Beiträge von Art3mis

    Hallo Ahoi,

    Zitat

    Seitdem wir alleine leben hat sich etwas verändert: Mein Sohn ist viel offener geworden. Und selbstbewusster. Er redet und erzählt anderen von seinen Gefühlen. Vor einem halben Jahr noch war das undenkbar. Und nun - endlich - sucht er sich Menschen (und manchmal auch mich) und lässt Dampf ab ...

    Exakt das gleiche erlebe ich auch mit meinem Sohn. War er vor einem Jahr noch Kind, dass sich heimlich abends an den Kühlschrank geschlichen hat,, um Trost-Süssigkeiten zu holen, schnell in sein Zimmer gerannt ist, meistens still in seinem Zimmer hinter verschlossener Zeit verbracht hat, ist er heute ein Junge, der a) keine Süssigkeiten mehr heimlich essen muss, weil es nichts zu trösten gibt und der mich jeden Tag mit seiner Lebensfreude und seiner Quirligkeit auf's neue begeistert.

    Ich finde, Du hast ihm gezeigt, dass man unaushaltbare Situationen eben nicht aushalten muss, dass man immer etwas ändern kann in seinem Leben und vor allem hast Du ihm gezeigt, dass Du die Verantwortung für ihn an- und übernimmst.

    Das ist schon ganz viel - denke ich!

    Art3mis

    Erst mal Danke Euch für die Motivation, dass ich vielleicht noch den richtigen Weg finde. Und puh, mal wieder eine tolle Aufgabe:

    Zitat

    Was/Wer bin ich noch - wenn ich nicht mehr die Gute bin?
    Was/Wer bin ich noch - wenn ich mich nicht durch das gebraucht werden definieren kann?
    Was bleibt - wenn ich plötzlich Kontrolle nicht mehr bräuchte?

    Du knallst das einen so schön vor den Latz, Kaleu, dass man erst mal platt ist. Und dann tausend Fragezeichen im Gesicht hat und dann immer noch ahnungslos, obwohl ........ich das Gefühl habe, dass da ein zartes Stimmchen ist......noch bin ich taub dafür, höre nichts.

    Diese Anregung nehme ich mit in den Urlaub und versuche, darauf vielleicht eine Antwort oder auch mehrere zu finden.

    Ich danke Euch für die Gedankenanstöße und für das "Geraderücken"!

    Art3mis

    ....da wo die Angst ist...........

    Der Satz von Dir, Kaleu, lässt mich nicht los. Was ist denn meine Angst.....?

    Die Angst, nicht mehr gebraucht zu werden?

    Die Angst, nicht mehr die Gute zu sein. Und das meine ich in dem Sinne der Überheblichkeit, sich als was Besseres zu fühlen, ich trinke ja schließlich nicht. Wenn das weg ist, muss ich mich auf mich selbst besinnen und herausfinden, was mich denn zu "was Besserem" macht.

    Die Angst, keine Kontrolle zu haben?

    Hm, das Gefühl, ja irgendwie gebraucht zu werden, auch wenn ich bei jedem Anruf denke.....lass mich doch in Ruhe....und trotzdem ans Telefon zu gehen.

    Vielleicht auch die Genugtuung, dass es ihm schlecht geht, ihn einfach leiden sehen zu wollen, nachdem was er uns angetan hat. Dieses "das geschieht dir recht" denken.

    Es fällt mir nicht leicht, dass zu schreiben. Aber nutzt ja alles nichts, muss ja auch mal ehrlich sein, auch wenn die Krone dann rutscht.

    Nächste Woche Donnerstag habe ich einen Beratungstermin bei der Suchtberatung. Dann Urlaub und Zeit, über alles mal offen und ehrlich und sachlich nachdenken.

    Wenn ich ihm die Schuld nicht zuweise, kann ich auch keine Schuld haben. Ist vielleicht ein bisschen verquer, aber ganz sortiert bin ich in meinen Gedanken nicht.

    Art3mis

    Recht hast Du, Kaleu, mein Verstand sagt das dasselbe. Mein Gefühl hört noch nicht immer zu und schießt quer. Und nein, ich brauche das Wochendramaprogramm nicht!

    Ich habe etwas von Matthais aus einem anderen Thread zum Thema Tiefpunkt gefunden:

    Zitat

    die beste hilfe das "in liebe loßlassen".
    je länger n kranker "bemuttert" wird, je öfter ihm immer wieder "aus der patsche geholfen" wird - umso länger braucht s oft, damit er seinen "persönlichen tiefpunkt" erlebt.

    Wenn ich das so sehe, trage ich eine Teilschuld. Und da ich die nicht übernehmen möchte, werde ich am Wochenende das Gespräch mit meinem Noch-Mann suchen und ihm darlegen, dass ich ab sofort ungestört mein eigenes Leben leben will und werde. Für ihn hoffe ich und wünsche ich, dass er sein Leben in den Griff bekommt und auch zufrieden (ohne Alk?) leben kann.

    Art3mis

    Liebe Ahoi,

    einen Schritt nach dem Anderen gehen. Nimm Dir für jeden Tag nur ein Stückchen vor und versuche nicht, alles auf einmal zu schultern.

    Und (ich weiss, ich kann schlaue Ratschläge geben), geh nicht mehr ans Telefon und rede nicht mehr mit ihm, wenn er betrunken ist. Mach es zur Bedingung, dass Du Formalitäten mit ihm nur dann klärst, wenn er nüchtern und seine unverrückte Phase hat. Wenn das nicht geht, kannst Du ihm vielleicht schriftlich mitteilen, was es noch zu regeln gibt und Dir evtl. Unterstützung (vom Vater??) holen?

    Vor meinem Auszug dachte ich auch, das schaffst du nie, du bekommst keine Wohnung, wenn dann unbezahlbar, bekommst das alleine niemals geregelt, einige andere Baustellen hatte ich auch......aber sie lösen sich langsam in Luft auf, bzw. ich bleib dran und die Bauzäune können bald abgebaut werden.

    Du schaffst das auch!

    Art3mis

    Moin,

    den Gedanken

    Zitat

    er solle in drei oder fünf jahren nochmal anfragen wenn er bis dahin gezeigt hat, das er sein leben in den griff bekommen hat

    hatte ich auch schon. Einfach nicht hören auf mantramäßig wiederholte Versprechen, sich jetzt auf jeden Fall ändern zu wollen. Jetzt trinke ich nichts mehr, das ist vorbei.

    Aber egal, Ihr kennt das ja alle auch aus eigener Erfahrung. Aus dem Grund ist schon der Gedanke stets da, ihn zu lassen, keine Unterstützung mehr anzubieten, genau aus dem Grund:

    Zitat

    er verängstigt dein Kind, belästigt dich mit seiner Unfähigkeit, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, gefährdet andere Verkehrsteilnehmer

    ihn sein Leben leben zu lassen, wie auch immer er das gestalten möchte und mich komplett rausnehmen.

    Aber Matthias, ich schätze, Deine Frage ist provokativ gemeint...hast Du Zweifel, ich könnte mein Leben nicht in den Griff bekommen bzw. habe es im Griff? Durch die knapp 1jährige Trennung habe ich schon einiges aufarbeiten können und mich langsam lösen können. Dumm nur, dass ich mich durch so "außerordentliche" Vorfälle immer wieder in die Pflicht genommen fühle. Dabei geht es uns - meinem Kind und mir - echt gut ohne ihn. Und auch das ganze Administrative drumherum, für das ich während des Zusammenlebens keine Energie mehr hatte, habe ich mitlerweile gut im Griff.

    Doch....je mehr Kontakt da ist, umso kraftloser werde ich wieder. Tut uns nicht gut. Es ist wohl in der Tat so, dass selbst auf diese Distanz noch die Restmacht ausgeübt wird, wobei ja nur der Macht hat, dem man die Macht auch gibt. Also ist der Ball wieder bei mir.

    Das Verantwortungsbewusstsein, mein Kind und mich zu schützen, habe ich bewiesen, den letzten Schritt gehe ich auch noch.

    Euch einen schönen Sommertag

    Art3mis

    Nein, nein, Lindi, mitnichten.

    Ich bin weder für seine Schulden aus seiner Selbständigkeit haftbar zu machen oder in Regress zu nehmen (auch nicht teilweise). Da habe ich mich selbstredend schon schlau gemacht. Ganz so blauäugig (trotz blauer Augen) bin ich dann doch nicht.

    Lediglich im Zusammenleben (was ja nicht mehr besteht), in angemessenen Umfang für den täglichen Gebrauch. Also auch nicht.

    Unterschrieben habe ich weder einen Kredit, Bürgschaft oder sonstiges.

    Mietvertrag, Strom etc. läuft nur auf seinen Namen.

    Lediglich die Rentenpunkte werden geteilt(waren allerdings nur bis dato 2 Jahre verheiratet). Ob ich in Regress genommen werden könnte, falls er pflegebedürftig bzw. Hartz4 Empfänger werden würde, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings neigen die Gerichte wohl zu der Auffassung, dass wenn es in der Ehe zu massiver psychischer und / oder physischer Gewalt kommt, dann der Unterhaltsanspruch des Ex-Ehemannes erlischt.

    Die rechtlichen und finanziellen Dinge habe ich selbstredend relativ schnell nach Auszug geregelt bzw. klären lassen.

    Grüße
    Art3mis

    Also gut, Ahoi und Matthias,

    da habt Ihr mich erwischt.....

    Dann versuche ich mal einen Erklärungsansatz:

    ist man nicht dem Menschen, den man mal geliebt hat, im Falle einer Krise zur Unterstützung verpflichtet?

    Kann man diesen Menschen den emotionalen Halt entziehen - unter der Voraussetzung, dass dieser Mensch einem mitteilt, man wäre sein Halt?


    Ok, klar, da klappt natürlich die Psychofalle zu...ich bin nicht für seinen Gemüts- und sonstigen, selbst herbeigeführten Zustand verantwortlich, habe ich ja in der Therapie gelernt.ABER:...ich mache mir Stress damit, dass ich ihn der Krise, SOLLTE er eine Therapie beginnen, fallen lasse.

    Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich mit der Situation umgehen soll.

    Vielleicht sollte ich noch mal im Detail die Situation mit seinem letzten Unfall Revue passieren lassen. Die Beteuerung, Abstinenzschwüre, erneuter Rückfall und jedes Mal wird's ein bisschen schlimmer, als es vorher schon war.

    Müssen solche Menschen ganz am Boden liegen, ganz tief unten sein, um aufzuwachen oder passiert das nie?

    Art3mis

    Liebe Ahoi, lieber Engel,

    Zitat

    mit jedem neuen Erkennen, dass ich immer noch etwas von ihm will, damit es mir gut geht, werde ich etwas freier. Denn was ich von ihm will ist mein Problem. Nicht seins.

    Wie wahr gesprochen, das sehe ich auch so, auch wenn ich es nicht so formulieren konnte. Es ging mir eine zeitlang richtig gut, und zwar in der Zeit, in der ich es abgelehnt habe, Telefonate zu führen. Schon tausendmal habe ich gehört - letztlich sprichst Du es auch an, Engel, Kontaktabbruch ist das einzige, was wirklich hilft. Zumal, denke ich, wenn man noch in diesem, wie Du so schön schreibst "Reiz-Reaktions-Schema" festhängt.

    Solange noch Kontakt da ist, solange kreisen auch die Gedanken um diese, vergangene ungute Partnerschaft.

    Was er aus seinem Leben macht, ist seine Sache. Ich mache da nicht mit, ich lasse mich nicht ins Verderben ziehen. Meine Helfersyndrome sollte ich besser im Keim ersticken und die Zeit, die ich dafür aufbringe, auf mich und meinen Sohn konzentrieren. Also, das ist die Theorie, in der Praxis habe ich da noch genug dran zu arbeiten. Meint Ihr, ich sollte den Kontakt einstellen? D.h. gar nicht mehr ans Tel gehen, nicht mehr auf Nachrichten reagieren? Eine vernünftige Ex-Partner Beziehung funktioniert nicht mit einem nassen Alkoholiker?

    Aber ich muss dann doch noch was los werden: nehmen wir mal an, er macht ne Therapie? Ist es dann nicht gemein, einen Menschen nicht zu unterstützen? Jetzt könnt ihr auch gerne den Kopf schütteln über meine Denkweise, die Frage ist allerdings ernst gemeint.

    Angerufen worden bin ich, lieber Engel, weil keiner von den Suffköppen einen Plan hatte, keiner die Versicherung wusste etc. Da hat man gedacht...ah, warte mal, die Art3mis, die weiss doch bestimmt Bescheid und kümmert sich gleich. War ja auch immer so, wenn etwas mit ihm war, bin ich informiert worden und ich war ja auch immer schön zur Stelle.

    Art3mis

    Hallo,

    wenn ich mir so Recht überlege, warum ich aktuell wieder Befürchtungen habe, ihn zu enttäuschen oder der Meinung bin, ihn auffangen/unterstützen zu müssen, sollte ich vielleicht über zwei Geschehnisse berichten:

    Im Herbst letzten Jahres hatte er einen schweren Unfall. Zu Fuss. Mit 3,5 Promille. Freunde von ihm hatten mich Sonntag Abends um 9 Uhr angerufen, er wäre schwer gestürzt, der Notarzt wäre da, er wäre bewusstlos, keine wüsste über seine Versicherungen etc. Bescheid. Also bin ich ins Krankenhaus. Zwei seiner Säuferkumpane waren auch dort. Sturzbetrunken, aber unverletzt. Er hatte in seiner Stammkneipe ausgiebig getrunken und wäre dann heim gewankt - oh Wunder - ohne Auto. Er wurde nachts von der Notaufnahme auf die Intensiv verlegt und randalierte dort so lange (Beschimpfungen, wiederholtes Rauszerren der Braunüle und Abreissen der EKG-Kabel), dass die behandelnde Ärztin die Polizei rief. Dort wurde er dann unter Polizeiaufsicht am Bett fixiert.

    In der anschließenden Zeit (nachdem er sich am Morgen danach mit 1,8 Promille selbst entlassen hatte) zeigte er sich reuig, klar, stand ja auch die OP vor der Tür, Verdienstausfall, und und und. Ich war, wenn auch zurückhaltend da, versorgte ihn mit Essen, fuhr in zum Krankenhaus, versorgte seine Wunden. Er trank nichts. Ca. 4 Wochen lang. Einmal noch so eine Aktion, sagte ich zu ihm, und dann rufst du mich bitte NIE MEHR an.

    Dann kamen die nächsten Abstürze, allerdings ohne Verletzungen, die Beteuerungen, er würde nichts mehr trinken, wenn er Auto fährt etc.

    Dann letzte Woche: 2,5 Promille, einem jungen Menschen die Vorfahrt genommen und es kam zum Unfall. Gott sei Dank ist dem jungen Menschen nichts passiert, ausser einem gigantisch großem Schrecken. Um seine Fahne mtitags um 3 zu verdecken, hat er sich Deo in den Mund gesprüht....so ein Schwachsinn. Die Polizei hat ihn gleich mitgenommen, Führerschein sofort eingezogen, Amtsarzt kam und hat Blut abgenommen.

    Jetzt hat er keinen Führerschein mehr (schätze mal 1,5 - 2 Jahre), ist, wie gesagt selbständig (meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt), hat Tausende von Euros an der Backe (Schaden vom Unfallopfer, sein Auto ist kaputt, Geldstrafe, MPU etc.).

    Jetzt jammert er natürlich rum, es wäre ja auch wegen mir, weil er so unglücklich sei und ...obwohl ich so sauer auf ihn bin, denke ich immer noch so verquer, dass ich ihm doch helfen muss, ihn nicht hängen lassen kann.

    Es ist ständig irgendetwas anderes mit diesem Menschen. Therapie macht er nicht und hat er auch noch nicht. Schließlich ist er ein starker Mann und nur die schwachen Idioten brauchen eine Therapie, die, die sich selbst nicht helfen können. Er kann ja alles. Und weiss alles.

    Ist es denn normal, wenn ich sauer auf ihn bin. Stinkwütend? Eigentlich muss es mir doch egal sein, oder nicht?

    Es/r läßt mich nicht los.

    LG
    Art3mis

    Hallo Engel, hallo Ahoi,

    Liebe Speranza, lieber Engel,

    vielen Dank für Eure Willkommensgrüße und erste Denkanstösse.

    Eine Therapie hatte ich bereits im letzten Jahr gemacht, d.h. Anfang letzten Jahres begonnen, Ende letzten Jahres abgeschlossen. Die Therapie hat mir viel gebracht, auch unter anderem die Erkenntnis, dass ich für mich und mein Kind verantwortlich bin, für meinen Mann jedoch nicht.

    Mein Kind und ich, wir haben keine schöne Zeit hinter uns. Für mein Kind ist das Erlebte mind. einmal wöchentlich Thema, und das nach immerhin einem Jahr, in dem wir jetzt alleine wohnen.

    Meinem Mann habe ich untersagt, jemals wieder mit meinem Kind in Kontakt zu sein. Das macht meinem Mann auch nichts aus, da er ja mein Kind sowieso nur als Störenfried und Konkurrenz betrachtet hat.

    Dem Hinweis mit der Suchtberatung greife ich auf - ich fühle mich nach wie vor als Co-Abhängig, auch habe ich nach wie vor sehr daran zu knabbern, wie insbesondere mit mir umgegangen wurde. Ich stelle mir sehr oft die Frage nach dem "Warum" und muss feststellen, dass zwischen seinen Worten und seinen Taten eine unüberbrückbare Lücke klafft und klaffte.

    Auch bin ich es echt leid, alle paar Monate in Angst und Schrecken quasi zwangsweise versetzt zu werden, weil ihm ständig etwas zustößt bzw. er sich eigentlich selbst zustößt.

    Wenn da nicht immer und immer wieder dieses blöde, sinnlose Mitleid wäre und diese Trauer, ihn zu enttäuschen. Davon will ich weg, aber ich weiss nicht wie.

    LG
    Art3mis

    Guten Morgen,

    ich bin neu hier im Forum und möchte mich auch hier kurz vorstellen:

    Ich bin 49jährige Mutter eines 10jährigen Sohnes und war/bin in zweiter Ehe mit einem Alkoholiker verheiratet. Seit letztem Jahr sind wir getrennt, nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass er exzessiv angefangen hat zu trinken, entsprechende verbale Aussetzer hatte, zu mir und meinem Sohn (er ist nicht der Vater) völlig asozial wurde und ich zum Schutze meines Kindes, aber auch zu meinem Schutz, heimlich unseren Auszug organisiert hatte.

    Trotzdem fühle ich mich immer noch moralisch für ihn verantwortlich. Wenn er nichts getrunken hat, kann man sich auch normal mit ihm unterhalten, er ist dann freundlich und zugänglich. Leider sind diese Zeiten selten, so dass ich mich komplett weigere, mit ihm zu sprechen, wenn ich auch nur einen Hauch eines Alkoholkonsums vermute.

    Es passiert ihm ein Unglück nacheinander, für die ich subtil verantwortlich gemacht werde, schließlich habe ich ihn ja verlassen, obwohl er mich so sehr liebt (sagt er). Schwerer Unfall im Suff im letzten Herbst, zwischendurch völlige Blödsinnsaktionen, die ihn an den Rande des Ruins bringen, jetzt Trunkenheitsfahrt mit Unfall und 2,5 Promille, mittags um 3.

    Natürlich ist er jetzt wieder kleinlaut und ich bin sein Schatz und Liebling und was weiss ich. Ich möchte das nicht mehr, das sagte ich ihm bereits, ich habe einfach nicht mehr die Kraft und Energie, mich ständig um seine wiederkehrenden und neuen Baustellen zu kümmern. Zeitgleich macht es mich ungeheuer wütend, wie verantwortungslos er mit sich und anderen umgeht.

    Ich denke, ich bin immer noch co-abhängig, und ich möchte - wenn Ihr mir bitte dabei helfen wollt ? - den endgültigen Absprung schaffen.

    Herzlichen Dank für's Lesen.

    Eure
    Art3mis