Guten Morgen MIenchen,
dann ist es ja gut, dass wir darüber "sprechen". Ich habe Deinen Text aus Sicht der Co-Abhängigen gelesen, die eben auch überwiegend an die Co-Abhängigen gerichtet sein sollte. Dass Du damit der Alkoholikerseite Mut machen möchtest, habe ich so nicht aufgefasst.
Ich hoffe, dass Du Verständnis hast, dass ich das deshalb so nicht stehen lassen wollte. Denn ich glaube schon, dass die Co-Abhängigen, die sich hier befinden, sehr viel Hoffnung machen könnten. Das merkt man hier auch immer wieder, wenn die Frage nach Geschichten mit einem Happy End kommt. Davon sollten die Co.Abhängigen nicht ausgehen.
Die Co-Abhängigen, die hier schreiben, befinden sich oft noch mitten drin in der Situation und schaffen den Absprung nicht.
Die Alkoholiker die hier schreiben, haben zumindest schon mal mit dem Trinken aufgehört, sonst hätten wir sie nicht freigeschaltet. Klar ist es schön, diese zu bestärken, aber das funktioniert oft am besten durch die Sicht eines Alkoholikers.
Vielleicht konnte ich auch nicht so recht unterscheiden, für wen Du hier diesen Text geschrieben hast, da ich Beides bin. Ich war Alkoholikerin, bin inzwischen seit einigen Jahren trocken, aber ich war auch sehr stark co-abhängig. Nicht erst seit der Beziehung mit einem Säufer, sondern schon vorher hatte ich diese Tendenzen, immer an schwierige Charaktere zu geraten und war oft der Auffassung durch genügend Liebe und Zusammenhalt wird es schon funktionieren.
Doch das stimmt leider absolut nicht.
LG Cadda