Beiträge von Carl Friedrich

    Hallo sunshine!

    Bis August ist noch ein halbes Jahr hin. Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter, wie man in unseren Breiten so schön zu sagen pflegt.
    Da das nun mal die Hauptreisezeit in ganz Europa ist, haben wir uns für eine frühzeitige Buchung entschieden, aber mit Reiserücktrittkostenversicherung. Und wir nehmen das Auto und bleiben auf dem Festland. Ich halte es für ein kalkulierbares Risiko.

    In die Region eurer Zweitwohnung traute ich mich in dieser Zeit und ohne vorherige Impfung auch nicht.


    Ich glaube, wir brauchen nun wirklich noch einen sehr langen Atem...und viele weitere unverschuldete Pleiten werden damit einher gehen. Auch wegen der versemmelten Impferei...

    Ja, das stimmt, obwohl Pannen meistens doch einen Schuldigen/Verantwortlichen haben, der diese natürlich von sich weist und schön zu reden versucht. :wink:

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Sunshine!

    Danke für deine Ausführungen, ja uns geht es noch verhältnismäßig gut. Ich halte es mir täglich vor Augen, nur so komme ich halbwegs durch den Lockdown.


    Und die Kinder brauchen auch öfters Hilfe bei den Aufgaben, Eltern und Großeltern sind aber keine Pädagogen, und das merke ich selbst auch stark.

    Mir erklärte es mal eine Mathepauker von meinem Nachwuchs: Er könne seine eigenen Kinder nicht unterrichten und hat einen Kollegen für Mathe-Nachhilfe angeheuert. Warum? Er ist emotional zu nahe dran, es fehlt ihm die nötige sachliche Distanz und das merken die lieben Kleinen sofort und reagieren entsprechend. Oder wie heißt es bei den Juristen: "In eigener Sache ist man der schlechteste Anwalt."

    Zur Politik und der Verantwortung für das Impfdesaster: Da möchte ich eigentlich gar nichts mehr schreiben, außer: Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte. Da steht die wichtigste Entscheidung der letzten Jahrzehnte für unser Land an und man verzettelt sich im kleinen Karo in der EU. Man sieht es schon in einer Eigentümergemeinschaft einer Wohnungsanlage. 27 Eigentümer ( 27 Staaten) unter einen Hut zu kriegen, das ist 'ne aufwendige, zeitintensive und kniffelige Angelegenheit.

    Und jetzt wird gejault, aber Engländer, Israel und Amerikaner haben schon im Juli ihre Hausaufgaben erledigt, die EU bestellte erst im November. Man kann es mit einem Restaurant vergleichen. Die EU kam als Letztes in das gut gefüllte Restaurant, ergatterte den letzten freien Tisch und bestellte nach ausgiebiger und langatmiger Diskussion. Dann wird lautstark reklamiert, dass der Kellner zunächst die Gäste bedient, die früher gekommen sind.

    Ich schaue schon abends keine Politiksendungen mehr, weil mir das nicht gut tut. Ich habe auch meine Frau gebeten, mich abends nicht mehr mit Politik zu belästigen.

    Ich mache das jetzt wie zu Beginn meiner Abstinenz nach der 1-Tagesmethode: Ich halte mir morgens vor Augen, das es mir im Vergleich zu vielen anderen noch gut geht.Ich schaue auf mich, ich habe Arbeit, mein Geld kommt pünktlich und mit dieser Einstellung komme ich einigermaßen durch diese schwere Zeit

    Ja, das Reisen. Es fehlt mir auch, ich kann nicht mal den studierenden Nachwuchs besuchen fahren. Andererseits war ich einfach mal "mutig" und habe für den August ein Häuschen am Meer reserviert. Ich mache mir jetzt noch keine Gedanken, ob das auch klappt. Falls nicht, dann ist es halt so.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Mein heutiges positves Erlebnis: Ich führte ein Gespräch mit einer jungen Mutter von 2 Söhnen ( 4 und 6 J.). Kindergarten und Schule beide zu.

    Der große Bruder ist bei der Oma, die ihm als Rentnerin (die hat es wenigstens mal gelernt) jetzt das Schreiben und das 1x1 beibringen darf. Der Kleine ist bei der anderen Omi, da er den Großen nicht in Ruhe lernen lässt, sondern permanent zu ihm will.

    Das tägliche Logistikpensum ist herausfordernd. Dann steht noch die Endkontrolle des Lernpensums durch die Eltern an und gleichzeitig werden online die nächsten Aufgaben besorgt.

    Beide Kinder sind erkennbar nicht ausgelastet: Es fehlen die Spielkameraden im Kindergarten und der Klassenverbund der Grundschule. Sie können sich auch nicht im Kreis Gleichaltriger in Pausen und in der Sporthalle austoben, das holen sie dann nachmittags und vor allem daheim lautstark nach.

    Ich spüre zwar auch eine lockdown bedingte Einschränkung meiner Lebensqualität, insbesondere im Freizeitbereich. Aber mir geht's im Vergleich zu der o.a. jungen Dame verdammt gut. Ich höre von Gleichaltrigen oder noch Älteren viel Gejammer über Corona, bemerke jedoch sofort, es handelt sich zumeist um reine Luxusprobleme.

    Abgesehen davon, dass für einen Herrn im fortgeschrittenen Alter ein Gespräch mit einer jungen Dame eine erfreuliche Abwechselung ist :wink: , hat sie mich mit wenigen Worten auf den Boden der Tasachen zurückgeholt.

    Am Ende des Gesprächs habe ich mich bei ihr ausdrücklich bedankt und ihr mitgeteilt, wie gut mir Ihre Ausführungen getan haben, und wie klein im Vergleich zu ihr, die Einschränkung meiner Freizeitqualität ist.

    Es schadet sicher nicht, sich das einfach mal vor Augen zu halten.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Roselia!

    Erst mal Glückwunsch zu der raschen Einsicht und dem positiven Beitrag. Das ist ein anständiger Schritt nach vorne.


    Da hat er geschluckt und ENDLICH begriffen, dass es für mich NICHT funktioniert weniger oder nur am Wochenende zu trinken.

    Wichtig erscheint mir, ihn darauf hinzuweisen, dass Alkoholismus eine Einbahnstraße ist (Begriff stammt aus dem Film Der Trocken Doc). Es gibt kein zurück in ein früheres Stadium, als Du noch moderat und gelegentlich was trinken konntest. Das wird dir nie mehr möglich sein. Es wäre sehr förderlich, deinen Mann auf diesen Umstand zu sensibilisieren. Das betrifft dann förmliche Anlässe wie Geburtstage, Jubiläen, Feiern -wenn wir mal wieder dürfen- Feiertage, Urlaub.. sprich alle Anlässe, an denen gerne mal einer getrunken wird. Er, aber auch Du selbst, sollte nicht auf die Idee kommen, dir was anzubieten, weil man womöglich der Auffassung ist, Du seist wieder bei null und könntest jetzt wie ein Normalo mal was trinken.

    Aufgrund solcher Anlässe ist schon so manch ein Rückfall entzündet worden.

    Wie sieht es mit dem Alk Konsum deines Mannes aus? Trinkt er in deiner Gegenwart daheim? Auch das wäre erst mal kontraproduktiv, ebenso das Horten von Alkohol im Haushalt.

    In den Grundbausteinen wird ein alkoholfreier Haushalt befürwortet, und das nicht ohne Grund. Hattest Du einen schlechten Tag oder bist einfach mal nicht gut drauf und Schmacht auf einen Drink kommt auf, dann ist der Weg zur Flasche nicht weit. Müsstest Du dich dann erst mal auf den Weg zu einem Alk-Dealer machen, hättest Du in der Zwischenzeit reichlich Zeit, deine Gedanken kritisch zu hinterfragen, um ggf. umzukehren und dem Trinkverlangen Einhalt zu gewähren.

    Gruß
    Carl Friedrich

    @Sunshine: Den Ausdruck mit dem Hausieren habe ich mal vor mehreren Jahren ( 2015 oder 2016) gebraucht und er war unsachlich und überzogen. Das Du das immer noch auf dem Schirm hast :wink:

    Heute führe ich richtigerweise -ich bin ja lern- und entwicklungsfähig- aus: Wen mal alles einweiht, das entscheidet der Proband ganz alleine, die einen ziehen den Kreis sehr weit, andere -wie ich- halten sehr überschaubar. Und das muss ein jeder für sich austesten, was ihm am besten hilft. Da gibt es keine allgemein gültige Regel.

    Und zu den sonderbaren Ausdrücken, ich habe noch ein paar auf Lager :) werde ich mal zu gegebener Zeit in meinem thread was schreiben. Das ist halt eher eine Art Wortspiel, da ich nun mal ein Zeitgenosse bin, der gerne mal hinter die Kulissen schaut und Dinge kritisch hinterfragt. Und nicht jeder Ausdruck im Zusammenhang mit unserem Thema ist so gewählt, dass er mich überzeugt. Aber das ist eher was für Leute, die schon ein paar Jahre am Ball sind.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo!

    Das war mal wieder ein herrlich erfrischender Beitrag von Sunshine, die ich im Übrigen seit Jahren sehr schätze, auch wenn wir nicht in allen Punkten auf einer Wellenlänge liegen. Übrigens: Das schaffe ich ja nicht mal mit meiner Frau :wink:

    Roselia, Du steckst noch in der Startphase in dein abstinentes Leben. Mach dir jetzt in den ersten Monaten nicht zu viele Gedanken über Begrifflichkeiten und akzeptiere sie erst mal so wie sie sind, um deinen Weg aus der aktiven Phase der Sucht zu finden.

    Du hast die ersten Bücher gelesen, das ist schon mal 'ne prima Sache. Ich kann noch empfehlen: "Lieber schlau als blau" von Lindenmeyer.

    Ich bin anfangs gut mit der 1-Tages-Methode gefahren: Morgens nach dem Wachwerden habe ich mir autosuggestiv geschworen: "Heute trinke ich nichts." So kommt dann ein Schritt zum nächsten. Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, den Du bereits gemacht hast.

    Über Sinn, Zweck und Richtigkeit von gewissen, ich sag mal "sonderbaren" Ausdrücken, mit denen Alkoholkranke gerne belegt werden, kannst Du dir Gedanken machen und sie mal kritisch hinterfragen und beleuchten, wenn Du stabil abstinent bist. Das dauert aber eine ganze Weile, bei mir mehr als 1 Jahr. Aus heutiger Sicht meine ich sogar, dass meine Stabilität so richtig erst nach 2-3 Jahren einsetzte.

    Deine ganze Denke im Oberstübchen wird sich verändern, ebenso der Blickwinkel auf dich selbst, deine Fehler, deine positiven Eigenschaften, deinen Job, dein Umfeld..... Gib dir die Zeit, zu dir selbst zu finden, um wie Pellebär es absolut richtig herausgestellt hat, dich selbst zu akzeptieren und zwar so wie Du bist.

    Wenn Du diese Stabilität erreicht hast, ich nehme sie für mich in Anspruch, hast Du immer noch genug Zeit und Muße, mal über gewisse Begriffe zu sinnieren.

    Von daher waren meine Ausführungen von gestern, zu denen ich inhaltlich stehe, für dich momentan zu früh. Damit solltest Du deinen Kopf in dieser Anfangsphase der Abstinenz nicht belasten. Du bist alkoholkrank. Daran gibt es nichts zu rütteln. Und allein Du trägst die Verantwortung, ob Du so weiter lebst wie zuvor oder dich, wie es hier schon viele geschafft haben, aus dem Klammergriff des Alkohols lösen kannst. Gute und wirklich brauchbare Ratschläge findest Du hier in Hülle und Fülle.

    Für mich war es sehr wichtig zu erkennen, dass es kein zurück in eine frühere Phase vor dem Abgleiten in die Sucht geben kann. Sehr hilfreich waren mir in diesem Zusammenhang die Ausführungen von Rückfälligen in meiner ambulanten Therapie, die mir eindrucksvoll schilderten, ich habe ihre Gesichter auch heute noch nach mehr als 5 Jahren vor meinen Augen, wie schnell sie wieder bei alten Schlagzahlen oder darüber landeten.

    Auch kann ich dir den Mehrteiler "Der Trocken Doc" ans Herz legen." Google mal, in irgendeiner mediathek wird sie sicherlich noch von zu finden sein.

    In den ersten Wochen meiner Abstinenz hatte ich noch irgendwo im Hirn den Gedanken rumspuken, irgendwann geht doch noch mal was mit dem Alkohol. So lange der Gedanke noch vorhanden ist, wird es schwer mit einer dauerhaften Abstinenz. Ich musste lernen, dass dieser Gedanke, der ja nur Ausdruck eines diffusen Gefühls ist, letztlich ein Trugschluss ist. Anschließend lief es bei mir leichter und besser.

    Alles Gute
    wünscht Carl Friedrich

    Droge ist Droge. :wink:

    Nikotinsucht ist auch eine Sucht. Wie werden ehemalige Raucher bezeichnet? Nichtraucher.

    Und ehemalige Trinker? Trockene (=nicht in die Hose machende) Alkoholiker. Der Unterschied ist kolossal.

    Der Begriff trockener Alki soll m.e. nur die Leute nur bei der Stange halten. Fühlen sie sich plötzlich als gesund, kommen sie womöglich auf die Idee, wieder Alk konsumieren zu können.

    Wohl gemerkt: Es handelt sich um einen Begriff, den viele halt benutzen, was sie gerne so machen und beibehalten können, ich verwende ihn jedenfalls nicht und komme damit prima klar.

    Danke Pellebär, das kann ich zu 100% unterschreiben.

    Ich schulde niemand eine Erklärung oder rechtfertigung. So einfach ist es. Die, die es was angeht, wissen eh Bescheid, der Kreis ist relativ eng gezogen.

    Mittlerweile sehe ich mich als Person mit einer "Alkoholintoleranz". Es gibt eine Menge Menschen mit verschiedenen Unverträglichkeiten und Allergien. Ein Verwandter verträgt keine Erdbeeren, also isst er sie nicht. Ich vertrage keinen Alkohol, weil ich mit ihm nicht umgehen kann. Ich vertrage ihn nicht und trinke ihn nicht. Damit ist das Ding für mich durch.

    Ich bin ich und ich weiß genau, was ich kann und was ich nicht kann, nämlich Drogen zu konsumieren.


    Hey, soll ich dir ein Bier oder Wein mitbringen? „Nein Danke, ich bin Nichttrinker.“ … Ah.. Hä! Wie jetzt? Bist du ex Alki? Du arme Sau! Ich geh dann mal.

    So eine Szene habe ich in den ganzen Jahren noch nicht erlebt.

    Auf die eingangs gestellte Frage hätte ich geantwortet: "Nein, ein Wasser, 'ne Schorle oder ne O-Cola bitte."

    Und soziale Vereinsamung habe ich auch nicht zu süpren bekommen. :wink:

    Kleiner Nachtrag: Der Sanofi-Rückzieher folgte wohl erst etwas später, ändert aber nichts an meiner Kritik. Im Sommer'20 schon deckten sich die USA und GB flächendeckend bei Biontech ein, als diese schon deutlich in Führung lagen. Warum hat Deutschland nicht gekauft? Warum hat die EU dort nicht geordert?

    Hätten wir zuviel Impfstoff erworben, hätten wir den Überhang als Ausdruck sozialer Verantwortung an ärmere Länder als eine Art Entwicklungs- und Aufbauhilfe abgeben können. Die Kosten für den Stoff sind niedriger als die gigantischen Wirtschaftsschäden, die uns durch die lockdowns und dem späteren Anspringen der Wirtschaft bei verzögerter Herdenimmunität zur Last fallen. Länder, die schneller immunisiert sind, kommen da deutlich besser und schneller aus den Startlöchern.

    So, das musste mal sein, etwas Dampf ablassen. :wink:

    Hallo Sunshine!

    Danke für deinen Beitrag, den ich so unterschreiben kann.

    Der Virus wird uns noch etliche Monate massiv schädigen. Klar läuft mal was schief, aber bei der Impfstoffbeschaffung haben sich die Herrschaften der EU völlig verzockt. Könnte es sein, dass dem großen französischen Sanofi-Konzern dann weniger Impfdosen abgekauft wären, als der bis dahin relativ unbekannten deutschen Bude Biontech. Und wo steckt Sanofi? Die haben wohl nichts Gescheites im Angebot.

    Warum wurde das Biontech-Angebot über mehrere Hundert Mio zusätzliche Dosen ausgeschlagen? Dieses kam zu einem Zeitpunkt, als sie schon die 3. Erprobungsstufe erfolgreich durchlaufen hatten. Sie lagen in der Forschung um Längen und mit Riesenvorsprung vor der Konkurrenz. Zu dem Zeitpunkt brach Sanofi die Erprobung bereits ab. Aber der Länderproporz. Da geht es um gewaltige Summen. Kann man ja mal hochrechnen. Setzen wir mal ca. 10€ pro Dose an. Das ist ein netter Auftrag für ein Unternehmen.

    Warum musste der Stoff über die EU beschafft werden? Gesundheitspolitik ist Länderangelegenheit. Durch die Zwischenschaltung der EU wurden die Entscheidungswege deutlich verlängert, weil ja jedes Land mitreden wollte. Das Ergebnis dürfen wir jetzt mit der geforderten Geduld erleiden.

    Wir hangeln uns jetzt von Lockdown zu Lockdown. Wie hat es der Virologe Streek so schön formuliert: "Zweite Welle? Dauerwelle nennt sich das!" Und zwar so lange bis durch Impfungen und überstandene Krankheiten die Herdenimmunität erreicht ist.

    Neben den Benachteiligungen für Familien und Jugend (Schulen und Universitäten in einer Art Dämmerschlaf) noch die gewaltigen Kosten, die erst mal kreditfinanziert werden. Kredite müssen aber auch mal getilgt werden. Wer steht dafür gerade? Das werden noch unsere Urenkel sein.

    Gleichzeitig schreien die Südeuropäer fortlaufend nach deutscher finanzieller Unterstützung. Mir wird langsam schlecht.

    Ein wenig Hoffnung macht mir die Überlegung, die nötige zweite Impfdosis zu strecken, damit möglichst viele schon mal Nr.1 intus haben, in der Hoffnung, dass zum Sommer/Herbst hin mehr Impfstoff da sein wird. Nr. 1 soll angeblich auch schon ein gewissen Schutz bieten.

    Es bleibt spannend.

    Nüchtern ist das Chaos besser zu ertragen als im trunkenen Zustand.

    Daher, lasst uns weiter vorsichtig sein und abstinent bleiben.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Durch das Jahr '20 bin ich trotz der allseits bekannten Widrigkeiten gut durchgekommen. Will mir gar nicht ausmalen wie viele Anlässe sich mir zum Saufen geboten hätten, um meinen vermeintlichen Kummer runter zu spülen.

    Jetzt sehe ich erst mal gespannt und vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Wenn nur das leidige Thema Corona und unsere sonderbare Impfstoffbeschaffung und -versorgung nicht wäre. Da las ich heute, in Israel seien schon 1 Mio Menschen geimpft. Mit welchem Stoff? Na klar, mit dem in D entwickelten natürlich. Und wie viele sind es bei uns? :roll:

    Eine schnelle und zeitnahe Abhilfe ist auch nicht zu erwarten, es ist halt eine Art Mangelverwaltung, in ehemals sozialistischen Teilen unseres Landes zumindest der älteren Bevölkerung durchaus noch bekannt :wink: Wenn es nicht so makaber wäre müsste ich konstatieren: Bei uns darf, moralisch gestärkt durch politische Aufforderung zur Geduld, halt weiter gelitten werden. Würde mich mal interessieren wie viel Geduld die Erkrankten mit ernsthaften und schweren Verläufen aufbringen, wenn sie sich ausmalten, dass sie womöglich nicht erkrankt wären, wenn unsere Verantwortlichen rechtzeitig genügend Impfstoff organisiert hätten. Als Erkrankter käme ich mir wahrscheinlich irgendwie verschaukelt vor.

    Bis zur rettenden Spritze wird es halt noch eine ganze Weile dauern. Bis dahin lasse ich weiterhin Vorsicht walten, Stichworte Abstand, Hygiene und ffp2 Maske.

    Allseits ein gesundes Neues wünscht
    Carl Friedrich

    Hallo Peter!

    Ich finde es gut, dass Du deinen Rückfall nicht schön redest, wie ich es häufig gehört habe: "Er gehört halt dazu, das ist halt typisch für die Krankheit."

    Offensichtlich schaffst Du es alleine nicht. Du hast dich ja auch hier rar gemacht, was kein Vorwurf, sondern eine Feststellung ist

    Eine ambulante Therapie habe ich auch durchlaufen, ich kann sie grundsätzlich empfehlen, wobei es wie in der Schule auch, auf die jeweiligen Therapeuten und die Zusammensetzung der Gruppe ankommt. Die Ambulante ist für Leute, die noch voll integriert sind, die erste Wahl. Sollte sie nicht ausreichen, wird halt umgeschaltet in eine stationäre Therapie. Das Erforderliche wird von der Suchtberatung veranlasst.

    Halte dich heute an Silvester von Trinkenden besser mal fern. Unser Suchtgedächtnis verbindet Silvester mit mehr oder weniger heftigen Alkoholkonsum.

    Gruß
    Carl Friedrich


    „Endlich glücklich durch die Trockenheit und daher keine Lust mehr auf Männer mit Macke“ oder so ähnlich :D

    Hallo!

    So eine Einstellung gefällt mir.

    Ich höre es auch öfter, dass man mit zunehmendem Alter und größerer Lebenserfahrung einfach jemand sucht, bei dem es wirklich passt und man sich selbst nicht verrenken oder verbiegen möchte. Die Flexibilität der Jugend geht wohl etwas verloren.

    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Cadda!

    Es war für mich ja nicht das erste alkoholfreie Weihnachten. Daher bin ich ja in Fragen der Abstinenz geübt :)

    Klar dachte ich schon mal an Alkohol, insbesondere als ich sah, für welches Produkt ein in E erfolgreicher deutscher Fußballtrainer jetzt Werbung macht.

    Aber der Konsum war zu keiner Zeit ein Thema für mich. Suchtdruck hatte ich schon lange keinen mehr, das darf gerne so bleiben. Meine Therapeuten hatten recht: Die Abstände werden halt immer größer. Vielleicht habe ich ja Glück und werde für immer verschont bleiben :wink:

    Ansonsten verlief es für mich sehr ruhig im aller engsten Familienkreis d.h. Frau und Nachwuchs.

    Als Optimist habe ich mir erlaubt, schon mal den nächsten Sommerurlaub zu planen 8)

    Gruß
    Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Einerseits bin ich froh, dass der so ersehnte Impfstoff wohl bald zur Verfügung stehen dürfte, doch die Organisation von Impfzentren, ausreichendem Personal und noch das logistische Problem, dass der Stoff bei mindestens -60Grad transportiert und gelagert werden muss, ist schon eine gewaltige Aufgabe. Es wird weit mehr als 1 Jahr dauern, bis alle Impfwilligen (Doppelimpfung) in D durch sind.

    Mal schauen, ob es mir gelingt, irgendwie in den erlauchten Kreis der Priorisierten vorzudringen, um den Stoff nicht als Letzter zu erhalten.

    Heute war ich mal beim Doc und habe mich durchchecken lassen. Alle Werte richtig gut. Er meinte nur: "Weiter so." :wink:

    Überrascht bin ich nur, dass meine Frau, die ab- und an mal ein Glas Wein/Sekt oder Bier trinkt, einen noch niedrigeren gamma-GT Wert hat als ich :D

    Dann habe ich mir heute Ganzjahresreifen montieren lassen, da ich den 2x jährlichen Wechsel satt bin. Mal schauen, was die taugen.

    Suchtverlangen habe ich keins. Das darf gerne so bleiben.

    Gruß
    Carl Friedrich