Beiträge von Carl Friedrich

    Rotkohl, Sauerkraut, Rote Beete, Senf, Mayonaise, Remoulade, Grillsaucen, etc, etc. kam ordentlich was zu zusammen was den Weg in die Tonne dann fand. Unter anderem auch ein Mundwasser, was für Kinder gedacht ist, da war ich dann doch schockiert.

    Mag sein, dass da Alk drin ist, nur welcher? Der einwertige (primitive) den ich früher gesoffen habe oder der mehrwertige Zuckerersatzstoff, der mit dem von mir konsumierten Alk außer dem Namen nichts gemeinsam hat.


    Nicht überall, wo Alk drauf steht, ist der für uns womöglich gefährliche auch drin. Aber das ist dann das nächste Problem. Wer sich nicht sicher ist, geht besser auf Nummer sicher und lässt das Produkt besser außerhalb des eigenen Körpers.

    Da ich als Nachwirkung einer Erkältung an leichtem, jedoch zähen Husten leide, bin ich heute mal in eine Apotheke und habe mir ein schleimlösendes Brausepräparat besorgt. Erst wurde mir Hustensaft angeboten, den habe ich jedoch abgelehnt, da diese zumeist viel zu viel Zucker und evt. noch Alk enthalten. Das ist bei den von mir genommenen Pillen, die sich in Wasser in Brause auflösen nicht der Fall.

    Selbst bei so "Banalitäten" immer schön die Augen auf halten und auf Nummer sicher gehen.


    Ich schreibe es hier, um gerade die Neulinge hier, die noch etwas unsicher unterwegs sind, zu ermuntern, auch bei solchen Dingen aufzupassen.


    In meiner ambulanten Therapie saß ein Teilnehmer, der über alkohollastigen Hustensaft rückfällig wurde.

    Keine Aufregung, es ist noch mal gut gegangen. Jetzt bist Du um eine Erfahrung reicher.


    Denk beim nächsten Mal einfach daran, dass gewisse Desserts mit Alk zubereitet werden.

    Entweder lasse ich meine Frau probieren oder ich schnüffel daran. Bin ich mir unsicher, lass ich die Finger davon. Mit der Einstellung fahre ich von Anfang an gut.

    Meinen Glückwunsch zu 2 Jahren. Weiter so.


    Über ein stabiles und hoffentlich belastbares Fundament verfügst Du, jetzt gilt es, den Weg beizubehalten und bei Bedarf, Veränderungen vorzunehmen. Es wird Dir gelingen, wenn Du Dir weiterhin den nötigen Respekt bewahrst und Dein Training hier fortsetzt.


    Alles Gute

    Warst Du mal bei der Suchtberatung?


    Bei uns bieten sie auch Gespräche mit Angehörigen an. Vielleicht kann ein Therapeut Deienr Frau ein wenig die Augen öffnen, was der Aussteiger aus der Sucht so zu erleiden hat und was kontraproduktiv ist. Ein Therapeut als Außenstehender hätte einen anderen Zugang auf Deine Frau, da er eine sachliche Distanz zu ihr hat, die Euch beiden fehlt.

    aber ehrlich gesagt möchte ich nicht in den geschlossenen Bereich wenn dann manche von meinen neuen Kollegen hier nicht mitlesen bzw. nicht antworten können.

    Mach Deine Entscheidung bloß nicht von anderen Leuten abhängig. Du bist Du und nicht die anderen. Du musst mit den Konsequenzen leben, nicht die anderen.


    Das gilt ebenso für Vorschläge zur Partnerschaft. Niemand kennt Dich und Deine Partnerin wirklich, ist ihnen schon begegnet. Daher kann Dir niemand hier einen brauchbaren Beziehungsrat geben. Ich finde derartige Vorschläge schon vermessen und das ist noch höflich formuliert. Nach einer Trennung gibt's keine Garantie für eine zufriedene Abstinenz, die steht genau so in den Sternen wie bei einem Festhalten an der Beziehung. An Beziehungen lässt sich arbeiten, aber das ist mit Mühen und Aufwand verbunden, ein Wegrennen erscheint da vordergründig einfacher.

    Übrigens im Inneren Bereich antworten Dir andere Leute, die z.T. hier im Offenen Teil eher nur selten bis nie aufschlagen und die noch gar nicht kennst.


    ich wünsche Dir, die für Dich richtige Entscheidung zu treffen.

    Stromer : Du bist sehr vorsichtig. Wenn Du damit gut klar kommst, machst Du für Dich und nur darum geht es, alles richtig.

    Ich gehe nicht zu Veranstaltungen, auf denen heftig getrunken wird und der gemeinsame Konsum das Bindeglied bzw. Schmiermittel der Veranstaltung ist. Auch meide oder verlasse ich Veranstaltungen, bei denen alle anderen etwas trinken. Da verharre ich nicht bei meinem Wasser.


    ich gehe jedoch nicht, weil ich Angst habe, sondern weil ich genau weiß, dass ich zu so etwas nicht mehr gehöre.

    Moderater Konsum berührt mich jedoch nicht. Das hat bislang auch nichts bei mir bewirkt, sprich ein Nachwirken gab es bei mir jedenfalls nicht.

    Dafür gibt es keine allgemeinverbindliche Regel, denn jeder von uns ist irgendwie anders. Was den einen nicht kümmert, kann den anderen heftig aus der Kurve tragen. Daher kann ich nur von mir schreiben und meine obige "rote Linie" im Blick haben.

    Ich denke nicht über Alkohol selbst und/oder dessen Konsum nach. Ab- und an erscheint mal ein Gedanke, warum ist mir mitttlerweile wurscht. Ich kann es mir nur so erklären: Entweder


    • weil ich schon eine lange Funkpause hatte und mal wieder fällig was


    • oder auf trinkende Zeitgenossen stieß


    • im Getränkemarkt mein Blick auf angebotene Getränke fiel.


    Wie gesagt, ich bin dadurch nicht mal ansatzweise gefährdet. Ich weiß, dass solche gelegentlichen Gedanken ganz einfach zu meinem Leben aufgrund meiner Vorgeschichte dazu gehören und habe meinen Frieden mit ihnen gemacht. Gleichzeitig rufen sie mir in Erinnerung, dass da was ist und für immer bleiben wird und ich niemals "geheilt" in dem Sinne sein werde, wie ein Normalo mal ein Glas zu trinken. Ansonsten bin und fühle ich mich nicht krank. Daher bezeichne ich mich auch nicht als alkoholkrank, denn ich bin und fühle mich gesund. Krank werde ich erst wieder sein, wenn ich anfange zu trinken. So einfach ist das für mich.

    Wie sieht das bei euch aus, kann man das so pauschal sagen, dass es im ersten Jahr am schlimmsten ist?

    Bei mir und von dem, was ich öfter von Betroffenen gehört und gelesen habe, ist es in den ersten beiden Jahren am heftigsten.


    Suchtdruck hatte ich dann häufig, jedoch zumeist nur unterschwellig, fast schon dezent. Ich habe es als unterschiedliche Taktik meines Suchtgedächtnisses eingestuft, mal sanft umschmeichelnd, mal heftig und grob.


    Richtig kräftig duchgeschüttelt wurde ich nur 2x, das erste Mal nach ca. 3 Monaten und das zweite Mal nach ca. 5 1/2 Jahren.


    Kommen heute, ich gehe auf die 10 zu, mal Suchtgedanken auf, sehe ich sie mittlerweile positiv, weil ich mich auf meinem Kurs bestätigt sehe und daran erinnert werde, dass sie, die Sucht, immer noch da ist. Ich sehe und fühle mich nicht als krank, trage jedoch den Keim der Sucht auf ewig in mir, wird er bewässert, geht alles wieder von vorne los. Damit ich das nicht vergesse, bin und bleibe ich hier.

    Alle Werte, ausser Cholesterin, der ist ganz leicht drüber. Leberwerte top (wie bei einem Baby) meinte der Artzt

    Das ist ja ein gutes Ergebnis. Die Cholesterienwerte dürften medikamentös bearbeitet werden, unterstelle ich jetzt mal. Viel lässt sich da auch mit der richtigen Ernährung bewirken.


    Nach 4 Monaten Abstinenz hat sich die Leber erholt, wenn man sich nicht vorher einen ordentlichen Schaden angesoffen hat. Wie die Werte wohl direkt nach dem Wegstellen der Flasche ausgesehen hätten?:wink:


    Alles in allem sehe ich Dich auf einem guten Weg. Weiter so.


    Gruß von einem, der schon ein paar Jahre im Geschäft der Abstinenz ist.

    Die Chemie in einer Gruppe muss schon passen. Ich habe auch mal eine über 1 1/2 Jahre besucht und es dann aufgegeben. Allerdings war meine Ausgangslage eine andere. Ich habe erst eine ambulante Therapie gemacht, dazu viel Literatur studiert, die analoge SHG besucht und parrallel zu allem dieses Forum hier.


    Jetzt ist nur noch das Forum übrig geblieben. Das reicht mir seit mehr als 9 Jahren.


    Ob Du die Gruppe noch mal aufsuchst, belibt Dir überlassen. Nach einem einmaligen "schlechten" Abend gleich die Reißleine ziehen?

    Ich bin mir sicher, dass das nicht passiert wäre, hätte ich mich öfter dem Forum mitgeteilt und wäre hier am Ball geblieben.

    Genau aus dem Grund bin ich seit 2015 hier. Den erste Schritt in Richtung Rückfall wird gemacht, wenn sich nicht mehr mit unserem Thema befasst wird. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wurde mir so von einem erfahrenen Suchtmediziner mit auf den Weg gegeben.


    Ich sehe es inzwischen als Training, so wie ich mehrfach die Woche Sport treibe, rufe ich auch das Forum auf und halte mir allein dadurch mein Problem vor Augen, so dass es nicht aus dem Blick gerät und mein Suchtgedächtnis mir allerlei vorgaukeln kann.

    M.E. geht es um die psychische Hemmschwelle, die vom Betroffenen überwunden werden muss, wenn er wieder zum Glas/zur Flasche greift, da das gesamte Umfeld ja in dem Glauben gewogen wurde, nunmehr abstinent zu leben.


    Wer diese Taktik benötigt, mag sie anwenden, ich gehöre nicht dazu. Bin ich deswegen der eingangs bezeichnete "klammheimliche Schleicher"?:wink: