Beiträge von Cadda

    Hallo Cadda,

    da sehe ich keinen Widerspruch, wenn ich ihm ein anderes Buch, zB Der Schwarm von Schätzing geschenkt hätte, sagt auch keiner: hätte er sich ja selber besorgen können.

    Dieses Buch hättest Du ihm aber ohne Hintergedanken geschenkt, einfach nur weil es vielleicht ein gutes Buch ist.

    Das Buch ALK hast Du ihm geschenkt, weil Du hoffst, dass er es liest und es etwas bei ihm bewirkt.

    Du hast hier ja nicht umsonst gefragt, was Du tun kannst um ihm zu helfen.

    Hallo Loka,

    Mein Mann hat unter anderem das Buch „Alk“ welches mir hier empfohlen wurde, von mir zum Geburtstag geschenkt bekommen.

    Das hat ihn sehr tief berührt.

    Ich hoffe nun, das es auch von ihm gelesen wird.

    Mein Mann wird von mir keine Verantwortung abgenommen , so wie es hier ab und an dargestellt wird.

    Findest Du nicht auch, dass sich das widerspricht?

    Wenn Dein Mann Hilfe wollen würde, hätte er sich das Buch selbst geholt.

    Es ist seine Verantwortung, sich zu kümmern.

    Dieses Buch wird ihn nicht „umpolen“. Es muss geklickt haben bei ihm, vorher bringt das Lesen leider gar nichts.

    Ich lese hier auch oft, dass sich die Angehörigen freuen, wenn eine Therapie begonnen wird. Auch das bringt nichts, wenn der Alkoholiker nicht bereit ist, aus tiefstem Herzen, mit dem Trinken aufzuhören.

    Ich meine das nicht mal böse. Ich kann mich sehr gut in Deine Lage versetzen und Dich auch verstehen. Aber als Angehörige kannst Du Hilfsangebote machen wie verrückt und egal wie tief es den Alkoholiker berührt. Wenn er nicht selbst handelt, ist es umsonst. Leider.

    LG Cadda

    Hallo Lilamond,

    dass Du nur einkaufen gehst, wenn Du Dich gut genug fühlst, finde ich super! Du achtest auf Dich.

    Es ist hier sehr oft zu lesen, dass anstatt zum Alkohol nun zu Schokolade, Chips und Co. gegriffen wird.

    Das ist nicht toll und hilft Dir auch nicht weiter, aber: Du bist nicht allein ;)


    LG Cadda

    Sorry, wenn ich diesen Standardsatz von Alkoholikern/innen höre, stellen sich meine letzten verbliebenen Kopfhaare.

    Für jede Krankheit gibt es Ärzte, Kliniken, Therapien.

    Was tust Du denn, um DEINE „Krankheit“, die Co.Abhängigkeit zu beenden?

    Du bist hier im Forum. Aber hast Du auch schon etwas getan, damit Du Dein Verhalten, Dich nicht abgrenzen zu können oder trennen zu können, in den Griff bekommst?
    Du änderst ja nichts an Deiner Situation, wenn Du Dich darüber aufregst, dass der Alkoholiker sich nicht helfen lässt und seine Krankheit stoppt.
    Fange bei DIR an, Berni.

    LG Cadda

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema dorthin verschoben.

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Was hast Du denn jetzt vor? Wie könntest Du die Wohn-Situation mit Deiner Frau ändern?

    LG Cadda

    Herzlich Willkommen Alfafonso,

    Es freut mich, dass Du bereits einen Entzug und eine Therapie hinter Dir hast. Auch mit Deiner Einsicht, Alkoholiker zu sein, bist Du schon so manch Anderen voraus. Das sind schon gute Voraussetzungen, jetzt heißt es „dran bleiben“ und auch das tust Du, indem Du uns als Selbsthilfegruppe gesucht und gefunden hast.

    Die Situation mit Deiner Frau ist schwierig. Schwierige Situationen sollten aber grundsätzlich kein Verlangen nach Alkohol auslösen, denn „Gründe“ zu saufen finden sich immer, das kennst Du ja sicherlich.

    Wenn Du Dich gern regelmäßig austauschen möchtest, klicke bitte folgenden Link an, um Dich für den offenen Bereich zu bewerben.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Hallo Bigginum,

    herzlich Willkommen bei uns.

    Hilfsangebote sind zwar schön und gut, wenn Deine Tochter jedoch nicht einsichtig ist, wird das nicht wirklich etwas bringen.

    Hast Du denn schon einmal mit Deiner Tochter gesprochen? Sieht sie sich denn selbst als Alkoholikerin?

    Dass Du bei dem Besuch nichts trinken willst, finde ich sehr gut!

    LG Cadda

    Huhu Lotta.

    Dein Mann geht zur Therapie, möchte vermeintlich an sich arbeiten und lässt aber alles so weiterlaufen wie bisher.

    Unfassbar.

    Du bist hier, möchtest also vermeintlich auch an Dir arbeiten und lässt aber alles so weiterlaufen wie bisher.

    Auch unfassbar.

    Oder findest Du nicht?

    LG Cadda

    Guten Morgen Loka,

    Gibt es hier im Forum Fälle, wo sich Paare nicht getrennt haben? Wie habt ihr es gemeistert?

    Es gibt sicher auch genügend Paare die das Ganze zusammen schaffen. Aber einfach ist es sicher nicht, für beide.

    Sicher gibt es solche Paare, die es schaffen. Aber unter einer Voraussetzung: Der Alkoholiker hört auf zu trinken!

    Ich habe hier noch nicht gelesen, dass jemand in der Beziehung wieder glücklich und zufrieden zusammen ist, obwohl der Alkoholiker noch säuft. Da kann er kochen und nett sein, so viel er will, das Eine hat mit dem Anderen leider gar nichts zu tun.

    Ich würde mich - wie Linde schrieb - nicht auf Worte verlassen oder auf Nebendinge wie gutes Benehmen, kochen oder sonst was, denn es geht ja ausschließlich darum, ob er aufhört zu trinken oder nicht.

    Klar liest Du hier auch, wo Angehörige oder Betroffene trocken geworden sind. Hier ist schließlich ein Forum für Alkoholiker, wo sich genau solche Menschen eben auch anmelden. Aber da draussen gibt es leider ganz, ganz viele Menschen, die niemals trocken werden und nur Versprechungen machen. Deshalb solltest Du nur bei Dir und Deinem Mann selbst schauen, was genau passiert.

    Ein Hausarztbesuch, eine Therapiestunde... das alles ist schnell erledigt. Wichtig ist, wie es dann weitergeht. Ob getrunken wird oder nicht. Ob man sich beim Trinken von seinem Therapeuten oder Hausarzt begleiten lässt, spielt dabei keine Rolle. Das ist dann nur die Theorie. Drüber reden, einsichtig sein... Alles schön und gut, hilft aber nichts, solange immer noch das Glas angesetzt wird. So ein einsichtiger Zustand kann Jahre anhalten und mit ins Grab genommen werden. Diese Einsicht hat dem Angehörigen dann allerdings genau gar nichts gebracht.

    Mein Beitrag geht eigentlich nicht nur an Dich, Loka. Sondern auch an alle Angehörigen, die hier mitlesen und von denen ich öfter mal sowas höre wie "Er ist jetzt einsichtig. Er beginnt jetzt eine Therapie, er geht jetzt zum Hausarzt, er will jetzt dies, er will jetzt das". Solche Dinge werden dann immer als Vorwärtsschritte angesehen, was aber Quatsch ist, weil es eben einfach nur ein Teil der Alkoholkrankheit ist. Kein Schritt aus dieser Heraus, solange getrunken wird, sondern ein Treten auf der Stelle. Und dabei vergeht die Zeit und es vergeht die Zeit und es vergeht die Zeit und und und und......

    Wertvolle Zeit von einem selbst und vor allem wertvolle und wichtige Zeit der betroffenen Kinder, die ebenfalls innerlich Hoffnung haben, wenn der Papa oder die Mama mal wieder so schön vorgelesen hat und so freundlich ist. Und ein paar Tage oder Wochen später wird das Kind wieder bitterlich enttäuscht, wenn der Papa oder die Mama wieder so "komisch" ist. Genazu wie der Partner enttäuscht ist. Nur dass das Kind es vielleicht noch nicht so ganz einordnen kann, was noch schlimmer ist.

    Ich wäre so glücklich im Nachhinein, wenn ich mir und vor allem meinen Kindern diese wertvolle Zeit nicht so lange gestohlen hätte.

    LG Cadda

    Hallo Matilda,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.
    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen bei den neuen Usern im Vorstellungsbereich.

    Wenn Dein Mann nur wegen Dir zur Suchtberatung gehen will, kann er sich den Gang leider tatsächlich sparen :(

    Was könntest Du jetzt tun mit der Erkenntnis, dass die Hoffnung der letzten Wochen wohl umsonst war?

    LG Cadda

    Hallo Donnie,

    es freut mich von Dir zu lesen.

    Sind ja auch erst 2 1/2 Monate. Im Verhltnis zu den Jahren die ich gesoffen habe ist das nix 😅

    Das stimmt allerdings :)

    Gib Dir und Deiner Seele noch ein wenig mehr Zeit. Ich finde es jedenfalls toll, dass Du am Ball bleibst.


    Jetzt versuche ich aktuell ein bisschen die letzten Jahre aufzuarbeiten, Revue passieren zu lassen und das Leben ohne Alkohol zu akzeptieren.

    Ich wünsche Dir, dass Du im Laufe der Zeit nicht nur "akzeptierst", keinen Alkohol mehr zu trinken, sondern das voller Freude lebst über die gewonnene Freiheit.

    Und immer dran denken: Wir sind hier. Wenn der Schuh drückt, immer melden und sich mal was von der Seele schreiben :)

    LG Carina

    Guten Morgen Matilda,

    herzlich Willkommen bei uns. Ich finde es schon mal ganz gut, dass Du bei einer Beratungsstelle warst und nun hast Du Dich hier angemeldet, das zeigt ja, dass Du nach einer Veränderung suchst.

    Dieses ständige Auf- und Ab, kann ich sehr gut nachvollziehen. Du schreibst, dass Du ein Ultimatum verlängert hast, weil Du gemerkt hast, dass er einsichtig wird. Meinst Du nicht, dass das Einsichtig-Werden eher damit zusammen hängt, dass das Ultimatum endete?

    Alkoholikern bleibt dann manchmal auch nichts anderes übrig, als sich einsichtig zu zeigen. Manchmal sind sie es sogar tatsächlich, was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie deshalb aufhören zu trinken.

    Du kannst ihn leider nicht ändern oder ihm auf die Sprünge helfen. Du kannst nur an Deiner Situation etwas ändern.


    Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Dann übersende ich Dir mal den Link für den offenen Forenbereich. Einmal anklicken und kurz ausfüllen, dann können wir Dich freischalten.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Guten Morgen,

    ich würde nicht sagen, dass ich (im Moment) keinen Alkohol trinke. Denn dann wird bei der nächsten Begegnung wieder was angeboten, weil der "Moment" ja vorüber sein könnte.

    Am Anfang, als ich aufhörte zu saufen, hatte ich manchmal das Bedürfnis, zu erklären, warum nicht. Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt und gesagt, weshalb ich nichts trinke.

    Mein Umfeld weiß Bescheid, ich gehe auch heute noch offen damit um.

    Aber eines hat sich verändert: Wenn ich Menschen treffe, die das noch nicth wissen, weil ich sie neu kennenlerne, dann erkläre ich mich nicht mehr. "Nein Danke, ich trinke keinen Alkohol". Wenn Nachfragen dazu kommen oder ein erstauntes "WAAAS, warum das denn nicht??" dann kann es (je nach Sympathie) auch schon mal sein, dass ich antworte: "Weil das so ist!".

    Wenn ich Menschen mag und mir gerade danach ist, dann beantworte ich das manchmal auch mit Humor und sage:

    "Ich soll Alkohol trinken?? DAS willst Du nicht erleben, glaube mir!!!"

    Neulich fragte daraufhin jemand: "Oh, so schlimm?" und ich antwortete "Noch viel schlimmer, als in Deiner Vorstellung und deshalb trinke ich auch seit Jahren keinen Alkohol mehr und werde es auch nie wieder tun". Dann ist die Sache abgehakt. Weil sie alles aussagt.


    Es kommt also auf die Situation an, wie ich reagiere und auf den Menschen, der mir gegenüber steht. Was ich aber jedoch niemals machen würde: Die Sache verharmlosen, indem ich sage "Ich trinke im Moment nicht". Denn dann habe ich das "Problem" nicht von den Hacken, sondern ich habe es nur verschoben bis zum nächsten Aufeinandertreffen. Außerdem hätte ich das Gefühl, ich würde mich selbst betrügen, denn es stimmt so ja nicht.

    LG Cadda

    Danke Aruula,

    ich weiß nicht, ich finde beides auf seine Art schlimm. Das Verabschieden über einen längeren Zeitraum finde ich auch traurig.

    Dass Du nun irgendwie ohne Deine Schwester vor dieser Trauerzeit stehst, tut mir sehr leid.

    Familienkrankheit und auch Freunde sind betroffen, da hast Du Recht. Ich habe gerade neulich mit einer sehr guten Freundin gesprochen, die mir aus ihrer Sicht nochmal erzählt hat, wie sehr sie die Veränderungen mitgenommen haben und dass sie keinen richtigen "Zugang" mehr zu mir hatte.

    Ich denke, wenn es dazu kommt, dass Deine Schwester wirklich gern aufhören möchte, wird sie es Dich wissen lassen. Dass Du Dich jetzt zurückziehst, um Dich selbst zu schützen, bedeutet ja nicht, dass Du nicht für sie da wärst, wenn sie aufhört zu trinken. Die Tür ist ja nicht verschlossen, sondern nur angelehnt.

    Auch eine Floskel, die vielleicht etwas hohl klingt, aber so ist es ja :)


    LG Cadda

    Hallo Mariexy,


    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier bei uns :)


    LG Cadda

    Mir tut es sehr leid zu lesen, wie Du Dich fühlst. Denn auch ich denke natürlich aus meiner Sicht oft an die Zeit zurück, in der meine Schwester sich so hilflos fühlte. Ich kam nicht raus aus meiner Sucht, sie kam nicht mehr an mich ran und in Nachhinein betrachtet und durch die Gespräche mit ihr weiß ich natürlich, wie allein SIE sich auch gefühlt hat.

    Als es zwar noch nicht in der Endphase meiner Sucht war, aber dennoch bereits mitten drin, starb unsere Mutter viel zu früh absolut plötzlich und ohne Vorankündigung. Ich verdrängte und trank immer mehr und mehr. Das wäre auch so geschehen, denn wie gesagt war ich schon süchtig, doch ich nahm das natürlich auch zum Anlass aufgrund von Traurigkeit Ablenkung und Party machen herbeizuführen. Die Trauerbewältigung war nicht gut für mich.

    Vor gar nicht so langer Zeit verstarb nun auch unser Vater genau so plötzlich und ohne Vorankündigung, nicht ganz so jung wie meine Mutter, aber auch noch viel zu früh. Nun war ich ja schon einige Jahre trocken und die Trauerbewältigung war dann ganz anders. Ich habe nicht so sehr verdrängt und hatte natürlich auch wieder das gute Verhältnis zu meiner Schwester. Deshalb war es für uns beide natürlich sehr schön, dass wir uns so sehr gegenseitig hatten.

    Umso mehr tut es mir - nicht nur für Deine Schwester - sondern auch für Dich leid, dass Du sie gerade nicht so an Deiner Seite hast, wie Du es auch verdient hättest. Und das zeigt eben, dass die Alkoholkrankheit eben nicht nur den Süchtigen betrifft, sondern auch sein nahes Umfeld. Es ist eine Familienkrankheit.

    Ich wünsche Dir wirklich von Herzen - und Deiner Schwester natürlich auch - dass sie irgendwann aufhören kann.

    LG Cadda