Beiträge von Cadda

    Guten Morgen,

    ich behaupte mal, dass die Person, die zum Alkohol greift um Probleme zu verarbeiten, bereits süchtig IST oder zumindest bereits am Anfang der Sucht steht (und nicht erst durch das Verhalten süchtig WIRD).

    Denn wenn das (Sucht-)Hirn in solchen Momenten bereits anschlägt, dann läuft da ja zu dem Zeitpunkt bereits etwas falsch.

    LG Cadda

    Hallo Mario,

    ein Rückfall ist nie harmlos. Das kann man sich nicht schön reden.

    Es sei denn, der nötige Ernst fehlt, wie Du richtig erkannt hast.

    Wie ernst ist es Dir denn, wenn Du im Gespräch mit einer Freundin schon das peinliche Erlebnis eines Rückfalls durchdenkst?

    Du solltest tatsächlich mehr an Dich selbst glauben.

    LG Cadda

    Hallo Marion,

    4 Wochen sind ein guter Anfang! Manche finden es gut und richtig für sich, beide Süchte in den Griff zu bekommen, andere legen ihren Fokus zunächst auf die Abstinenz und gehen das Rauchen später an. Wenn für Dich Beides machbar ist, umso besser :)

    Wie gehst Du mit Deiner Krankheit um? Offen oder eher nicht? Erfährst Du Unterstützung von Deiner Familie?

    Frohes Schaffen beim Putzen :mrgreen:

    LG Cadda

    Guten Morgen Veru,

    schön, mal zu lesen, wie es Dir so ergeht.

    Die Sache mit den Tropfen… Es zeigt, wie sehr man in allen Richtungen aufpassen sollte. Das wird Dir sicherlich kein zweites Mal passieren.

    Noch vor ein paar Monaten habe ich auf Partys dir genau sagen können wer wieviel und was im Glas hat.

    Der Fokus hat sich total verlagert :saint:

    Das ging mir exakt genau so!

    Es ist ein tolles Gefühl, wenn Nüchternheit zur Normalität wird!

    LG Cadda

    Guten Morgen Hera,

    den letzten Absatz hätte ich schreiben können.

    Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Du kannst es aber zukünftig besser machen.

    Ich mache das nun seit bald 5 Jahren besser mit meinen Kindern und je mehr Zeit vergeht, umso größer wird eben auch die gute Zeit. Das ist ein gutes Gefühl.

    Du hast auch die Möglichkeit es nun besser zu machen. Nutze sie!

    LG Cadda

    Guten Morgen Hera,

    das liest sich klasse! Mir ging es auch so, dass ich Deine aufgezählten Veränderungen wahrgenommen habe und mich das total angespornt hat, auf meinem Weg zu bleiben.

    Was das Gespräch in der Tagesklinik angeht:

    Müssen musst Du gar nichts, Hera.

    Du kannst zu dem Gespräch gehen und wenn Du Dich dort wohl fühlst, ist das super.

    Wenn aber nicht, dann ist das kein Drama. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass Du wiederum das Gefühl hast, dort dringend hin zu müssen. Wie kommt das?

    Du erwähntest, dass es Dir bevor steht, bei Deinen Angehörigen „reinen Tisch“ zu machen.

    Ich kann Dir nur den Rat geben, den Gedanken abzustellen, dass Du etwas ganz Furchtbares beichten musst.

    Wechsle da mal den Blickwinkel. Du möchtest nicht etwas beichten, sondern lediglich berichten. Nur zu Deinem Schutz, damit man das zukünftig einordnen kann. Dich hat der Alkohol abhängig gemacht und deshalb wirst Du zukünftig keinen mehr trinken, das hast Du für Dich beschlossen und fertig, das war’s auch schon.

    Ich habe am Anfang immer gedacht, ich müsse mich rechtfertigen. Etwas Schlimmes erzählen. Je reumütiger ich das erzählt habe, umso dramatischer hat mein Gegenüber das aufgefasst.

    Inzwischen berichte ich sowas, wenn ich es für nötig und sinnvoll erachte, ganz nebenbei, als wäre es das Normalste auf der Welt, dass sowas passieren kann (ist es ja irgendwie auch fast).

    Und siehe da: Je unbedeutender die „Beichte“, umso unerschrockener und unaufgeregter die Reaktion.

    LG Cadda

    Dem ganzen Geschriebenen ist nichts hinzuzufügen :thumbup:

    Ich würde Euch bitten, hier nun auch einen Punkt zu setzen und das Thema an dieser Stelle ruhen zu lassen.

    Es ist alles gesagt.

    Anita: Melde Dich gern, wenn Du den nächsten Schritt gegangen bist.

    Bis dahin alles Gute für Dich.

    LG Cadda

    Und weil Du ein einziges Mal an eine falsche Person geraten bist, rufst Du Dir jetzt nie wieder einen Rettungswagen? Auch nicht, wenn Du nen Herzinfarkt erleidest, weil „kam ja damals auch keiner…“?

    Ich begreife das nicht. Wenn ich merke, dass ich dringend Hilfe benötige, dann warte ich nicht darauf, dass es mal irgendwann beim Hausarzt zeitlich passt.

    Es sei denn, es passt MIR zeitlich auch gerade eh nicht so gut.

    Aber wir haben nun alle genug auf Dich eingewirkt. Den Schritt nach vorne gehen musst Du selbst. Das kann Dir niemand abnehmen.

    LG Cadda

    Hallo Wegsuchende,

    die Dinge sind hier natürlich anders, bei mir waren es kleine Kinder, bei Dir erwachsene "Kinder". Ich wollte damit aber einfach zum Ausdruck bringen, dass es immer Gründe gibt, etwas nicht machen zu können.

    Bei mir hätten es diese hier sein können: "Wir sind verheiratet, wir haben gerade ein gemeinsames Haus gebaut, ich werde in dem Kreditvertrag weiterhin hängen bleiben. Meine Kinder sind beide noch klein, sie haben ihren Vater unglaublich lieb und brauchen ihn doch gerade in den ersten Jahren so sehr. Ich habe gerade mein Traumhaus auf mein Traumgrundstück gebaut, die Kinder haben ihre liebevoll eingerichteten Zimmer. Ich habe momentan nur ein Einkommen auf 400 Euro Basis, ich kann nicht mehr arbeiten, da beide Kinder noch klein sind und noch nicht einmal in der Schule sind. Ich bin finanziell komplett abhängig. Ich kann mich nicht trennen, wohin denn mit den beiden Kleinen?!"

    Das zählte aber nicht. Denn wenn man gehen WILL, dann funktioniert das auch. Egal wie.

    Ich war mal in einer langjährigen Beziehung, da hatte mein Partner eine erwachsene Tochter, die arbeitslos war (sie hatte allerdings auch keine Lust). Ihr Vater (mein damaliger Partner) war weder gewalttätig, noch alkoholabhängig oder sonst etwas. Aber sie wollte dennoch nicht mit ihm zusammenleben und er auch nicht mehr mit ihr.

    Ich bin nicht mehr mit diesem Mann zusammen, aber ich weiß dass sie inzwischen eine Wohnung vom Amt finanziert bekommt, weil es nicht zumutbar für Beide ist, dass sie zusammenleben müssen, wenn sie das nicht wollen.

    Es sollte also auch da Mittel und Wege geben.

    Wie gesagt: Ist in der Familie ein Angehöriger alkoholabhängig, worunter gelitten wird, dann gibt es mit Sicherheit erst Recht Mittel und Wege.

    Ob Dein Sohn nun vorher depressiv war oder nicht, spielt ja letztendlich auch keine Rolle. Fakt ist, dass er psychisch krank ist und da ist es nicht gerade hilfreich, mit einem Alkoholiker unter einem Dach leben zu müssen.

    Ich sage nicht, dass es einfach ist. Ich kann auch verstehen, dass Du erstmal die Dinge siehst, die es für Dich quasi "unmöglich" machen, Deinen Weg mit den Kindern ohne Deinen Partner zu gehen. Aber Du solltest zumindest auf dem Schirm haben, dass es eben nicht unmöglich ist.

    Vielleicht könntest Du Dich - ohne nun konkret einen Entschluss fassen zu müssen - einfach mal an sämtliche Beratungsstellen wenden und Dich informieren, wie Dir hier auch schon vorgeschlagen wurde. Wenn man Hintergrundwissen hat, dann fühlt man sich auch nicht mehr ganz so ausgeliefert und kann sich vielleicht doch mit dem Gedanken anfreunden, in absehbarerer Zeit konkreter daran zu arbeiten, sich aus der Familienkrankheit Alkoholismus zu befreien.

    LG Cadda

    Ich kann mich nicht trennen weil die drei die noch zuhause Wohnen, noch kein eigenes Einkommen haben. Einer ist Teilauthist, der zweite Depressiv und die der dritte Ausbildungssuchend

    Du kannst Dich trotzdem trennen.

    Die Tatsachen gestalten das Ganze schwieriger, aber sie verhindern keine Trennung.

    Wenn es danach geht, gibt es immer Dinge, die es vermeintlich unmöglich machen, sich zu trennen.

    Meine Kinder waren beide noch so klein, dass ich nicht arbeiten konnte zu der Zeit, bzw nur stundenweise. Ich bin von einem wunderschönen selbst gebauten Haus mit Garten, in eine kleine Bude gezogen, bei der ich anfangs sogar auf finanzielle Hilfe vom Amt angewiesen war, was ich heute noch unangenehm finde.

    Niemand ist gezwungen in einer Alkkoholikerbeziehung zu bleiben. Die Begründung, dass eines Deiner Kinder bereits depressiv ist, könnte sich sogar dahingehend auswirken, dass Dir erst Recht Hilfen zustehen, weil es nämlich nicht zumutbar ist.

    Also nimm es mir bitte nicht übel, aber das sind keine Gründe, die ein Bleiben erzwingen.

    Im Gegenteil.

    LG Cadda