Hallo Yasmin,
mit Deiner Anmeldung hier hast Du ja schon einen wichtigen Schritt gemacht und die Probleme "ausgesprochen" bzw. beschrieben. Ich glaube, dass es ganz wichtig für Dich ist, dass Du Dich in Deinem Umfeld jemanden anvertraust. Du hast ja gesagt, dass Du die Möglichkeit hast, mit der Leiterin der Gruppe persönlich zu sprechen. Es wäre doch schön, wenn Du das Angebot annimmst und Deine Probleme in Worte fasst. So kannst Du Bewegung in die Sache bringen.
Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist, Dich zu überwinden, aber das solltest Du für Dich und die Kinder dringend tun.
Darauf zu hoffen, dass Dein Mann es schafft durch die Therapie, das ist kein guter Plan. Zumal es sehr viel um Angst, Depressionen usw. geht, was alles absolut zweitrangig ist. Diese Dingen lassen sich definitiv nicht behandeln und verbessern, solange er nicht trocken ist. Erst kommt die Alkoholsucht und danach, wenn er trocken ist, kann er erst alles andere in Angriff nehmen, wenn es denn überhaupt nötig ist. Depressionen und Angstzustände und auch Müdigkeit und Erschöpfung sind Nebenerscheinungen der Alkoholsucht. Es wird nicht gelingen, diese "Nebenwirkungen" zu behandeln mit der Hoffnung, dass die Alkoholsucht dann automatisch mit bekämpft ist. Das funktioniert nicht. Umgekehrt wird ein Schuh draus.
Wie dem auch sei, ist es nicht hilfreich, darauf zu schauen, was Dein Mann macht und ob er überhaupt etwas macht. Du sollest Dir und vor allem den Kindern zu Liebe dringend etwas an der Situation ändern.
Um mehr Bewegung in die Sache zu bringen, hast Du Dich hier angemeldet. Das ist toll und ein super erster Schritt.
Ich würde an Deiner Stelle nun den nächsten Schritt machen, indem Du Dich tatsächlich wie geplant mit der Leiterin der Gruppe triffst. Das wird Dich stärken.
LG Cadda