Beiträge von Cadda

    Hallo Mollyfisch,

    was Twizzler beschreibt ist eine extrem wichtige Erkenntnis:

    Wenn ich ohne Partner nicht glücklich und zufrieden mit mir sein kann, dann kann ich es mit Partner auch nicht (bzw. erst Recht nicht).

    Ich konnte das erst lernen, als ich aufhörte selbst zu trinken. Es ging mir dann nach der Trennung irgendwann richtig gut mit mir selbst, allein. Deshalb weiß ich, dass es mir auch wieder gut gehen würde, wenn man(n) mich jetzt sitzen lassen würde, sobald der erste Liebeskummer vorbei wäre.

    Dieses Wissen und diese Sicherheit wirken sich deutlich auf das Verhalten in Beziehungen aus. Ich tappe dadurch nicht mehr in Co-Verhalten, weil diese panische Verlustangst durch die Selbstsicherheit entfällt.

    Ein gutes Gefühl.

    LG Cadda

    Hallo Erna,

    Immer wieder kommt der Gedanke von der Möglichkeit des kontrollierten Trinkens. Ich weiß, dass es für mich nicht machbar ist.

    Das ist nicht nur für Dich nicht machbar, sondern für keinen Alkoholiker. Nicht, dass Dein Suchthirn Dir noch einredet, es könnte irgendwann mal wieder machbar sein.

    Wenn erst einmal eine Grenze überschritten ist, dann ist kontrolliertes Trinken grundsätzlich nicht möglich. Könnte man kontrolliert trinken, wäre man kein Alkoholiker. Das gilt also nicht nur für Dich, sondern insgesamt. Die Hintertür kannst Du also mit Schwung zuknallen, bevor Du auf die Idee kommst, Du könntest da eine Ausnahme sein.

    Dass Du die Kontrolle bereits verloren hast, kannst Du ja in Deinem Vorstellungsbericht nachlesen.

    Welches Gefühl ist denn schlimmer für Dich? Nach einem Kinderfest mit dem Wissen nach Hause zu gehen, nicht mehr betrunken den Tag beenden zu können oder einen Tag später irgendwo aufzuwachen und erstmal abzuchecken, mit wem Du was genau gemacht hast und wem Du so alles geschrieben hast, um dann verkatert zu schauen, was davon Dein Kind mitbekommen hat?

    Ich habe am Anfang in einer Situation, wo ich einen Verzichtsgedanken hatte immer umgedacht und mir vor Augen geführt, was ich gewinne.

    „Wenn das Kinderfest vorbei ist, gehe ich mit klarem Verstand nach Hause. Ich kann den Tag so beenden, wie ich es möchte. Morgen früh werde ich -ebenfalls bei klarem Verstand- wach werden und gut gelaunt ohne mich zu schämen in den neuen Tag starten“.

    LG Cadda

    Hallo Stefan,

    da Du den Entzug schon hinter Dir hast, sende ich Dir den Bewerbungslink.

    Allerdings möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass Du echt Glück gehabt hast. Ein kalter Entzug kann tödlich enden.

    Über Deinen letzten Beitrag habe ich mich ehrlich gesagt gewundert, in dem Du schreibst, dass Du nur zum Arzt gehst wegen Deiner Gesundheit und nicht wegen eines Outings. Aber das Durchchecken betrifft doch Deine Gesundheit. Es geht doch darum, auch auszuschließen, ob durch das Trinken bereits etwas geschädigt ist.

    Wie dem auch sei. Wir können Dir nur den Rat geben, entscheiden musst Du das letztendlich selbst. ´

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Stefan,

    "Bierchen" hört sich ja auch gleich viel harmloser an, oder? Vielleicht könntet Du, wenn der Gedanke daran kommt, das Wort "Bierchen" ersetzen. Der Gedanke "Boah, die Woche ist mal wieder vollgepackt, jetzt trink ich erstmal eine Flasche Alkohol von dem ich abhängig geworden bin" :)

    Nein, ernsthaft ich finde, Du machst das schon ganz richtig. Andere Route, Podcast auf die Ohren, das ist schon mal eine gute Ablenkung und wenn es dann auch noch ein Podcast zum Thema ist, umso besser.

    LG Cadda

    Guten Morgen Bombay,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Wenn Du die Geschichten der anderen Co.Abhängigen liest, dann wirst Du feststellen, dass es fast immer das gleiche Muster ist. Der Alkoholiker trinkt und rechtfertigt sein Trinken damit, dass es ja in der Beziehung so schlecht läuft oder dass andere Dinge im Leben so fürchterlich schlecht laufen, so dass der Alkoholiker quasi trinken "muss". Das ist absolut falsch und ich bitte Dich, Dir auf gar keinen Fall die Schuld dafür zu geben. Selbst wenn Du mal Fehler machen solltest, das gehört dazu und rechtfertigt überhaupt nicht, dass der Partner trinken muss.

    Das Problem an der Sache ist, dass Du ihm nicht helfen können wirst. Selbst wenn er sich ganz fest vornimmt, mit dem Trinken aufzuhören: Theorie und Praxis unterscheiden sich eben leider deutlich voneinander. Er kann den Schritt nur allein gehen, Du kannst nichts richtig genug machen, dass Du in irgendeiner Weise Einfluss darauf hast.

    Möchtest Du Dich hier mit den anderen Angehörigen austauschen? Es wird Dir sicherlich helfen, Dich zu sortieren und in andere Richtungen zu denken. Ich sende Dir mal den Link, den Du kurz ausfüllen könntest, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Stefan,

    12 Tage sind doch schon mal ein guter Anfang! Ich habe hauptsächlich gefragt, weil ich darauf hinaus wollte, ob die Entgiftung schon durch ist, was nach der Zeit nun wohl der Fall sein dürfte.

    Wir raten nämlich immer dringend dazu, nach dem Entschluss zu einem Arzt zu gehen, um sich einmal durchchecken zu lassen, da ein kalter Entzug gefährlich sein kann und zum Tod führen kann.

    Zum Glück ist bei Dir nichts passiert, aber an der Stelle ist es wichtig, für die Neuankömmlinge, die hier mitlesen zu wissen, dass das eine gefährliche Nummer war.

    Nun freut es mich jedoch, dass es gut gegangen ist und dass Du hier bist. Du schreibst, dass jetzt normalerweise die Phase kommt, in der Du wieder schwach wirst. Aber Du bist ja nun hier, um Dir zu helfen, dass das nicht passiert. Siehst Du Dich als Alkoholiker? Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Natze,

    ein kalter Entzug ist gefährlich, hast Du schon den Artikel gesehen?

    Es wäre schon gut, wenn Du Dich einem

    Arzt anvertraust.


    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    LG Cadda

    Na, Trennung muss doch nicht immer sein, ein Bekannter meiner Schwester hat schwerst gesoffen, durch ein Erlebnis wurde er wachgerüttelt und er hat dann seinen Weg gefunden mit Unterstützung seiner Ehefrau, die kurz davor war zu gehen

    Glück gehabt würde ich mal sagen. Es hätte auch genau so gut sein können, dass der Alkoholiker seinen Tiefpunkt niemals erreicht. Dann wäre das Warten der Ehefrau vergebens gewesen.

    Nur weil es einzelne Fälle gibt, wo es gut gegangen ist, würde ich nicht dazu raten, das als Beispiel zu nehmen. Leider gibt es nämlich etliche Fälle, wo der Alkoholiker nicht trocken wird und die Partnerin vergeudet dann mit dem Warten auf den oft nicht eintreffenden Tiefpunkt ihre kostbare Lebenszeit und zwar unglücklich.

    LG Cadda

    Mein Mann hatte letzte Woche den Termin bei einem Psychiater in einer Klinik. Der meinte, dass er eine Depression hat und deshalb trinkt und kein Alkoholproblem. Er hat Antidepressiva bekommen. Kein Mensch hat davon gesprochen, dass er die Gründe seiner Depression aufarbeiten muss.

    Ich weiss auch nicht...... was soll man da noch sagen :x ?

    Hallo Maria,

    es tut mir leid, das zu sagen, aber entweder war Dein Mann nicht ehrlich zum Therapeuten oder nicht ehrlich zu Dir.

    Anders herum wird ein Schuh draus: Erst wird das Alkoholproblem in Angriff genommen und dann (sofern noch nötig) die Depression.

    LG Cadda

    Hallo Bobbele,

    so wie Du die Situation beschreibst, ist die Frage eigentlich unrelevant, ob täglicher Bierkonsum gefährlich ist. Du hast den Eindruck, dass Du Dich um alles kümmerst, während er trinkt. Vertraue Deiner Wahrnehmung.

    Wenn Du Dich gern hier mit Betroffenen austauschen möchtest, bewirb Dich bitte kurz, damit wir Dich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Für viele Co.Abhängige ist es „einfacher“, alles auf den Alkohol zu schieben. Die Erkenntnis, dass der Mensch, der sich mies benimmt, eventuell auch ohne Alkohol exakt genau so einen Charakter hat, der durch den Alkohol nur intensiviert wird, kann ziemlich bitter sein.

    Genau wie bei der Alkoholkrankheit gehört eben auch bei der Co.Abhängigkeit auch das schön reden dazu.

    Allerdings habe ich das bei Achelias eher so aufgefasst, als ob sie da aus ihren Erfahrungen heraus berichtet und bei einigen Alkoholikern ist es ja auch so, wie manchmal beschrieben.

    LG Cadda

    Hallo nochmal,

    ich hoffe natürlich auch, dass es reicht, wenn Du ne Ansage machst und ihn seine 7 Sachen zusammenpacken lässt. Ich sehe da vielleicht auch immer direkt zu viele negativen Dinge, die passieren könnten (Weigerung auszuziehen), weil ich ewig in einem Anwaltsbüro gearbeitet habe und es zig Fälle gab, wo in einer Partnerschaft sich halt jemand geweigert hat, auszuziehen, ganz nach dem Motto "ich bin hier schließlich auch wohnhaft und find halt gerade nichts, wo ich bleiben kann".

    Aber das muss bei Dir ja nicht so sein und ich hoffe und wünsche Dir, dass Du das friedlich geregelt bekommst.

    LG Cadda

    Hallo Pusteblume,

    Ja tatsächlich das ist er zum 1.8 hin,da er seine Wohnung gekündigt bekommen hat und ich tatsächlich dachte es hilft ihm

    Ja, natürlich hilft das ihm. Aber Dir und vor allem Deiner Tochter absolut nicht.

    Ich bin ganz ehrlich, ich kann das überhaupt gar nicht nachvollziehen, dass Du ihn bei Dir hast einziehen lassen, obwohl Du hier vorher im Forum schon Hilfe gesucht hast.

    Hier bekommt man ständig mit, dass Co-Abhängige auch nach der Anmeldung hier im Forum es nicht schaffen, sich abzugrenzen. Aber dass sie ihren trinkenden Partner noch dichter an sich heran lassen, indem sie ihn sogar bei sich einziehen lassen, das hab ich ehrlich gesagt auch noch nicht gelesen.

    Ich würde das schleunigst rückgängig machen. Als ihr noch getrennte Wohnungen hattet, war wenigstens Deine Tochter noch mehr verschont. Aber die ist mit dem Einzug nun genau so mittendrin, wie Du.

    Ich glaube kaum, dass Du ihn so schnell los wirst. Ohne rechtliche Unterstützung wirst Du ihn wohl kaum wieder loswerden. Ich würde nun wirklich absolut keine Sekunde länger warten, denn es geht hier nicht nur um Dich, sondern wie gesagt vor allen Dingen um Deine Tochter.

    Ich würde mich als erstes einmal von einem Anwalt beraten lassen, wie Du am besten vorgehst, wenn er nicht ausziehen sollte, obwohl Du das möchtest.

    LG Cadda