Beiträge von Cadda

    Meiner Tochter und meiner Mutter jetzt diesen Rhythmus zu nehmen der hier eigentlich gut läuft…….warum ? Mir geht es gut im Moment………ich weiß was ich will und was nicht mehr und seit 4 Wochen muss ich sagen bin ich für mich gesehen sehr weit gekommen……….ich weiß das es nicht besser wird mit ihm……..und ich weiß auch das er noch viele Ausraster haben wird……..aber ich weiß auch………das ich hier nicht einfach verschwinde und andere Leiden darunter…….ich bin sehr stolz auf mich das ich das hier schon alles gemacht habe……..und den Stolz lass ich mir auch nicht nehmen…….🙏🏼😇😘

    Zusätzlich zu meinem Beitrag weiter oben, der sich mit diesem Text überschnitten hat, möchte ich Dich dann fragen, was Du genau nun vom Forum erwartest, wenn für Dich feststeht, dass es Dir gut geht und Du trotz des Wissens, dass Dein Mann weitere Ausraster haben wird, Du aber findest, dass Du alles richtig gemacht hast.

    Was, außer die Geschichten über ihn zu erzählen, um Dich zu erleichtern?

    Es gibt für Co.Abhängige natürlich immer Gründe, nicht handeln zu „können“ (müssen).

    Genau so wie bei Alkoholikern, die ihr Trinken begründen trifft man hier oft auf Menschen, die ihr Bleiben begründen.

    Pamela es geht doch auch nicht darum, dass Du sofort und auf der Stelle handelst. Aber wenn Du schon im Denken und Beschönigen auf der Stelle trittst, wie soll dann ein langsames Handeln entstehen?

    Nur die Beiträge, die Du gar nicht lesen magst, können zum Umdenken führen.

    Nicht die Dir nur sagen, wie blöd Deine Situation ist und Dir Verständnis entgegenbringen.

    Du wirst immer Menschen finden, die Dich verstehen.

    Es geht aber nicht darum, Menschen zu finden, die Dich verstehen, sondern es geht darum, etwas an der eigenen Situation zu verändern.

    Es geht auch nicht darum, sich zu entlasten, indem man (in dem Fall Du) hier die belastenden Situationen nieder schreibt und das warst.

    Natürlich kommen auch automatisch Reaktion von Menschen mit ihren eigenen Erfahrungen. Zum Glück!! Denn nur diese Menschen öffnen einem die Augen, die im besten Fall zum Handeln führen oder zumindest schon mal dazu, das Verhalten vom trinkenden Partner nicht mehr schön zu reden.

    Die Menschen die Dich „nur“ verstehen und Dein Leid mitfühlend zur Kenntnis nehmen, erleichtern und helfen Dir nur für den Moment. Langfristig gesehen hilft Dir das aber genau Null in Deiner Situation.

    Hallo Pamela,

    jetzt bin ich aber wirklich erstaunt über Deine Reaktion auf die Sorgen von Lea. Du selbst hast Deinen Mann doch beschrieben? Und selbstverständlich ist es schlimmer, wenn jemand einen Menschen gegenüber seine Aggressionen auslässt, als an einer Tür, aber nur weil es schlimmer geht, bedeutet das doch nicht, dass Deine Situation nicht schlimm genug ist?!?

    Du schreibst, dass Deine inzwischen erwachsene Tochter freiwillig und klar zu Euch zurückgekommen ist. Das ist für mich kein Zeichen dafür, dass Deine Tochter die Situation als nicht so schlimm ansieht.

    Nein. Es ist ein Zeichen für mich, dass Deine Tochter gar nicht in der Lage ist, ihre Grenzen zu erkennen- geschweigedenn einzuhalten. Weil sie es nicht anders gelernt hat.

    Ich hoffe ebenfalls, dass Du da bald raus kommst aus der Situation und Deine Tochter erst Recht.

    Dass es nicht einfach ist, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Dass man manchmal zu spät ins Handeln kommt, weiß ich ebenfalls aus eigener Erfahrung.

    Aber die Dinge schön zu reden, das gefällt mir nicht so gut. So fair sollte man sich schon selbst gegenüber und vor allem den Kindern gegenüber sein.

    LG Cadda

    Hallo Natze,

    es freut mich zu lesen, dass Du weiterhin nüchtern bist und vor allem, dass es Dir gut geht. Ich habe Dich nun wegen Deiner Bewerbung neulich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema in den richtigen Bereich verschoben.

    Ich wünsch Dir einen guten Austausch!

    Ich finde es klasse, dass Du Leute hast, mit denen Du offen sprechen kannst. Mir hat das gerade am Anfang sehr geholfen und auch jetzt noch.

    LG Cadda

    Hallo Mollyfisch,

    was Twizzler beschreibt ist eine extrem wichtige Erkenntnis:

    Wenn ich ohne Partner nicht glücklich und zufrieden mit mir sein kann, dann kann ich es mit Partner auch nicht (bzw. erst Recht nicht).

    Ich konnte das erst lernen, als ich aufhörte selbst zu trinken. Es ging mir dann nach der Trennung irgendwann richtig gut mit mir selbst, allein. Deshalb weiß ich, dass es mir auch wieder gut gehen würde, wenn man(n) mich jetzt sitzen lassen würde, sobald der erste Liebeskummer vorbei wäre.

    Dieses Wissen und diese Sicherheit wirken sich deutlich auf das Verhalten in Beziehungen aus. Ich tappe dadurch nicht mehr in Co-Verhalten, weil diese panische Verlustangst durch die Selbstsicherheit entfällt.

    Ein gutes Gefühl.

    LG Cadda

    Hallo Erna,

    Immer wieder kommt der Gedanke von der Möglichkeit des kontrollierten Trinkens. Ich weiß, dass es für mich nicht machbar ist.

    Das ist nicht nur für Dich nicht machbar, sondern für keinen Alkoholiker. Nicht, dass Dein Suchthirn Dir noch einredet, es könnte irgendwann mal wieder machbar sein.

    Wenn erst einmal eine Grenze überschritten ist, dann ist kontrolliertes Trinken grundsätzlich nicht möglich. Könnte man kontrolliert trinken, wäre man kein Alkoholiker. Das gilt also nicht nur für Dich, sondern insgesamt. Die Hintertür kannst Du also mit Schwung zuknallen, bevor Du auf die Idee kommst, Du könntest da eine Ausnahme sein.

    Dass Du die Kontrolle bereits verloren hast, kannst Du ja in Deinem Vorstellungsbericht nachlesen.

    Welches Gefühl ist denn schlimmer für Dich? Nach einem Kinderfest mit dem Wissen nach Hause zu gehen, nicht mehr betrunken den Tag beenden zu können oder einen Tag später irgendwo aufzuwachen und erstmal abzuchecken, mit wem Du was genau gemacht hast und wem Du so alles geschrieben hast, um dann verkatert zu schauen, was davon Dein Kind mitbekommen hat?

    Ich habe am Anfang in einer Situation, wo ich einen Verzichtsgedanken hatte immer umgedacht und mir vor Augen geführt, was ich gewinne.

    „Wenn das Kinderfest vorbei ist, gehe ich mit klarem Verstand nach Hause. Ich kann den Tag so beenden, wie ich es möchte. Morgen früh werde ich -ebenfalls bei klarem Verstand- wach werden und gut gelaunt ohne mich zu schämen in den neuen Tag starten“.

    LG Cadda

    Hallo Stefan,

    da Du den Entzug schon hinter Dir hast, sende ich Dir den Bewerbungslink.

    Allerdings möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass Du echt Glück gehabt hast. Ein kalter Entzug kann tödlich enden.

    Über Deinen letzten Beitrag habe ich mich ehrlich gesagt gewundert, in dem Du schreibst, dass Du nur zum Arzt gehst wegen Deiner Gesundheit und nicht wegen eines Outings. Aber das Durchchecken betrifft doch Deine Gesundheit. Es geht doch darum, auch auszuschließen, ob durch das Trinken bereits etwas geschädigt ist.

    Wie dem auch sei. Wir können Dir nur den Rat geben, entscheiden musst Du das letztendlich selbst. ´

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Stefan,

    "Bierchen" hört sich ja auch gleich viel harmloser an, oder? Vielleicht könntet Du, wenn der Gedanke daran kommt, das Wort "Bierchen" ersetzen. Der Gedanke "Boah, die Woche ist mal wieder vollgepackt, jetzt trink ich erstmal eine Flasche Alkohol von dem ich abhängig geworden bin" :)

    Nein, ernsthaft ich finde, Du machst das schon ganz richtig. Andere Route, Podcast auf die Ohren, das ist schon mal eine gute Ablenkung und wenn es dann auch noch ein Podcast zum Thema ist, umso besser.

    LG Cadda

    Guten Morgen Bombay,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Wenn Du die Geschichten der anderen Co.Abhängigen liest, dann wirst Du feststellen, dass es fast immer das gleiche Muster ist. Der Alkoholiker trinkt und rechtfertigt sein Trinken damit, dass es ja in der Beziehung so schlecht läuft oder dass andere Dinge im Leben so fürchterlich schlecht laufen, so dass der Alkoholiker quasi trinken "muss". Das ist absolut falsch und ich bitte Dich, Dir auf gar keinen Fall die Schuld dafür zu geben. Selbst wenn Du mal Fehler machen solltest, das gehört dazu und rechtfertigt überhaupt nicht, dass der Partner trinken muss.

    Das Problem an der Sache ist, dass Du ihm nicht helfen können wirst. Selbst wenn er sich ganz fest vornimmt, mit dem Trinken aufzuhören: Theorie und Praxis unterscheiden sich eben leider deutlich voneinander. Er kann den Schritt nur allein gehen, Du kannst nichts richtig genug machen, dass Du in irgendeiner Weise Einfluss darauf hast.

    Möchtest Du Dich hier mit den anderen Angehörigen austauschen? Es wird Dir sicherlich helfen, Dich zu sortieren und in andere Richtungen zu denken. Ich sende Dir mal den Link, den Du kurz ausfüllen könntest, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Stefan,

    12 Tage sind doch schon mal ein guter Anfang! Ich habe hauptsächlich gefragt, weil ich darauf hinaus wollte, ob die Entgiftung schon durch ist, was nach der Zeit nun wohl der Fall sein dürfte.

    Wir raten nämlich immer dringend dazu, nach dem Entschluss zu einem Arzt zu gehen, um sich einmal durchchecken zu lassen, da ein kalter Entzug gefährlich sein kann und zum Tod führen kann.

    Zum Glück ist bei Dir nichts passiert, aber an der Stelle ist es wichtig, für die Neuankömmlinge, die hier mitlesen zu wissen, dass das eine gefährliche Nummer war.

    Nun freut es mich jedoch, dass es gut gegangen ist und dass Du hier bist. Du schreibst, dass jetzt normalerweise die Phase kommt, in der Du wieder schwach wirst. Aber Du bist ja nun hier, um Dir zu helfen, dass das nicht passiert. Siehst Du Dich als Alkoholiker? Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40