Beiträge von ossitee412

    Hallo Grethe,

    der Nick ossitee steht kurz für Ostfriesentee, 412 für meinen Geburtstag und -monat. Gebürtig komme ich nicht aus Ostfriesland, aber ich liebe dort die Ruhe, das Unaufgeregte':D'.

    Nein, wir Co's gehen nicht "grade" aus der Beziehung, egal wie sie endet. Was ich anfangs nicht wahrhaben wollte, ist, daß die Zeit zwar keine Wunden heilt, aber doch die alten Wunden "verändert" (d. h. uns verändert). Wahrscheinlich ist dies mit der Trockenarbeit der Alkoholiker vergleichbar (ist meine Meinung; bitte korrigieren, wenn ich falsch liege).

    Bitte lasse Dich nicht verbiegen und geh' Deinen Weg, auch wenn's holperig wird.

    LG
    ossitee412

    Hallo Grethe,

    ich habe heute Dein Fädchen von der 1. bis zur letzten Seite gelesen.

    Deinem (Ex-)Partner kannst Du nicht helfen, das kann nur er selbst, wenn er die Einsicht zu seiner Alkoholsucht findet.

    Oh ja, der Absprung aus der Beziehung, dieses Rumgeeiere, das habe ich selber auch mitgemacht. Kopf und Herz, diese zwei Gegenspieler...

    Ich fasse mich kurz: Ich wünsche Dir alles Gute und auf daß es Dir gelingt, den Absprung zu schaffen, zu halten und auf Dich zu schauen.

    Liebe Grüße
    ossitee412 (die selten Schreibende ':wink:' )

    Hallo an Alle,

    der FeiertagsChat ist eine feine Sache. Haben "in meiner Schicht" gut geschnackt. War jedoch schade, daß kaum Leute aus der "Offenen" dabei waren.

    Meine vorherige Nervosität hat sich verflüchtigt, klasse.

    Danke an Karsten und das Forum, daß Ihr diese Möglichkeit in's Leben gerufen habt.

    Alles Gute an Euch Alle für 2016. Sowie eine zufriedene, trockene Zeit.

    Liebe Grüße
    ossitee412

    Hallo zusammen,

    ich habe auch Zeit, die Chatbetreuung zu übernehmen. Allerdings bin ich etwas bange, was die Bedienung angeht - bin ja noch Frischling...

    Am 2. Feiertag von 16.00-18.00h ist für mich in Ordnung.

    Silvester von 14.00-16.00h kann ich mich auch anbieten, sollte die Feuertaufe am 2. Weihnachtstag nicht vollkommen "in die Büx gehen".

    Liebe Grüße & schönen 1. Advent an Alle.
    ossitee412

    Hallo Carl Friedrich,

    Du schriebst:

    Zitat

    Zum Thema Ausreden: Falls mich jemand fragt, ob oder warum ich nicht trinke, lautet die Antwort: "Weil ich seit geraumer Zeit alkoholfrei lebe und es mir ohne Alkohol bedeutend besser geht." Das war es auch schon. Falls doch jemand weiter bohren sollte, lächel ich ihn/sie an und sage: "Ich habe nicht vor darüber zu diskutieren". Und wende mich sofort anderen Dingen zu. Ich glaube nicht, dass jemand großartig nachhaken wird.

    Ich weiß nicht, ob bei Euch in der Behörde da nicht der berühmte "Flurfunk" gezündet wird und die wildesten Gerüchte in die Welt gesetzt werden... ich meine, beim Verwenden der Ansage "Ich habe nicht vor darüber zu diskutieren"

    Vllt. wäre da der Tipp von uan1972

    Zitat

    Sorry , überzeugter NICHTTRINKER


    besser zu händeln.

    Als es damals anfing, meinem Ex-Partner richtig schlecht zu gehen bzgl. seiner Alkoholsucht, wurde ich von meinem damaligen Vorgesetzten auch gefragt, ob ich darüber reden wolle (ich mußte den Dienst tauschen, da mein Ex in's Krhs eingeliefert wurde). Das wollte ich auf keinen Fall, da ich zu meinem Ex-Chef kein Vertrauen hatte. Von wegen Flurfunk: "Ach, die Frau B. ist mit einem schweren Alkoholiker zusammen, ach die Aaaarme...!" Oder so.

    Habt Ihr vor Ort eine Sozialberatung, solltest Du Dich öffnen wollen? Die wären ja zur Verschwiegenheit verpflichtet.

    Ich weiß nicht, ob Du meinen "Senf" verwerten kannst. Aber war mir ein Bedürfnis, "das" mal hier zu lassen... :)

    Liebe Grüße & schönes WE
    ossitee412

    Hallo und guten Abend, bunny18443.

    Erstmal mein Beileid zum Ableben Deines Vaters und Deines Bruders.

    Es ist schrecklich, was der Alkohol anrichtet.

    Dein Post hat mich erstmal sprachlos vor meinem Rechner sitzen lassen.

    Mein Ex-Partner hat durch den Alkoholismus sein Leben verloren, ist nie trocken geworden (er ist eher daran verreckt).

    Schuld? Nein. Du hättest nichts ändern können, nur die Beiden, jeder für sich selbst.

    Aber gut, daß Du "hierher" gefunden hast. Das Lesen und das Niederschreiben der Gedanken hilft sehr.

    Ein herzliches Willkommen schickt

    ossitee412

    Moin und schönen Guten Abend an Alle,

    habe vorhin in der Zeitung gelesen, daß die "F...brause" auch Alkohol enthält (lt. Zeitung 30% alkoholfreies Bier (= bis zu 0,15% Alkohol) - "für den Geschmack")...

    Falls ich mich recht entsinne, steht auch auf diesen Flaschen "0,0" bzw. "Alkoholfrei". Und außerdem wird's u. U. auch von Kindern (!) "ganz gerne" getrunken.

    Hoffe, daß mein Eintrag hilfreich ist.

    Apropos: Eine Flasche Bier im Haus haben - Nasses Denken... Hm, gefährlich!

    LG
    Ossitee412

    Hallo PB,

    lehne mich nun mal weit aus'm Fenster 'raus und sage: Das einzige, was Deinem XY WIRKLICH was bringt (und auch Dir, nämlich Ruhe & Zeit zum "'
    runterkommen") ist die Langzeittherapie. 3,5 Promille sind kein Pappenstiel... Er muß den Ausstieg aus der Sucht SELBER UND FÜR SICH WOLLEN, nicht für Dich, nicht für Andere.

    Hoffe, daß das mit der LZT direkt nach dem Krankenhausaufenthalt klappt.

    LG Sonja

    Hallo und Moin Portugalbaby (PB)

    Ich bin ziemlich neu hier, habe noch nicht viel geschrieben (habe mich im geschlossenen Bereich angemeldet), bin eher die stille Leserin (Co-Bereich).

    Hast Recht, fällt mir auch nicht leicht "einfach drauflos" zu schreiben.

    Du fragst, wie lange es von der Entgiftung bis zur LZT dauern kann.
    Wenn Dein XY die LZT tatsächlich antreten will (aufgrund Deiner Ausführungen glaube ich das nicht), dann kann er es direkt über das Krankenhaus laufen lassen. Er muß sich "nur" an die dortigen Sozialarbeiter/das Personal/die Ärzte wenden. Die Krankenkasse muß bzgl. der Kostenübernahme natürlich auch flott Bescheid bekommen. U. U. nehmen die Mitarbeiter auf Station die Kontaktaufnahme zur Krankenkasse in die Hand. Bitte frage danach, sollte Dein Männe sich doch zur LZ-Therapie entscheiden. Obwohl - danach kann er auch selber fragen, oder... :evil: ??

    3,7 Promille --- :shock:

    LG aus dem hohen Norden
    Sonja :shock:

    Hallo Meika,

    eieiei, hat lange gedauert, bis ich Dein Fädchen wieder gefunden habe... Gerade endlich gefunden, fühle mich teilweise noch hier 'rein. Ich bin erst seit ein paar Wochen am Schreiben, tue mich aber gewaltig schwer damit... Bin eher die Leserin. :)

    Dein Zitat: "wie hast du das geschafft dich zu befreien"...

    Ich habe irgendwann gemerkt, daß meines Ex-Partners Alkoholmißbrauch mich immer mehr störte, habe ihn darauf angesprochen usw., aber immer dachte ich: Irgendwann schaffen wir das... Nein geschafft haben wir es nicht, ich wurde innerlich immer unzufriedener, unausgeglichener, lief - wenn ich von der Arbeit kam - "wie die Katze um den heißen Brei" herum, damit mein YX "seine Ruhe hat"... Oft hatte ich das Gefühl, daß ich störe, obwohl wir in meiner Wohnung zusammenlebten. Dann gab es jedoch wieder Zeiten, wo er "quietschfidel" war, und abends noch auf Tour wollte. Ein gefühlsmäßiges Hin und Her. Dem habe ich im März 2014 nicht mehr standhalten können - ich schmiß ihn aus meiner Wohnung, Hals über Kopf. Beim Lesen im Forum raten manche davon ab, solche "Schnellschüsse" zu tätigen, aber zu der Zeit kannte ich dieses Forum noch nicht... Heute bin ich (HOFFENTLICH!!!) schlauer... Aber - gewesen ist gewesen... Leider!

    Gesundheitlich ging's meinem Ex-Partner aufgrund der jahrelangen Alkoholsucht damals schon sehr schlecht (er wußte, daß er "nicht mehr lange hat"), trotzdem hat er es nicht geschafft, vom Alkohol abzukommen, bis auf kurze Trinkpausen. Das Jahr 2014 war sehr schwer, ich hatte zwar die räumliche Trennung, aber bis August 2014 immer wieder Kontakt, obwohl ich nicht wollte (typisches Co-Verhalten?!?!???). Seine Gesundheit spielte immer weniger mit, mehrere Entgiftungen im letzten Jahr... "Wie sag' ich's meinem Kinde"... Mein Ex-Partner ist im Dezember 2014 verstorben - drei Wochen vor seinem 51. Geburtstag... "Schuld" war zwar ein OP-Fehler, obendrein noch Krankenhauskeime - vielleicht hätte er es überstanden, wenn er gesundheitlich "auf der Höhe" gewesen wäre, aber...

    Hmmm, ich hätte es damals - bevor ich mit YX zusammenkam - nicht für möglich gehalten, daß Alkoholismus eine SOLCH gefährliche und tödlich verlaufende Krankheit ist (obwohl ich medizinisch interessiert bin - meine Mutter ist ehemalige Krankenschwester (!!!).Ich habe phasenweise auch "nicht in die Suppe gespuckt", d. h. ganz gut "gebechert", bin aber (mein Glück) nicht abhängig geworden... Tja... In den letzten Wochen bzw. Monaten habe ich mein eigenes Trinkverhalten kritisch hinterfragt. GsD gibt es in der Stadt eine Gaststätte/Kneipe, die KEINEN Alkohol ausschenkt.

    Hm, und jetzt "eiere" ich mit meinen Gedanken - mal mehr, mal weniger - herum... Die Schuldgefühle und mein Grübeln lassen allmählich nach, dem Forum, der Zeit und Sonstigem sei Dank.

    ---

    Das war's erstmal für heute, bin froh, daß ich Deinen Thread wiedergefunden habe.

    Wünsche Dir (und allen Fori's und Mitlesern) eine angenehme Nachtruhe.
    "Wir lesen uns"& paß auf Dich auf
    LG
    Sonja

    Moin Meika.

    Ich finde mich in Deinen Zeilen wieder. Am Anfang unserer Beziehung (YX und ich lebten 1 1/2 Jahre in einer festen Beziehung, waren auch zusammengezogen) war er ein einfühlsamer, liebenswerter und ruhiger Mann. Ich wußte über seine Abhängigkeit Bescheid und auch ich dachte, mit Liebe usw. könne ich ihn vom Alkohol "abbringen". Wie gesagt, anfangs war alles super, die Suchtspirale begann sich jedoch irgendwann immer schneller zu drehen und ich ging im Strudel der (Co-Abhängigkeit) mit.

    Nein, einem nassen Alkoholiker kannst Du wenig bis gar nicht helfen... So schwer wie es ist: Seh zu, daß Du Dich in Eurer Beziehung nicht verlierst. Dein Partner muß selber dahinterkommen, wann und ob er dem Alkohol entsagen will/kann (ob er's beim ersten Mal schafft, ist die zweite Frage). Ich hab's leider nicht geschafft, meinen YX vom dauerhaften Trockenwerden zu überzeugen... War dabei selbst in einem schlechten Zustand (Co, Schuldgefühle, der Film im Kopfkino hatte unglaubliche Überlänge). Paß auf Dich auf. Überlege in Ruhe, ob Dir Eure Partnerschaft noch etwas bringt, ansonsten: Nimm die Beine in die Hand und renn'...

    Hoffe, daß meine Zeilen Dir etwas bringen.
    LG & schönen Sonntag wünscht Dir
    Sonja