemand anderem gesagt oder gezeigt zu bekommen, dass er/sie etwas gut findet, das ich mache oder bin, hat mir auch schon gute Gefühle gegeben. Aber generell mag ich „Lob“ mittlerweile gar nicht mehr. Es ist für mich ein wichtiger Unterschied zwischen „was du da machst, finde ich toll“ (Aussage über den Sprecher) und „Das machst du prima, weiter so“ oder was da so an Lobesformulierungen kursiert.


    Ich empfinde das als nicht auf Augenhöhe. Ich wehre mich innerlich automatisch dagegen, wenn jemand sowas zu mir sagt, denn wodurch ist derjenige denn befähigt, mich zu beurteilen.


    Ist manchmal vielleicht für andere schwierig zu verstehen, wie ich das jeweils einordne, aber ich bin mittlerweile sehr kritisch bei allem, was ich als Beurteilung anderer wahrnehme, bei „Lob“, aber auch bei „Ratschlägen“ u.ä.


    Gruß, Thalia

    Hallo Fibonacci,


    willkommen zurück, und vielen Dank dir für die Schilderung, wie dein Rückfall begonnen hat.


    Ich habe auch mal, als ich erst kurz trocken war, von meinem damals noch neuen Chef als „nette Geste“ eine Flasche Wein als Geschenk überreicht bekommen. Zum Glück war ich da so verdattert, dass ich ohne groß zu zögern gesagt habe, dass ich gar keinen Alkohol trinke, und dass sich jemand anders bestimmt mehr darüber freut. Das hat mir in den Jahren seither die ein oder andere blöde Situation erspart, und ich kriege von ihm jetzt stattdessen Olivenöl. :)


    Und nochmal zu Borowiak: das hat doch Carl Friedrich immer empfohlen, oder? ;)


    Viele Grüße und alles Gute weiterhin für den neuen Anfang!


    Thalia

    Hallo Damokles,


    willkommen hier auch von mir. Mein Trinkmuster war zwar ein anderes, aber deine Beschreibung deiner Sucht erinnert mich an einen trockenen Gruppenfreund von mir. Bei dem hat es auch lange gedauert, aber er ist schließlich vor ca. zehn Jahren trocken geworden und ist inzwischen selbst als Gruppenleiter in der Selbsthilfe aktiv.


    Der Austausch hier im Forum hat mir (zusätzlich zu einer realen Selbsthilfegruppe) sehr geholfen, trocken zu bleiben. Bei mir hat es auch mehrere Anläufe gebraucht.


    Hast du schon mal eine Selbsthilfegruppe besucht?


    Und hast du denn hier schon ein bisschen gelesen? Und wenn Lesen was für dich ist, gibt es auch verschiedene Bücher, die helfen können, die eigene Sucht quasi „von außen“ betrachten zu können. Mir hat es jedenfalls geholfen, gerade auch als Rückfallprophylaxe, viel über Alkoholismus zu wissen, und eben nicht nur meine Innenansichten zu kennen sozusagen. Zu verstehen, was in meinem süchtigen Hirn passiert, und dass ich dem eben nicht (mehr) willenlos ausgeliefert bin.


    Am allermeisten hat mit aber tatsächlich der aktive Austausch geholfen, von mir schreiben zu können und von anderen lesen zu können.


    In diesem Sinne wünsche ich dir nach erfolgter Freischaltung einen hilfreichen Austausch.


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Simi,


    ich erinnere mich noch gut an dich und freue mich, dass du den Absprung wieder geschafft hast.


    Wie bist du die erneute Entwöhnung angegangen, und machst du heute etwas anders als früher, um deine Abstinenz zu stabilisieren?


    Bin gespannt, mehr von dir zu lesen.


    Viele Grüße

    Thalia