Beiträge von Barthell

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Christrose,


    ich kann auch nicht alle Fragen beantworten, ich selbst habe "nur" eine Stationäre Therapie gemacht, allerdings habe ich in den 2 Jahren und auch bei der Entgiftung und durch diverse Kurse zur Suchtprävention einige Einblicke erhalten.


    - eine ENtgiftung ist zwingend notwendig vor der Therapie, an einen zugedröhten Kopf kommt man einfach nicht ran. Stationäre entgiftung kenne ich so dass man 7-10 Tage auf der Station sitzt, Medikamentös gegen Krampfanfälle, Delier und Mangelerscheinungen behandelt wird, dabei macht die Vorgeschichte und vorhergehender Konsum sicher einen Unterschied in der Dosierung der Medikamente.


    Körperlich zumindest bei mir: die Üblichen sachen: Schwitzen, appetitlosigkeit, zittern Kopfweh ohne Ende, Seelisch fällt man erst einmal in ein tiefes Loch weil plötzlich der Dopaminschub den Alkohol auslöst fehlt... man wird traurig, die Freude fehlt, man fällt in ein Loch.


    Das ist die Entgiftung, der Stoff ist ausm Körper und keine Entzugserscheinungen im Körper mehr zu befürchten (aber nicht ausgeschlossen), im Kopf ist noch wenig passiert aber er ist zumindest nichtmehr alkoholdurchdrungen.


    Daran schließt dann die Therapie

    (Ambulant oder Stationär) an, je nach Lebenssituation und Erfolgsaussichten.

    Stationär kenne ich so zwischen 5 und 10 Monaten je nach Therapiekonzept der Klinik, und das Ziel ist einen Weg auf zu zeigen wie man abstinent leben kann, Risikosituationen erkennen und entschärfen kann und im Alltag leben kann.


    Partner werden je nach Therapiekonzept manchmal dazu genommen, meist aber eher selten und eher "spät" im Prozess, da der Betroffene vorranig an "SICH" arbeiten soll und nicht am "UNS" ...


    Abgebrochen wird wenn keine Therapieaussicht besteht (aber selbst dann kann man oft weiter machen) bzw. die Rentenkasse nicht weiter zahlt oder der Betroffene von sich aus nicht mehr will.

    Je nach Einrichtung führt ein Rückfall zum Ausschluss.


    Dafür am Besten in der Jeweiligen Einrichtung nachfragen die haben in der Regel auch Kontakte oder Angebote für Angehörige.


    Bei Multiplen Störungen wie Depression +Sucht ist in der Regel die Klinik gefragt wie und was Medikamentös gemacht wird es gibt Kliniken mit speziellen Abteilungen für sowas (Salus in Friedrichsberg z.B.) das hängt immer von der Klinik ab. Wenn das bekannt ist wird aber entsprechend gehandelt.



    Ich habe mein erstes Mal kalt enzogen, das war absoluter Horror und potenziell tötlich, da hatte ich einfach nur Glück. Meine Entgiftung nach dem Rückfall habe ich in einer Suchtklinik gemacht die hatten neben dem reinen Entgiften noch Gesprächsstunden und Spiele usw. da habe ich mich als "leichter" Fall zwischen den ganzen illegalen eher mal zurück gehalten ...


    das ist halt "mein" Erfahrungsbericht, speziell die Therapie danach hat einen guten Grundstein gelegt zufriedener Leben zu können und ich möchte sie nicht mehr missen.


    nur: hilft dir das bei deinem "Problem" :)?

    Hallo Diego,


    herzlich willkommen im Forum.

    Zusätzlich zum Titel lese ich da wirklich Wut und Verzweiflung aus den wenigen Zeilen.


    Eins zuerst:

    Du bist nicht Schuld, das ist etwas das ein Alkoholiker seinem Partner/in seeeehr gut einreden kann.


    Was hält dich denn bei Ihm?

    Was kannst du jetzt tun damit es dir besser geht?


    Grüße


    Barthell

    Hallo Tannenbaum,


    das Ganze klingt erstmal nach einer schweren Situation und einem uneinsichtigen Alkoholiker...


    Das mit dem "versprechen nichts zu Sagen" ist recht typisch für einen Alkoholiker um seine(n) Co zum Mitverschwörer zu machen und unter Druck zu setzen als Mittel in der Dreiecksbeziehung "Alkoholiker, Alkohol, Partner".


    Ich würde mich ja nicht an "Versprechen" halten, wie oft hat er dir was versprochen und es nicht gehalten, da ist aus meinen Augen deine "Verpflichtung" gegen 0.


    Du hast ja schon über Trennung nachgedacht... ob er dannach abstürzt liegt nur an ihm ... absolut nicht an dir.


    Siehst du nur die Sorge um ihn für dich oder siehst du auch wie sehr er dich darin beschränkt "Du" zu sein?


    Grüße


    Barthell

    Wer möchte, kann gerne hier von seinem Rückfall schreiben und wie er wieder die Kurve gekriegt hat.

    Dann fange ich mal an :)


    Ich hatte meinen ersten Rückfall ca. ein Jahr nach Beginn der ambulanten Therapie.

    Sicher gab es da vorab einige Stressfaktoren, Krankheit, Stress mit der Frau, nicht genug auf mich selbst geachtet, die ich nur ungenügend beachtet habe, der Letzte Tropfen war dann quasi dass ich wegen einem Ausschlag im Krankenhaus war, massivbe Hautirretationen, dazu dan Quarantäne. Daraus entstand dann Unsicherheit, Angst, und Suchtdruck.


    Auf dem Rückweg vom Krankenhaus dann ne Pulle Schnaps besorgt und leergemacht.


    Die Kurve habe ich "wieder gekriegt" indem ich mich nachts um 10 aufs Rad gesetzt habe und ab in die Notaufnahme bin.

    Dort habe ich dann Blutwerte, Atemalkohol, etc. gemessen bekommen und wird direkt in die geschlossene Psychatrische Abteilung (auf meinen Wunsch) eingewiesen obwohl kein Bett frei war und ich dann 4-5 Tage aufm Gang schlafen durfte.

    Die erste Nacht musste ich noch alle Stunde pusten und habe leichte Medikamente bekommen und im ANschluss dann eine qualifizierte Entgiftung mit Gruppengesprächen, vorstellen von Selbsthilfegruppen, diversen Spielen und sehr geregelte Abläufe sowie 2x Urinprobe (da waren ne Menge "illegale" mit auf der Station.


    Kurz vor Ostern bin ich dann in Rücksprache mit meinem Therapeuten nahc ich glaube 7-8 Tagen entlassen worden und habe dann noch viel mit ihm telefoniert.

    In der Therapie war es dann Thema sowohl in den Einzelgesprächen und Gruppengesprächen.

    Quintessenz war, dass ich lerne kleine Anzeichen früher zu erkennen und gegensteuern zu können.


    Grüße


    Barthell

    Hallo Anita,


    Willkommen im Forum.

    Alkoholiker sind perfekte Schauspieler und Lügner.


    Da kann es eigentlich nur eins geben, auch wenn's weh tut: umdrehen und gehen. Das hast du ja schon getan.


    Was du übersehen hast? Nix .)

    Was du tun kannst damit es dir Besser geht? Lass ihn hinter dir, lerne auf dich zu Achten, lerne wieder was dir gut tut.


    Normalerweise sollte hier der Link zum Freischaltungs Antrag stehen, den bekomme ich am Handy leider nicht eingefügt .) Da kommt sicher bald jemand.


    Ganz viel Stärke in der Situation.


    Grüße


    Barthell

    Hallo Minni,


    willkommen auch von mir im Forum,


    Du hast ja für dich schon erkannt, dass du ein Problem hast.

    Ich verstehe das so dass du aktuell noch trinkst aber komplette Abstinenz anstrebst?


    Deine beiden "Beratungserfahrungen" sind natürlich so nicht akzeptabel, was nicht heisst, dass es nicht auch anders gehen kann.


    "Einfach nichts trinken" klappt nicht, das merkst du ja selbst. Verurteilen musst di dich deshalb nicht, es ist eben eine Krankheit, da ist der "freie Wille" nichtmehr vorhanden.


    Ich schätze mal beim Arzt warst du auch schon und eine andere Möglichkeit der Betreuung ausser der die du schon probiert hast gibts vor Ort nicht?


    soweit erstmal zu meinen Fragen ;)

    Hier wird dich niemand Verurteilen.


    Grüße


    Barthell

    Hallo Anna,



    Willkommen im Forum,


    Nein, da es für DICH ein Problem ist, übertreibst du erstmal gar nicht.


    Es stört dich Du sollst Rücksicht nehmen? Er dagegen nicht da ist finde ich ein Ungleichgewicht...



    Ich bin grade auf'm Sprung sonst würde ich noch mehr schreiben .)


    Grüße

    Barthel

    Hallo Raini,


    willkommen im Forum, dass du Quartalsäufer erwähnst: "Siehst du dich als Alkoholiker?"

    Alkolismus kann jeden treffen, alle Gesellschaftlichen Schichten, Berufe usw.


    Im Normalfall raten wir zum Arztbesuch, da ein Kalter Entzug potenziell tötlich enden kann auch wenn er schon 1000 mal gut gegangen ist.


    hast du denn schon einmal mit einem Arzt oder bei der Suchtberatung über deine Bedenken gesprochen, bzw. was spricht aus deiner Sicht dagegen?

    (Suchtberatung geht meist anonym zumindest die ersten Termine)


    Ansonsten orientieren wir uns hier an den Grundbausteinen:



    Was würdest du denn ändern wollen?


    Grüße


    Barthell

    Hallo Duke,


    ich habe auch bis zum Ende gelesen ;)

    Danke für deine Vorstellung und Offenheit, und Gratulation zu den 3 Jahren.

    Willkommen im Forum, die weiteren Schritte zur Freischaltung hat Hartmut ja schon verlinkt,


    Alles Gute und einen ruhigen Tag


    Barthell

    Hallo Ratlos,


    was hält dich denn noch?


    Das das Wunder nicht eintritt hast du ja erkannt, das ist schon sehr viel wert.


    Wichtig ist es dich nicht noch weiter auf zu reiben.

    Beworben hast du dich ja schon ich denke du wirst in Kürze freigeschaltet ;)


    Grüße


    Barthell

    Hallo Sunny,


    willkommen im Forum.


    Ich hoffe du findest dich in der SHG zurecht.


    Du hast für dich und deine Kids genau das Richtige gemacht!


    wenn du möchtest kannst du dich unter:

    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    mit dem Hinweis melden, dass du dich schon vorgestellt hast, dann wirst du zeitnah freigeschaltet.


    Grüße


    Barthel

    Hallo Sutera,


    willkommen im Forum, was du beschreibst ist ziemlich typisch, siehst du dich denn als Co.Abhängig?

    ich bin immer wieder hin- und hergerissen. Ganz links liegen lassen oder doch gewisse Hilfe signalisieren?

    Kann es jemand nach einer 20-jährigen Säuferkarriere überhaupt noch schaffen, noch etwas zu ändern oder ist er ein hoffnungsloser Fall?


    Punkt 1) liegen lassen, denn du hast mehr als genug Hilfe signalisiert, geboten und gegeben.

    Punkt 2) ja er kann es schaffen, das liegt aber nicht an dir, nicht an seinen Eltern oder irgendwem/irgendetwas ausser ihm selbst.


    Wir können ihm auch nicht helfen ... aber wir können DIR helfen :)


    Grüße


    Barthell