Hallo!
Das hier als Unterbewusstsein bezeichnet wird, ist das sog. Suchtgedächtbnis, das immer noch glänzend funktioniert.
Ich konnte mich erst befreien, als ich bereit war, meiner Abstinenz absoluten Vorrang im Leben einzuräumen und ihr nahezu alles unterzuordnen.
Dazu gehörte insbesondere, in den ersten Monaten riskanten Situationen bewusst aus dem Weg zu gehen.
Parallel dazu habe ich viel gelesen und zwar in Werken aus Patienten-, als auch aus Therapeutensicht.
Die besten Anstrengungen nützen jedoch nicht allzu viel, solange irgendwo im Oberstübchen im Verborgenen noch der Gedanke herumgeistert, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Alkohol. Diesen Gedanken konnte ich erst während meiner ambulanten Therapie vertreiben, nachdem ich Kontakt mit mehreren Rückfälligen hatte, die ebenfalls dem Trugschluss erlegen waren und es nur eine Frage der Zeit war, bis sie wieder bei alten Schlagzahlen oder darüber angelangt waren.
Auch das Thema Trockenarbeit ist m.E. sehr wichtig. Nach meiner Therapie gab mir ein erfahrener Suchtmediziner mit auf den Weg: "Den ersten Schritt in Richtung Rückfall macht man dann, wenn man sich nicht mehr regelmäßig mit der Krankheit befasst." Das muss nicht täglich sein, auch die Art und Weise ist jedem selbst überlassen, z.B. übers Internet, durch den Besuch einer analogen SHG, durch dieses Forum .....
Gruß
Carl Friedrich