Beiträge von Barthell

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ich habe ja eine ambulante LZT gemacht 2temine die Woche.... Glaube bei mir hat's funktioniert weil ich Grade aus'm Ausland zurück kam und eh eine komplette Umstellung im Leben hatte.


    Die meisten "Mitpatienten" kamen aus der Gegend und wir hatten regen Austausch.


    Beim Rückfall hätte stationär ausser Frag gestanden, das war auch so auf der Arbeit fest gelegt

    Wie schon in einigen Vorstellungen geschrieben ist ein Artzbesuch oder vorher noch ein Besucht bei der Suchthilfe nichts wofür man sich schämen muss.

    Der Knoten im Bauch wenn man im Wartezimmer sitzt ist soviel größer als das was "wirklich" passiert.


    Alle Ärzte, Suchtberater, Empfangsdamen und ähnliche unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht! (Wichtig das zu erwähnen)


    Da braucht es keinen spezialisierten Arzt.


    Das Ganze fängt am Besten mit einem Telefonat an: Sprechstunde vereinbaren, dabei muss man keinen Grund angeben oder kann auch einen Arzt wählen der nicht der Hausarzt ist (grade auf dem Land evtl ein Thema wo jeder jeden kennt und Angst hat).


    Dann auch zum Termin HINGEHEN! also nicht zu weit in die Zukunft legen.

    In der Sprechstunde kann man dann ansprechen, dass man ein Alkoholproblem hat (oder denkt eins zu haben) in der Regel wird der Arzt dann nach den Trinkgewohnheiten fragen, hier am Besten ehrlich sein... das ist denke ich der schwierigste Part wenn das mal ausgesprochen ist geht es meistens leichter.


    Im Anschluss wird dann normalerweise Blut abgenommen um ein großes Blutbild insbesondere Leberwerte/Nieren zu erfassen.

    Je nach Ausstattung des Arztes kommt dann noch ein Ultraschall von Niere, Leber, Schilddrüse und Magen dazu falls sich dort bereits Schäden eingestellt haben.

    Und das wars dann schon.

    Die Hürde im Kopf ist soviel größer als man sich vorstellen kann und ein guter Arzt wird keinesfalls da Verurteilen oder lachen.

    Alkoholismus ist eine KRANKHEIT keine "Willensschwäche" oder so.


    Das Blutbild dauert etwas...

    Aufgrund der Diagnose wird der Arzt dann eine stationäre Entgiftung (7-10 Tage Krankenhaus mit Medikamenten und gerelmäßiger Überwachung) empfehlen oder auch eine ambulante Entgiftung (zuhause, 7-10 Tage, Medikamente falls Bedarf besteht und regelmäßige checks beim Arzt oder zumindest telefonische Rückmeldung) Ambulant hat den Vorteil, dass es "zuhause" ist und es vielen leichter fällt "heimlich" zu entgiften, das geht aber nur wenn der Arzt das entsprechend für möglich hält, prinzipiell kann jeder Entzug tötlich enden grade wenn bei Krampfanfällen, Halluzinationen oder sonstigen Komplikationen keine schnelle Hilfe verfügbar ist, daher kann ich diese Art nur sehr begrenzt empfehlen.


    Erfahrungsgemäß sind nach 7-10 Tagen die Entgiftungen "durch" je nach Konsum kann es aber auch länger dauern, und dann beginnt die Phase "Nüchtern bleiben und trocken zu werden" ... das ist mit der Entgiftung nicht getan, die sorgt rein körperlich dazu den Alkohol und die Reste aus dem Körper zu bekommen...

    Das danach dauert länger und erfordert ein Umstellen der Gewohnheiten und neu programmierung des Gehirns.

    Ich findeganz wichtig dass man nach einem Rückfall in der Regel nicht wieder bei 0 anfängt


    und dass es zumindest nach aktueller Sichtweise einiger Mediziner "Ausrutscher" und "Rückfälle" gibt (nicht ganz meine Ansicht aber erwähnenswert denke ich.


    Zudem dass die Aufarbeitung der Rückfälle und Früherkennung der Zeichen eine Rolle spielt.


    Barthell

    Hallo Iina,


    willkommen im Forum.

    Du beschreibst recht typisches Verhalten, es geht eine Zeitlang gut, dann wieder schlecht, dazwischen Lippenbekenntnisse ohne Taten dahinter.


    Lass' ihn machen, Arzt, Entgiftung, Langzeittherapie ambulant/Stationär je nachdem... Es gibt ein System in das er sich begeben kann wenn er will, da musst du dich nicht belasten.


    Da stehen Jahre des Lügens, Leerer Versprechungen und und und ...


    Die haben Spuren an dir hinterlassen.

    Komm für dich zur Ruhe, tanke Kraft für dich (und behalte sie für dich, freue dich an ihr), schaue in dich hinein und frage dich was du wirklich für dich willst.


    Grüße und ganz viel Kraft


    Barthell

    Hallo Kttnlos,


    willkommen im Forum!

    Der Therminus den wir hier verwenden ist EKA (Erwachsenes Kind von Alkoholiker(n))


    Das Forum versteht sich als eine Selbsthilfegruppe ;) nur ohne feste Termine und 24/7 geöffnet.

    Es ist denke ich wie du schon erkannt hast wichtig zu sehen, dass es ein Prozess ist, die Schäden können nicht ungeschenen gemacht werden und ignorieren führt nur dazu, dass sich Leichen im Keller auftun die dann als Zombis wieder herauskriechen ... das kann auf Dauer nicht gut gehen.


    Daher kann man lernen damit gut zu leben und ganz viele neue, intressante Erfahrungen machen und sich selbst neu kennenlernen und auch wieder etwas mehr Balance zum inneren Kind zu finden.


    Grüße


    Barthell

    Hallo Schokohasi,


    Willkommen im Forum.


    Wie geht es dir damit?

    Einen Alkohliker bekommst du nicht geändert, das kann er nur selbst (intrinsische Motivation), von aussen geht da wenig bis nichts, leider.


    Was du aber ändern kannst ist wie es dir und deinen Kindern geht.


    Grüße Barthell

    Ok, ich schreib morgen Nacht weiter, wenn ich denn darf!

    Hallo Franzi,


    Natürlich darfst du.

    Bedenke halt, das wir DIR hier einen Weg zeigen können für"DICH" daher sollte es hauptsächlich um dich und deine Gedanken gehen .)


    Einen halbwegs schönen Tag,


    Barthell

    Hallo Sensual,


    Die Andern haben es ja schon geschrieben... Den Menschen in den du dich in seiner Gesamtheit verliebt hast... Den gibt's nicht mehr.


    Diese Leere die er nun füllen kann die füllt sich neu, nicht aus Altem...


    Ihr beide verändert euch, du kannst das Beste für dich draus machen.


    Bei mir war es eher "Glück" da haben sich dann zwei neue Menschen gefunden und es hat gepasst, irgendwie....


    Aber eben irgendwie, ich war nicht mehr der Gleiche, ich war neu nach der Therapie, etwas ist geblieben, vieles Neu.


    Bei meiner Frau ähnlich sie ist nicht mehr die Gleiche die ich kennen gelernt habe, und unsere Vergangenheit steht oft noch zwischen uns, besser wäre die Trennung gewesen im Nachgang....


    Und erst neu versuchen wenn beide komplett losgelassen hatten...


    Grüße


    Barthell

    Hallo Mery,


    der Hausarzt kann z.B. Blutbild, Ultraschall machen und falls nötig auch bei einer Entgiftung helfen, der kann auch deutlich besser einschätzen ob eine Ambulante Entgiftung möglich ist und eben checken ob dur schon irgendwelche Organschäden davongetragen hast ...


    das mit dem "auf sich selbst aufpassen" ist bei mir ein ganz großer Punkt den ich auch nicht immer so umsetze wie ich gerne würde ,)


    Grüße


    Barthell

    Hallo Mery,



    Willkommen im Forum

    der Gedanke "Zeit zu töten" mit Alkohol, kommt mir sehr, sehr bekannt vor.


    Einen der ersten Schritte hast du getan: du hast erkannt, dass du ein Problem hast.


    Daher meine Frage:

    was willst du sonst noch ändern?

    Klar, der erste Schritt ist heute Abend (vernünftiger wäre es vorher noch zum Arzt zu gehen, so ein kalter Entzug ist potenziell tödlich, auch wenn er 1000mal gutgegangen ist) ... und dann?


    Du hast gute Phasen, glaube mir, nüchtern werden die noch besser ;)


    Nur "nichts trinken" reicht in aller Regel nicht, denn das sind Verhaltensmuster, nachhaltig geprägte Hirn- und Denkstrukturen die man nicht so einfach ablegt, darum gehört da soviel mehr dazu (und das ist es Wert!)


    Grüße


    Barthell

    Hallo zusammen,


    also ich sehe mich als Alkoholiker, werde das sicherlich nicht jedem auf die Nase binden, muss ich ja auch nicht.

    Ich sehe das eher als medizinsche Diagnose nicht als Stigma oder Zustand.


    Am Ende kommts doch drauf an wie man damit umgeht und welche Konsequenzen man für sich daraus zieht.

    Und mir hilft es zu wissen dass ich eben eine unheilbare Krankheit habe die ... naja nun eben Alkoholismus heisst, wie das bei anderen Süchten (Stoffgebunden oder nicht) genannt wird ist mir erstmal egal.


    Wegen der "Rechtfertigungen" bisher war da selten irgendwer aufdringlich, meine normale Aussage ist: "mein Lebenspensum ist voll" ... und so sehe ich das auch, ich habe genug für 4 Leben gesoffen ...


    und willkommen zurück mexico .)


    Grüße


    Barthell

    Das war wahrscheinnlich das Blödeste, was ich je getan habe. Resultat: Im Garten fehlen jetzt ein paar Pflanzen, die wurden zertrampelt und ausgerissen. er hatte doch mehr getrunken, als ich gedacht habe. Und mir geht es noch schlechter als zuvor.

    Rede dir das nicht ein! NEIN NEIN NEIN! es war nicht das blödeste was du je getan hast! Du hast da eine Situation von der du merkst, dass sie dir nicht gut tut und hast die Möglich etwas dagegen zu tun und dazu gehört auch das an zu sprechen! Das mit den Pflanzen ist von ihm genau so gedacht: "Ich tue dir weh, richtig weh, damit du dich mies fühlst und mich in Zukunft ungestört saufen lässt!" So zieht der Süchtige dich in seine Dreiecksbeziehung mit dem Alkohol hinein und bindet dich darin, manipuliert dich, setzt dich unter Druck: "störst du mich, tue ich dir weh und du bleibst eh weil Isso"


    DU hast keinen Fehler gemacht! bleibe da dran!


    Therapien kommt für ihn nicht in Frage. ICH gehe zu keime Psych. Das kannste vergessen.

    Typisch für einen nassen Alki: Ich habe ja kein Problem... nur alle Andern ... und Psychologe? warum denn stimmt doch alles mit mir ... völlig verzogene Weltanschauung... Abhaken unter "ist kein "ich"-Problem, ist ein "DU"-Problem" und keine Kraft rein investieren die dir sonst an anderer Stelle fehlt, denn egal wie stark du bist, irgendwann ist deine Kraft am Ende.... darum verschwende sie nicht sondern nutze sie erstmal für dich, denn DU bist wichtig, alles Andere ist erstmal höchstens dringlich, und meistens nichtmal das!

    Ich brauche noch etwas Stabilität, die hole ich mir bei meinem Psych. Hoffentlich habe ich den Richtigen erwischt.

    Nach all diese Zeit, möchte ich mir diese Zeit noch lassen.

    Sprich offen deine Bedenken und Sorgen an und falls du das Gefühl hast, dass es nicht "passt" sprich auch das erst einmal an bevor du ihm keine 2. Chance gibst ;) aber halte auch nicht an ihm fest wenn du dich nicht gut aufgehoben fühlst



    Grüße


    Barthell

    Gibt es denn hier im Forum auch Leute, bei denen es auch ohne Trennung geklappt hat?


    Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben. Ertappe mich aber dabei, wie ich herumrechne, ob mir mein Gehalt zum Leben reichen kann.

    Ja die gibt es...


    Aber das lag daran, dass ich quasi nie im Lande war und wir jetzt zwei andere Menschen sind.

    Und auch nach 4Jahren Nüchternheit weiter kontinuierlich an uns arbeiten und uns verändern. Die Chancen dazu sehe ich bei eher 0%


    Es sind nicht Barthell uns seine Frau die sich vor 10Jahren kennen gelernt haben...


    Du Kannst von deinem Gehalt leben, wir sind immer noch in Deutschland, vielleicht nicht so wie vorher, aber auf kurz oder Lang wirst du mit deinem Gehalt noch Ihn und seine Sucht finanzieren müssen wenn es so weiter geht, rechne das durch, ich bin fast sicher das klappt nicht.


    Und ganz ehrlich die Freiheit die du dir nicht mit Geld erkaufen kannst ist soviel mehr Wert.


    Selbst wenn er einen Entzug macht, eine Therapie und dann keine Rückfälle hat.

    Der Mann den du kennengelernt und lieben gelernt hast ist tot! Der wird nie wieder kommen, höchstens als Untoter der dich mit ins Grab zieht.

    Drastische Worte und Bilder, ja... Aber ihn los zu lassen und dich auf dich zu fokussieren ist das was dich schützt und dir Hilft.

    Ich schreibe das "von der Anderen Seite aus" ... Und meine es absolut nicht böse, aber Hoffnung die dich an ihn fesselt ist nicht die Lösung.


    Grüße


    Barthell

    Also bei einigen Anlässen ist es auch immernoch "unnormal" nix zu trinken ... habe allerdings noch nicht erlebt, dass ich deswegen ausgegrenzt oder sonstwas war...


    Es gibt tausende Grübe für nicht - Alkoholiker nix zu trinken, das ist gut und anerkannt aber oft noch nicht "normal"...


    Im normalfall reicht sowas wie:


    ich habe keine Lust

    ich muss noch fahren

    ich nehm' Medikamente

    ich darf nicht

    ich will nicht


    oder mein Standard:

    "Mein Lebenspensum ist schon voll, danke"


    und das wird akzeptiert


    Grüße


    Barthell

    Ich lese das mit Tränen in den Augen.


    Danke Linde!


    Seit ich "Trocken" wurde ich von wenigen verlassen, dennoch ist es hart sich zu erinnern wen und was man alles verloren hat.


    Um Ostern wollte ich unbeding nocheinmal an den Baum unter dem meine Mutter begraben ist... Sie hat mich in ihren letzten Jahren selten bis nie Nüchtern erlebt, würde jetzt sagen:

    Barthell: ich habe dir alles mitgegeben was du für dein Leben brauchst, der Rest liegt an dir, trotzdem bin ich immer da.


    Mein Therapeuth der selbst zwar nicht dem Alkohol aber sonst ziemlich allem in Jungen Jahren verfallen war ist nun auch gegangen, er hat mir soviel gegeben. hat mir gezeit wie "geil" (seine Worte) das Leben ohne Stoff sein kann und dass auch nach 30 Jahren "Clean" der Rückfall nur ein Fingerschnippen entfernt sein kann und der mir beigebracht hat, dass es absolut OK ist wenn einem "gestandenen jungen Mann" im Einkaufszentrum die Tränen laufen.


    Danke dafür!


    Danke an alle die mir bisher geholfen haben und die es noch tun werden!