Beiträge von Barthell

    Hallo Mango,

    Willkommen im Forum und erstmal ganz viel Kraft für die kommende Zeit.

    [...]

    Irgendwie fühle ich mich so bange vor der Zukunft. Einerseits glaube ich an Ihn. Ich weiß, er will und kann es schaffen. Andererseits lese ich, wie hoch die Rückfallquote ist und ich bezweifle, dass ich Das noch einmal aushalte.

    Irgendwie wollte ich Das einfach aufschreiben und freue mich auf Austausch.


    Das wichtigste ist, dass du erstmal auf dich achtest, du siehst dass sich da emotional grade ganz viel tut und die Situation dich sehr viel Kraft kostet.
    Allgemein: selbst ohne Rückfall: es wird nie wieder so wie es mal war! das ist schade aber es ist so und Zeit zurückdrehen geht nicht.

    Und grade wenn er wirklich trocken wird, wird er nicht mehr der Mann sein den du kennst/kanntest, auch nicht eine "bessere" Version, sondern wirklich ein Anderer Mensch den du komplett neu kennenlernen musst und alles was du über ihn zu wissen glaubst erstmal wegschmeißen, Alkoholiker sind extrem gute Lügner und Schauspieler ...

    Das soll jetzt keine Angst machen sondern verdeutlichen, dass du ganz genau in dich reinhören solltest ob dir das was grade passiert gut tut, ob du das willst, ob du genug Kraft für dich hast oder ob er soviel von deiner Energie braucht, dass nichtmehr genug für dich übrig bleibt.
    Achte auf dich, nimm dir Zeit für dich, und ein "Nein" nach außen, darf auch immer ein "JA" zu dir sein! ("Nein ich kann dir nicht helfen" -> "Ja du achtest jetzt auf dich")

    Grüße


    Barthell

    Grüße dich Sasajackson,

    Willkommen im Forum, bist du aktuell in der Klinik oder der Nachsorge?


    Was erwartest du dir vom Forum hier?

    Allgemein ist der Kontrollverlust ein typisches Krankheitsbild.


    Warst du schon einmal in einer Therapie (ambulant oder stationär) denn "geplant abschießen" zeigt ja schon ein erlerntes Stressbewältigungsmuster... Und das wäre ja ein Thema andere Methoden zu finden?


    Grüße


    Barthell

    was wäre denn die Alternative? Der Körper ist ein Wunderwerk, der kann ganz viel Reparieren wenn man ihn lässt.


    Weitersaufen machts sicher nicht besser, das ist als ob beim Auto der Motor komische Geräusche macht und qualmt, also zieht man die Sonnenbrille auf, dreht das Radio hoch und fährt weiter? ...

    Der Körper altert, wir sind nicht mehr so unverwundbar wie mit 19-20... Die Regeneration wird immer wichtiger die Leistungsfähigkeit sinkt und plötzlich führt die gleiche Dosis wie immer zu unerwünschten Folgen .....

    Augen zu und weitermachen? besser wird's nicht, und nur weil der Arzt es feststellt heißt das nicht, dass es ohne die Diagnose nicht haaargenauso schlimm wäre ...

    Grüße dich,


    ich glaube diese "Angst" kennt jeder der sich beim Arzt offenbart hat, ich kann dir sagen: die Zeit im Wartezimmer bzw. im SPrechzimmer bevor der Arzt dann reinkam? Waren gefühlt die Hölle, im Rückblick wars halb so wild...
    Trockener Alkoholiker zu sein, heißt halt auch oft gnadenlos ehrlich zu sein (auf jeden Fall zu sich selbst), wir haben viel zu oft, viel zu lange rumgelogen und geschauspielert...


    Mach' nen Termin geh hin, sei offen und Ehrlich, im Zweifelsfall bei nem Arzt den du noch nicht kennst, je nachdem ob du deinem Aktuellen Hausarzt vertraust, ansonsten haben die Suchtberatungsstellen auch oft Gute Kontakte zu Ärzten die dich in Bezug zur Sucht wirklcih ernst nehmen.

    Grüße dich und willkommen im Forum,

    "Müssen" tust du garnix...

    Ich würde es dir allerdings Raten: Arzt und Suchthilfe (ersterer hat ne Schweigepflich und letztere kann man oft 1-3 Termine Anonym mit nem Psychologen reden).
    Arzt ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, Alkohol macht im Körper verdammt viel kaputt, kalter, unbegleiteter Entzug ist potenziell tötlich, das braucht niemand.

    Außeder, so war es bei mir, hatte ich zwar vor dem Arzt schiss ohne Ende, danach war ich aber unglaublich froh offen reden zu können, Leber/Nieren, Schilddryse durchgescheckt zu haben etc.

    Therapie wenn gewollt geht grade bei einem "geordneten" Leben auch ambulant (1-2 Termine je Woche, quasi wie Fitnessstudio etc.) wobei ich einen Stationären Entzug auch sehr gut fand, einfach um Abstand zu haben ...


    Grüße


    Barthell

    Hups da hat es die Hälfte verschluckt; er wird sich nicht ändern, willst du wirklich Kraft und Zeit in jemanden investieren der dir mit gut tut?


    Du hast selbst mit dir zu tun, das ist wichtiger als jemand der typische Hinhalten Taktik fährt ohne wirkliche was Ändern zu wollen und lieber Besänftigung und Ausreden vorschiebt.


    Barthell

    Hallo EinfachIch,


    auch von mir Willkommen im Forum.
    Du machst das genau richtig, bleibe bei deiner Linie, es geht erstmal um DICH, was er oder seine Eltern denken, ist dir erstmal egal, dich stört etwas, und du hast jedes Recht da etwas für dich zu ändern und genau das tust du grade!

    Grüße

    Barthell

    Hallo DHT,

    willkommen im Forum hier.

    ich lese daraus, dass du aktuell immer noch trinkst?, dann wäre meine erste Empfehlung: ab zum Arzt...

    was hast du denn bisher getan um "besser" zu werden und wie stellst du dir das "Besserwerden" vor?

    Grüße


    Barthell

    Lies dich hier ein und sammle dich erst mal, Ulf, hier geht es um Dich, weniger um sie ...

    genau das waren auch meine ersten Gedanken, ja es ist grausam was da alles passiert, aber es ist nicht DEIN Problem.

    Dein Problem bist erstmal und vorrangig DU und DEINE Gesundheit (ich kenne das wenn man denkt man kann alles schaffen, ist stark und dann kommt sowas um die Ecke das einen an sich selbst zweifeln lässt) ... die "andern" sind alle alt genug selbst was zu tun wenn sie wollen.

    So hart es kling: meine Empfehlung raus da, so konsequent wie möglich und deine eigene Welt beschützen. Denn sonst raubt dir das einfach alle Kraft, Zeit und Energie... das Bilde des Kraken passt da schon ganz gut, egal wie stark du bist, wenn du bleibst wird es dich unweigerlich in die Tiefe ziehen, daher sollte deine erste Priorität jetzt grade DU SELBST sein ...