Ich bin jetzt ein halbes Jahr nüchtern. ( okay, ein Tag fehlt noch 😉).
Was hat sich geändert, habe ich mich verändert?
Nun, ich habe einiges an Gewicht verloren, meine Haut ist besser geworden und der Blutdruck ist wieder im Normalbereich. Die Laborwerte sind nach Aussage der Ärzte wieder alle normal. Soweit die Äußerlichkeiten.
Drinnen verspüre ich auch Veränderungen. Ich bin wesentlich produktiver, kann mich besser konzentrieren und fühle langsam wieder Gefühle. Oder besser gesagt, ich nehme das als Gefühle war. Gute wie schlechte. Wahrnehmen, nicht bewerten.
Was habe ich gemacht, um bis hierher zu kommen?
- meine SHG hier täglich besucht und gelesen und geschrieben
- jede Woche gehe ich in meine reale SHG
- kein Alkohol im Haus!!!
- keine Veranstaltungen besucht, wo Alkohol getrunken oder angeboten wird (außer mein Geburtstag. Hier war ich zuhause im geschützten Raum und fast jeder kennt meine Sucht)
- meinen Arbeitsweg geändert
- mich über Podcasts, Bücher und hier im Forum über Suchterkrankungen informiert
Last but not least:
- Ich kämpfe nicht, ich habe aufgegeben. Dieser Gegner ist nicht zu bekämpfen. Kapitulation. Ich überlasse dem Alkohol das Feld. Ich spiele nicht mehr mit. Lass die anderen mit ihm „spielen“. Ich habe neue Freunde gefunden. Nüchtern und Trocken, Klarheit und Gelassenheit, Ruhe und Frieden. Die Freunde gefallen mir zunehmend besser. Bei denen mag ich bleiben.
Bleibt dran! Es lohnt sich. Versprochen!
Lalu