Beiträge von °Avalon°

    Fabienne_87 : Das klingt ja schon nach einer Bewegungsrichtung. Erfreulich. Bleib dabei, und fühle Dich nicht schlecht dafür, dass Du auf Dich und die Kinder schaust.

    Gleich eine Vorwarnung: Viele haben hier berichtet, dass bei solchen Plänen dann eine "Welle der Verachtung" auf Dich zuwogen wird. Garniert mit einer fetten Prise Schuldgefühlen, die Dir eingeredet werden wollen.

    Ich wünsch Dir Kraft ! Für Dich und Deine Kinder.

    Hanseat glaubst Du nicht, das allerbeste Pustegerät befindet sich bereits in ihrem Besitz, resp. gar in ihrem Gesicht?

    Die Nasen werden ja äusserst sensibel bezüglich des Alkoholgeruchs, wenn man aufhört... *g*

    Aber zu Deiner Schreibe: Ja, ich hab da auch schon daran gedacht, dass dies eine Stolperfalle sein könnte. Ich für mich würde da ganz klar kommunizieren: Zero Tolerance. Also genau EINMAL rieche ich Alkohol, und sei es bloss von einem Alkoholpralinchen, dann kann er gleich den Rückwärtsgang einlegen. Und dies zu meinem eigenen Schutz.

    Jedoch finde ich es schwierig, über Wahrscheinlichkeiten bei einem Menschen zu berichten, den wir nicht kennen. Ist ein zweischneidig Schwert..

    Salü Fabienne

    Erst mal willkommen hier im Forum.

    Gleich die Frage: was ist jetzt Dein Anliegen? Bist Du Alkoholikerin, oder ist es Dein Freund am Wochenende, oder eines Deiner Kinder?

    Für jedes der genannten Szenarien hat's hier "Gleichgesinnte", aber Du solltest vielleicht mitteilen, was auf Dich zutrifft.

    Lieber Gruss

    Florian

    Salü und willkommen Ratlos

    Lies Dich hier mal durch die Co- Sparte... sie ist voll von Geschichten ähnlicher Art. Voll von Geschichten, welche Dir zeigen werden: Das was Du beschreibst, ist das typische Verhalten eines Alkoholkranken Menschen.

    Dass Du ratlos bist, Ratlos, find' ich offen gestanden schon mal gut. Viele kommen an, und denken, sie könnten helfen....

    Du wirst aber beim Lesen bemerken, dass dies eben nicht funktioniert. Zumindest nicht, wenn der betr. Alkoholiker dies selber nicht einsieht.

    Ich wünsch' Dir ganz viel Kraft.

    Lieber Gruss

    Florian

    Schau... wenn er es nicht schafft, für Dich an einem Essen NICHT zu trinken, dann ist das für Dich eine Gefahrenquelle, DIE DU DIR NICHT LEISTEN KANNST.

    Auf gut Deutsch: Du kannst mit ihm so nicht zusammen sein. Ob Du willst oder nicht.

    Du hast jetzt schon so viel erreicht!

    Lass Dir das nicht wieder wegnehmen. Es steht ganz ganz viel auf dem Spiel. Unter anderem Dein Leben!

    .. ich für meinen Teil hatte mir damals folgendes zu diesen Gehirnverarschungsangriffen gesagt: "Das zeigt, WIE mächtig der Alkohol - also der Teufel in Materie - überhaupt ist". Er ist wahnsinnig mächtig. Weil man ihm diese Macht gegeben hat. Und dies gilt es, zu durchbrechen.

    "In Deinem Kopf kämpfen zwei Hunde einen erbitterten Kampf. Es wird derjenige gewinnen, den Du am meisten fütterst."

    Dein guter Hund, der ist jetzt erst mal n Fiffi... und kämpft gegen Hasso.... (ich für meinen Teil glaub an Fiffi)

    Freu dich drauf, wenn's dann umgekehrt ist.. wenn Fiffi gewachsen ist.

    Wenn ich Saufdruck hatte, hab ich den stets zugelassen.... "was, ich will tatsächlich trinken? aber ja doch.. ich will trinken... ich bin sowas von am Arsch, und will das immer noch. Ein weiterer Beweis für die Mächtigkeit des Alkohols... und nichts mehr. Entscheidend ist aber: Ich darf wollen soviel ich will... ich darf es bloss nicht tun."

    Zu wollen und es trotzdem nicht zu tun, das ist am Anfang etwas schräg..aber man gewöhnt sich daran. Und so staut man nichts auf... der Wunsch wird schwächer und schwächer... und irgendwann ist da gar kein Wunsch mer da.

    Irgend eine schlaue Seele hier hat mal gesagt: "der Grund, warum ich soff, war austauschbar". Sprich: Es ist völlig egal. Man säuft weil man gestresst ist, oder eben nicht gestresst ist. Weil man müde, aufgeregt, ängstlich, mutig, gelangweilt, unter Strom steht... Es ist wirklich egal.

    -> das Gehirn sucht vor allem am Anfang andauernd nach Gründen, warum es jetzt saufen "darf". Also das geht soweit, dass das Gehirn Probleme dermassen aufplustert/dramatisiert, sodass man dann notgedrungen nachgeben darf.... man sich somit die Legitimation/Berechtigung erteilt, versagen zu "dürfen".

    Da dies so ist: Denk einfach daran: Es gibt wirklich kein einziges Problem, welches durch den Konsum von Alkohol gelöst wird. Das Gehirn verarscht dich bloss.

    Noch was zum nassen Denken. Ich bin froh, wenn sich es bei mir ab und zu nochmal meldet. Es hilft mir. Kommt zwar selten vor, aber es hilft mir.

    Es meldet sich bei Dir immer noch? Spannend... d.h. man wird's so richtig gar nie los? Gut zu wissen. Danke, Hartmut... der ist wertvoll für mich.. weil ich manchmal auf mich selbst ein wenig zornig werde, wenn der wieder kommt... "Was soll das, hast Du immer noch nicht genug?? FLORIAN !!!"

    Also mich spricht die Schreibe von Dir eigentlich sowieso immer an. Und ich nehme - aufgrund Deiner langjährigen Erfahrung als Trockener - Deine Aussagen sehr ernst. Und wenn sie meiner Einstellung diametral gegenüber stehen, dann gehe ich sehr genau bei mir hinhorchen, wenns "bei mir mal anders" ist. Denn... ist es das? Oder belüge ich mich selber?

    Der Text von Dir oben im Speziellen löst bei mir zumindest "Angehörigkeit" aus. Das Thema geht wohl jeden (trockenen) Alkoholiker was an.

    Wenn man den Alkoholismus nicht ernst nimmt... dann unterschätzt man ihn sicher auch, sofern dies in Unkenntnis geschieht. Wenn man bereits auf die Schnauze gefallen ist, mit seinem Verhalten, und ihn noch immer nicht ernst nimmt, dann... nun, ja, dann verhält man sich irgendwie dumm. Meine Meinung. Eine verborgene Intention, die Vorbereitung auf einen zukünftigen Rückfall, möchte ich da gar noch nicht unterstellen. Das kam bei mir selber jedoch öfters vor, bis ich es begriffen hatte. Abscheulich ignorant.

    Auf Dauer hilft - so meine Meinung - nur eines: Die Erkenntnis, dass Alkohol im Körper, im Kopf, nichts verloren hat. Er gibt einem NICHTS, was nicht ohne Alkohol besser erreichbar/erhaltbar ist. Er nimmt nur. Es reift der WUNSCH, nie wieder Alkohol trinken zu MÜSSEN.

    Der Wille, auf Alkohol zu verzichten, impliziert, dass man auf etwas verzichtet. Und genau damit muss man aufräumen. Gottseidank ist diese Erkenntnis auch sehr wahrscheinlich, wenn man sich ernsthaft darauf einlässt. Diesen Willen alleine hält man nicht auf ewig durch, ohne transzendierende Erkenntnis.

    Wenn dieser Wunsch echt ist, spürbar echt, und nicht nur so dahergeredet, weil da ein Haufen Trockener davon labert, und man weiter wirken möchte als man ist, dann ist das wunderbar. Ich für meinen Teil verspüre eine tiefe Dankbarkeit. Ich bin dankbar dass ich nicht mehr trinken will. Ganz selten regt sich noch ein "nasser Gedanke".. welchen ich akzeptiere, und welcher mir stets sagt, WIE MÄCHTIG der Alkohol doch war/ist. Ich war ganz unten, und ein kleiner Teil in mir will diesen Scheiss immer noch. Das kann nur Sucht sein. Das ist kein wahrer Wille. Und ich glaube oder hoffe, diese Regungen werden auch noch ganz verschwinden... und falls nicht: ich weiss ja, was ich zu tun habe.

    Ich finde es wichtig, dass du das Erlebnis jetzt nicht als Blaupause nimmst. Es kann auch mal anders laufen. Hinterfrage dich einfach, wie es dir gerade damit geht, stelle sicher, dass du die Veranstaltung verlassen kannst oder sag im Zweifel ab.

    Ja, da schliess ich mich auch an: Jede kommende Situation MUSS einzeln geprüft werden. Auch wenn es die Wiederholung der Wiederholung sein mag, das ist ganz wichtig. Und man muss sich selber dann auch eingestehen, dass es diesmal wohl keine gute Idee sein könnte, und dann die Konsequenzen ziehen.

    Generell ist es "ein Spiel mit dem Feuer". Ein Alkoholiker kommt sowieso nicht darum herum, da und dort auf Feuerchen zu stossen. (Diese sind ja sowieso möglichst sparsam und selten zu halten, und am Anfang eher ganz zu vermeiden)

    Darum: Ja nicht in Sicherheit wiegen, und schon gar nicht denken: Wenn das schon geklappt hat, dann klappen andere Dinge erst recht, und man begibt sich an Oktoberfest-ähnliche Feiern, welche nun wirklich nur dazu da sind, sich vollaufen zu lassen. Und sowas nicht mit Cola Zero.

    Tobi, das ist doch einfach wunderbar schön. Du hast die Rückfallwahscheinlichkeit in dieser Runde sehr verkleinert.

    Was ich auch bemerkt habe, als ich meine Offenbarungen durchführte:

    Man thematisiert etwas, was in der Gesellschaft schon länger unterschwellig köchelt… der Verdacht nämlich, dass Alkohol mehr nimmt als dass er gibt, man aber irgendwie ausserstande ist, auf ihn gänzlich zu verzichten..

    Ich hatte immer Schiss dass ich dann vereinsamen könnte… und darf immer wieder merken: ich bin nicht alleine… da sind so viele, die auf das Zeug im Grunde keinen Bock mehr haben..,

    Im übrigen habe ich die Idee, man soll sich offenbaren, von hier. Der Dank gebührt somit dem Forum, und den Betreibern mit ihren unbequemen Grundbausteinen…🤓

    … dann wünsche ich Dir, dass Du bestehst… denn nur so wirst du deine Freunde, resp. diese Runde, zukünftig noch geniessen können.

    Wenn Du trinken wirst, heisst das, entweder den eingeschlagenen Weg oder die Freundesrunde verlassen zu müssen, da beides anscheinend nicht vereinbar ist.

    😊

    Drei der beteiligten Personen, die mit denen ich regelmäßig zusammenarbeite, konnte ich es halt nicht, nicht sagen. Plötzlich trinkst halt das Frühstücksbier nicht mehr mit... da kamen Fragen. Ganz am Anfang hatte ich noch Ausreden, später habe ich es einfach gesagt. Ihnen war erst mal das Gesicht eingeschlafen, interessanterweise trinken sie auf Baustellen mit mir, auch gar nichts mehr.

    Was - glaubst Du - ist der Grund für deren Verhalten?

    Wissen die bei dem Treffen, dass Du keinen Alkohol mehr trinkst?

    Falls ja: unterstützen sie dich?

    Falls nicht: Was passiert in Dir drin, wenn Du darüber nachdenkst, es ihnen vorab einfach zu sagen. "Ich darf/soll/möchte keinen Alkohol mehr trinken. WEnn ihr mich dabei unterstützt, dann kann ich eventuell kommen".

    Wenn es sich in dir drin sträubt, dies vorab zu sagen, dann kannst Du darauf deinen Allerwertesten verwetten dass du dir da gerade eine Hintertüre bereithälts, und dann hast Du - sofern es Dir mit der Abstinenz ernst ist - dort nichts verloren.

    Falls es sich bei dir nicht sträubt: Dann sag es ihnen. Guck wie sie reagieren. Wenn sie positiv reagieren: versuchs, rechne aber damit, dass es dich dort triggern wird. Abgesehen davon wird es Dir - wenn alle andern saufen - kaum mehr Spass bereiten.

    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst: Bleib einfach weg. Ist auf jeden Fall einfacher.