Beiträge von Carl Friedrich

    allerdings ist es in meinen bekannten- und freundschaftskreisen eher so, dass es sehr gemischt ist. die vieltrinker und vielsttrinker sitzen neben den gemäßigten und ich halt nun mitten drin.

    Und das wäre für mich der falsche Ort. Ich habe mich von Anfang an bei den Nicht- und Wenigtrinkern aufgehalten. Zu den Vieltrinkern ist der Kontakt eingeschlafen. Ich habe auch nicht vor, ihn wieder aufzunehmen.


    Ich kann nur raten, sich im ersten Jahr von Ereignissen, bei denen der heftige Konsum von Alk gegeben ist, tunlichst fern zu halten.


    Ich weiß, dann setzt bei manchem sofort das Gejaule ein, dass sie sonst an sozialer Vereinsamung zugrunde gingen. Das war bei mir jedenfalls nicht der Fall. Deshalb bin ich auch noch abstinent, andere, die es haben riskanter angehehen lassen, sind rückfällig geworden z.T. mehrmals, wenn sie nicht noch immer noch an der Flasche hängen. Der Neuling sollte m.E. erst mal festen Boden unter die Füße bekommen und das ist m.E. in einem "feucht-fröhlichen" Umfeld nicht/kaum möglich.

    Mich anderweitig beschäftigen. Zum Sport, in die Sauna, einen Spaziergang oder heute Handball geschaut.


    Das mit dem "Ärgern" wird sich hoffentlich noch legen. Du bist erst ein paar Wochen dabei. Gib Dir die nötige Zeit, Deine Abstinenz zu entwickeln. Nicht umsonst sagen viele langjährig Abstinente, das erste Jahr ist das schwerste, einfach die nötige Routine, den Schliff in die Abstinenz zu bekommen. Dazu meldet sich gerne das Suchtgedächtnis, das Dich verführen will, in diesem Fall in Form des Ärgerns.

    Ich habe mir in den ersten ca. 3 Jahren stets im Vorfeld eine Strategie zurecht gelegt. Die Party, das gemeinsame Ausgehen war doch sicherlich schon im Vorfeld abzusehen.;)


    ich bin anfangs stets gut gefahren, mir im Vorhinein Auswege und Alternativen zurecht zu legen, falls es brenzelig werden könnte.

    Ich las mal, dass der nicht gestoppte Alkoholismus pi mal Daumen um die 20 Jahre Lebenszeit kostet. Da scheint was dran zu sein.


    Der Verleger S. te Neues starb an den Folgen seiner Sucht (multiples Organversagen) mit 54 Jahren. Er soll seit Weihnachten, wohl viel zu spät, keinen Alkohol mehr zu sich genommen haben.


    Ich bin immer wieder froh, mich vom Alkohol -hoffentlich auf Dauer- gelöst zu haben. Damit dies nicht in den Hintergrund tritt, bin ich hier, um mir mein Problem immer wieder vor Augen zu halten. Hilfe zur Selbsthilfe halt. Daher bin ich dankbar, dass es dieses Forum gibt.

    Es dürfte die Fälle der Spontanremission auch im Alkoholbereich geben. Bei langjährigen Junkies ist sie auch schon vorgekommen. Sie haben einfach die Spritze weggelegt . Warum? Sie hatten die Schnauze gestrichen voll, um es mal salopp zu formulieren.

    Jedoch dürften diese Fälle die berühmten Ausnahmen von der Regel sein.

    Der Wille, insbesondere in Form des Durchhaltewillens, ist schon Grundvoraussetzung für die Abstinenz. Nur allein mit dem Willen ging bei mir nichts, er bedurfte schon der zusätzlichen Befeuerung von außen.

    Es gibt viele Gründe in die Sucht hinein, aber auch unterschiedliche Wege wieder hinaus, vorausgesetzt der Weg verläuft nicht direkt in Richtung der nächsten Tränke und im Oberstübchen ist nicht der Gedanke zementiert, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff.

    Hallo und willkommen.


    Glückwunsch zum 1-jährigen. Aus dem Gröbsten war ich nach ca. einem Jahr raus. Ich bin jetzt im neunten Jahr abstinent und habe ebenfalls eine ambulante Therapie absolviert.


    Auch nach Therapieende ist ein Austausch sehr wichtig, um sich die Krankheit vor Augen zu halten. Ich nenne es Rückfallprophylaxe.


    Hast Du neben dem Forum noch eine weitere "analoge" SHG?


    Ich wünsche einen angenehmen Austausch.

    Heute Mittag sind wir eingekehrt und mir ist so richtig aufgefallen, wie normal der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft ist: bestimmt an jedem zweiten Tisch wurden mittags Bier oder Stärkeres konsumiert…

    Ich nehme das nach all den Jahren schon gar nicht mehr wahr, da für mich die Abstinenz und nicht der Alk-Konsum der Normalfall ist.

    Dein Blick ist noch sehr alkoholfixiert. Es liegt an Deinem Suchtgedächtnis, nämlich der Verknüpfung zwischen Lokal/Freizeit und Alkohol. Das hat auch bei mir eine Weile gedauert, sicherlich mehr als 1 Jahr.


    Es wird zusehend besser, bestimmt auch bei Dir.


    Gut finde ich, dass Du Treffen abgesagt hast, auf denen getrunken wird. Nimm Dir die Zeit, bist Du gefestigter unterwegs bist.


    Ich freue mich über jeden Tag, an dem ich nüchtern, gesund und zufrieden mein Leben genießen kann!

    Das ist eine hervorragende Sichtweise. Denn Neulinge, die den Verzicht auf den Konsum als persönlichen Verlust empfinden, haben es wesentlich schwerer.

    Weiterhin alles Gute

    Aber habe auch gezeigt eine Stelle am Bein bei Knochen unten , und das ist vielleicht Krebs.

    Habe Termin zu Biopsie Dienstag 30.01. in diese Praxis , und dann warten .

    Ich drücke die Daumen, dass es sich als etwas anderes herausstellt.


    Ich bin nur verwundert, dass der Arzt es so lange schiebt. Bis zum 30.01. sind es noch 3 Wochen hin. Hätten die das nicht schon heute wegschnibbeln können? 3 Wochen Ungewissheit + die Zeitspanne bis das Labor das Ergebnis liefert, sind belastend.


    Alles Gute

    Ich möchte an dieser Stelle dem Moderator Hartmut Dank aussprechen, dass er bei 2 Usern rasch reagiert und die threads gesperrt hat, als sie davon schwärmten, regelmäßig sog. alkoholfreie Varianten von Sekt und Bier zu konsumieren und das stolz als ihren Weg bezeichneten.

    Ansonsten bin ich gut ins neue Jahr gekommen. Habe halt schon Routine in der Abstinenz.

    Also ein Polytox.

    Zum Vergleich schildere ich Dir eine Episode aus meiner früheren SHG: Auch dort saß ein Polytox, seit jahren clean und trocken. Zur Sommerzeit meinte er, Saufdruck habe er schon seit Jahren nicht, aber jetzt im Sommer habe er mehrfach richtig Schmacht auf einen Joint gehabt, um dann mit dem Motorroller zu cruisen. Er hat es nicht getan. Er rief sich selbst zur Ordnung: "Wenn ich jetzt kiffe (kann man durch Saufen ersetzen) geht die ganze Schei... wieder von vorne los."

    Die Finger vom Cannabis zu lassen fiel ihm deutlich schwerer, als das Saufen sein zu lassen.

    Hast Du den Rest von den Drogen schon weggeworfen oder gar selbst qualmend entsorgt?

    Letztens aber machte ich es nicht so und sprach gegenüber meiner Frau aus: "Ach, so ein Wein heute, wäre doch schön. Nur als Ausnahme!". Natürlich wollte ich es nicht wirklich, ich wollte nur mal provozieren und gucken, wie sie reagiert.

    Ich kann nur von mir schreiben: Fange ich an, den Alkohol zu bagatellisieren und sei es im Scherz, beginne ich, den Respekt vor ihm und letztlich der tödlichen Krankheit zu verlieren. Das wäre nicht gut für mich.


    Wohl gemerkt: Das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Ich lebe seit mehr als 8 1/2 Jahren abstinent. Das darf gerne so weiter gehen.