Beiträge von Cadda

    Guten Morgen Panama,

    Dein Mann ist krank, er ist Alkoholiker. Du bist krank, weil Du co.-abhängig bist. Ich habe hier öfter von Betroffenen etwas gelesen, was ich absolut für richtig halte: Zwei Kranke können nicht gemeinsam gesund werden.

    Wenn Dein Mann aufhören will zu trinken, dann ist das toll. Das sollte er aber unabhängig von Dir.

    Er wird Dich in der Vergangenheit schon oft enttäuscht haben, sonst wärst Du wohl hier nicht gelandet. Ich würde für Abstand sorgen und dafür sorgen, dass Du Dein Leben meisterst, ohne davon abhängig zu sein, ob er trinkt oder nicht.

    Wenn er dann trotzdem aufhört zu trinken und das auch dauerhaft einhält, dann kann es nach einer längeren Zeit ja immer noch wieder dazu kommen, dass ihr Euch annähert.

    Ich würde mich nicht wieder in die Position begeben, in der Du enttäuscht werden kannst. Sondern ich würde mich an Deiner Stelle in eine Situation begeben, in der Du höchstens positiv überrascht werden kannst.

    LG Carina

    Hallo Panama,

    im Grunde genommen war der Tip des Arztes doch sehr gut, Dich an eine Selbsthilfegruppe zu wenden. Und Du bist hier auch schon in Einer gelandet :)

    Zum Thema Therapie. Ich finde es immer erstaunlich. Der eigentlich kranke Mensch säuft und der Gesunde "muss" deshalb eine Therapie machen. Da läuft ja was verkehrt. Das ist zumindest mein erster Gedanke. Ich kenne Dich nicht und vielleicht ist es ja auch so, dass Du unabhängig von Deinem Mann verschiedene Baustellen hast, weshalb Du eine Therapie für Dich für notwendig hältst. Dann ist das natürlich eine gute Sache. Aber in Therapie zu gehen, um mit der Krankheit Deines Mannes sozusagen umgehen zu können?! Ich will Dir das nicht unterstellen, wie gesagt hast Du ja vielleicht ganz andere Gründe. Aber das war so das Erste was mir aufgefallen ist: "Er trinkt und sie geht in Therapie, verkehrte Welt".

    Es ist schön, dass Du hier bist. Möchtest Du Dich denn hier regelmäßig austauschen? Hier kannst Du wirklich viel von Betroffenen lesen.

    LG Cadda

    Ich kann das verstehen, Ely. Aber mal angenommen, Du würdest eine Kundin oder einen Kunden bei der Suchtberatung treffen. Was denkst Du, warum er oder sie dort sein könnte?

    Und ob er oder sie nicht dann genau so denkt?? „Oh nein, die Verkäuferin, die mich kennt…“ :)

    Guten Morgen Ely,

    ich war damals bei der Suchtberatung und in dem Zuge musste ich an Gruppengesprächen teilnehmen. Das war dort Voraussetzung, nur deshalb hab ich das gemacht. Wollte das gar nicht so wahnsinnig gern. Am Ende waren es dann die Gruppentreffen, auf die ich mich am meisten gefreut habe.

    Du könntest es ja ausprobieren und wieder lassen, falls es Dir nicht gefällt.

    LG Cadda

    Oh da haben sich unsere Beiträge überschnitten.

    Klasse, dass Du schon viel davon gelesen hast.

    Ja, sich auszutauschen ist nochmal eine andere Sache.

    Du kannst wie gesagt ja schon mal lesen, Dich umsehen und bis nach der Entgiftung hier in Deinem Thema schreiben.

    Eine Freischaltung erfolgt erst nach der Entgiftung. Samstag ist ja noch nicht so lange her. Du kannst aber gern hier weiter schreiben bis dahin.

    Wie geht es Dir denn mit Deiner Entscheidung? Fällt es Dir schwer, keinen Alkohol zu trinken?

    Du kannst Dich hier ja mal ein wenig umschauen. Es sind gute Artikel hier, die Dir gerade in der ersten Zeit helfen können.

    Wie z. B. die Grundbausteine.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Uwe,

    es ist gut, dass Du Dich hier angemeldet hast und etwas ändern möchtest.

    Es beginnt immer wenn meine Pflichtaufgaben außer Haus Erledigt sind, meist bin ich gegen 17:30 fertig und fahre vom Einkaufen nach hause. Hier beginnt es dann meistens auf der Heimfahrt mit einem Piccolo.

    Das ist das Belohnungszentrum, was bei Dir anspringt. Es gibt immer einen Grund zu trinken. Entweder sind es negative Umstände, die gern als Ausreden genommen werden, wie z. B. "Zu Hause läuft alles schlecht oder stressig, auf der Arbeit ist alles schlecht oder stressig" oder eben positive Dinge, die ein Euphoriegefühl verstärken sollen, wie z. B. "Arbeit ist geschafft, das Wetter ist toll, Gartenarbeit erledigt usw.".

    Kurzer Nachtrag:

    Körperliche Entzugserscheinung hatte und habe ich bisher noch nie gehabt.

    Das spielt letztendlich keine Rolle, ob nun eine psychische oder körperliche Abhängigkeit besteht. Manche bemerken eine körperliche Abhängigkeit auch gar nicht, weil sie die Symptome wie aggressive Stimmung, Gereiztheit, Müdigkeit gar nicht mit einem Entzug in Verbindung bringen oder weil es gar nicht zu richtigen Entzugserscheinungen kommen kann, da der Körper vorher eh schon Nachschub bekommen hat.

    Es zwingt Dich niemand, in eine Klinik zu gehen, aber Du solltest mit einem Hausarzt sprechen, da das plötzliche Absetzen von Alkohol gefährlich ist. Schau mal dieser Artikel hier:

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Siehst Du Dich denn als Alkoholiker und möchtest abstinent leben?

    LG Cadda

    Hallo Yasmin,

    mit Deiner Anmeldung hier hast Du ja schon einen wichtigen Schritt gemacht und die Probleme "ausgesprochen" bzw. beschrieben. Ich glaube, dass es ganz wichtig für Dich ist, dass Du Dich in Deinem Umfeld jemanden anvertraust. Du hast ja gesagt, dass Du die Möglichkeit hast, mit der Leiterin der Gruppe persönlich zu sprechen. Es wäre doch schön, wenn Du das Angebot annimmst und Deine Probleme in Worte fasst. So kannst Du Bewegung in die Sache bringen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, Dich zu überwinden, aber das solltest Du für Dich und die Kinder dringend tun.

    Darauf zu hoffen, dass Dein Mann es schafft durch die Therapie, das ist kein guter Plan. Zumal es sehr viel um Angst, Depressionen usw. geht, was alles absolut zweitrangig ist. Diese Dingen lassen sich definitiv nicht behandeln und verbessern, solange er nicht trocken ist. Erst kommt die Alkoholsucht und danach, wenn er trocken ist, kann er erst alles andere in Angriff nehmen, wenn es denn überhaupt nötig ist. Depressionen und Angstzustände und auch Müdigkeit und Erschöpfung sind Nebenerscheinungen der Alkoholsucht. Es wird nicht gelingen, diese "Nebenwirkungen" zu behandeln mit der Hoffnung, dass die Alkoholsucht dann automatisch mit bekämpft ist. Das funktioniert nicht. Umgekehrt wird ein Schuh draus.

    Wie dem auch sei, ist es nicht hilfreich, darauf zu schauen, was Dein Mann macht und ob er überhaupt etwas macht. Du sollest Dir und vor allem den Kindern zu Liebe dringend etwas an der Situation ändern.

    Um mehr Bewegung in die Sache zu bringen, hast Du Dich hier angemeldet. Das ist toll und ein super erster Schritt.

    Ich würde an Deiner Stelle nun den nächsten Schritt machen, indem Du Dich tatsächlich wie geplant mit der Leiterin der Gruppe triffst. Das wird Dich stärken.

    LG Cadda

    Hallo Icke,

    schön, dass Du Dich nochmal meldest. Dass es mit der MPU nicht geklappt hat, ist sicher enttäuschend. Aber Du kannst weiterhin daran arbeiten.

    Wichtig ist, dass Du Dich nicht zu sehr davon runterziehen lässt. Bleib auf Deinem Weg, ein Jahr ist ein toller Anfang.

    Möchtest Du Dich weiterhin hier austauschen? Dann bewirb Dich doch kurz für den offenen Forenbereich.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Hallo Lapislazura,

    Du hast Dich danach sofort einer Freundin anvertraut und Dich hier angemeldet. Das finde ich klasse und mutig!

    Die nüchterne Zeit kann Dir dadurch nicht genommen werden. Wichtig ist jetzt, dass Du am Ball bleibst und Wege findest, damit Dir das nicht wieder passiert.

    Du bist nun hier -in einer Selbsthilfegruppe- das ist doch schon mal klasse!

    Kennst Du schon den Artikel über unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Cadda

    Hallo zusammen.

    Natürlich kann man sein Kind nicht vor allen Dingen schützen. Vor dem Tod eines Familienmitgliedes kann ich mein Kind nicht beschützen.

    Aber ich kann mein Kind davor schützen, bei einem Alkoholiker aufzuwachsen.

    Es gibt eben Dinge, die liegen für mich als Mutter außerhalb meines Einflussbereiches.

    Das Zusammenleben mit einem Alkoholiker gehört nicht dazu.

    Ich habe selbst nicht früh genug gehandelt und bereue das sehr.

    Deshalb habe ich in den letzten Jahren alles, aber auch wirklich alles gegeben, das wieder gut zu machen, indem ich daran gemeinsam mit meinen Kindern gearbeitet habe. Das hat funktioniert, wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander. Ich bin sicher, wenn ich sie noch länger in der Situation gelassen hätte, dann hätten sie sich irgendwann von mir abgewendet oder mir nicht mehr vertraut.

    Mir tut es leid und ich würde nie auf die Idee kommen, zu denken, dass ich meine Kinder nun einmal nicht vor allem Unheil schützen kann. Denn das stimmt nicht. Davor hätte ich sie sehr wohl schützen können (und müssen).

    LG Cadda

    Pamela, wenn Du Dich in zwei Jahren allein siehst, auf meine Frage hin… dann versuche bitte nach Lösungen zu suchen, denn die gibt es. Wenn sich alle, die ein gemeinsames Geschäft- oder eine pflegebedürftige Schwiegermutter haben nicht trennen könnten, dann wäre das Leben für die meisten Menschen von uns sehr traurig. Es gibt IMMER Lösungen.

    Was die Ansicht angeht, es wäre nicht schlimm für ein Kind, wenn sie den Elternteil „nur“ betrunken erleben müsste, mehr nicht… da bin ich nach wie vor verstört drüber. Zumal ich das nach den Ausführungen (es wird noch mehr Ausraster geben) nicht glauben kann.


    Im Grunde genommen reicht es, sich den Beitrag von Blume ganz genau durchzulesen und nachzuvollziehen. Damit ist alles gesagt.

    LG Cadda

    Wie ich bereits oben schrieb, geht es nicht darum, sofort handeln zu können.

    Aber bei Dir findet ja nicht mal ein Umdenken statt hab ich das Gefühl. Denn Du sagst ja klipp und klar „Meiner Tochter gehts nicht schlecht. Mir geht es gut. Die Ausraster finden halt statt in der Zukunft, aber ich mach alles richtig und bleibe“.

    Ja was dann?!? Wenn alles gut ist? Dann kann doch alles so bleiben.

    Eine Frage:

    In welcher Situation siehst Du Dich selbst in der Zukunft?? Nicht sofort oder in zwei Wochen. Aber in welcher Situation siehst Du Dich in zwei Jahren??